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Brexit-Debakel: "Unfähig, aus Fehlern zu lernen"
CHRIS J RATCLIFFE/ POOL/ EPA-EFE/ R

Das Verhalten britischer Politiker im Zusammenhang mit dem Brexit erinnert verblüffend an die Defizite, die gewisse Hirnschäden mit sich bringen. Hat man das einmal verstanden, ist offenkundig, was jetzt zu tun wäre.

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quengelliese 24.03.2019, 17:03
100. @Sportzigarette

Seh ich 1:1 genauso - und weiß doch nicht, ob bei der Europawahl auch nur eine einzige Partei sich traut, in ihrem Programm die Errichtung einer europäischen Republik mit allmählicher Auflösung der Nationalstaaten im Sinne eines "Europa der Regionen" anzustreben! Diese Partei würde ich sofort wählen! Und nach fast 70 erfolgreichen Jahren Länderfinanzausgleich in der BRD zur Herstellung vergleichbarer Lebensverhältnisse im Lande versteh ich auch nicht die ewige Aufregung über die böse "Transferunion" - schließlich müssen Europas Bürger unsere Produkte ja kaufen können...

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nofreemen 24.03.2019, 17:04
101. starkes Zeichen

Ich weiß nicht wo Hr. Stöcker studiert hat, aber bestimmt nicht in angelsächsischen Schulen. Diese haben bekanntlich die Welt Besten und teuersten Schulen und im englischen Parlament wimmelt es nur so von diesen intelligenz Bestien. Stellt sich jetzt die Frage, wer wem nicht folgen kann. In Europa (Kontinent) glaubt man, dass England nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Trotzdem schickt man die eigrnen Kinder immer noch gerne dahin zum studieren (die es sich leisten können). Eine gute Sprachschule müsste eigentlich ausreichen mit einem deutschen UniDiplom in der Tasche wäre man gut aufgestellt. Gehirngeschädigte gibt es somit auf beiden Seiten. Man ist einfach orientierungslos. Mir scheint Europa noch mehr als die Engländer, denn die wissen wenigstens was sie nicht wollen. Europa aber schickt immer noch seine Kinder dahin.

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kaiservondeutschland 24.03.2019, 17:04
102. Ideologische Verblendung

Bevor ich als Hobbyneurologe anderen Hirnschäden unterstelle, sollte ich erst mal meine eigene ideologische Verblendung durchschauen. Wenn ich das geschafft habe, kann ich eine solche Verblendung auch anderen zugestehen. UK hat nun mal in der Vergangenheit eine Menge gut hinbekommen, was man von der EU in den Jahren vor dem Referendum nicht gerade sagen konnte. Ich bin total gegen den Brexit, kann ihn aber auch als nachvollziehen Fehler verstehen. Irren ist menschlich.

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macb 24.03.2019, 17:04
103. Die nationalsozialistische Vergangenheit

Zitat von ruku anzeigen...]

Deutschlands als Vergleich anzuführen geht m.E. total daneben.Damals gab es keine freien Medien, sondern einen Volksempfänger für alle! Die Briten können sich aus zahllosen Medien informieren und sich eine Meinung bilden.Wenn sie trotzdem auf den Brexit beharren, finde ich dies schon mehr als merkwürdig. Angesichts der bereits einsetzenden Flucht großer Unternehmen, grenzt es schon fast an Selbstzerstörung .....

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Eskarina 24.03.2019, 17:04
104. Whataboutery

Zitat von dieter-ploetze
wenn man immer nur auf luegen der brexiter aufmerksam macht, begeht man den fehler der parteilichkeit. auch die EU befuerworter haben die EU ueber massen schoen geredet und das kann die EU bei all ihren defiziten nicht halten. dazu wird hier merkels verantwortung verschwiegen. warum? merkels fluechtlingshandhabung unter umgehung der EU war doch der tropfen, der das fass zum ueberlauf brachte. ausserdem wird es den briten seitens der EU schwer gemacht, es soll ein exempel gesetzt werden. es gibt aber etliche europaeische laender die nicht in der EU sind und denen es glaenzend geht. gehen wir doch in europa generell fair miteinander um, damit ist wirklich europa gemeint, nicht die EU.
hilft da jetzt nicht weiter.

Die Briten haben sich schon immer die Rosinen rausgepickt und brauchten Merkel nicht, um in der EU querzuschießen.

Und welchen europäischen Ländern geht es ohne EU glänzend? Ausgenommen die Länder, die mit der EU Sonderkonditionen ausgehandelt haben?

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madameping 24.03.2019, 17:06
105.

Zitat von gm-nk
muß man sein, wenn man den Mehrheitswillen einer ganzen Nation nicht anerkennen kann?
Ja, natürlich, schon klar.
Erstens würde mich interessieren, wen genau Sie für arrogant halten - denn es ist auch die britische Öffentlichkeit - und nicht nur die - , die sich mehr und mehr gegen den Brexit ausspricht.
Und dann erklären Sie doch bitte noch zweitens: wo denn genau die Arroganz liegen soll, wenn ein Volk erkennt, Lügnern aufgesessen zu sein und in seiner Verzweiflung dagegen aufbegehrt...
Schließlich sind Sie sicherlich auch in der Lage, zu erklären, was an dieser Erkenntnis - und der Verzweiflung - arrogant sein soll.

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DKH 24.03.2019, 17:14
106. Es wird Zeit

Dass der Brexit endlich vollzogen ist, und die EU Fanatiker sich anderem zuwenden können. Andern vorwerfen, sie seien Lügen aufgesessen oder hirnamputiert. Wenn sie dann zusehen können, wie das angebliche Friedensprojekt die Völker gegeneinander aufwiegelt und langsam der Auflösung entgegen geht. Vielleicht, aber nur vielleicht merken sie dann, dass auch hier nicht alles wahr war. Z.B. Heiko Mass bei Illner: Nein, die Ostländer haben kein Problem mit der Abwanderung von Ärzten nach Deutschland, währenddem Jens Spahn nach Lösungen sucht, Deutsche Ärzte, die nach Holland, Norwegen, Österreich oder in die Schweiz migrierten zurück zu holen.

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dieter-ploetze 24.03.2019, 17:15
107. @86 komplett...falsch der name dient auch als ueberschrift

Zitat von komplett...falsch
Diese Legende, das die EU einfach nur abstimmt bis denen das Ergebnis gefällt ist auch nur eine Lüge. Die Verfassung die in Kraft gesetzt wurde war nicht dieselbe die vorher abgelehnt wurde. Die Franzosen und die Dänen hatten jeweils spezifische Kritikpunkte die für sie ein Dealbreaker waren und weswegen diese Verfassung dann abgelehnt wurde. Diese Punkte wurden addressiert und die Verfassung entsprechend geändert (die Vorbehalte waren nicht den zentralen Säulen geschuldet die den Binnenmarkt überhaupt ermöglichen sondern anderen Punkten wo durchaus Verhandlungsspielraum war). Erst dann wurde die neue Version vorgelegt. Und da den Vorbehalten Rechnung getragen wurde haben die Franzosen und die Dänen dann auch zugestimmt. Sehen sie den Unterschied? Die Franzosen und die Dänen waren vernünftig, sind nicht irgendwelchen vagen Fantasiegebilden hinterhergerannt und haben dann rumgeheult weil die Realität sich nicht ihnen anpasst. Sie wussten genau was realistisch möglich war, was sie wollten und haben dies dann auch durchgesetzt weil die EU demgegenüber durchaus offen ist, solange dies irgendwie realistisch machbar ist. Die Briten hatten keine Ahnung was sie wollten, haben sie immer noch nicht und waren und sind immer noch nicht in irgendeiner Form realistisch. Sie wissen nur was sie nicht wollen, dummerweise widersprechen sie sich damit selbst. Man kann zehnmal darauf bestehen daß man keine Kröten schlucken will aber wenn man sich zu einem Krötenschluckwettbewerb angemeldet hat muss man wohl oder auf den Preis verzichten (was sie anscheinend auch nicht wollen).
hier uebersehen Sie, oder verschweigen, dass den daenen und franzosen nach der ablehnung der verfassung per volksentscheid,
eine zweite entscheidung ueber die ueberarbeitete verfassung nicht mehr vorgelegt wurde. diese zustimmung wurde dann lediglich ueber die parlamente in daenemark und frankreich erteilt, da war die angst vor dem volksentscheid moeglicherweise zu gross.

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ruhuviko 24.03.2019, 17:15
108. Sie glauben an ein zweites Referendum ohne Lügen?

Jeder hier erwartet, dass eine ehrliche Frage eine ehrliche Antwort ergeben würde. Aber tatsächlich wird May, wenn sie wirklich gezwungen wird zu einem zweiten Referendum, die folgenden zwei Fragen stellen:
1. Wollen Sie einen Brexit mit meinem Vertrag?
2. Wollen Sie einen Brexit ohne Vertrag, den harten Brexit?
Sie können eine der beiden Möglichkeiten ankreuzen, alle anderen Feststellungen machen das Referendums-Formular ungültig.
Und jeder, der auf dem Kontinent oder in GB die dritte Frage erwartet hat, nämlich wollen Sie ein Remain, wird sich verwundert die Augen reiben.

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fred_m 24.03.2019, 17:17
109. Eine Empfehlung

Zitat von gm-nk
wie arrogant muß man sein, wenn man den Mehrheitswillen einer ganzen Nation nicht anerkennen kann?
Herr Stöcker hat einen Artikel aus dem Guardian erwähnt, mit dem Titel: "11 Brexit promises the government quietly dropped".

Ich nehme an, dass sie diesen sehr lesenswerten Artikel übersehen haben, und möchte Ihnen empfehlen, dieses Versäumnis nachzuholen, weil der Artikel 11 Versprechen der Brexiteers als Lügen entlarvt. Der Link ist:
https://www.theguardian.com/politics/ng-interactive/2018/mar/28/11-brexit-promises-leavers-quietly-dropped

Eine Mehrheit kann sich irren. Warum sollte man einen Mehrheitswillen "anerkennen", wenn dieser Wille bei objektiver Betrachtung falsch ist, dass heisst, dass die Argumente dagegen viel überzeugender sind als die Argumente dafür, weil die Argumente dafür nur aus nachgwiesenen Lügen bestehen?

Wenn ich Sie richtig verstehe, dann müsste man eine Behauptung "2 + 2 = 5" auch akzeptieren, wenn sie als "eigene Meinung" bzw. als "Mehrheitswille" deklariert wird.

Übrigens: was "der Mehrheitswille einer ganzen Nation" bedeuten kann, hat Deutschland in 1933 erlebt.

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