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Astrologie: Warum so viele Menschen an Horoskope glauben
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Die Sterne stehen hoch im Kurs, gerade zum Jahreswechsel. Die Zahl derer, die an Horoskope glauben, nimmt eher zu als ab. Dafür gibt es psychologische Gründe - und vielleicht politische.

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jam-sam 02.01.2017, 19:51
270. Wenn man sich der Astrologie nähern will ..

.. und das wollen ja offensichtlich alle, die hier streiten und zetern, dann kann es helfen, sich mal zu fragen, was eigentlich ein Baum ist. Eine Pflanze, oder ein Lebewesen. Was ist das eigentlich.? Was ist Leben.? Kann irgendjemand das kurz und bündig erklären, ohne in einen wissenschaftlichen Monolog zu verfallen, der ziemlich sicher gar nichts von der eigentlichen Sache erklärt.?

Das sind aber die Phänomene mit denen wir es grundlegend zu tun haben, ganz abgesehen von solchen Dingen wie Seele oder Geist. Wir sollten aufhören uns in physikalischen Streitereien zu verlieren, wenn wir irgendetwas von den wirklichen lebendigen Dingen verstehen wollen. Das nur ein kleiner Hinweis und ein frohes Neues Jahr.

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texhex 02.01.2017, 20:02
271.

Zitat von markustermin
Man kann 1/1000 Proton schon messen, aber nicht mechanisch - und darauf läuft es bei der Spiegel-Federung im Ligo hinaus: sie hat eine mechanische Komponente, die diese Messung sehr abenteuerlich macht - unter Herausrechnung von 10 000 Störfaktoren. In Anbetracht einer solchen Fülle von Faktoren - zu denen auch das nicht nachprüfbare und daher unwissenschaftliche Ergebnis gehört: nur alle 100 000 tausend Jahre würde sich der Raum in 1300 Milliarden Lichtjahren Entfernung ausgelöst, so verlängern und verkürzen ... sorry, no - das ist ein Einstein-Pseudobeleg in höchster Not. Nicht alle "Wahrheiten" der Wissenschaft sind daher "evidenzbasiert" - wenn Ihnen das nicht zu schwierig ist?!
Sehen Sie und genau deshalb versuche ich immer, Vertreter Ihrer und vergleichbarer Positionen zu wirklich tragfähigen Argumenten für ihre Thesen zu bewegen: Gibt man Ihnen genug Seil, hängen Sie sich schon selbst damit auf. Das wird für Sie nichts ändern, aber hilft vielleicht Dritten bei der Bewertung des Gelesenen.

Sicherheitshalber kurz:
- 10.000 Störfaktoren - sehr empirisch-präzise Betrachtungsweise.
- "diese eine mechanische Komponente" - siehe oben (und übrigens sachlich irreführend bis falsch)
- "diese Fülle von Faktoren" - bisher waren da noch gar keine
-"nicht prüfbares und daher unwissenschaftliches Ergebnis" - einfache Behauptung, der Satzbau suggeriert eine Herleitung aus dem Vorhergehenden, die aber gar nicht existiert
- "nur alle 10.000 Jahre würde..." - sachlich falsch, wobei aufgrund der Formulierung viel Interpretationsarbeit geleistet werden muss hinsichtlich des Gemeinten.

Auf den zuvor mehrfach angesprochenen Widerspruch, dass Sie durchgehend mit Begrifflichkeit der Physik argumentieren, und die Falschheit eben der Früchte dieser Physik dazulegen, gehen Sie nicht ein, aber wie auch.

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kapnix 02.01.2017, 20:12
272.

Zitat von granathos
Ich habe das Buch auch gelesen. Sachs beschränkte sich zum Glück auf den Zusammenhang Sternzeichen - menschliche/-s Verhalten, Persönlichkeit, Umstande ... Schade, dass solche empirischen Ergebnisse einfach so ignoriert werden, aber auch verständlich, da auch nur die Nennung des Begriffs Astrologie bei vielen Hysterie auslöst( man lese hier nur im Forum ). Über das Jahr schwanken die Konzentrationen der unterschiedlichsten Hormone im Fruchtwasser der Mutter, welches maßgeblich an der Entwicklung nicht nur den Hirns beteiligt ist (http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/sendung/2010/testosteron-im-mutterleib-100.html). Besonders während einer Woche im 7. Monat der Schwangerschaft, ist dieser Einfluss auf das Gehirn ausschlaggebend. Bei Fische-Geburten liegt diese Woche gerade im Dezember, in einer Zeit, wo der testosteronGehalt besonders niedrig ist. Im Frühling ist dieser Gehalt besonders hoch (Mai) und die selbstbewussten Löwen können davon profitieren. Tja, das kann man natürlich zu recht als Kaffesatzleserei abtun, aber es bedürfte schon der Forschung im Feld, im Labor und an den Rechenmaschinen, um hier weiterzukommen.
Und ein Neuseeländischer Fisch Geborener sagt dazu was? Ich vermute für den gelten dann andere Sternzeichen, oder nur virtuelle Sternzeichen. Ich habe in diesem Forum ja gelernt Astrologie hat gar nicht mit den Sternen zu tun, oder nicht so direkt oder nur auch Beurteilung durch einen Fachastrologen.....

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texhex 02.01.2017, 20:28
273.

Zitat von granathos
Ich habe das Buch auch gelesen. Sachs beschränkte sich zum Glück auf den Zusammenhang Sternzeichen - menschliche/-s Verhalten, Persönlichkeit, Umstande ... Schade, dass solche empirischen Ergebnisse einfach so ignoriert werden, aber auch verständlich, da auch nur die Nennung des Begriffs Astrologie bei vielen Hysterie auslöst( man lese hier nur im Forum ).
Hysterie zu unterstellen, kann leider auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie nach wie vor mit Argumenten agieren, die obsolet geworden sind. Wie auch hier im Thread bereits aufgezeigt wurde, bestimmt haben Sie es gelesen. Ein gutes Beispiel dafür, wie man unbequeme Fakten einfach wieder aus der Wahrnehmung löscht.

Sie verweisen auf den Erkenntniswert von Sachs´ "empirischen Ergebnissen", um eine Kausalität zu belegen, obwohl bereits mehrfach der Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation erklärt wurde. Hier gerne noch mal für Sie:
http://www.methoden-psychologie.de/korrelation_kausalitaet.html

Wenn Sie also bei Ihrer Meinung bleiben wollen UND gleichzeitig hier mitdiskutieren, dann müssten Sie jetzt darlegen, warum Sie beim Beispiel "Störche/Geburtenrate" oder einem der drei anderen unter dem obigen Link genannten von Korrelation ausgehen, bei Sachs aber von einem wertvollen Beleg für Kausalität. Andernfalls hat sich Ihr Einwand hiermit erledigt.

(Das ganze gilt natürlich nur, WENN Sie bei "Störche/Geburtenrate" nicht auch von Kausalität ausgehen...)

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Fait Accompli 02.01.2017, 20:43
274. Sachs' Werk...

... gilt als widerlegt. Gründe sind vor allem methodische Mängel.
https://www.gwup.org/infos/themen/58-astrologie/724-die-akte-astrologie-aus-sicht-der-mathematischen-statistik

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Fait Accompli 02.01.2017, 20:58
275. Kein Zusammenhang

David Voas ging der Frage nach, ob der Erfolg in der Beziehung und ein Hingezogenfühlen zum Lebenspartner mit den astrologischen Aussagen, die spezifisch dies konstatieren, korrelieren. Hierfür standen ihm Personendaten von über elf Millionen Menschen aus Wales und England zur Verfügung. Die Studie zeigte aber, dass weder Ehen von unter astrologischen Gesichtspunkten „geeigneteren“ Partnern länger anhalten würden, noch, dass es eine höhere Verteilung an astrologisch „kompatibleren“ Partnern gebe.

D. Voas (2008): Ten million marriages: An astrological detective story. In: Skeptical Inquirer. 32 (2)

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ed_tom_bell 02.01.2017, 20:59
276. Mein Freund der Baum

Zitat von jam-sam
Wenn man sich der Astrologie nähern will .... und das wollen ja offensichtlich alle, die hier streiten und zetern, dann kann es helfen, sich mal zu fragen, was eigentlich ein Baum ist. Eine Pflanze, oder ein Lebewesen. Was ist das eigentlich.? Was ist Leben.? Kann irgendjemand das kurz und bündig erklären, ohne in einen wissenschaftlichen Monolog zu verfallen, der ziemlich sicher gar nichts von der eigentlichen Sache erklärt.? Das sind aber die Phänomene mit denen wir es grundlegend zu tun haben, ganz abgesehen von solchen Dingen wie Seele oder Geist. Wir sollten aufhören uns in physikalischen Streitereien zu verlieren, wenn wir irgendetwas von den wirklichen lebendigen Dingen verstehen wollen. Das nur ein kleiner Hinweis und ein frohes Neues Jahr.
Ich will mich mitnichten der Astrologie annähern. Warum sollte ich so was wollen? Und inwiefern könnte es mir dabei helfen mich zu fragen was ein Baum ist? Ein Baum ist übrigens beides: Pflanze und Lebewesen. Das schleißt sich in keinster Weise aus. Jede Pflanze ist auch ein Lebewesen. Aber fragen kann man sich natürlich vieles. Z.B. "Wat is'n Dampfmaschien?" Oder "Kennen Sie den Unterschied zwischen Antworten und kruden Fragen?"

Können Sie mal kurz und bündig erklären was es mit Astrologie zu tun hat Leben erklären zu können? Können Astrologen das schlüssiger erklären als Naturwissenschaftler? Dann lassen Sie mal hören. Und bevor Sie uns mit Begriffen wie "Seele" und "Geist" bombardieren, sagen Sie doch lieber erstmal was Sie damit meinen. Diese Begriffe sind nämlich keineswegs eindeutig. Und was könnten wohl Ihre ominösen "wirklichen lebendigen Dinge" und die "eigentliche Sache" sein? Als wäre das Thema nicht schon schwammig genug.

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granathos 02.01.2017, 21:14
277. anyways

Zitat von kapnix
Und ein Neuseeländischer Fisch Geborener sagt dazu was? Ich vermute für den gelten dann andere Sternzeichen, oder nur virtuelle Sternzeichen. Ich habe in diesem Forum ja gelernt Astrologie hat gar nicht mit den Sternen zu tun, oder nicht so direkt oder nur auch Beurteilung durch einen Fachastrologen.....
Das Firmament war dem neolithischen Bauer Kalender, dem Seefahrer Kompass und und und ..
Leider sind ja Erkenntnisse über Zusammenhänge irdischen Geschehens und der großen Himmelsscheibe dort oben, leider verloren gegangen durch all die Verteufelung und die Brände im 6. Jahdt. und und.. Ich bin mir sicher , dass sich damals schon Einiges an Erkenntnis angesammelt hatte, war doch die Himmelsschau nicht nur für die Gelehrten, sondern für jedermann der Nachthimmel Theater, TV und Kino zugleich.

Anyways, für unsere Zwecke nennen sie doch Fisch = #11. Es geht tatsächlich um teilweise sehr komplizierten Zyklen und sie sollten sich das Ganze als großes Uhr-/Kalenderwerk vorstellen. Meines Wissens wurden ja auch nur Sonne und Mond weltweit als Gottheiten verehrt. Erst wir Heutigen können uns deren Wirkweisen erklären, wenn auch nur arg begrenzt.

Die Astrologie hat ja meines Erachtens keine Chance, wenn sie nicht von den Wissenschaften unterstützt wird. Da scheint aber jemand nicht über seinen Schatten springen zu können. Die müssten sich ja nur mal die Statistiken des Herrn Sachs, Gatt hab ihn selig, anschauen.

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granathos 02.01.2017, 21:23
278. traurige Lachnummer

Zitat von texhex
Hysterie zu unterstellen, kann leider auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Sie nach wie vor mit Argumenten agieren, die obsolet geworden sind. Wie auch hier im Thread bereits aufgezeigt wurde, bestimmt haben Sie es gelesen. Ein gutes Beispiel dafür, wie man unbequeme Fakten einfach wieder aus der Wahrnehmung löscht. Sie verweisen auf den Erkenntniswert von Sachs´ "empirischen Ergebnissen", um eine Kausalität zu belegen, obwohl bereits mehrfach der Unterschied zwischen Kausalität und Korrelation erklärt wurde. Hier gerne noch mal für Sie: http://www.methoden-psychologie.de/korrelation_kausalitaet.html Wenn Sie also bei Ihrer Meinung bleiben wollen UND gleichzeitig hier mitdiskutieren, dann müssten Sie jetzt darlegen, warum Sie beim Beispiel "Störche/Geburtenrate" oder einem der drei anderen unter dem obigen Link genannten von Korrelation ausgehen, bei Sachs aber von einem wertvollen Beleg für Kausalität. Andernfalls hat sich Ihr Einwand hiermit erledigt. (Das ganze gilt natürlich nur, WENN Sie bei "Störche/Geburtenrate" nicht auch von Kausalität ausgehen...)
ja, da haben sie etwas grundsätzlich falsch verstanden. Es wird eben NICHT von einer Kausalität gesprochen, sondern eben von einer Korrelation. Die Leutchen im alten Babylon wussten doch noch gar nichts von der Gravitation. Das Firmament war für sie ein großes Kalendarium und wahrscheinlich auch Mysterium in dem nach Zeichen, Zusammenhängen und und Ausschau gehalten wurde. Sie nahmen keine SpukFernWirkung an, sondern datierten damit.

Ich habe mch ja hier schon über mögliche Kausalitäten versucht - intrauterinen Hormongehaltschwankungen über die Jahreszeiten, aber ohne die Unterstützung der Wissenschaften, fürchte ich, bleibt dies eine Lachnummer.

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taglöhner 02.01.2017, 21:25
279. cum hoc ergo propter hoc

Zitat von Friedrich der Streitbare
dass der Autor sich nicht mit der verblüffenden Studie von Gunther Sachs auseinandergesetzt hat. Dieser war nicht nur stinkreich und Playboy sondern auch , weniger bekannt, studierter Mathematiker. Er zeigte, dass Menschen bestimmter Sternzeichen signifikant häufiger heiraten, als es statistisch zu erwarten wäre. Sicherheitshalber ließ er das nochmal von Statistikern seiner alter Universität, Regensburg, überprüfen und bestätigen. Ich glaube dennoch nicht an Horoskope, habe aber keinerlei Erklärung für dieses "Sachs-Phänomen".
Selbst wenn sich nur ein winziger Bruchteil der Probanden in seiner Heiratsentscheidung bzw. der der Arrangeure (!) vom Sternzeichen des Partners beeinflussen ließ, bekommen Sie eine signifikante Korrelation.

Wenn ein Teil der Probanden aus Regionen stammt, die gewisse jahreszeitliche Schwankungen in der Geburtenrate haben, kann das ebenfalls passieren.

Wenn solche Effekte nicht zuverlässig einbezogen wurden, ist die Aussage wertlos.

Sie werden bei uns hochsignifikante Korrelationen von Schuhgröße und Nettoeinkommen messen können, aber der Kausalität nicht auf die Spur kommen, wenn Sie das Geschlecht der Probanden nicht erheben.

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