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Atommüll: Bund hat noch kein Geld für Endlager-Suche übrig

Der Beschluss wurde als Neustart gefeiert: Bund und Länder*wollen*in ganz Deutschland nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll suchen. Doch die Finanzierung ist unklar - die Erkundung könnte*um Jahre hinausgeschoben werden.

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cirkular 30.11.2011, 17:28
10. Das einzige sinnvolle Endlager

befindet sich im Vorgarten des Kanzleramts.

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marthaimschnee 30.11.2011, 17:30
11. Was ist schlimmer?

Die Tatsache, daß wir immer noch Atommüll produzieren?
oder
Die Tatsache, daß der bisher produzierte irgendwo vor sich hin gammelt?
oder
Die Tatsache, daß die Verursacher des Mülls, nämlich die AKW Betreiber, die einzigen Gewinner in dieser Rechnung sind?

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och-nee 30.11.2011, 17:38
12. WiWieso soll der Bund das bezahlen?

Eigentlich müssten alle Kosten auf die Verursacher umgelegt werden.

Also das Gros müssten die Energieversorger zahlen. Schließlich erwirtschaften diese auch die Gewinne mit "den Atomen".

Ich verstehe das nicht.

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whs 30.11.2011, 17:40
13. Ich fass es nicht

Der Bund braucht Geld, um ein Endlager für die Energiemonopole zu suchen!? Soclch eine Lobby müsste man haben!
Tipp: vielleicht mal bei eon&Co nachfragen, vielleicht verleihen die ja ein bisschen Kohle zum suchen!

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Alexander Berg 30.11.2011, 17:44
14. Lösungsvorschlag

Man könnte das ganze als fahrende Ausstellung machen. XD.

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paretooptimal 30.11.2011, 17:46
15. Der Bund hat nicht nur kein Geld

Wer 72 Millionen EUR für die weitere "Erkundung" von Gorleben ausgibt, aber nur 3 Millionen EUR für die Suche nach einem neuen Endlager, hat nicht die Absicht "erkundungsoffen" zu suchen. So gesehen werden sich die Proteste in und um Gorleben noch mehr verstärken. Und das ist auch gut so.

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antizins 30.11.2011, 17:48
16. Wieso ist...

Zitat von sysop
Der Beschluss wurde als Neustart gefeiert: Bund und Länder*wollen*in ganz Deutschland nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll suchen. Doch die Finanzierung ist unklar - die Erkundung könnte*um Jahre hinausgeschoben werden.
...kein Geld dafuer vorhanden?
Heute wird doch gerade der Markt mit billigem frischen Geld ueberschwemt ...
...ach so, das Geld ist NUR fuer die Finanzmaerkte!!! Und die muessen bedingungslos gerettet werden...

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MtSchiara 30.11.2011, 17:52
17. Atommüll-Endlager sind der Gipfel der Verantwortungslosigkeit

Es ist gut, daß für etwas zur Zeit kein Geld zur Verfügung steht, was der Gipfel der Verantwortungslosigkeit wäre: ein Endlager für Atommüll. Denn der hochgefährliche Atommüll gehört nicht verbuddelt, sondern vernichtet.

Atommüll besteht aus drei Komponenten:
1) Spaltprodukte
2) unverbrannter Brennstoff
3) Transurane

zu 1)
Spaltprodukte sind nach 500 Jahren ungefährlich und dann zum Teil so wertvoll, daß eine Wiederzuführung in den Wertstoffkreislauf wirtschaftlich ist. Diese gehören nicht end-, sondern eine Zeitlang zwischengelagert

zu 2)
unverbrannter Brennstoff kann in die Miene zurückgebracht werden, wo er auch herstammt

zu 3)
Transurane verwandeln sich längerfristig in Plutonium, das durch seine mittlere Halbwertszeit über Jahrhunderttausende eine große Gefährlichkeit besitzt. Diese Substanz sollte nirgendwo verbuddelt werden. Statt in eine Endlagersuche zu investieren, sollte sich die Regierung an der Entwicklung von Verfahren beteiligen, die Plutonium und andere Transurane vernichten können - zum Beispiel in Flüssigsalzreaktoren.

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Gebetsmühle 30.11.2011, 17:53
18. wer zahlt muss klar sein. der steuerzahler jedenfalls nicht!

Zitat von sysop
Der Beschluss wurde als Neustart gefeiert: Bund und Länder*wollen*in ganz Deutschland nach einem Endlager für hochradioaktiven Atommüll suchen. Doch die Finanzierung ist unklar - die Erkundung könnte*um Jahre hinausgeschoben werden.
die suche und der bau eines für 1 million jahre sicheren endlagers samt übernahme sämtlicher kosten ist allein sache der müllproduzenten. denen sind alle kosten ohne ausnahme in rechnung zum stellen. das sicherste endlager wird wohl doch im bayerischen wald zu finden sein. dort wohnen kaum leute, tief unten ist es für 1 million jahre sicher und wenn mans richtig macht, kann mans notfalls auch zurückholen und sichern. kostet halt ein paar euro. aber bei 60 milliarden euro gewinn pro jahr für die stromkonzerne dürften auch 100 milliarden nur peanats sein, gerechnet auf 1 million jahre.

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spargel_tarzan 30.11.2011, 17:55
19. eine weitere nebelbombe..

aus dem unerschöpflichen arsenal unserer politiker.
und die damen und herren in grün gekleidet waren da auch nicht wirklich aktiv.
auf d-radio kultur meinte jemand vor wenigen tagen, daß diese such auch durch volksentscheide in den jeweiligen regionen und bundesländer geregelt werden könnte. wovon träumt der mann nachts?
wenn sich die bürger in bayern schon aus unbegründeter angst vor einem geothermie-kraftwerk fürchten und energie aus windkraft bitteschön nur hinterm horizont erzeugt werden soll weil sonst der idyllische ausblick empfindlich gestört wird.
doch die beste lösung ist immer noch kein radioaktiver müll, denn hier greift eben nicht das sprichwort: kommt zeit, kommt rat. innerhalb von 60 jahren hätte sich ja schon mal was praktikables ergeben können, derweil säuft die asse ab.

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