Forum: Wissenschaft
Bilinguale Erziehung: Schon Säuglinge können Grammatik unterscheiden
UBC Infant Studies Centre

Wie können bilinguale Babys scheinbar mühelos zwei völlig verschiedene Sprachen erlernen? Eine Studie hat ergeben: Sie nehmen Laute anders wahr als einsprachige Kleinkinder. Schon im Alter von sieben Monaten achten sie auf Rhythmus und Melodie des Gesprochenen.

Seite 1 von 4
lindenbast 15.02.2013, 15:15
1.

Zitat von sysop
Die Ergebnisse ihrer Studie würden den weit verbreiteten Irrtum auszuräumen, dass zweisprachige Kleinkinder gegenüber einsprachigen in ihrer Sprachentwicklung benachteiligt sind, so die Forscherin.
Das glaubt doch in der Sprachwissenschaft schon längst keiner mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danou 15.02.2013, 15:32
2. Schon viel früher können Kinder die Sprachen unterscheiden!

Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent. Also ich meinem Sohn im Alter von 3-4 Monaten mal mit recht flüssigem französisch volltextete, merkte ich an seinem Verhalten / Ausdruck, dass er registrierte, dass diese Sprache nicht zu den üblichen Sprachen von Mama oder Papa gehört, sondern irgendwie anders zu sein scheint. Später probierte ich es noch mal mit Spanisch und konnte ein ähnliches Phänomen beobachten.
Es ist einfach unglaublich, wie schnell und einfach so junge Kinder eine neue Sprache aufnehmen. Als wäre es das natürlichste der Welt. Daher kann ich jeden nur eine bilinguale Erziehung anraten, auch wenn es mehr Mühe und Anstrengungen bedeutet. Es ist es alle mal wert!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TheBear 15.02.2013, 15:33
3. Und der link?

Zitat von sysop
Wie können bilinguale Babys scheinbar mühelos zwei völlig verschiedene Sprachen erlernen? Eine Studie hat ergeben: Sie nehmen Laute anders wahr als einsprachige Kleinkinder. Schon im Alter von sieben Monaten achten sie auf Rhythmus und Melodie des Gesprochenen.
Dass die Beachtung der Prosodie erhebliche Vorteile beim Erlernen einer Sprache mit sich bringt (auch für Erwachsene!) ist ja seit langem bekannt. Dennoch würde ich gerne die Veröffentlichung lesen, ob sie nicht doch etwas neues enthält. Ist aber leider sehr gut versteckt.

Gibt es einen genaueren link?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sancho1980 15.02.2013, 16:04
4.

Zitat von danou
Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent. Also ich meinem Sohn im Alter von 3-4 Monaten mal mit recht flüssigem französisch volltextete, merkte ich an seinem Verhalten / Ausdruck, dass er registrierte, dass diese Sprache nicht zu den üblichen Sprachen von Mama oder Papa gehört, sondern irgendwie anders zu sein scheint. Später probierte ich es noch mal mit Spanisch und konnte ein ähnliches Phänomen beobachten. Es ist einfach unglaublich, wie schnell und einfach so junge Kinder eine neue Sprache aufnehmen. Als wäre es das natürlichste der Welt. Daher kann ich jeden nur eine bilinguale Erziehung anraten, auch wenn es mehr Mühe und Anstrengungen bedeutet. Es ist es alle mal wert!
Sofern Ihre Muttersprache NICHT Deutsch sein sollte möchte ich Ihnen DRINGEND davon abraten, mit Ihren Kindern Deutsch zu sprechen!

Sollte Ihre Muttersprache doch Deutsch sein, so würde ich Ihnen raten, erstmal die eigene Sprache richtig zu lernen, bevor Sie mit Ihren Kindern auswärts parlieren...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mks1412 15.02.2013, 16:22
5. Prosodie wird offenbar bereits pre-natal wahrgenommen...

...wie ich kürzlich in eiener Forschung über bi, und tri-linguale Kinder gelesen habe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr doolittle 15.02.2013, 17:02
6. optional

Unsere 3 Kinder sind dreisprachig aufgewachsen, was für uns als Eltern mit unterschiedlichen Muttersprachen und einer Kommunikationssprache die nicht eine der Muttersprachen ist, nicht immer ganz einfach war und ist. Unser Hauptpunkt der Kommunikation in der Familie war stets dass die Kinder eine Sprache mit einer Person assoziierten, um Konfusion zu vermeiden. Heute sind die Kinder Teenager und sprechen drei Sprachen fließend, außerdem haben sie anscheinend auch weniger Probleme, neue Sprachen zu erlernen, was ich mit der frühen und ständigen Auseinandersetzung mit Sprachen erkläre.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
neu_ab 15.02.2013, 17:57
7.

Das sind ja mal gute Nachrichten für unsere Multikulti-Schiebermützen-Hipster.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lindenbast 15.02.2013, 17:58
8.

Zitat von danou
Hallo. Wir haben einige Kinder und ich spreche vorwiegend Englisch mit denen. Meistens recht konsequent.
Ich hoffe, Englisch ist Ihre Muttersprache. Ich wüsste nämlich nicht, wozu es gut sein sollte, Englisch mit dem ziemlich sicher vorhandenen deutschen Akzent zu lernen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lindenbast 15.02.2013, 18:00
9.

Zitat von dr doolittle
Unsere 3 Kinder sind dreisprachig aufgewachsen, was für uns als Eltern mit unterschiedlichen Muttersprachen und einer Kommunikationssprache die nicht eine der Muttersprachen ist, nicht immer ganz einfach war und ist. Unser Hauptpunkt der Kommunikation in der Familie war stets dass die Kinder eine Sprache mit einer Person assoziierten, um Konfusion zu vermeiden.
Ich erinnere mich an einige ältere Studien, die genau dazu raten: entweder sollten Sprachen personen- oder situationsgebunden sein, um Konfusion zu vermeiden. (Also z. B. Papa Sprache A, Mama Sprache B oder auch Zu Hause A, draußen B - je nachdem, wie die Situation eben ist.)

Zitat von dr doolittle
Heute sind die Kinder Teenager und sprechen drei Sprachen fließend, außerdem haben sie anscheinend auch weniger Probleme, neue Sprachen zu erlernen, was ich mit der frühen und ständigen Auseinandersetzung mit Sprachen erkläre.
Auch diese Beobachtung wird durch Studien, an die ich mich erinnere (aber es ist eine Weile her), gestützt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4