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Brandkatastrophe in London: Wie gefährlich ist die Dämmung an Häuserwänden?
AFP

Vermutlich hat die Dämmung am Londoner Grenfell Tower die Ausbreitung der Flammen stark beschleunigt. Welche Gefahr geht von solchen Verkleidungen aus? Und wie groß ist sie in Deutschland?

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heineken1 15.06.2017, 18:04
30.

Zitat von Olaf
Vor allen Dingen geht es um gesetzliche Vorgaben bei der energetischen Sanierung und die Dämmwerte von Styropor sind hervorragend. Der Klimarettungswahn hat seinen Anteil an diesen Katastrophen.
Zurecht geht es um die Dämmwerte!
Niemand, auch Sie nicht, hat das Recht auf Kosten zukünftiger Generationen ihr Dasein als 'Umweltsau' zu fristen.

Bauen Sie sich Ihr Haus mit meterdicken Wänden und komplett regenerativ gewonnener Heizenergie und Sie können sich die Dämmung sparen. So einfach ist das.

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daujoons 15.06.2017, 18:06
31. Sie werden sich noch wundern

Zitat von Bueckstueck
Wie hier jetzt einige einschlägig bekannte Foristen die Gelegenheit nutzen die zweifelsfrei sinnvolle Aussenhüllendämmung mit billigstem Populismus zu verdammen suchen. Ohne ist keine Alternative. Punkt. alleine über das wie darf debattiert werden.
Ich denke, hier nicht einschlägig bekannt zu sein. Dennoch stelle ich die Sinnhaftigkeit der Außenhüllendämmung in Frage. Auch Sie werden mir nicht erklären können, warum Südfassaden gedämmt werden und riesige Speichermassen der Sonnenwärme entzogen werden, warum man bauphysikalisch seit Jahrhunderten hervorragend funktionierende Systeme wie das Zweischalensystem im Norddeutschen Raum plötzlich mit Abfall verschlimmbessern muß?
Ich lebe seit über 50 Jahren in grundsoliden Häusern ohne Plastik und Gift an der Außenwand - und werde das auch in Zukunft so halten.

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adal_ 15.06.2017, 18:16
32. Styropor-Wahn und Brandschutzrichtlinien

Zitat von ernstmoritzarndt
Es ist zu befürchten, daß bei ernsthaften Bränden eine Entwicklung wie in London nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
In Deutschland ist brennbare Fassadendämmung (Polystyrol) an Hochhäusern verboten. Als Hochhäuser gelten Häuser mit mehr als sechs Stockwerken oder mehr als 22 Metern Höhe.

Bis in den sechsten Stock reichen Feuerwehrleitern. Wer höher wohnt hat Pech gehabt? Naja, dann gelten eben strengere Brandschutzrichtlinien.

Ich würde mir das Zeug auch nie an die Fassade pappen. Nicht nur, weil es brennnbar ist, sondern auch weil es 1. nicht wirtschaftlich ist, 2. eine ökologischer Sauerei. Nach ca. 20 Jahren müssen gigantische Merngen an Plastikmüll wieder entsorgt werden, das Zeug hält ja nicht ewig. 3. Es droht Schimmel und Vermoosung.

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martin.michaelis 15.06.2017, 18:17
33.

Zitat von motzer2.0
wurde man die dammung mit der etwas teureren steinwolle machen hatte man solche probleme nicht.... aber auch hier geht es vielen nur um billig....
Natürlich geht es um billig, denn die Dämmung rechnet sich ohnehin in der Regel nicht, da muss wenigstens der Verlust so gering wie möglich gehalten werden.

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marialeidenberg 15.06.2017, 18:20
34.

Zitat von Strangelove
sondern im Prinzip auch die Aluminiumplatten sind bei einem Brand hochgefährlich. Aluminium schmilzt schon bei 660 °C, die wurden hier sicher erreicht, tropft herunter und kann auch zu einem Metallbrand führen. Die Kombination eines vermeintlich nichtrennbaren Metalls (dafür aber schön leihct) mit einem brennbaren Kunststoff ist eben nicht immer schlau.
Völlig richtig. Ich erinnere an den Zerstörer "SHEFFIELD" ('shiny sheff') im Falklang-Krieg, dessen Aufbauten fast ausschließlich aus Aluminium bestanden. Bis zum Oberdeck herunter brannten sämtliche Aufbauten mit rasender Geschwindigkeit ab und das nach 'normalem' Bordwaffenbeschuss und nicht etwa durch (HT-) Hohlladung-Gefechtsköpfe.

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heineken1 15.06.2017, 18:25
35.

Zitat von daujoons
Ich denke, hier nicht einschlägig bekannt zu sein. Dennoch stelle ich die Sinnhaftigkeit der Außenhüllendämmung in Frage. Auch Sie werden mir nicht erklären können, warum Südfassaden gedämmt werden und riesige Speichermassen der Sonnenwärme entzogen werden, warum man bauphysikalisch seit Jahrhunderten hervorragend funktionierende Systeme wie das Zweischalensystem im Norddeutschen Raum plötzlich mit Abfall verschlimmbessern muß? Ich lebe seit über 50 Jahren in grundsoliden Häusern ohne Plastik und Gift an der Außenwand - und werde das auch in Zukunft so halten.
Der Fehler in Ihrer Argumentation ist: Sie müssen nicht automatisch eine Dämmung, ob aus EPS /XPS, Mineralwolle oder anderem, haben an einem Gebäude. Ihnen als Bauherr ist es freigestellt, WIE Sie die max. zulässigen Energiebedarf für Heizung und Warmwasser erreichen.
Daraus eine 'Verschlimmbesserung mit Abfall und Giten an der Außenwand' herauszukonstruieren ist nicht redlich.

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Fraktale_Dimension 15.06.2017, 18:26
36.

Zitat von motzer2.0
wurde man die dammung mit der etwas teureren steinwolle machen hatte man solche probleme nicht.... aber auch hier geht es vielen nur um billig....
Nein, um es zahlen zu können. Sonst kann man bald 50% seines Nettoeinkommens für Miete ausgeben. Und das kann sich auch die gehobene Mittelschicht bald nicht mehr leisten ...

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Fraktale_Dimension 15.06.2017, 18:29
37.

Zitat von ccpruin
Mal wieder wird in diesem Artikel - wie in vielen Nicht-Fachpublikationen auch - eine Menge durcheinandergewürfelt. Zunächst einmal ist Styropor ein Markenname und hat aus meiner Sicht nichts in Artikeln zu suchen, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Produkt der Firma BASF eingesetzt wird. Dann wäre klarzustellen, das es sich in London um eine Vorhangfassade aus Aluminiumpaneelen gehandelt hat, was definitiv nicht vergleichbar ist mit dem in der Illustration dargestellten Wärmedämmverbundsystem auf Polystyrol-Basis. Der nun einsetzende Hype der Diskussion um den Brandschutz in Deutschland halte ich für übertrieben, weil hier Äpfel mit Birnen verglichen werden. Sinnvoller wäre eine Diskussion über die Lobbyarbeit der Polystyrol-Industrie in Deutschland und das Durchsetzen vorhandener, wirkungsvoller Konzepte des Brandschutzes von Fassaden.
"Sinnvoller wäre eine Diskussion über die Lobbyarbeit der Polystyrol-Industrie in Deutschland und das Durchsetzen vorhandener, wirkungsvoller Konzepte des Brandschutzes von Fassaden."

Sehen sie den Zusammenhang nicht? Solange genügend Wähler mit "Hurra, wir retten die Welt" verarscht werden, und verarscht werden können, hat die Lobby einfaches Spiel (bei diesen Politikern, bzw. verlogenen Erfüllungsgehilfen).

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vaikl 15.06.2017, 18:31
38. "keine Gefahr", soso

Zitat von annika_verborg
Polystyrol als kostengünstiger und effizienter Dammstoff steht immer wieder in der Kritik. Der Brand in London zeigt auf besonders tragische Weise, dass sich im Fall eines Brands unterschiedliche Baustoffe auf positive oder negative Weise auf den Verlauf auswirken können. Dass allerdings die Anforderungen und Brandschutzverordnungen in Deutschland wesentlich schärfer sind und man aus vergangenen, kleineren Bränden in Deutschland gelernt hat, erklärt die Hamburger Berufsfeuerwehr in diesem Interview: https://www.haus.co/magazin/feuerwehr-hamburg-polystyrol-stellt-keine-gefahr-dar/
Und wie erklärt sich die Hamburger Feuerwehr dann 3 Tote in Duisburg in 2016?
https://www.derwesten.de/region/duisburger-brandtragoedie-zeigt-risiko-von-waermedaemm-fassaden-id11836691.html

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Fraktale_Dimension 15.06.2017, 18:33
39.

Zitat von Bueckstueck
Wie hier jetzt einige einschlägig bekannte Foristen die Gelegenheit nutzen die zweifelsfrei sinnvolle Aussenhüllendämmung mit billigstem Populismus zu verdammen suchen. Ohne ist keine Alternative. Punkt. alleine über das wie darf debattiert werden.
Bueckstück, ein Stück aus dem Pool der Spezialisten ohne Ahnung, aber mit Sendungsbewusstsein. Billiger Populismus ist doch nur das, was ihrem Puppenhäuschen auch nur etwas Schatten spendiert, gell?

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