Forum: Wissenschaft
Atommüll-Warnung für ferne Zukunft: Nuklear-Priester und Strahlenkatzen
SKB

Atommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen. Wie warnt man Menschen vor der Gefahr, die in ferner Zukunft weder Sprachen noch Symbole von heute verstehen? In Schweden sollen das jetzt Forscher beantworten, die sich mit altem Müll bestens auskennen: Archäologen.

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Fritz Meier 11.07.2012, 11:58
10.

Zitat von Kurt Limdäpl
Da die Neugier immer stärker ist als die Furcht halte ich eine Nichtmarkierung für besser. Das sicherste Endlager ist das von dem keiner weiß.
Ja, natürlich. Das sicherste Giftfläschchen ist das, auf dem keine Warnung steht. Man lagere also den gefährlichen Müll einfach da, wo sicher niemand anfängt zu buddeln. Gar kein Problem. In 100000 Jahren wird man ja nicht überall herumsuchen. Oder?

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Tungay 11.07.2012, 11:59
11. Überflüssig

Wäre völlig überflüssig, wenn man Atomkraft weiterdenken würde und diesen Müll als Enrgiereserve erkennen könnte.
Das Dümmste ist, beim kleinsten Problem die Flinte ins Korn zu werfen und im größten Problemzustand zu verhaften.

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Hupert 11.07.2012, 12:00
12.

Zitat von sysop
Atommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen. Wie warnt man Menschen vor der Gefahr, die in ferner Zukunft weder Sprachen noch Symbole von heute verstehen? In Schweden sollen das jetzt Forscher beantworten, die sich mit altem Müll bestens auskennen: Archäologen.
Sehr interessanter Dokumentarfilm zu Thema...

Into Eternity The Movie

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Originalaufnahme 11.07.2012, 12:03
13. ===

Zitat von EchoRomeo
Schwachfug [...] Geigenzähler dürfte es ja wohl inzwischen auch als App geben und wenn die Atomangst weiter geschürt wird, dann gehören sie in absehbarer Zeit wohl zur Grundausstattung. Rechnen diese Wissenschaft etwa mit einem wissenschaftlichen Rücksturz ins Mittelalter, als noch nicht ganz klar war ob die Stützen des Himmels halten.
Wir reden hier über einen Zeitraum von zehntausenden Jahren und länger. Da ist, wenn Sie sich allein ein paar Ereigniss der letzten 2000 Jahre vor Augen halten, tatsächlich mit Allem zu rechnen. Den Einschlag eines Meteoriten, der gewissermaßen den Himmel einstürzen lässt, könnten Sie übrigens auch mit einer App oder sonstiger Technik nicht verhindern.

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Websingularität 11.07.2012, 12:05
14. Kreativität ist gefragt

Im Mittelalter(dunkles Zeitalter) war das technische Wissen geringer als in der Antike.
Es hatte erst wieder eine Renaissance und Abschriften benötigt, um antikes Wissen wiederzubeleben.
Es kann also Rückfällte geben, wo das Wissen verloren geht.

Wenn die Intelligenz des Menschen bis dahin anwachsen würde, dann müssen sie nur den Aufklärungs-Stummfilm ansehen, der mit der Reststrahlung des Mülls 10.000Jahre betrieben wird. :D
Oder eine Kapsel auf einem Asteroiden verstecken, der nach 10.000Jahre wieder vorbeikommt.
Da wird man aus Neugier bestimmt reinschauen.

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darkangel_ger 11.07.2012, 12:06
15. soso

Zitat von sysop
Atommüll kann Zehntausende Jahre lang strahlen. Wie warnt man Menschen vor der Gefahr, die in ferner Zukunft weder Sprachen noch Symbole von heute verstehen? In Schweden sollen das jetzt Forscher beantworten, die sich mit altem Müll bestens auskennen: Archäologen.
Und was ist damit ?
Untertagedeponie Herfa-Neurode
("kleine" Überbleibsel aus der Kohleverstromung, usw..)
Da ist nach 10.000 Jahren noch nicht Schluß...

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Barath 11.07.2012, 12:12
16. ...

Zitat von darkangel_ger
Und was ist damit ? ("kleine" Überbleibsel aus der Kohleverstromung, usw..) Da ist nach 10.000 Jahren noch nicht Schluß...
DIE ANDEREN ABER AUCH!

Was hat das mit dem Thema zu tun, außer das sie mit fadenscheinigen Gründen versuchen die Probleme der Atommülllagerung zu verharmlosen?

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sample-d 11.07.2012, 12:12
17. ||||||

Zitat von otto_iii
(..)Man stelle sich mal vor, die Menschen vor 1000 Jahren hätten uns Warnungen und Hinweise zukommen lassen wollen. Was wäre das gewesen? Warnungen vor wilden Tieren, Krankheiten, Naturgefahren, kriegerischen Ungarn und Mongolen und vor allem Hinweise, wie ein gottesfürchtiges Leben zu führen ist, damit das ewige Seelenheil gesichert wird. Würden wir das heute ernst und wichtig nehmen? nein? (...)
Eben - die Japaner haben zum Beispiel die Steinmarkierungen ihrer Vorfahren über Tsunami-Höhen nicht ernst genommen und die markierten Gebiete besiedelt.
Deshalb gab es dort tausende Tote und einen Super GAU...

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WernerT 11.07.2012, 12:13
18. Vorsicht mit manchen Vorurteilen

Zitat von otto_iii
über was sich Leute so Gedanken machen... Die Grundannahme ist doch völlig unrealistisch: In den bisherigen Jahrtausenden der Menschheitsentwicklung ist das Wissen und die Analyse- und Problemlösungsfähigkeit der Menschheit beständig angewachsen. Wieso sollte das künftig anders sein? Wieso sollten die Menschen der Zukunft Belehrungen und Warnungen von uns heute Lebenden nötig haben? Man stelle sich mal vor, die Menschen vor 1000 Jahren hätten uns Warnungen und Hinweise zukommen lassen wollen. Was wäre das gewesen? Warnungen vor wilden Tieren, Krankheiten, Naturgefahren, kriegerischen Ungarn und Mongolen und vor allem Hinweise, wie ein gottesfürchtiges Leben zu führen ist, damit das ewige Seelenheil gesichert wird. Würden wir das heute ernst und wichtig nehmen? nein? Wenn sich aber die bisherige Menschheitsentwicklung umkehrte und statt einer Weiterentwicklung des Wissens ein Rückschritt in vorzivilisatorische Zeiten stattfände, etwa nach dem 3. Weltkrieg oder einem großen Asteroideneinschlag, dann gehören verbuddelte Atomabfälle wohl zu den nachrangrangigen Problemen der Menschheit.
Wir wissen nicht, was die Ägypter uns hinterlassen hatten, aber wir wissen, dass sie gewisse Krankheiten einfach durch Quarantäne gelöst haben, einfach in dem die erkrankten eingemauert wurden (war auch im Mittelalter eine Lösung), wer kann uns garantieren, dass nicht einige Erreger überlebt haben. Die Warnungen wird jeder ignorieren, bis plötzlich die halbe Menschheit ausgerottet ist. Auch die Legenden vom Sumpfmonster werden ignoriert, bis plötzlich mal wieder ein CO2 Ausbruch stattfindet und jeder der im Sumpf ist, tot umfällt. Es gab in Asien Legenden, dass wenn das Meer zurückgeht, man auf den nächsten Berg flüchten sollte, was machten die Leute - sie sammelten Fische und Krebse auf dem trockengelegtem Meeresboden und wurden von der Welle ertränkt.
Und so weiter viele Religion sollten die Leute schützen doch nach einigen Generationen weiß niemand mehr, warum die regel eingeführt wurde und man ignoriert sie und die Leute gehen drauf.

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chramb 11.07.2012, 12:17
19.

Vor Jahren habe ich einmal eine Doku zu dem Thema gesehen, fand ich sehr interessant.

Nicht Kennzeichnung ist ein Problem, da man ja nicht absehen kann ob in 1000, 10000 oder 100000 Jahren Menschen die technisch wieder in die Steinzeit zurückgefallen sind sich nicht an dem hübschen Metall über das sie beim Buddeln stolpern erfreuen und anfangen Schmuck oder ähnliches daraus zu machen.

Und selbst wenn sie sich technologisch weiter und weiter entwickeln, wie sie drauf hinweisen das die antiken Ruinen gefährlich sind? Vielleicht ist ihnen Atommüll bereits kein Begriff mehr?

Kennzeichnung hat das Problem, wie? Was von uns als Warnung verstanden werden könnte, wird von einer späteren Zivilisation vielleicht nicht verstanden. Ein Schild mit Totenkopf und der Aufschrift Achtung ist da eher unzureichend. Also eventuell etwas darauf errichten das einfach "böse" aussieht? Wirre Stacheln und Formen? Einen Tempel mit Inschriften und Glyphen in allen Sprachen die vor der Gefahr warnen? Hat das bei Inka, Maya oder Ägyptern genutzt?

Eine Wache einrichten, mit der Aufgabe die Ruinen über die Jahrtausende zu bewachen? Die älteste ununterbrochen bestehende Organisation auf der Erde dürfte die Katholische Kirche sein, und selbst die gibt es erst seit knapp 2000 Jahren.

Ich finde das ein sehr interessantes Gedankenspiel.

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