Forum: Wissenschaft
Baustelle Mensch: Der Weg zum Homo Käsehaut
Corbis

Die Sonne ist zurück - und mit ihr das Problem der farblosen Winterblässe. Doch die Tendenz zur hellen Haut haben wir nicht zufällig. Unsere neue Kolumne erklärt, warum den Vorfahren der Europäer die Pigmente flöten gingen.

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MDen 26.03.2014, 15:21
40. Jenseits des Biounterrichts

Attraktivität bei der Partnerwahl wird hier im Forum völlig unterschätzt, obwohl ständig der Vergleich zum Ideal der blassen Haut in Europa bis vor 100 Jahren und in anderen Regionen der Welt heute erwähnt wird. Natürlich steht die Pigmentierung in Relation zur UV-Strahlung, aber das ist nur ein Faktor. Die Menschheit unterscheidet sich nicht nur in der Hautfarbe, sondern in einer Vielzahl von Merkmalen. Und bei einem Lebewesen, das 90% seiner Informationen visuell aufnimmt, ist es doch nur logisch, dass auch bei der Partnerwahl das Aussehen eine bedeutsame Rolle spielt. Und da unsere Haut das größte und sichtbarste Organ ist, ist ihre Farbe ein großer Attraktivitätsfaktor. Und das erklärt die schnelle und späte Veränderung zur Hellhäutigkeit. Sonst hätte die sich viel früher ausbreiten müssen.

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renee gelduin 09.05.2014, 14:55
41.

Zitat von
Auf diese Weise entstanden Nachfahren, die von Generation zu Generation den Regeln der Vererbung folgend immer heller und heller wurden, bis sie sich schließlich eines schönen Tages nicht mehr mit kurzer Kleidung in die Frühlingssonne trauten.
Für mich als Laie klingt das unlogisch.
Eine Tendenz zu heller werdender Haut kann sich nicht aus Vererbung erklären, wie sollte hell + hell = noch heller ergeben?
Klingt eher nach Mutation.
Auch nicht beleuchtet wir dim Artikel der Aspekt dass helle Haut = wenig körperliche Arbeit bedeut, heute wie damals.
Ferner fehlt hier die richtige Relation. Die wenigsten Menschen waren bis vor 50 Jahren noch in der Lage sich käsebleich zu halten (unabhängig davon ob sie das überhaupt wollten). Gebräunt zu sein war völlig normal, weil man sich lange draußen aufhielt.
Es gibt auch heute nur extrem wenig Menschen die wirklich lange weiß bleiben. Aber nahezu jeder Mensch zeigt mit seiner Blässe nur, daß er so gut wie nie draußen ist, und das ist ein starkes Zeichen für ungesundes Leben.

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gerd.leineune 18.05.2014, 12:17
42.

Zitat von nibal
Die Pigmentdichte ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf die schädliche Sonneneinstrahlung. Eine gebräunte Haut ist daher eine beschädigte Haut. Nur unser alberner Kulturkreis glaubt an die "gesunde" Bräune - dabei ist das völliger Humbug. 20 Jahre sommerliche "gesunde" Bräunung und die Haut ist zäh wie gegerbtes Leder, doppelt so alt wie ihr Besitzer und alles andere als schön. Also Kopf nicht hängen lassen oder nach Asien auswandern.
Sie verwechseln die Auswirkungen von Tussitoastern mit einem normalen Leben. Wenn Sie sich also über ledergegerbte Haute chauffieren wollen, dann suchen Sie sich die Schnittmenge Solarium + Rauchen + Antisport + massiver Einsatz von Kosmetika. Da finden Sie Menschen deren Alter an methusalem erinnert und die tmi Anfang zwanzig schon völlig verbraucht und lapprig aussehen...

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