Forum: Wissenschaft
Bayer HealthCare: Drücker-Methoden an der Praxistür

Beeinflussung per Post: Der Pharmahersteller*Bayer*wirbt*mit Infobriefen*an Ärzte*für sein*neues Schlaganfallmittel. Ganz nebenbei enthält die*Sendung auch ein Muster der Pille. Das ist laut Gesetz eigentlich verboten - der Konzern will das mit einem Trick unterlaufen.

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pförtner 18.01.2012, 09:25
1. Ist ihr Arzt auch gesponsert?

Wäre doch auch ein schönes Thema, gesponserte Ärzte von der Pharmaindustrie

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ReneMeinhardt 18.01.2012, 09:37
2. Mit diesen Pharmafirmen

wird es immer dreister. Bayer adé!

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wolfi55 18.01.2012, 09:57
3. Methoden wie im Drogengeschäft üblich

Das sind Methoden, wie man sie vom illegaslen Drogengeschäft kennt. Anfüttern nennt man das dort. Ist ja auch kein Wunder, die einen handeln mit illegalen Drogen, die anderen mit legalen. Die Methoden und Gewinnspannen sind ja nicht wirklich unterschiedlich.

Im Medizinbereich läuft vieles und im Pharmabereich nicht weniger.

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Anvil2k8 18.01.2012, 10:10
4. Sicher das es kein Smartie war?

Bitte Spiegel et al, einfach auch mal die kirche
im dorf lassen!

denn was soll ich als arzt mit einer einzigen
pille anfangen, anschauen und in erleuchtung
gar eine therapie einleiten?

es gibt doch wohl wesentlich schlimmere
praktiken dieses oder anderen pharmakonzerne
an denen man einen artikel nicht so
verschwendet haette!

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Toastor 18.01.2012, 10:15
5. - zensiert -

Wo ist der Skandal? Ob nun ein Vertreter mit der Pille vorbeikommt oder aber der Postbote, das macht doch nicht wirklich einen Unterschied.

Dabei hätte der Artikel süffisant nach dem Sinn und der Ethik des Musters an sich fragen können. Denn was macht ein Arzt überhaupt mit so einem Muster, um sich von der Qualität des Präparats zu überzeugen?

Angucken?
Selber essen?
Heimlich einem Patienten unterjubeln?
...

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cclxbln 18.01.2012, 10:37
6. Diesen Vorgang kann ich bestätigen.

Ich bin Arzt und habe mich letzte Woche gewundert, als ich vom Briefträger aufgefordert wurde, bei der Zustellung eben dieser "Infopost" eine Musteranforderung gegenzuzeichnen.
Ich mag sowas gar nicht, kann aber andererseits einen großen Schaden in nicht erkennen.

Dass die Pharmaindustrie die gesetzgeberischen Lehrlingsarbeiten der wechselnden Gesundheitsminister unterlaufen ist ein alter Hut, den sich die entsprechenden Minister zudem selbst aufsetzen, wenn sie "Experten der Industrie" in die Ausarbeitung von Gesetzen einbinden.

Das Invertieren von Prozessen, insbesondere das Liefern und hernach um Bestellung bitten, ist andererseits - zumindest im Mauschelsystem der gesetzlichen Kassen - weit verbreitet. So ist es ärgerliche Realität, dass Facharztbesuche von Patienten veranlasst werden und nach erfolgter Konsulatation eine Überweisung zum Einsparen der Praxisgebühr erbeten wird, die nach dem Gesetz durch vom Facharzt zu erheben gewesen wäre, der sich aber oft 10€ als Pfand erbittet und verspricht, dieses bei nachträglicher Vorlage rückzuerstatten. Das nennt man wohl Marketing.

Im deutschen Zwangssystem mit einem Jahrestat von 240 Milliarden geht es Interessengruppen mit starker Lobby einfach gut.

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disatec 18.01.2012, 10:47
7. Es scheint verbreiteter zu sein, als man denkt!

Zitat von pförtner
Wäre doch auch ein schönes Thema, gesponserte Ärzte von der Pharmaindustrie
Vor ca. 2 Jahren benötigte ich ein Blutdruckmessgrät. Mein Arzt verschrieb mir eines von einem Hersteller aus Stolberg/Rhld, der Firma IEM GmbH. Er steckte das Rezept in einen voradressierten Umschlag, den ich auch nicht freizumachen brauchte und nur in den nächsten Briefkasten werfen sollte. Man würde mir ein Angebot zusenden.

Das Angebot war mir persönlich zu teuer, ich liess es einige Wochen lang liegen. Schliesslich kannte ich günstigere Angebote. Auf Nachfass-Briefe des Vertriebs reagierte ich nicht.

Nach etwa 4 Wochen brachte ein Paketdienst ein Paket von IEM, dessen Annahme ich verweigerte.

Wieviele andere haben in der gleichen Situation das Paket angenommen, weil sie Konflikte scheuen? Weil sie vielleicht alt und krank sind und sich nicht mehr streiten wollen, dafür aber lieber einen erhöhten Preis in Kauf nehmen? Und der Medizinproduktefirma und möglicherweise dem Arzt einen ungerechtfertigten Vorteil verschaffen? Diese Art des Geschäftens durch Überrumpeln scheint verbreitet zu sein!

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kado1 18.01.2012, 11:18
8. Wer braucht schon deren überteuertes Zeug

Wenn es zu einem winzigen Bruchteil der Kosten mit der Orthomolekular Medizin wesentlich besser geht und mit etwas Wissen sogar NW-frei, dann braucht man sich nicht wundern über die Angriffe von Lobbypolitikern mit der Scheinheiligkeit zum Schutz vor Nährstoffen, Vit.+Co, in Wahrheit ist es ein Schutz von Mrd.-Umsatzverlusten von allen die an Krankheiten „verdienen“, uns abzocken.
Es gibt wesentlich bessere und billigere Lösungen, um Infarkte aller Art zu vermeiden.
Mit allen hochdosierten Antioxidantien das LDL-Chol. vor der Oxidation schützen und alles vom franz. Kardiologen und Ernährungswissenschaftler de Lorgeril anwenden, s. Lyonstudie, er senkte ohne Chol-Senker die Infarkttodesfälle um 74%, die Schulmed. schafft mit ihren keineswegs harmlosen Lipidmitteln gerade 24%.
Trotz eines ererbten LDL von 235 und HDL nur 40 erreichte ich mit 3x1g Vit.C,
2-3x 400 I.E. natürl. Vit.E, 240 mcg Selen, ab und zu 14 mg ß-Carotin (für Nichtraucher schadet es nicht, sondern nutzt es, 80-120 mg Q10 alle B-Vit. in OM-Dosen Omega-3 zu -6 unter 1 zu 4 mit viel kaltgepr. Rapsöl, ab und zu etwas Lein- und Olivenöl, alle anderen öle weglassen, keinerlei Plaque an den Halsschlagadern und Herzkranzgefässen mit der eingefärbten Doppleruntersuchung festgestellt.
Vor ca. 10 Jahren empfahlen noch Halbgötter Distelöl, das völlig falsche, -3 zu -6 = 1 zu 154 und es wird noch leicht von freien Radikalen oxidiert.
Das Vit.C regeneriert das Vit.E (somit sind die angeblichen neg, Studien hinfällig, meist noch zu kurz und zu gering dosiert, wer sie bezahlte ist auch noch wichtig, es gibt mehr pos.) Schon 500 mg Vit.C senken das CRP um 24%, meines ist negativ.
Vit. C sorgt für optimales Kollagen, d.h. die 15% von Schlaganfällen werden vermieden. Die Fliessfähigkeit wird mit C + E enorm verbessert, mit noch Selen Thromben vermieden. Wir haben eine REHA im Ort, eine ca. 66-Jährige hatte in 6 Jahren den 5. Schlaganfall, ist das etwa eine Leistung, die Tausende kostete und jedes Mal etwas weniger Lebensqualität?
Natürlich kaufe ich keine überteuerten Pillen, sondern lose fast alle Wirkstoffe.
OM-Dosen B6, B12, Folsäure machen das Homocystein unschädlich, ein weiterer Risikofaktor. Die Hochdruckliga schrieb, Schlaganfälle können mit Vit.C vermieden werden. Ich lasse mich nicht bevormunden, besser geht die Vorbeugung kaum.
Neg. NW = 0, viele pos,.topfit, „man wird einfach nicht mehr krank“.
Wenn das viele machen würden, könnten Mrd eingespart werden und endlich einmal die Kassenbeiträge gesenkt, statt stetig erhöht werden und das noch bei immer schlechter werdender Gegenleistung.
s. auch meinen Beitrag http://forum.spiegel.de/f22/gesundhe...ml#post9456634

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josef rosenberg 18.01.2012, 11:19
9.

Wie inzwischen üblich, wenn es um die Pharmaindustrie geht, ist der Artikel ziemlich einseitig und aufgebauscht. Schon der Titel zeigt, wie tendenziös hier berichtet wird.

Zugegeben, Bayer bewegt sich hier in einem Graubereich. Prinzipiell wird die Vermarktung eines Medikaments immer ethische Probleme aufwerfen. Deswegen sollen auch die Beziehungen zwischen Ärzten und Pharmaindustrie überwacht werden, und auch die Medien sollen darüber berichten.

Was mir aber aufstößt, ist die grundsätzlich negative und einseitige Berichterstattung. Es ist doch klar, dass die Industrie ein Medikament, das sie über viele Jahre entwickelt hat, auch in den Markt bringen will, wenn es sich in Studien als erfolgreich erwiesen hat. Und letztlich profitieren wir alle von neuen Innovationen, die in der Industrie entwickelt werden.
Ein solches Thema verlangt eine gewisse Qualität in der Berichterstattung, und keinen platten Manichäismus, der die Pharmaindustrie für alles Böse in der Welt verantwortlicht macht.

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