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Bremen: Behörde lehnt Affenversuche erneut ab

Die umstrittenen Experimente an Affen in Bremen dürfen nicht fortgesetzt werden - das hat das Gesundheitsressort der Stadt beschlossen. Die Universität will die Entscheidung anfechten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

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der_durden 12.08.2009, 19:05
1. So nicht!

Zitat von sysop
Die umstrittenen Experimente an Affen in Bremen dürfen nicht fortgesetzt werden - das hat das Gesundheitsressort der Stadt beschlossen. Die Universität will die Entscheidung anfechten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Andreas Kreiter: "Die Makaken einschläfern zu müssen wäre eine Katastrophe."

Für wen? Für die Makaken mit Sicherheit nicht!

Nein, ich stelle das Tier nicht über den Mensch. Aber ich stelle den Menschen auch nicht in allen Fragen über das Tier. Versuche mit Affen, deren Gehirn offen liegt und schlimmeres gehören in jeder aufgeklärten Gesellschaft verurteilt.

Wenn man ohne diese Versuche in der Grundlagenforschung nicht weiter kommt, dann muss man eben erst nach neuen Möglichkeiten forschen, so einfach ist das!

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Dr. Baums Zimmer 12.08.2009, 20:29
2. Der Mensch ist der Teufel.....

Der Mensch als religiöses Wesen richtet seinen Blick gen Himmel, um den Ratschluss seines Herrn, des Gottes, zu erwarten... Sein Plan, so der in den Weltreligionen vertretene allgemeine Glaube, ziele auf die Schaffung des Guten ab und dies mittels Seiner Güte und Gnade.

Stelle man sich bitte vor, das Tier, nach der biblischen Überlieferung in die Obhut des Menschen gegeben- Genesis, Untertanmachen der Erde- könnte gedanklich erfassen, was sein Herr- der Mensch = sein Gott- mit ihm so Alles anstellt.

Nur ein Schluss wäre für das Tier danach richtig: Der Mensch ist der Teufel und bringt die Hölle.

Ich bitte dies alle Christen einmal zu überdenken, zu prüfen, wie dies mit dem Auftrag von Gott an den Menschen als Herr der Erde und der darin enthaltenen Pflicht zum rechten Gebrauch der Verantwortung übereinstimmt, dann, sich zu fragen, welches Prinzip man weiter zu unterstützen gedenkt.

Den Wisenschaftler, welche ihre Forschung unbedingt über das Leid des Tieres stellen und sogar vor Gericht ziehen wollen, um das vielleicht nicht einmal notwendige Experiment doch durchführen zu können, sollten Christen, die bei klarem Verstand sind, jegliche Untestützung entziehen.

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mainstream02 12.08.2009, 21:19
3. dieser Art forscher ist das Gefühl total abhanden gekommen

früher haben gewissenhafte Forscher immer erst Selbstversuche gemacht, bevor sie was an anderen ausprobiert haben.
Das sollte doch hier und heute auch so gemacht werden.

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Mülheimer 12.08.2009, 22:00
4. Skrupelos!

Zitat von sysop
Die umstrittenen Experimente an Affen in Bremen dürfen nicht fortgesetzt werden - das hat das Gesundheitsressort der Stadt beschlossen. Die Universität will die Entscheidung anfechten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
Forscher haben kein Gewissen. Sie quälen jahrelang Tiere, die sich nicht wehren können für irgendwelche fragwürdigen Studien ohne ein Zeichen von Schuld oder Scham.
Diese Leute stehen in der Tradition von Josef Mengele.

Eine Schande das so etwas in unserem eigentlich zivilisierten Land möglich ist.

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problematix 12.08.2009, 22:16
5. adsf

Zitat von sysop
Die umstrittenen Experimente an Affen in Bremen dürfen nicht fortgesetzt werden - das hat das Gesundheitsressort der Stadt beschlossen. Die Universität will die Entscheidung anfechten und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.
nüchtern betrachtet ist es ja fast nichts anderes als was die Nazis in KZs mit Menschen angestellt haben, nur mit "besserer" wissenschaftlicher Basis. Wenn se damit leben können...

Man fragt sich allerdings vieleicht welche Erkenntnisse man nicht a) mit anderen(teureren) Methoden herauskriegen könnte (sind elekroden im Hirn nötig?) und b) warum kurzfristige Erkenntnisse/Entwicklungen (schnell einschläfern und dann sezieren) nicht auch anders getestet werden könnten, wenn sich Effekte derart schnell einstellen.

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jantiff 13.08.2009, 02:17
6. Kultureller Fortschritt nicht aufzuhalten

1965 wurden in der "Quick" Fotos aus Chrash-Tests mit Affen veröffentlicht. Man sah, wie die Forscher den leblosen Arm eines Affen anhoben, der eine riesige, klaffende Wunde in der Brust hatte. Einer von ihnen grinste und schien das Tier zu fragen: „Bist du tot?".

Nennenswerte Proteste hat es aufgrund dieser Veröffentlichung damals nicht gegeben. Alles was machbar war im Tierversuch wurde auch gemacht. Ethische Bedenken wurden kurzerhand vom Tisch gewischt.

Heute wäre so etwas nicht mehr denkbar, denn unsere moralischen Wertvorstellungen im Umgang mit Tieren haben sich verschoben - sie tun dies weiterhin ständig, und zwar in ein und dieselbe Richtung . . .

Ein Verfassungsurteil, dass der Forschung wieder den Vorrang gibt, könnte diesen bedeutenden Schritt in der Entwicklung der menschlichen Ethik allenfalls verzögern, aber niemals aufhalten.

Jantiff





„Die Frage ist letzten Endes jedoch ganz einfach die:
Sind wir wirklich bereit, jeden Preis für unsere Gesundheit
zu zahlen, auch den unserer Menschenwürde? Sogar wenn
die Tierversuche wirklich den Nutzen hätten, den ihnen
ihre Propagandisten zuschreiben, müssten wir uns nicht weigern,
diesen Preis zu zahlen? Viele Menschen würden bereit sein,
auf die Produkte dieser Praxis zu verzichten, wenn sie genötigt
würden, sich vorher genau anzuschauen, was da geschieht und
wenn sie gar selbst dabei mitwirken müssten. Sterben müssen
wir schließlich alle, und wer um jeden Preis zu leben wünscht,
gerade dessen Leben ist nicht jeden Preis wert. Auch die Menschenexperimente in den Konzentrationslagern sollten
angeblich wohltätigen medizinischen Zwecken dienen. Ich sage
nicht, dass das eine so schlimm ist wie das andere. Ich sage nur,
dass beides schlimm ist und dass hinter beidem dasselbe
verwerfliche Prinzip steht, dass der Zweck jedes Mittel heiligt.“

Prof. Dr. Robert Spaemann,
Philosoph und Pädagoge,
Universität München

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stephenmaturin 13.08.2009, 09:03
7. Abwägung

Wenn ein Tierversuch nur dazu dient, die fünfundsiebzigste Hautcreme zu testen, fällt es uns allen leicht, den Verzicht auf den Versuch zu akzeptieren.

Wenn aber das EINZIGE Medikament, dass das Leben des geliebten Kindes oder des todkranken Lebenspartners retten könnte, über tödliche, quälende Tierversuche hergestellt wurde: wer würde ohne Zögern darauf verzichten?

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Frederik72 13.08.2009, 09:50
8. Schwierig

auch wenn ich gegen Tierversuche und vor allem Tierquälerei bin, der Forscher wird letztendlich ins Ausland gehen, dort seine Versuche fortsetzen und wir werden wieder ruhigen Gewissens Schlafen können. Die neuen Forschungsergebnisse werden wir letztendlich doch nutzen, in dem wir die Methoden oder Medikamente aus dem Ausland zurückkaufen.
Schöne scheinheilige Gesellschaft.

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Frederik72 13.08.2009, 09:54
9. sachlich bleiben.

Zitat von Dr. Baums Zimmer
... Ich bitte dies alle Christen einmal zu überdenken, zu prüfen, wie dies mit dem Auftrag von Gott an den Menschen als Herr der Erde und der darin enthaltenen Pflicht zum rechten Gebrauch der Verantwortung übereinstimmt, dann, sich zu fragen, welches Prinzip man weiter zu unterstützen gedenkt. Den Wisenschaftler, welche ihre Forschung unbedingt über das Leid des Tieres stellen und sogar vor Gericht ziehen wollen, um das vielleicht nicht einmal notwendige Experiment doch durchführen zu können, sollten Christen, die bei klarem Verstand sind, jegliche Untestützung entziehen.
also Bitte. Das Christentum hat die Menschheit oder die Tierwelt noch nie vor Leid und Elend bewahrt, eher im Gegenteil ! Immerhin sollen sich die Menschen die Welt mit all ihren Tieren und Pflanzen Untertan machen und nicht gleichberechtigt behandeln.

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