Forum: Wissenschaft
Beschleuniger RHIC: Zwei Juristen warnen vor Zerstörung der Erde
Brookhaven National Laboratory

Die Debatte um die Sicherheit von Teilchenbeschleunigern geht in die nächste Runde: Zwei US-Juristen warnen vor neuen Experimenten am Relativistic Heavy Ion Collider (RHIC) auf Long Island (USA). Sie fürchten ein erhöhtes Risiko, dass die Erde durch seltsame Materie zerstört wird.

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sample-d 16.02.2014, 21:05
90.

Zitat von Jörg-Detlef
(..)Es geht in etwa darum, dass die "Zerstörung" ständig passiert, ich vermute 10 hoch minus 30 bis 40 mal pro Sekunde, sich das Geschehen aber genauso oft wieder "aufbaut".
...nach Ihrer Vermutung dauert es also ca. 3,2 x 10^22 Jahre bis zur Zerstörung... das geht ja noch...^^

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Das Pferd 16.02.2014, 21:06
91. 5345345

Zitat von Jörg-Detlef
.................................Es geht in etwa darum, dass die "Zerstörung" ständig passiert, ich vermute 10 hoch minus 30 bis 40 mal pro Sekunde, sich das Geschehen aber genauso oft wieder "aufbaut"......................................... ...............................
10^-30 mal je Sekunde. Das bedeutet, das eine Periode des Zyklus 10^30 Sekunden dauert. Nach gängiger Theorie ist das Universum so etwa 4*10^17 Sekunden alt, also nur ein paar Milliardstel davon. Vor einem Abreißen des Jörg-Detlef-Zyklus habe ich folglich wenig Angst.

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luckycruiser 16.02.2014, 21:07
92. Brauchen wir das?

Mal ehrlich: brauchen wir das wirklich?
Haben wir nicht andere Sorgen, die wir nicht in den Griff kriegen; aber diese neue Problematik bekommen wir lässig in den Griff.
Soviel zur Chaos-Theorie.

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brucewillisdoesit 16.02.2014, 21:09
93. belächelte Teile der Bevölkerung

Zitat von Thunder79
Vielleicht wird man in 200-300 Jahren die heutigen Menschen ebenfalls belächeln, die bei solchen Experimenten die schiere Panik bekommen! ;-)
Derartige Menschen WERDEN von rational denkenden Menschen auch bereits heute mitleidig belächelt. Wie z.B. auch Fans von Astrologie, Homöopathie, Erdstrahlen, Kristallheilung, Chiromantie oder Gentechnik-Phobiker. Dummerweise ist derartiger Arberglaube allerdings ziemlich weit verbreitet. Z.B. glauben in den USA 63% der Bevölkerung ernsthaft an die reale Existenz von Engeln. Wir sollten nicht so arrogant sein zu glauben, daß es in D (zumindest grundsätzlich) vollkommen anders wäre.

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Newspeak 16.02.2014, 21:10
94. ...

Zitat von spon-facebook-10000392088
Dir ist klar das deine Theorie mit dem metastabilen Zustand des Universums aus per Anhalter durch die Galaxie ist?
Mir ist vor allem klar, daß es da draußen verdammt viele dumme und ignorante Menschen gibt, die alles mit einem Witz abtun, oder irgendwelchen Glaubensätzen und Wunschdenken folgen, anstatt mal selbst anzufangen, zu denken. Ich bin selbst kein Teilchenphysiker, aber Naturwissenschaftler und es gibt durchaus ernstzunehmende Gegenargumente innerhalb der Physik, die man aber nur kennenlernen kann, wenn man das Douglas-Adams-Stadium mal überschreitet.

http://en.wikipedia.org/wiki/False_vacuum

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math.log 16.02.2014, 21:14
95. 100%ig sicher ist es eben nicht

Die aufgrund von Vergleich mit der Athmosphäre errechenbare Wahrscheinlichkeit, dass die Experimente sicher sind, hängt vom Verhältnis der Anzahl der Experimente zu Anzahl der "natürlichen" Experimente ab.

Außerdem leidet die Berechnung wenn sie aufgrund von Ereignissen erfolgt, die den Tod des Beobachters zur Folge haben können, unter Beobachterbias, da man anstelle der absoluten Wahrscheinlichkeit die man eigentlich berechnen will, immer die bedingte Wahrscheinlichkeit ausrechnet. Um vorgehenden Satz kurz zu fassen: Ein Toter kann keine Wahrscheinlichkeiten beobachten und ausrechnen.

Um die Wahrscheinlichkeit eines ungewollten Ereignisses besser berechnen zu können, muss man schon ferne Sonnen und Planeten berücksichtigen. Diese sollte man finde ich vorher erforschen, bevor man auf dem Planeten Erde zockt.

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Jörg-Detlef 16.02.2014, 21:18
96.

Zitat von sample-d
...nach Ihrer Vermutung dauert es also ca. 3,2 x 10^22 Jahre bis zur Zerstörung... das geht ja noch...^^
Pardon! Natürlich ist „minus“ im vierten Satz falsch. Das Minuszeichen wäre richtig gewesen, wenn ich vom Bruchteil einer Sekunde gesprochen hätte.

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brucewillisdoesit 16.02.2014, 21:18
97. ähm

Zitat von Newspeak
Einerseits war die Logik schon beim LHC nicht korrekt. Und bei der seltsamen Materie sind eben auch die Details wichtig. Abgesehen davon lohnt auch ein Blick in die Geschichte.
Beantworten Sie bitte nur eine Frage: derartige Prozesse kommen in der Atmosphäre täglich mit weitaus größeren Energie vor. Wenn dieses nun ein realistisches Weltuntergangszenario wäre, warum ist es dann nicht schon lange eingetreten ? Wenn derartige seit ca. 4 Milliarden Jahren vorkommende Prozesse bisher nicht zum Untergang der Erde geführt habe, warum stellt dann nun plötzlich ein kleiner Partikelbeschleuniger mit deutlich geringeren Energien (und vermutlich auch einer kürzeren Laufzeit als 4 Milliarden Jahre) ein erheblich größeres Risko dar, welches im Verhältnis offensichtlich SO groß ist, daß es gerechtfertigt ist, die Inebtriebnahme des Instrumentes und somit die Grundlagenforschung generell zu untersagen ?

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bill_bo 16.02.2014, 21:19
98. Kosmische Strahlung

Das Argument wurde ja auch schon bei der LHC Diskussion aufgebracht: seit Jahrmillionen finden in der Erdatmosphäre durch die kosmische Strahlung ausgelöste Ereignisse mit höheren Energien statt als man an Beschleunigern überhaupt erzeugen kann.

Ausserdem sind das zwar sehr grosse, aber immer noch Laborexperimente ähnlich den Experimenten zur Kernspalung von Otto Hahn, schon rein aus quantitativen Gründen kann nichts passieren, was auf die Umgebung ausserhalb des Experiments messbaren Einfluss hat.

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Jörg-Detlef 16.02.2014, 21:22
99.

Zitat von Jörg-Detlef
Auf die Details des Experiments, wie sie Befürworter und Gegner beschreiben, kommt es nicht an, weil alle Physik nur mit Begriffen/Bildern arbeiten kann, die den Ablauf sowohl des Experiments als auch des alltäglichen Geschehens um uns herum nur irgendwie begreiflich machen aber nicht erklären können. Als jemand, der sich seit 40 Jahren (Anmerkung: seit einer erlebten "Zeitreise") mit der Problematik intensiv aber mit völlig anderen Methoden beschäftigt, möchte ich (70) mich den Warnern anschließen. Ich kann's leider nicht begründen, denn ich versuche seit 40 Jahren meine "Erkenntnisse" zu Papier zu bringen, was mir mit der uns zur Verfügung stehenden Sprache einfach nicht gelingen will. Es geht in etwa darum, dass die "Zerstörung" ständig passiert, ich vermute 10 hoch minus 30 bis 40 mal pro Sekunde, sich das Geschehen aber genauso oft wieder "aufbaut". Weil wir selbst Teil des Geschehens sind, bekommen wir das "zwischenzeitliche Geschehen" nicht mit. Ich befürchte, das Experiment könnte diese Abfolge "abbrechen". Ein Gutes hätte es: Es wäre es ein schöner Tod von uns und Allem.
Pardon! Natürlich ist „minus“ im vierten Satz falsch. Das Minuszeichen wäre richtig gewesen, wenn ich vom Bruchteil einer Sekunde gesprochen hätte.

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