Forum: Wissenschaft
Biozide: Nervengift auf der Fassade
DPA

Gedämmte Hausfassaden setzen Gifte frei, die Mensch und Umwelt schaden können. Das Problem ist lange bekannt - doch Behörden unternehmen nichts.

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westerwäller 16.11.2015, 12:46
1. Na und ?

Spart doch Energie und rettet uns vor dem Klimatod!

Wie die quecksilberhaltigen Energiesparlampen auch ...

Wer gegen so etwas ist, fährt bestimmt auch Auto und heizt seine Wohnung über 16° Celsius ...

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pauschaltourist 16.11.2015, 12:48
2.

Mir reicht es bereits, dass ich im ach so toll isolierten Haus unter 8 Grad Außentemperatur morgens nach dem Aufstehen durch die ganze Wohnung laufen und bei JEDEM Fenster im unteren Bereich das dort aufgelaufene Wasser wegwischen muss.
Der Vormieter betrieb diesen zeitraubenden Aufwand scheinbar weniger regelmäßig, denn überall sind an diesen Stellen schwarze Schimmelspuren zu sehen...

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Gerüchtsvollzieher 16.11.2015, 12:53
3. Aber wir...

"retten" doch das Klima! ! Für dieses große Ziel muß man doch die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung als Kolateralschaden akzeptieren, oder? Die Gefährdung durch sehr oft unsinnige Gebäudedämmung interessiert nicht, ist also in D politisch gewollt.

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JaguarCat 16.11.2015, 13:03
4. Unterschiedlicher Anwendungsbereich

Erst einmal: Es ist verständlich, dass Pestizide strenger geprüft werden als Zusatzstoffe zu Malerfarbe. Das ergibt sich schon daraus, dass Pestizide großflächig direkt auf die Felder gespritzt werden, es also unvermeidbar ist, dass erhebliche Teile davon mit dem Regen fortgewaschen werden und dann eben in Oberflächengewässer oder gar ins Grundwasser eingetragen werden. Hinzu kommt, dass mit den Pestiziden ja überwiegend solche Pflanzen geschützt werden sollen, die wir später auch mal essen.

Leider gibt es nun in der Tat das Problem, dass die genannten Fungizide auf der Oberfläche der Fassade wirken sollen. Im Inneren ist in einer gut gebauten und gut gedämmten Wand ja alles trocken - außen wasserdichter Putz, dann wasserdichte Dämmung, dann die gemauerte Wand, die von innen (wo geheizt wird) getrocknet wird. Wenn die Bewohner also nicht das Lüften vergessen (das ist aber zum Glück selten), dann kann sich Schimmel höchstens auf der Außenseite von solchen Wänden bilden, auf die die Sonne zu selten scheint, also insbesondere solchen, die nach Norden zeigen. Damit dort das Schimmelgift nun langfristig wirkt, muss es langfristig vom Putz abgegeben werden. Und damit kann immer wieder was abgewaschen werden.

So gibt es tatsächlich Bedarf, das zu regulieren und den Verbrauch an Anti-Schimmel-Mittel zu minimieren. Das Problem betrifft übrigens alle Dämmsysteme und nicht nur das oft verteufelte (aber billige) Styropor. Je dicker die Wand, und je weniger innen geheizt wird, desto kälter ist es nunmal außen.

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sfk15021958 16.11.2015, 13:04
5. Wenn wir wüßten, was alles in die Umwelt gelangt!

Alte Analytiker-Weisheit: Man findet nur das, was man sucht! Permanent werden die Untersuchungsstellen der Überwachungsbehörden personell ausgedünnt, da helfen auch keine Analysenautomaten! Hinterher wundert man sich, welchen Noxen man in der Umwelt ausgesetzt ist!

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race_timmi 16.11.2015, 13:12
6. Die deutschen sind

VERDÄMMT in alle Ewigkeit...

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Ökofred 16.11.2015, 13:13
7. Cooles Bashing...

Natürlich werden diese Mittel überall im Aussenbereich eingesetzt, wenn es darum geht unerwüschten Bewuchs etc loszuwerden (zb Bemoosung) - auch an unsgedämmten Bauteilen, die grundsätzlich das selbe Problem haben. Aber Fassandenbashing ist ja grade ganz in - insbesondere im Zusammenhang mit "Öko" und "Energie". Heute abend im NDR dann die Langfassung: ich kaufe schon mal Popcorn.

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M. Michaelis 16.11.2015, 13:16
8.

Im staatlich verordneten Dammwahn hat der Verbraucher nur zwei Möglichkeiten. Entweder er wird ganz natürlich von Schimmel vergiftet oder von den Mittel die den Schimmel verhindern sollen.

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archi47 16.11.2015, 13:17
9. der gleiche Skandal, wie beim Asbestzement

jahrzehntelang haben wir in Unkenntnis diese Platten noch verbaut. Die Hersteller und Zulassungsbehörden wußten um die Gefahr - um dann, als das Geschäft zurückging, schlagartig ins andere Extrem zu verfallen. Sogar das Abdecken z. B. der Welleternitdächer mit Formtafeln und der damit sichere trockene Einschluß würde verboten. Die Industriesteuerung unserer Zertifizierungsstellen ist erschreckend. Der Verbraucher hat offenbar keine Lobby. Oder diese arbeitet sich an Kinkerlitzchen ab!

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