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Bilanz von "Xaver": Triumph der Katastrophenbändiger
DPA

Großer Sturm, begrenzter Schaden: Nach ersten Berechnungen hat Orkan "Xaver" glimpfliche Folgen gehabt. Wurde zu Unrecht gewarnt?

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Trondesson 06.12.2013, 21:32
1.

Was für ein Unsinn. Es wurde nicht "umsonst gewarnt", das hat nie jemand behauptet. Die Behörden und zuständigen offiziellen Stellen haben genauso funktioniert wie sie es sollten.
Von den Medien dagegen wurde überflüssigerweise Panik verbreitet, wo sachliche Informationen angebracht gewesen wären, und keine maßlosen Übertreibungen, um die Auflage bzw. die Einschaltquote zu steigern.

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brillmann 06.12.2013, 21:42
2. Danke!

Noch vor 50 Jahren hätte Xaver sich hunderte Tote geholt, vor 300 Jahren wäre es eine Manndränke mit zehntausenden Toten geworden. Jetzt ist so gut wie nichts passiert. Der Grund ist klar: Nach dem Hamburger Hochwasser hat man nachgedacht und dann entschlossen die Konseqenzen gezogen. Der Wille, die technischen Möglichkeiten und die Kenntnisse waren vorhanden und wurden umgesetzt. Gebe Gott, dass das auch in Zukunft so bleibt.

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zwuck 06.12.2013, 22:04
3. zu Recht gewarnt

zu Recht gewarnt - aber wenn Nachrichtensender trotz objektivierbarer geringer Schadensquote und einem bereits von dannen ziehenden Sturmtiefs immernoch im laufenden Programm Sendungen zum "Sturmchaos" über Deutschland vollmundig bewerben, dann stimmt da was nicht!
Das hat nichts mit Sensibilisierung vor Gefahren zu tun, sondern dient ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch der Programmgestaltung.
Für einige Radiosender gilt übrigens Selbiges: ein Moderator eines privaten niedersächsischen Senders klang schon förmlich atemlos enttäuscht und berichtete immerhin noch flammend von einem Dachschaden in der niedersächsischen Tiefebene und Menschen, die ihre Hände tief in die Manteltaschen steckten - es sei ja auch "ganz schön kalt".
Vielen Dank für die Info - wir haben Winter ...

P.S.: ich freue mich schon auf die Sondersendungen zum "Schneechaos über Deutschland" bei den ersten 5 cm Neuschnee

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Malshandir 06.12.2013, 22:22
4. Gute Arbeit

Hier haben die Behoerden sehr gute Arbeit geleistet und das ist lobenswert.

Daneben ist es traurig, dass nur wenige 100 Millionen ausgegeben warden fuer den Kustenschutz, aber in berlin verschwendet man Milliarden an einen unnoetigen Flughafen, in hamburg fast eine Milliarde in eine Philharmonie.

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amidelis 06.12.2013, 22:29
5. Teilweise richtig

Die Warnungen waren absolut berechtigt und es war gut, dass unsere Ordnungsdienste (Danke nochmal) vorgewarnt waren und alles funktionierte. Was aber in den Medien abging, war ein journalistisches Tiefdruckgebiet dessen Schäden in die Hunderttausende verängstigter (zu Unrecht) Menschen ging und zu einer völlig überflüssigen Schliessung von Schulen, Universitäten Ämtern und Glühweinständen führte. Mal ganz ehrlich - der schlimmste Xaver fand in den Medien statt, und bis auf die beiden Jungs im ARD Schlusslicht war das alles ziemlich Banane.

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hellerbrand 06.12.2013, 22:59
6. Ja schade

dass wir nicht in den USA sind und Sie die Medien jetzt wegen Traumatisierung verklagen können - 'hunderttausende verängstigter Menschen'... lustig.
Und wenn der Weihnachtsmarkt geöffnet gewesen wäre und ein Baum oder eine weggewehte Bude jemanden getötet oder verletzt hätte? Nicht soviel verstanden von der 'selbstzerstörenden Prophezeiung'?
Besser wohl, dass die hundertausend 'Verängstigten' zuhause blieben - oder reichen Ihnen der schwer verletzten Sani + Notarzt mit toter Patientin nicht?

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betonklotz 07.12.2013, 23:08
7. Xaver-eine kurze Analyse

Was ist passiert?
1. In Deutschland gab es einen Wintersturm. Naja, soll schon mal vorkommen.
2. Dank akkurater Prävention halten sich die Schäden in sehr überschaubaren Grenzen, gut!
3. In den Medien wird ein Katastrophenhype losgetreten, daß es schon nicht mehr feierlich ist. Man stelle sich vor, es hätte diesen Sturm im Sommerloch gegeben (grusel/schauder).
4. Was mich daran besonders stört ist das dieses Thema durchaus jede menge Stoff für ernsthaften, problemorientierten Journalismus bietet, nur eben nicht in der Form kurzlebiger Sensationsmeldungen.
5. Dazu folgende Fragen:
Dieses Mal lief alles weitgehend glimpflich ab. Ist gewährleistet, daß die erforderlichen Schutzmaßnahmen auch in Zukunft in dem nötigen Ausmaß durchgeführt werden können? Ich meine damit keine Quartalsbillanzen! Ist die Finanzierung solcher Dinge wie Instandhaltung der Deiche etc. am Ende ähnlich "seriös und nachhaltig gesichert" wie die Renten? Es war garantiert nicht das letzte Sturmtief, welches über Deutschland hinwegzieht! Die Lust an der Instandhaltung unserer Infrastruktur scheint den Politikern ja in den letzten Jahren (oder schon eher Jahrzehnten) etwas abhanden gekommen zu sein.

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jujo 07.12.2013, 23:23
8. ....

Zitat von amidelis
Die Warnungen waren absolut berechtigt und es war gut, dass unsere Ordnungsdienste (Danke nochmal) vorgewarnt waren und alles funktionierte. Was aber in den Medien abging, war ein journalistisches Tiefdruckgebiet dessen Schäden in die Hunderttausende verängstigter (zu Unrecht) Menschen ging und zu einer völlig überflüssigen Schliessung von Schulen, Universitäten Ämtern und Glühweinständen führte. Mal ganz ehrlich - der schlimmste Xaver fand in den Medien statt, und bis auf die beiden Jungs im ARD Schlusslicht war das alles ziemlich Banane.
Nicht zuletzt ist die geringe Schadenbilanz auf die Schliessung von Ämtern, Schulen, Glühweinständen und anderen zurückzuführen.
Ob die Menschen veränstigt waren kann ich nicht beurteilen, Sensibilisiert und Achtsam aber wohl auf jeden Fall und das war gut so!
Im übrigen kann, möchte ich mir keinen Schulleiter oder Amtsvorsteher vorstellen, der nur Aufgrund von hochgejazzten (?) Berichten der Medien seine Einrichtung schliesst, da werden wohl andere Masstäbe angelegt!

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weltbetrachter 07.12.2013, 23:55
9. gut gemacht !!!

Da hat mal alles funktioniert und dann kommen Dreimalkluge daher und meckern darüber. Dabei können wir froh sein, das nicht mehr Schaden entstanden ist und nicht unzählige Menschenleben zu beklagen sind.

Dann hätte man geschrieben: Ihr hättet es wissen müssen, warum wurden wir nicht gewarnt.

So aber hat in Deutschland mal was gut geklappt. Diese Investitionen haben sich gelohnt. Jetzt nur nicht ausruhen und nachlassen. Der nächste Orkan kommt bestimmt.

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