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Biologie: Warum gibt es eigentlich Männer?
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Keine Sorge, die Frage zur Existenzberechtigung des starken Geschlechts stellt sich nur aus evolutionsbiologischer Sicht. Aber da ist sie durchaus sinnvoll. Ein Langzeitexperiment stützt jetzt eine prominente These.

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RandomWalk 19.05.2015, 15:22
80. Abenteuerlich

Da unter Biologen scheinbar durch ein einziges Experiment eine These als bewiesen gilt, wundert es mich nicht, welche abenteuerlichen Forschungen durchgeführt und der breiten Öffentlichkeit präsentiert werden.

Was halten Sie von folgender These: Durch eine in den letzten Jahrzehnten im Westen wachsende Entfremdung der Geschlechter (hervorgerufen durch Meinungen wie Ihre), ist eine Art wesentlich stärker bedroht wie durch potentielle Inzucht von bestimmten, nicht der sexuellen Selektion entsprechenden, Nachkommen.

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Celegorm 19.05.2015, 15:32
81.

Zitat von enhardir
dass die im Artikel beschriebene Evolutionsbiologische Erkenntnis universeller Natur ist und somit auch auf Menschen zutrifft - sollten wir dann nicht schleunigst diese widersinnige kulturelle Institution "Monogamie" abschaffen?
Sie verwechseln da etwas: Sexuelle Selektion bedeutet nicht, dass zwangsweise wild durch die Gegend reproduziert werden muss. Vögel beispielsweise mit vielen gut erforschten Modellarten zeigen, dass völlig unterschiedliche reproduktive Verhaltensweisen parallel erfolgreich sein können, abhängig von der Umwelt und anderen Faktoren. Das reicht von strikter lebenslanger Monogamie über alle Abstufungen bis zum absoluten Gegenteil.

Dass Monogamie beim Menschen "widernatürlich" o.ä. wäre ist darum keine belegbare Behauptung. Denn einerseits haben sich beim Menschen ja vorwiegend monogame Lebensweisen durchgesetzt, weil diese offenbar in vielen Situationen erfolgreich und vorteilhaft sind, und zweitens war und ist der Mensch ja nie strikt monogam gewesen. Unzählige Kuckuckskinder, Patchworkfamilien, etc. belegen das ja hinreichend. Was auch bedeutet: Es gibt da gar nichts "abzuschaffen", jeder Mensch ist zumindest in Europa frei, seine Sexualität, Reproduktion und Lebensweise selbst zu gestalten. Die einzige Herausforderung ist dabei, einen bzw. mehrere Partner zu finden, die dabei mitmachen..

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Heimdall 19.05.2015, 15:32
82. Hat eigentlich irgendjemand den Artikel gelesen?

Auch, wen es kaum vorstellbar ist, es geht hier nicht um irgendwelche Gender-Politik. Es ist ein Artikel der die Frage klärt, warum es männliche Ableger einer Art gibt und ob sie gebraucht werden. Da die Antwort unmissverständlich ja ist (inkl. interessanter Begründung) verstehe ich diese Diskussionen nicht. Warum man überall einen Geschlechterkrieg hineininterpretieren muss bleibt mir schleierhaft.

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g_bec 19.05.2015, 15:34
83. Stimmt.

Zitat von vevi
Die lässt sich aber ganz leicht beantworten: Wer würde sonst die Spinnen im Haus ins Freie befördern? Wer würde uns Frauen seine Anzugjacke über die Schultern legen, wenn wir frieren, weil wir die eigene Jacke vergessen haben? An wessen Schulter könnten wir uns anlehnen, wenn wir nicht mehr weiter wissen? Wer sollte in der Oper die Bassstimmen singen, wer uns die Angst nehmen, wenn es draußen blitzt und donnert? Wer würde uns die Autotür aufhalten und wer würde die extremen Abenteuer wagen? Für wen sollten wir uns noch hübsch machen? Und vor allem: Wer würde dann die Restaurantrechnungen bezahlen? Nein, nein, liebe Männer, bleibt 'mal schön weiter auf dieser Erde. Ohne Euch wäre es doch bedeutend langweiliger hier!
Aber dann bräuchten Frauen anderswo auch keine Angst mehr vor dem Herren im Hause, über die Moral wachenden Cousins, Kinder begrapschenden Priestern, sexuell frustrierten Teenagern, Friedensrichtern, Ehrenmorden, Schariapolizisten bzw. Revolutionswächtern etc. etc. etc. pp. zu haben.
Dafür zahlt man doch seine Restaurantrechnung gerne selbst und informiert sich über Ursachen von Blitz und Donner, oder?;-(

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Esib 19.05.2015, 15:51
84. Weitere Möglichkeiten

Zitat von Vorzeichen
Mir kommen die Tränen. Ich spüre als Mann überhaupt keinen Sexismus mir gegenüber, woraus schlicht folgt, dass Sie entweder Komplexe haben oder Visionen. Oder Sie sind nicht so attraktiv wie ich, kann natürlich sein.
Weitere Möglichkeiten sind: Sie sind Schlafwandler oder Tagträumer und verpassen es regelmäßig die Augen aufzumachen. Oder aber Sie sind Masochist. Möglicherweise sind Sie aber auch nur feministisch sauber konditioniert, so dass Sie den Sexismus gegen Männer als etwas tolles und gerechtfertigtes ansehen. Finden Sie weitere Beispiele.

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submerger 19.05.2015, 16:15
85. Männer sind überflüssig.

Habe es erst kürzlich wieder gesehen: zwei Lesben, eine davon spielte den Mann, die andere war die Frau. Man sah es schon am Habitus. Allerdings...denkt man ein wenig nach, sind auch Frauen überflüssig. Bei Homos spielt sich ja auch alles ohne Frau ab, einer gibt den Kerl, der andere die Frau. Ist ja auch ganz normal, oder? Grönemeyer fragte ja zu Recht: wann ist der Mann ein Mann? Die Genannten sind aber keinesfalls Männer, sie sehen nur so aus. Denn Männer stehen auf Frauen, und damit sind wir wieder bei der Fortpfanzung und der Evolution. Mann braucht Frau und umgekehrt, sonst gibts bald kein Leben mehr auf diesem Planeten.

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querulant_99 19.05.2015, 16:48
86. Biene Maja

Zitat von g_bec
Das es Frauen geben muss, ist doch offensichtlich: Irgendwer muss doch das Kind austragen. Es bedarf jedoch deutlich weniger Männer, um die Eizellen zu befruchten.
Letzteres sehen aber Bienen ganz anders.
Es gibt da nur eine Königin und jede Menge "Männer", sprich: Drohnen.

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danduin 19.05.2015, 16:50
87. Trifft bei Schönheit zu,bei Intelligenz nicht

Bei Schönheit ist die Selektion vorhanden, Intelligente und Karrieristen sortieren sich aber eher selbst aus. Schließlich bekommt die untere Bevölkerungsschicht die meisten Kinder. Interessante Evolution.

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phreak123 19.05.2015, 16:57
88.

Der einleitende Satz hätte nicht "Keine Sorge, die Frage zur Existenzberechtigung des starken Geschlechts stellt sich nur aus evolutionsbiologischer Sicht." lauten sollen sondern eher "Große Sorge! Hier werden wahllos Naturwissenschaft und Sexismus mitweinander vermischt.
Wie der erste Kommentator schon völlig richtig bemerkte: Die Frage müsste aus evolutionsbiologischer Sicht lauten "Warum gibt es zwei Geschlechter?" und nicht "Warum gibt es Männer?".
Dass die simple Antwort darauf genetische Vielfalt und schnelle Anpassungsfähigkeit ist, weiss auch jeder, der im Bio-Unterricht aufgepasst hat...

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kestrel2 19.05.2015, 17:03
89. Männer sind überflüssig

Zitat von submerger
Habe es erst kürzlich wieder gesehen: zwei Lesben, eine davon spielte den Mann, die andere war die Frau. Man sah es schon am Habitus. Allerdings...denkt man ein wenig nach, sind auch Frauen überflüssig. Bei Homos spielt sich ja auch alles ohne Frau ab, einer gibt den Kerl, der andere die Frau. Ist ja auch ganz normal, oder? Grönemeyer fragte ja zu Recht: wann ist der Mann ein Mann? Die Genannten sind aber keinesfalls Männer, sie sehen nur so aus. Denn Männer stehen auf Frauen, und damit sind wir wieder bei der Fortpfanzung und der Evolution. Mann braucht Frau und umgekehrt, sonst gibts bald kein Leben mehr auf diesem Planeten.
Das mit dem "überflüssig" seh ich als Heteromann ganz genauso. - Überflüssig-sein bietet einem allerdings ganz fantastische Möglichkeiten und konfrontiert einen mit einer ganzen Menge Fragen, von denen mann sich durchaus auch mal überfordert fühlen kann...

Was ich anders sehe als "submerger": Für mich sind die lieben Homomänner auch Männer, nur halt Männer die auf Männer stehen. Für mich definiert nicht die sexuelle Orientierung das Geschlecht. - Die Hintergründe, wie es zu dieser kommt, sind mittlerweile eigentlich ganz gut erforscht: http://de.wikipedia.org/wiki/Homosexualität#Genetik

Was ich ebenfalls anders sehe: Das es die sexuelle Attraktion noch notwendigerweise braucht, "damit es Leben auf dem Planeten gibt." - Offensichtlich bietet die moderne Reproduktionsmedizin hier mittlerweile Alternativen für die, die es wollen.

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