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Baden-Württemberg: Mehr als 40 tote Schafe nach mutmaßlichem Wolfsangriff
DPA

Im Schwarzwald sind offenbar mehr als 40 Schafe nach einer Wolfsattacke gestorben. Ausgerechnet zum "Tag des Wolfes" entbrennt die Diskussion über die Raubtiere neu.

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allesblabla 30.04.2018, 22:59
100. Hier nix verloren

Der Wolf und der Baer haben in einer Kulturlandschaft nix verloren. Woelfe sind sehr intelligente Tiere. Ihre Scheu passt sich den Gegebenheiten an. In Zentraleuropa sind die Tiere sehr scheu da sie sonst keine Ueberlebenschancen haetten. Im Mittelalter waren die Woelfe in Europa weit weniger scheu, wie auch heute noch in Russland und Zentralasien. Dort gelten Woelfe zurecht als unberechenbare Schaedlinge. Im Winter allein im Wald spazieren - zu gefaehrlich. Kinder allein im Wald - nicht moeglich. Es gibt immer wieder vereinzelt Exemplare die auch Menschen jagen. Im Mittelalter sind unzaehlige vom Wolf gefressen worden. Weshalb man froh war diese Gefahr endlich los zu sein. Es ist nur eine Frage der Zeit bis der Mittteleuropaer wieder auf den Boden der Tatsachen kommt - sollte der Wolf sein Verhalten aendern.

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principezinho 30.04.2018, 23:01
101.

Zitat von helmipeters
So, so die Schäfer werden für Wolfsrisse entschädigt. Fragen sie mal einen Schäfer ob die " Entschädigung " nur annährend seinen tatsächlichen Schaden deckt.
Dann sollte der Schäfer sich vielleicht einen Hirtenhund zulegen. Die sind nämlich sehr gut darin, solche Vorkommnisse zu verhindern. Nurmal so.

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Roland Bender 30.04.2018, 23:04
102. Es müssen wohl erst ein oder zwei Kinder getötet werden, bevor ...

... dieser Wahnsinn ein Ende hat. Das ist ein Raubtier, das in Rudeln jagt. Früher waren die im Zoo in Gehegen mit einem Stacheldraht obendrauf. Weil die Menschen sich der wirklichen Gefahren nicht mehr bewusst sind, halten sie sowas für romantisch. Aber Wölfe sind nicht romantisch. Es sind grausame Raubtiere. Gut organisiert und effektiv.

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alterpeter67 30.04.2018, 23:11
103. Der Wolf gehört nicht mehr zu Deutschland

Bibs1980 heute, 18:21 Uhr
"Kein Raubtier tötet aus Lust. Und ein Wolf kann keine vier auf einmal Schafe verdrücken."
Nicht aus Lust, aber aus Jagdtrieb indem die potentielle Beute in der freien Natur oft über Stunden gejagt wird,
während die Tiere im Gatter keine Fluchtmöglichkeit haben, mithin der Beisreflex des Wolfes immmer wieder angereizt wird, sodaß viel mehr tote oder verletzte Tiere auf der Strecke bleiben, die er natürlich nicht alle vertilgen kann. Ich möchte auch behaupten, dass der Wolf in den Weiten von Russland oder des Balkans besser aufgeboben ist. Schließlich müssen wir hier nicht alles haben.

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a.maassen 30.04.2018, 23:12
104. Wenn die ersten ...

Spaziergänger im Wald von Wölfen angefallen werden, ist wohl Schluß mit lustig ... Bin gespannt was der NABU dann sagt.

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frankebos 30.04.2018, 23:14
105. 2000 Jahre Herdenschutzhunde Sparfüchse in Baden-Württemberg

In Deutschland kann offenbar alles nur abgeknallt werden, dabei sehen die meisten den Wald vor lauter Bäumen nicht. Sogenannte Jagdverbände, die von Biotopvernetzung reden, schicken immer wieder ihre Lobbyisten in die Spur, um komplett ahnungslosen Politikern einzubläuen, dass der Wolf nur mit dem Gewehr zu besiegen ist. Das alles ist wie die NRA für Anfänger, hat aber hier zu Lande immer wieder bei Waldmeistern, wie beispielweise „Hajo“ Rülke, Erfolg. Die meinen offenbar, die Jagd sei ein "Elite" Sport, neben Golf & Polo, der für Parteifreunde geschützt werden muss, obwohl man selbst nicht dazu gehört.
Im Endeffekt werden von dieser Art Politiker hunderttausende unserer Steuergelder an parteibefreundete Beratungsfirmen ausgegeben, die eine Analyse der Situation machen sollen und danach auf Abschuss drängen.
Die Lösung ist so simpel und das ist auch allen Jagdverbänden und Lobbyisten hinlänglich bekannt und wird immer wieder absichtlich verschwiegen und verschleiert.
In diesem Moment liegt vor mir im Wohnzimmer ein Maremmano „Herdenschutzhund“
-Cane da Pastore Maremmano Abruzzese- und dieser hat sogar im Namen die Verwendung „Hund des Schäfers“. Wie toll ist das denn! Hätte keine Consulting Firma besser machen können, Produktname gleich Verwendung, phantastisch, ein Herdenschutzhund seit 2000 in Worten zweitausend Jahren im Einsatz - unglaublich.
Landesschafzuchtverbände scheinen Herdenschutzhunde anscheinend nicht kennen zu wollen, da wir in Deutschland kein eigenes Exemplar züchten und auf unsere unmittelbaren Nachbarn in Polen, Frankreich, Italien, Tschechin und der Schweiz wie immer nicht zu verlassen ist, da die anscheinend seit den letzten 2000 Jahren nur Unfug mit diesen Hunden treiben, beziehungsweise hier mit den jeweiligen Jagdverbänden Hand in Hand gearbeitet wird, um die vermeintlichen "Kosten" für die Hunde abzuwälzen.
Unser Herdenschutzhund kostet uns 730 Euro im Jahr an Futter (Bio gefüttert!!!). Und weitere 90 Euro Tierarztkosten im Durchschnitt auf die vergangenen 8 Jahre gerechnet, die Anschaffungskosten betrugen 1000 Euro. Lobbyisten erwähnen jedoch gebetsmühlenartig immer wieder, dass die Hunde zu teuer zum Halten sind und sich die Haltung von Schafen nicht mehr rentieren würde. So etwas können sich anscheinend nur so finanzstarke Länder wie Polen, Tschechen, Frankreich, Schweiz und Italien leisten.
Ausbildungskosten der Hunde sind im Übrigen 0 Euro, wenn die Tiere im besten Fall in der Herde aufwachsen. Im Gegensatz zu den Parolenführer und Jägern wissen die Hunde was Ihr Job ist.
Der ganze Aufstand in diesem Land, damit Jäger, die nicht mal die Traute haben ehrenhaft mit einer Saufeder ein Wildschwein zu erlegen sich stattdessen mit dem Gewehr eine Trophäe feige hinter dem Lauf zu erschleichen. Ein Jäger sollte sich im Übrigen auch erst so nennen dürfen, wenn er auch in der Lage ist Wild mit Bogen oder der Hand zu erlegen alles andere ist stümperhaftes Nichtskönnen hinter einem Lauf. Es gibt also eine ganz einfache Lösung, wenn wir uns unsere Nachbarn anschauen.

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se123 30.04.2018, 23:40
106. Man lese nach in den Volksmärchen...

... das hat schon seinen Grund, warum man Kinder mit Märchen eindringlich vor dem Wolf warnte!

Es ist nicht die Frage, ob ein Wolf ein Kind in Deutschland töten, sondern nur wann!

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pom_muc 30.04.2018, 23:43
107.

Zitat von Bibs1980
Ein Wolfsrudel besteht über's Jahr gesehen aus 5-10 Tieren, je nachdem, ob im Rudel ein neuer Wurf statt gefunden hat oder nicht. Also müsste jedes Tier des Rudels mindestens VIER(!) Schafe erlegt haben. Kein Raubtier tötet aus Lust. Und ein Wolf kann keine vier auf einmal Schafe verdrücken.
Ich frage mich warum jeder meint mitquaken zu müssen selbst wenn man null Ahnung hat und das gesamte Fachwissen aus dem Kinderbuch stammt.

"Beim Phänomen der Mehrfachtötungen lässt sich beobachten, dass die Wölfe manchmal wie der berühmte „Fuchs im Hühnerstall“ so lange beutefangmotiviert zupackten, bis sich nichts mehr bewegt. Wie viele Beutetiere ein Wolf auf einmal tötet und wie viel er von seiner Beute frisst, hängt unter anderem davon ab, wie leicht die Tiere zu töten sind und ob der Beutegreifer durch Menschen beim Fressen gestört wird."
http://www.elli-radinger.de/wissen-wolf-mehrfachtoetung-von-schafen-ist-kein-blutrausch/

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langenscheidt 30.04.2018, 23:51
108. Hunde

Sachlich betrachtet ist der Wolf Nahrungskonkurrent des Menschen. Der Wolf wildert im fremden Revier. Herdenschutzunde sind sehr teuer. Eine jahrelange Ausbildung steht dem voran. Herdenschutzhunde sind übrigens keine klassischen Hütehunde. Der klassische Hütehund wird beim Wolfsangriff nebenbei getötet. Die Wolfsverteidiger wissen wenig von Wölfen. Das Wort "Wolfsromantik" trifft es sehr gut.

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outsider-realist 30.04.2018, 23:57
109. Schändlich

Ich finde die ganze Diskussion schändlich....die Schafe werden nicht aus Tierliebe gehalten. Seit es den Menschen gibt fügen wir Tieren größtmögliches Leid zu und empören uns, wenn der Wolf oder andere Wildtiere ihren Instinkten nachgehen. Diese geheuchelte Empörung widert mich nur an.

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