Forum: Wissenschaft
Brexit-Folgen: Wenn sich Forscher Oxford nicht mehr leisten können
DPA

Großbritannien wird bald die EU verlassen. Für viele Forscher könnte die Insel dann zu teuer werden, warnt die renommierte Royal Society. "Der wissenschaftliche Austausch ist in Gefahr."

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Brachtalsmörtel 09.08.2018, 14:39
20. Da

"Wir kämpfen für eine Wissenschaft ohne Grenzen." ... wäre ich geneigter, dann doch mal in mich zu geh'n noch. Mit anderen Worten: Das lass ich jetzt einfach mal im Takt so stehen.

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KommenTatort 09.08.2018, 14:41
21. Brexit-votum unrechtmäßig

Was man hier im Forum so zu lesen bekommt ist schon erstaunlich.
Also "beide Seiten sagten die Unwahrheit"? Das Lügen war ja wohl sehr einseitig auf der Leave-Seite.
"Lügen ist normal in der Politik? Was für eine erbärmliche Ansicht... Man muss sich dagegen wehren und die lügenden Politiker in die (politische) Wüste schicken!
Da wurde nicht nur gelogen von den Leave-Protagonisten, zusammen mit den dominierenden Murdoch-Medien, sonder Finanzierungsregeln wurden gebrochen (nur auf der Leave-Seite, laut EU-Gesetz, welches ja ironischer Weise noch gilt und daher anwendbar ist, ist damit das Referendum ungültig).
Darüber hinaus: Cambridge Analytica und Russische Geheimdienste haben nachgewiesenermassen illegalen Einfluss genommen. Die EU zu schwächen ist im Interesse Russlands (und Russlands Marionette Trump). Wir sollen das einfach ignorieren? Wie naiv kann man denn sein??
Entscheidungen mit derartiger Reichweite bedürfen in fast allen Ländern normalerweise einer 2/3-Mehrheit um sich gegen drastische Stimmungsschwankungen oder Manipulationen abzusichern. Eine solche gab und gibt es für Brexit nicht, weder in der Bevölkerung noch im Parlament. Das wurde als rechtlich nicht bindendes Referendum angekündigt (was es ja auch ist). Entsprechend leichtfertig sind einige leider darangegangen und haben sich erst hinterher informiert...
"Die Briten sollen Ihren Mist jetzt gefälligst allein ausbaden"? Das Referendum war eine Partei-internes Machtspielchen der Konservativen. Es wurde nicht rechtmässig durchgeführt. Die Konsequenzen werden vielen erst jetzt klar. Die betroffenen Menschen verdienen unsere Solidarität. Das Referendum muss wiederholt werden, mit eindeutiger Information über Alternativen und Konsequenzen.

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ditor 09.08.2018, 14:43
22. Kein Grund den Brexit aufzugeben

Wo soll denn da das Problem sein? Visakosten oder Studiengebühren könnte GB ohne die EU von heut auf morgen ändern, wenn sie sich als nachteilig fürs Land erweisen. Annsonsten kann es Ansporn sein den eigenen Nachwuchs mehr aufzubauen. Austausch kann im Informationszeitalter auch ohne Anwesenheit vor Ort stattfinden.

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ellereller 09.08.2018, 14:46
23. DIESE Probleme sind leicht lösbar.

Der Brexit wird der EU und mehr noch dem vereinigten Königreich schaden.
Die Briten werden sich noch wünschen, dass sich alle Brexit-Probleme so leicht lösen ließen wie die im Interview genannten. Denn die sind wirklich pillepalle. Wenn die Briten merken sollten, dass ihre Unis wegen der Visakosten und der Studiengebühren weniger attraktiv werden, hindert sie ja niemand daran, die Visagebühren zu senken oder die Visumspflicht ganz abzuschaffen oder die Studiengebühren zu senken. Sie können diese Maßnahmen ganz nach Lust und Laune auf Wissenschaftler beschränken oder auf die Angehörigen BESTIMMTER EU-Mitgliedstaaten.
Die wirklichen Probleme entstehen für die Briten dort, wo sie ab dem Brexit von den Entscheidungen anderer Staaten abhängig sein werden.

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kuac 09.08.2018, 14:51
24.

Zitat von Kudi
Einerseits soll das Pfund wegen Brexit abtauchen, und andrerseits sollen sich Wissenschaftler einen Aufenthalt in GB nicht mehr leisten können. Wo ist die Logik?
Steht in dem Artikel.

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kuac 09.08.2018, 14:57
25.

Zitat von ellereller
..... Wenn die Briten merken sollten, dass ihre Unis wegen der Visakosten und der Studiengebühren weniger attraktiv werden, hindert sie ja niemand daran, die Visagebühren zu senken oder die Visumspflicht ganz abzuschaffen....
Visumspflicht ganz abschaffen? Das wäre ja dann Zustimmung zum Schengener Abkommen!

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tulius-rex 09.08.2018, 15:02
26. wie man es auch dreht und wendet es ist schlicht fatal

Nationalisten und rechte Spinner haben die Welt in allen geschichtlichen Perioden kleiner und kriegsanfälliger gemacht. Der nationale Weg führte und führt stets in die Katastrophe und endet mit Gewalt, Zerstörung und Tränen für seine Bürger. Dass es "einflussreiche" gesellschaftliche Kreise, die stets durch Erbschaften zu Geld und Einfluss gekommen sind, es immer wieder versuchen zeigt wer an Krieg und Streit gewinnt. Staatsgebilde mit gleicher Währung und gleichen moralischen Vorstellungen prügeln nicht aufeinander ein sondern versuchen Konflikte am Verhandlungstisch zu lösen. Dieses positive Beispiel gibt die EU seit 60 Jahren.

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Trudi 09.08.2018, 15:18
27.

Zitat von interessierter Laie
viel schlimmer als die höheren Kosten und der bürokratische Aufwand wirkt sich aber die Stimmung in der Bevölkerung aus. Ein Forscher oder eine Forscherin, der/die längere Zeit in England arbeitet, kommt natürlich bringt möglicherweise auch seine Familie mit. Wer würde seinen Partner und Kinder eine Umgebung zumuten, in der sie ständig Ablehnung und Ausgrenzung erfahren? Selbst beste Bedingungen können das nicht kompensieren. Europa wäre ohne kluge Köpfe ein armer Kontinent. Nationalisten und Rassisten sägen an dem Ast, auf dem wir alle recht bequem sitzen. Nichts wirkt auf Dauer schädlicher, als das.
Fairer Weise muss man aber sagen, dass weder Oxford, Oxfordshire, Cambridge oder Cambridgeshire mehrheitlich für den Brexit haben. Es ist aber sicher so, dass man sich genau überlegen sollte, wo in England man noch leben und arbeiten kann.

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permissiveactionlink 09.08.2018, 15:54
28. #5, touri

Wo haben Sie denn diese Zahlen gelesen ? Lediglich 24% der Wähler zwischen 18 und 24 Jahren entschieden sich für den Brexit, und das nicht etwa in den Großstädten, sondern eher in ländlichen strukturarmen Gegenden, z.B. Cornwall, wo seltener Studenten leben (Ausnahme : Exeter). Die bestgebildeten jungen Briten waren das gewiss nicht. Von den 25 bis 49 jährigen Wählern entschieden sich gerade einmal 39% für den Brexit. Wie viele davon waren wohl Akademiker ? 10% ? Somit sind Ihre Aussagen unhaltbare Fake-News ! Der Brexit ist eine Entscheidung eines altgewordenen, rückständigen, nostalgisch an einer vergangenen Größe des Empire festhaltenden, ländlichen Großbritanniens. Studenten, geschweige denn gebildete, kultivierte, akademische Kreise dürften nur dann pro-Brexit gewählt haben, wenn sie sich davon wirtschaftliche Vorteile versprachen, also ohnehin schwerreiche Mitglieder der Upper-Class. Wirtschaftlich betroffen werden vor allem jene sein, die von UKIP und Boris Johnson nach Strich und Faden belogen wurden, und die Sache wie immer ausbaden müssen : die Angehörigen der Working Class.

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orage 09.08.2018, 15:57
29. Wissenschaft kennt keine Grenzen, sie ist international

Zitat von Brachtalsmörtel
"Wir kämpfen für eine Wissenschaft ohne Grenzen." ... wäre ich geneigter, dann doch mal in mich zu geh'n noch. Mit anderen Worten: Das lass ich jetzt einfach mal im Takt so stehen.
Wichtig ist aber vor allem das WISSEN, dass allen Beteiligten durch den Brexit entsteht - egal, in welche Richtung Forschungsgelder fliessen.

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