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Bio-Kunststoffe: Mit Mais gegen die Plastikflut

Die Welt ist abhängig vom Kunststoff - mit fatalen Folgen: Plastikmüll verschmutzt die Meere, der hohe Ölpreis verteuert die Herstellung. Forscher fahnden deshalb nach Alternativen auf Pflanzenbasis. Die ersten Ergebnisse fallen ernüchternd aus.

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alocasia 01.05.2011, 19:30
10. Der Falsche weg

Das gibt unser Planet einfach nicht her, dass Milliarden Menschen ernährt werden, diese noch mit Biosprit Individualverkehr betreiben und dann noch Nahrungspflanzen angebaut werden um unsere Wegwerfkultur zu befeuern.
Vielleicht in ich Altmodisch, aber ich kann es mir nur schwerlich vorstellen.

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Loeckchen66 01.05.2011, 19:33
11. Frage des Preises

Zitat von Trondesson
Über so etwas unwichtiges wie Nahrungsmittel machen sich die Politiker und Ökonomen, die solche Forschungen in Auftrag geben, doch keine Gedanken.
Warum Politiker und Forscher???
Soll sich die Bevölkerung darüber Gedanken machen, wieviel ihr die Ernährung wert ist... Wenn das mehr ist als bei der Vermarktung als Biokunsstoff, werden weiterhin im Überfluss Lebensmittel erzeugt... Wenn nicht, dann sollen Sie es mal mit den Biokunststoffen und deren Verdaulichkeit probieren :-)

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Hermes75 01.05.2011, 19:35
12. Plastikmüll

Zitat von DorianH
Auf Pflanzenbasis? Aha, das heißt dann wohl, daß die Felder erst für Treibstoff und jetzt für nen Plastikersatz herhalten müssen. Hat auch jemand mal eine Antwort darauf, was die Menschen auf diesem Planeten dann noch essen sollen?
War klar, dass solche Kommentare kommen.

Schauen sie sich mal an wie groß das Problem mit dem Plastikmüll in den Weltmeeren inzwischen ist. An biologisch abbaubaren Kunststoffen führt auf die Dauer kein Weg vorbei, sonst können wir die Fischerei bald einstellen. Untersuchungen haben ergeben, dass man inzwischen an jedem Ufer der Weltmeere Plastikmüll finden kann. Dieser wird zwar durch Sonne und Wellengang so weit zerkleinert, dass er für das bloße Auge nicht mehr sichtbar ist, aber die Partikel sind dennoch da und vergiften die Tiere, welche sie aufnehmen.

Gerade für Lebensmittelverpackungen und Einweggeschirr ist PLA eine sinnvolle, aber leider immer noch recht teure Lösung. Für Anwendungen die eine bessere Haltbarkeit und Temperaturbeständigkeit benötigen sind Biokunststoffe den konventionellen auf Erdölbasis leider noch unterlegen.

Frankreich hat z.B. schon vor einigen Jahren ein Verbot für Plastiktüten aus nicht abbaubaren Kunststoffen erlassen.
http://www.welt.de/print-welt/articl..._verboten.html
Deutschland könnte diesem Beispiel gerne folgen.
Ich verwende keine Plastiktragetaschen und lasse meine Sachen auch wieder auspacken wenn der Einpackservice mal wieder zu schnell war...Jeder kann etwas tun.

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mimas101 01.05.2011, 19:50
13. Man kann

den Plastik-Verbrauch mal durchaus erheblich einschränken: Sortieren & recyclen als Gebrauchsgegenstand und nicht wegwerfen, haltbarere Produkte designen oder schlichtweg Gehäuse, Bedarfsgegenstände und Geräte bauen die länger halten bzw. reparaturfreundlich bzw. problemlos erweiterbar sind.
Auch andere Alternativen gibt es: Haltbare Einkaufsnetze, blecherne Milchkannen und Haushaltswaren, Papierumverpackungen, Mehrwegsysteme und mehr.
Hatten wir alles auch bei uns bis das Ex-und Hopp Plastik-Zeitalter in den 70ern in der bundesdt. Republik ankam.

Was aber passiert tatsächlich? Wie bitte, das sind doch alles Maßnahmen die selbst ausgedachte Renditen zu drücken, das schadet der Bilanz und dem Börsenwert, wird die Plastik-Lobby aufschreien oder zumindest denken ohne es zu sagen.
Also muß ein anderes System her das genau diese Rendite-Erwartungen nicht in Frage stellt: Wir suchen uns einfach Substitute und machen weiter wie bisher.
Das man Plastik nicht essen kann und die natürlichen Lebensressourcen begrenzt sind interessiert nicht. Sollen sich doch gefälligst andere drum kümmern.

Was ist derzeit en vogue? Viele Geräte und Gebrauchsartikel werden unter Preis verkauft so daß sich Reparaturen absichtlich nicht mehr lohnen - Plastik ist eines der Hauptarbeitsstoffe dieser Waren.
Neuverkäufe in immer kürzeren Produktionszyklen um jeden Preis sind attraktiverer an Börsen statt Unkosten mit dem Recyclen zu haben oder wertbeständige Geräte zu bauen.

Dieses Ex-und Hopp System wertvoller Ressourcen existiert eh nur das ein paar % der Weltbevölkerung gut damit lebt (und sich aufschwatzen läßt das alle Produkte nur begrenzte Haltbarkeitszeiten haben müssen) und einige noch besser daran verdienen.
Steigt die Konsumentenzahl dann ist's eh aus. An dem Punkt dürften wir auch schon angelangt sein.

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wohlmein 01.05.2011, 19:54
14. ..

Zitat von spügel
Wie wäre es alternativ wieder mit Glasflaschen, Pfandflaschen, Milchflaschen wie früher zum wieder auffüllen, Kanister wieder aus Metall, Verkleidungen in Autos u.s.w. aus Pressspan, Stoff und Leder. Wertlegung auf Haltbarkeit, statt auf schnellen Konsum (schneller Konsum ohne Reue ist ja auch falsch).
Es geht halt um die liebe Kohle (die man nicht essen kann).
In aller Konsequenz zu Ende gedacht sind wir dann wieder beim Verkaufsladen von 1956, wo jemand hinter der Theke steht und abfüllt. Von den Kosten (die sich in den Preisen zu Buche schlagen) einmal abgesehen, hätten wir dann weniger Neurosen und weniger Vereinsamung, weil viele ältere Menschen wieder eine Ansprache hätten.-
Vom Wirtschaftlichen her käme das einer (eher undurchführ- baren?)Revolution gleich.
.
Noch eine Anmerkung am Rande (mal abgesehen davon, daß man Lebensmittel eigentlich besser essen sollte):
In letzter Zeit wurden öfters Pakete mit MaisStärkeKugeln als Füllstoff geliefert, mit dem Ergebnis, daß wir Ratten in der Werkstatt hatten, - bis die letzte Kugel "entsorgt" war.

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zottelkappe 01.05.2011, 19:54
15. Alternativen nutzen,Müll reduzieren.

Zitat von DorianH
Auf Pflanzenbasis? Aha, das heißt dann wohl, daß die Felder erst für Treibstoff und jetzt für nen Plastikersatz herhalten müssen. Hat auch jemand mal eine Antwort darauf, was die Menschen auf diesem Planeten dann noch essen sollen?
Man könnte damit anfangen weniger zu konsumieren und auch weniger Fleisch zu essen. Mal davon abgesehen,dass es momentan ausreichend Lebensmittel für jeden gibt und sie nur schlecht verteilt sind,verschwenden wir auch jede Menge,indem wir sie an Tiere verfüttern,die wir schlachten oder deren Milch wir trinken oder wir verarbeiten Lebensmittel zu weniger hochwertigen Produkten wie dem glucose-fructose-sirup,welcher in Softddrinks und unzähligen anderen Produkten enthalten ist.
Nicht zu vergessen sind die Konsumgüter wie Kaffee und Zucker, von denen wir viele verzehren,die wir eigentlich aber nicht brauchen(zumindestens nicht in solchem Maße) und die uns zum Teil auch schaden.

Jedoch denke ich,dass wir trotzdem unseren Verbrauch an Kunstoff reduzieren sollten.
Zitat von spügel
Wie wäre es alternativ wieder mit Glasflaschen, Pfandflaschen, Milchflaschen wie früher zum wieder auffüllen, Kanister wieder aus Metall, Verkleidungen in Autos u.s.w. aus Pressspan, Stoff und Leder. Wertlegung auf Haltbarkeit, statt auf schnellen Konsum (schneller Konsum ohne Reue ist ja auch falsch).
Dieser Gedanke erfasste mich auch vor wenigen Monaten. Jedes Lebensmittel und Konsumgut ist in Plastik eingepackt,sogar einzelne Teebeutel.
Ich bin zu jung um alten Zeiten nachtrauern zu können wo man die Milch noch vom Bauern in der Eisenkanne nach Hause getragen hat oder das Sauerkraut im Holzfass erwarb,aber wenn wir Müll vermeiden wollen,müssen wir zu einem ähnlichen Modell zurückkehren,bei dem eine Verpackung selbst mitgebracht wird und neu benutzt wird anstatt gekauft und weggeschmissen.


Zitat von Hermes75
sonst können wir die Fischerei bald einstellen.
Das sollte man onehin.

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cbaurtx 01.05.2011, 20:03
16. Nahrung ist mehr wie genug vorhanden

Zitat von DorianH
Auf Pflanzenbasis? Aha, das heißt dann wohl, daß die Felder erst für Treibstoff und jetzt für nen Plastikersatz herhalten müssen. Hat auch jemand mal eine Antwort darauf, was die Menschen auf diesem Planeten dann noch essen sollen?
1. In Europ wird ca. 60% des produzierten Getreides wird an
Tiere verfuettert. In den USA sinde es 90%
http://www.zentrum-der-gesundheit.de...elthunger.html)
2. Etwa 1/3 aller Lebensmittel verderben und werden
weggeworfen (Weltweiter Schnitt).
3. In den Industriestaaten wird viel zu viel gegessen.

Wenn Sie also mit gutem Vorbild vorausgehen wollen:
1. Vegetarier werden
2. Darauf achten, dass keine Lebensmittel verderben
3. Nicht so viel essen, dass Sie uebergewichtig sind.

Nachdem ich Sie nicht kenne, kann es sein dass Sie dies
schon tun. In diesem Fall koennen Sie Ihre Bekannten und Verwandten ueberzeugen die Ernaehrung umzustellen.

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Frank the tank 01.05.2011, 20:05
17. ...

Zitat von alocasia
Das gibt unser Planet einfach nicht her, dass Milliarden Menschen ernährt werden, diese noch mit Biosprit Individualverkehr betreiben und dann noch Nahrungspflanzen angebaut werden um unsere Wegwerfkultur zu befeuern. Vielleicht in ich Altmodisch, aber ich kann es mir nur schwerlich vorstellen.
Den Vereinten Nationen zufolge werden derzeit doppelt so viele Lebensmittel hergestellt wie benötigt werden. Der Planet wirft also genügend ab, um Nahrung, Sprit und Kunststoff herzustellen. Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, man sollte ihr Zeit geben und sie kritisch begleiten, anstatt die Suche nach biologisch abbaubaren Kunststoffen von vornherein abzulehnen.

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Müssen 01.05.2011, 20:12
18. Achtung Falle

Seit doch selber schuld, so ein Käse zu entwickeln, unsere ältere Generation sind Begründer dieses profitablen Plastmülls mit giftigen Weichmachern der tagtäglich unsere Lebensmittel vor dem Austrocknen,anderes schützen soll, wenn die Lebensmittel nicht selbst schon vor lauter Zusatzstoffen in ihrem Plastikverpackungen auf den Endverbrauch ihre Bestimmung ihr Dasein fristen in den überfüllten Regalen der Überschussgesellschaft.

Die Jüngeren unter uns, dürfen sich wie immer dann mit den Fehlern der vorangegangenen Generation herumschlagen.

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yanasa 01.05.2011, 20:28
19. Es wird doch auch alles getan...

...um die Vermeidung von Plastikmüll zu verhindern.
Ich kann nicht mit eigenen (sauberen!) Gefäßen an die Käse- und Fleischtheke gehen und mir dort in meine mitgebrachte Verpackung Käse, Wurst und Fleisch einfüllen lassen.
Nach den Hygienebestimmungen der EU sei das verboten, so wurde mir gesagt.
Und was mich auch ärgert ist, daß auf jedem Apfel, jedem Stück Obst ein Plastikaufkleber klebt....

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