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Blick aus dem Weltall: Warum Satelliten Wellen erkennen, aber keine Schiffe
NASA/ JSC

Aus dem All sieht man vieles, aber nicht alles. Schiffe beispielsweise sind kaum zu identifizieren. Dafür aber das einzigartige Muster ihrer Bug- und Heckwellen.

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dunlop5 05.10.2014, 15:49
50. Ist man zu weit weg, sieht man kleine Sachen nicht!

Zitat von enni3
Deswegen ist das Schiff nur als schwarze (kein Licht) Pixel zu erkennen.
Prinzipiell alles korrekt, denke auch die Erklärung bzgl. des Fahrwassers.
Der Artikel ist mal wieder ein ganz großer SPON-Schmunzler. In Abhängigkeit von Oberflächenbeschaffenheit und Ausgangsmaterial unterschiedlicher Objekte, Verhältnissen in der Atmosphäre etc. wird eben Licht unterschiedlicher Längenwellenbereiche reflektiert und wenn diese im sichtbaren Bereich gut kontrastieren, kann man Objekte in diesem Bild erkennen/unterscheiden. Eine vollkommen adäquate Erklärung, warum Objekte unterschieden werden können, oder auch nicht. jedoch in dem gegebenen Bild, kontrastieren die Schiffe vom umgebenden Wasser (vor allem im Originalbild). Selbst wenn sie komplett schwarz dargestellt würden, kann man doch darauf schließen, dass es Schiffe sind, beispielweise weil in dieser Bucht ansonsten solche Formen natürlich nicht vorkommen. Warum man bei dem Spon Bild die Schiffe schlecht erkennt, liegt doch einfach daran, dass sie zu klein sind. Natürlich erkennt man mehrere qkm große, auch noch symmetrische Strukturen aus der Entfernung besser, als ein einzelne Schiff, welches durch ein paar dunkle Pixel dargestellt wird. Einen Flugzeugträger würde man evtl. auch im Spon Bild deutlich erkennen. Bei hinreichend unterscheidbaren Rückstrahleigenschaften von Schiffen und umgebendem Wasser, gegebener Auflösung des Aufnahmesensors und Entfernung, liegt es also im Grunde an der Größe ob man ein Objekt sieht oder nicht. Das ist allerdings so eine Binsenweisheit, dass diese Feststellung wohl keinen Eingang in den Artikel fand.

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dunlop5 05.10.2014, 16:20
51. Satellit=DSLR?

Warum in der Wissenschaftsredaktion von Spon eine These bzgl. der Leistungsfähigkeit von Satelliten mit einem runterskalierten Bild einer DSLR belegt werden soll, erschließt sich nicht auf den ersten, zweiten oder dritten Blick. So ein Satellit nimmt nicht nur im Bereich des sichtbaren Lichts auf und verfügt meist doch über eine "etwas" bessere spektrale Auflösung (Radar, nahes IR etc.) als eine digitale Spiegelreflexkamera. Durch unterschiedliche Kombination verschiedener Spektralkanäle und evtl. Darstellung mit Falschfarben, sieht das mit der Sichtbarkeit verschiedener Inhalte schon ganz anders aus.

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schmiedt 05.10.2014, 21:28
52. Bei dem allgemeinen Inkompetenz-Bashing wundert es mich,

dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, die gewagte These, Kelvinwellen würden von Schiffen verursacht UND hätten einen festen, von der Schiffsgeschwindigkeit unabhängigen Winkel von 19,5° zu hinterfragen. Kann ein freundlicher Hydrodynamiker seinen Senf dazu geben? (Spoiler: Die Kelvinwellen, die mir bekannt sind, haben etwas mit Küsten und mit der Corioliskraft zu tun - aber vielleicht gibt es weitere Arten der Kelvinwellen?)

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dunlop5 06.10.2014, 13:08
53. Mangelhaft

Zitat von schmiedt
dass noch niemand auf die Idee gekommen ist, die gewagte These, Kelvinwellen würden von Schiffen verursacht UND hätten einen festen, von der Schiffsgeschwindigkeit unabhängigen Winkel von 19,5° zu hinterfragen.
Denke das hat damit zu tun, dass niemand versteht, warum im Artikel überhaupt in der Art und Weise auf Kelvinwellen eingegangen wird. Hat ja grundsätzlich mit der Überschrift wenig zu tun.
Fazit: Man kann Schiffe auf Satellitenbildern sehen, sie sind aber kleiner als die Wellen die sie verursachen - welch Wunder - und das Kelvinwellen immer einen Winkel von 19,5° hätten, stimmt so auch nicht.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/hydrodynamik-der-trugschluss-des-lord-kelvin-12275772.html

http://www.pro-physik.de/details/news/4826871/Blick_auf_Bugwellen_mit_Google_Earth.html

Aber so ist das eben wenn einfach enthemmt und sinnlos Content generiert werden muss. Während immer öfter Hospitanten Artikel verfassen, die "irgendwas mit Medien" studiert haben. Hier wollte man halt einfach das tolle Bild zeigen und brauchte irgendeinen Text für drunter. Grundsätzlich habe ich ja Verständnis für die geringen Budgets und daraus folgende Beschränkungen denen Online-Redaktionen unterliegen, aber manchmal sollte man vielleicht doch etwas nicht nur veröffentlichen, weil es einfach verfügbar ist.

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Spiegelwahr 20.10.2014, 18:36
54. Wer genau schaut, der sieht eine Menge Schiffe

Wer genau schaut, der sieht eine Menge Objekte, die wie Schiffe aussehen. An der Hafenmauer liegen ein paar Schiffe. Auf dem Wasser liegen mehrere Schiffe. An der Spitze der Kielwelle fahren wahrscheinlich sehr kleine Boote und sie sind daher nicht erkennbar. Wenn man eine Kielwelle sieht, die keine Spitze mehr hat, dann ist das Schiffe abgesoffen oder ein UBoot ist abgetaucht oder das Schiff hat seine Fahrt gestoppt. Das macht es auch deutlich, dass man ein Schiff in Fahrt aus der Luft sehen kann, obwohl es auf dem Radar unsichtbar ist (Stealthtechnologie). Wenn man die Druckwellen von einem Flugzeug sehen könnte gebe es auch keine Tarnkappenbomber. Vorschlag: Betriebsausflug der Redaktion nach London mit Anflug bei Tageslicht mit guter Sicht und die Redaktion kann sich auf der Reede von London die Schiffe in Fahrt und vor Anker aus dem Flugzeug anschauen.

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