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Baustelle Mensch: Der Weg zum Homo Käsehaut
Corbis

Die Sonne ist zurück - und mit ihr das Problem der farblosen Winterblässe. Doch die Tendenz zur hellen Haut haben wir nicht zufällig. Unsere neue Kolumne erklärt, warum den Vorfahren der Europäer die Pigmente flöten gingen.

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laurenz-von-arabien 25.03.2014, 15:48
1. Werbung macht es möglich,

daß ein weißer Mensch nicht weiß sein will.
Gehen Sie in Ostasien in eine Drogerie, nix Bräunungskreme, da gibt es nur Bleichungskreme.
Schauen Sie asiatisches TV. Die Schauspieler sehen aus blaß wie die Nacht. Alle Asiatinnen, die bei AsiensdS mitmachen wollen, tragen Sonnenschirmchen. Es ist halt blöd für Werbestrategen Bleichgesichtern Bleichungskreme verkaufen zu wollen. Es hat auch noch einen anderen Hintergrund, aber darüber darf man nicht schreiben.

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genesys 25.03.2014, 16:10
2. Herkunft der Hautfarbe

Hat die helle Hautfarbe nicht auch etwas damit zu tun, dass die dunkelhäutigen Afrikaner, die nach Europa eingewandert sind, sich kräftig mit den hier ansässigen Neandertalern vermehrt haben?

Hinweis an die meterologische Redaktion: Wenn Ihnen nach Veröffentlichung des Beitrages ein mittleres Erdbeben gemeldet wird, ist das keins - das sind Erschütterungen, die von in ihren Gräbern hochfrequent rotierenden Nazis produziert werden...

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Alfons Emsig 25.03.2014, 16:16
3. @ laurenz-v-a

Das haben Sie richtig beobachtet, denke ich. Allerdings ist es so, dass z.B. die Japaner tatsächlich eine Heidenangst vor Hautkrebs haben und eine braune Haut als Vorstufe eines malignen Melanoms betrachten. Da ist durchaus was dran, denn längst nicht alle Asiaten werden braun bei Sonnenbestrahlung, sondern viele (das scheint regional verschieden, mit Schwerpunkten in China, Korea und Japan) holen sich dabei spektakuläre Sonnenbrände, wie man sie sonst nur aus dem TV von rothaarigen Australiern kennt.

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ohne.merc 25.03.2014, 16:21
4.

Helle Haut war für die immer weiter in nördliche Gefilde vordringenden frühen Menschen nicht unbedingt "sexy", sondern -- wie im letzten Teil des Artikel angedeutet -- eher eine Notwendigkeit. Der Selektionsvorteil liegt eben darin, dass der Körper mit heller Haut auch bei der im Norden geringeren Sonneneinstrahlung noch genügend Vitamin D bilden kann, wohingegen in Afrika, der Wiege der Menschheit, der Schutz vor starker Sonnenstrahlung und damit dunkle Haut wichtiger war.
Nicht umsonst werden auch wir Europäer immer noch braun, wenn wir uns der Sonne aussetzen; das Melanin spielt nämlich eine wichtige Rolle beim UV-Schutz.
Ob Frühmenschen Hellhäutige hübscher fanden, mag ein Nebeneffekt gewesen sein, der das Herauszüchten dieser Varietät noch verstärkt hat, war aber letztlich eher unerheblich, denn ohne diese Entwicklung hätten alle Menschen nördlich des 30. Breitengrads wegen Rachitis mehr oder weniger nur vor sich hinvegetiert.

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nibal 25.03.2014, 16:37
5. Gesunde Hautfarbe - So ein Unsinn

Die Pigmentdichte ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf die schädliche Sonneneinstrahlung. Eine gebräunte Haut ist daher eine beschädigte Haut. Nur unser alberner Kulturkreis glaubt an die "gesunde" Bräune - dabei ist das völliger Humbug. 20 Jahre sommerliche "gesunde" Bräunung und die Haut ist zäh wie gegerbtes Leder, doppelt so alt wie ihr Besitzer und alles andere als schön. Also Kopf nicht hängen lassen oder nach Asien auswandern.

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korumpe 25.03.2014, 17:15
6. optional

Ist es doch vielmehr so gewesen, dass der Mensch von seiner Umwelt geprägt wurde und wird! Des Menschen Haut wurde heller, als er sich über Jahrtausende im eher sonnenarmen Europa aufhielt. Stichwort VitD...Evolution bedeutet auch eine Nische zu finden und sich optimal anzupassen... Gewiss gab es in bestimmten Kulturen die Vorliebe zur heller Haut aus diversen Gründen, allerdings denke ich NICHT, dass die reproduktionsmäßige Selektion dermaßen relevant war um damit unsere heutige Blässe zu begründen. Zudem ist der "helle" Typ in der Vererbung rezessiv, was ebenso gegen die Verbreitung über Selektion spricht. Ich will es gewiss nicht komplett ausschliessen, aber diese Artikel in denen Evolutionsfragen mit sexueller Selektion begründet werden stoßen mir i.d.R. übel auf.
Vllt. will man auch nur den frustrierten, die sich dieses Jahr noch nicht in den Park getraut haben etwas Mut geben. Das ist sehr nett, aber bitte dieses altmodische "Selektions-Wunschdenken" weglassen. Was die Natur aus uns macht ergibt in der Regel Sinn, alles ist wie es sein soll!

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haegar37 25.03.2014, 17:51
7. Bemerkenswert...

... ist, wenn ich richtig verstanden habe, dass der Mensch bereits über 50.000 Jahre aueßerhalb Afrikas gelebt hat und sich die helle Haut im Verhältnis zu dieser Dauer recht spät gebildet hat.
Dann aber sehr schnell, d.h. schneller, als durch natürliche Selektion erklärbar wäre, durchgesetzt hat.
So, als ob hell plötzlich in Mode gekommen wäre.

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stephan87 25.03.2014, 18:09
8.

Zitat von Alfons Emsig
Das haben Sie richtig beobachtet, denke ich. Allerdings ist es so, dass z.B. die Japaner tatsächlich eine Heidenangst vor Hautkrebs haben und eine braune Haut als Vorstufe eines malignen Melanoms betrachten. Da ist durchaus was dran, denn längst nicht alle Asiaten werden braun bei Sonnenbestrahlung, sondern viele (das scheint regional verschieden, mit Schwerpunkten in China, Korea und Japan) holen sich dabei spektakuläre Sonnenbrände, wie man sie sonst nur aus dem TV von rothaarigen Australiern kennt.
So ein Unsinn.
In Japan ist blaße Haut nunmal das Schönheitsideal, so wie bei uns eine gewisse Sonnenbräune ien Schönheitsideal ist.
Im Westen ist Sonnebräune gleichbedeutend mit vital und sportlich (=sitzt nicht nur zuhause vor der Glotze).
Im asiatischen Raum ist Sonnenbräune hingegen ein Indiz für die Zugehörigkeit zur Unterschicht (=arbeitet in der Sonne, ist also Bauer o.ä. und gehört zur Unterschicht).

Niemand behauptet dass diese Denkmuster streng logisch wären, aber so ist es nunmal.

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middleearth 25.03.2014, 19:24
9. Ein Artikel der in die Irre fuehrt

wenn man historische Wanderungen von Sued nach Nord
nicht kennt und fuer die Kosmetik Industrie arbeited
und mit Bonussen geschmiert wird. Eine natuerliche Sache hier der Aenderung von Hunters und Gatherers
zu zu Farmers und Milchtrinker, nichts weiter oder wenig. Der Drang zum Norden war bald ein wunsch zum Hellen geworden.

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