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Beschleuniger RHIC: Zwei Juristen warnen vor Zerstörung der Erde
Brookhaven National Laboratory

Die Debatte um die Sicherheit von Teilchenbeschleunigern geht in die nächste Runde: Zwei US-Juristen warnen vor neuen Experimenten am Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf Long Island (USA). Sie fürchten ein erhöhtes Risiko, dass die Erde durch seltsame Materie zerstört wird.

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neu_ab 16.02.2014, 17:12
1. Schwachsinn^10

Diese alberne Befürchtung läßt sich ganz einfach streng logisch widerlegen:

sie behaupten, hochenergetische Prozesse könnten das Universum (warum sollte die gefrässige entartete Materie bei der Erde innehalten?) zerstören

Nun passieren aber seit Anbeginn des Universums in unvorstellbarer Zahl ständig wesentlich hochenergetischere Prozesse im Universum, unablässig.

Da aber niemals beobachtet werden konnte, daß ganze Galaxien oder auch nur Sterne sich "eben mal" in nichts auflösen, kann mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, daß die mickrigen Maschinen der Menschen das bewerkstelligen könnten.

Alleine in jedem Stern, also auch der Sonne, wirken drastisch höhere Kräfte.

Schon der Biochemiker Rössler hat sich mit einer ähnlichen Klage zum Gespött in der wohlinformierten Szene gemacht, Stichwort LHC. Nun sind es ausgerechnet zwei Juristen, die auf ihren Anspruch auf 15 Minuten Ruhm pochen.

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willi.mueller.1919 16.02.2014, 17:14
2. optional

Was wäre denn, wenn der Effekt, welcher die Erde zerstört, nicht unmittelbar, sondern vielmehr Zeitversetzt einsetzt, da er lange Zeit im mikroskopisch Kleinen stattfindet.

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telltaleheart 16.02.2014, 17:23
3. Armageddon: Rechtlich fragwürdig

Zitat von sysop
Die Debatte um die Sicherheit von Teilchenbeschleunigern geht in die nächste Runde: Zwei US-Juristen warnen vor neuen Experimenten am Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf Long Island (USA). Sie fürchten ein erhöhtes Risiko, dass die Erde durch seltsame Materie zerstört wird.
Dieser ganze Themenkomplex ist für mich ohnehin schon eine "seltsame Materie". Dennoch hoch interessant. Ich halte derartige Forschungen schon für erstrebenswert, hoffe dabei aber, dass die Neugier der Wissenschaftler nicht größer als ihr Sicherheitsverständnis und Verantwortungsbewusstsein ist.

In diesem Fall frage ich mich allerdings ob Juristen kompetent genug sind um die Riskien dieser Technik beurteilen zu können, oder ob es nur, nach guter amerikanischer Juristen-Tradition, darum geht ein bisschen Geld und von sich reden zu machen.

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stani 16.02.2014, 17:24
4. Irgendwie faszinierend

Zitat von sysop
Die Debatte um die Sicherheit von Teilchenbeschleunigern geht in die nächste Runde: Zwei US-Juristen warnen vor neuen Experimenten am Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf Long Island (USA). Sie fürchten ein erhöhtes Risiko, dass die Erde durch seltsame Materie zerstört wird.

Also ich kann als Laie nicht beurteilen ob da was dran sein könnte an solchen Sachen. Aber irgendwie ist der Gedanke schon faszinierend, dass der Mensch vielleicht durch seine technische Neugier wie ein kleines Kind an einer potentiellen Riesenbombe herumfummelt ohne es zu kapieren und es dann früher oder später einen gewaltigen Schag geben muss.

Wahrscheinlicher sind m.E aber andere, ebenfalls selbstverursachte Zerstörungsszenarien, die sich durchaus vorab erkennen ließen, wenn man hinschauen würde.

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Thunder79 16.02.2014, 18:03
5. Was man nicht kennt...

...davor hat man Angst, eigentlich kann man es den beiden Journalisten nicht verübeln. Ähnlich ergingen es vor 200-300 Jahren den Menschen, die das erste mal mit dem elektr. Strom konfrontiert wurden. Was heutzutage völlig normal ist, kamen den Menschen damals wie ein gefährlicher Spuk vor.
Interessant auch damals die These einiger Menschen, dass Passagiere in den Zügen ab 50 Kmh ersticken würden, da dann die Luft aus den Waggons gezogen wird.

Vielleicht wird man in 200-300 Jahren die heutigen Menschen ebenfalls belächeln, die bei solchen Experimenten die schiere Panik bekommen! ;-)

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Newspeak 16.02.2014, 18:16
6. ...

Zitat von neu_ab
Diese alberne Befürchtung läßt sich ganz einfach streng logisch widerlegen: sie behaupten, hochenergetische Prozesse könnten das Universum (warum sollte die gefrässige entartete Materie bei der Erde innehalten?) zerstören Nun passieren aber seit Anbeginn des Universums in unvorstellbarer Zahl ständig wesentlich hochenergetischere Prozesse im Universum, unablässig. Da aber niemals beobachtet werden konnte, daß ganze Galaxien oder auch nur Sterne sich "eben mal" in nichts auflösen, kann mit hundertprozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden, daß die mickrigen Maschinen der Menschen das bewerkstelligen könnten.
So einfach ist es aber nicht. Ihr streng logisches Argument hört sich eher nach den "berühmten letzten Worten" an.

Einerseits war die Logik schon beim LHC nicht korrekt. Dort haben Physiker allen Ernstes in einem Absatz behauptet, man kenne alle Risiken und könne solche Szenarien daher ausschließen, um gleich darauf zu meinen, der LHC wäre ja deshalb so toll, weil er unbekannte Phänomene aufdecken könnte. Logik? Hallo?

Und bei der seltsamen Materie sind eben auch die Details wichtig. Man kann sich das im Beitrag angesprochene Gutachten mal durchlesen (ich hab das gemacht) und erkennt dann, daß es zum Einen verschiedene Doomsday-Szenarien gibt, wovon "seltsame Materie" nur eines darstellt (ein anderes ist dadurch gegeben, daß das Universum vielleicht nur in einem metastabilen Zustand existiert, dessen Umwandlung in einen stabileren Zustand durch solche Experimente getriggert werden könnten), zum Anderen unterscheidet sich die LHC-Physik (oder die RHIC-Physik) in Details enorm vom kosmischen Fall. Z.B. was die genaue Art der Kollisionen betrifft, hinsichtlich der Frage, ob entstehende seltsame Materie abstrahlen oder am Ort des Beschleunigers verbleiben würde.

Abgesehen davon lohnt auch ein Blick in die Geschichte. Bei der ersten amerikanischen Wasserstoffbombe Ivy Mike haben sich Physiker z.B. in der Berechnung der Energieausbeute der Explosion vertan, weil sie den Prozeß, der etwa 80% der tatsächlichen Energiefreisetzung bewirkte, nicht vorher berücksichtigt hatten!

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Fantomas74 16.02.2014, 18:27
7. Schwarze Löcher

... was wäre, wenn jedes Schwarze Loch im Universum ursprünglich mal ein von intelligenten Leben bewohnter Planet war? Irgendwann sind diese Zivilisationen technologisch an einen Punkt gekommen, wo sie riesige Teilchenbeschleuniger bauen konnten und Peng - das kleine Schwarze Loch wurde immer größer, und dann: GAME OVER!

Diese Geschichte ist natürlich nicht ernst gemeint.

Aber: wissen die Physiker auf dieser Welt, und die Schlaumeier hier im Äther, ganz genau wie das Universum funktioniert, oder tappt man an gewissen stellen doch noch im Dunkeln und verlässt sich auf Theorien, die fast 100 Jahre alt sind? Sicher sein kann sich niemand!

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Hermes75 16.02.2014, 18:28
8.

Zitat von willi.mueller.1919
Was wäre denn, wenn der Effekt, welcher die Erde zerstört, nicht unmittelbar, sondern vielmehr Zeitversetzt einsetzt, da er lange Zeit im mikroskopisch Kleinen stattfindet.
Es gibt keinen Hinweis, dass so ein Prozess überhaupt existieren könnte. Das ist magisches Denken.
Man kann sich hypothetisch allen möglichen Quatsch ausdenken, nur wenn man jetzt jede technische Aktivität mit dem Argument in Frage stellt, dass es ja irgendeinen magischen Effekt gibt, der vielleicht irgendwann mal irgendwas Schlimmes tun könnte, dann müsste man konsequenterweise auf jede Anwendung physikalischer oder chemischer Prozesse verzichten.
Es kann nämlich auch sein, dass in einem Atomreaktor eine Kernschmelze auftritt oder dass eine Chemieanlage in die Luft fliegt...
Diese Befürchtungen haben wenigstens einen ganz realen und naturwissenschaftlich nachvollziehbaren Grund.

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helmutderschmidt 16.02.2014, 18:29
9. Der Mensch weiß vieles nicht!!!

Zitat von sysop
Zwei US-Juristen warnen vor neuen Experimenten am Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf Long Island (USA). Sie fürchten ein erhöhtes Risiko, dass die Erde durch seltsame Materie zerstört wird... Hinweise auf eine Umwandlung normaler Materie durch die Gegenwart seltsamer Materie sind bislang nicht bekannt.
Der Mensch weiß vieles nicht!!!
Das hat sich in der einige jahrtausend langen Geschichte der Menschheit immer wieder gezeigt.

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