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Bulle frisst Seehunde: Das Rätsel der Killerrobbe
Uli Kunz

Vor Helgoland tötet ein junger Kegelrobbenbulle immer wieder Seehunde und verspeist ihr Fleisch. Forscher fragen sich, warum das Tier die eng verwandte Art attackiert. Nun gibt es erste Erklärungen.

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Olaf 16.02.2015, 11:08
1.

Ich nehme an der Bulle hatte Hunger und der Seehund ist eine leichte Beute.

Mehr braucht es in der Natur nicht.

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oidahund 16.02.2015, 11:39
2.

Was ist daran ungewöhnlich, dass nahe verwandte Arten sich fressen? - Schimpansen jagen rote Stummelaffen, Wölfe fressen immer mal wieder Hunde, Grizzly Bären jagen Schwarzbären und von Orcas ist schon lange bekannt, dass sie Delfine jagen - warum sollen sie dann Schweinswale meiden? Vielleicht sollte sich der Autor einmal informieren, bevor er so steile Thesen aufstellt, dass so etwas ungewöhnlich sei.
Selbst Kannibalismus ist gut dokumentiert - großer Hecht frißt kleinen Hecht etc.

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Karl Lauer 16.02.2015, 12:20
3.

Bobcats fressen im übrigen auch Hauskatzen, so ist das halt.

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Thorkh@n 16.02.2015, 13:27
4. Dass Kegelroben ...

... sich bussardgroße Möwen von der Oberfläche holen, beobachtet man immer wieder einmal. Zu vermuten ist auch, dass sie sich ab und an unter Wasser Trottellummen und Tordalken schnappen. Aber Angriffe von einer Robbenart auf die andere habe ich dort in all den Jahren nicht beobachten können. Man darf das wohl als Ausnahme werten.

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tkosi 16.02.2015, 13:34
5.

Orcas töten Schweinswale......
Das ist jetzt mal völlig neu...
??? Was soll dieser Satz???
Keine Ahnung von Biologie??

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rational_bleiben 16.02.2015, 13:35
6.

Große Tümmler ("Flipper" z.B. ist so einer) töten sogar kleine Tümmler (das ist eine eng verwandte, äußerlich sehr ähnliche, aber viel kleinere Art), in Massen, ohne sie fressen zu wollen. Auch besteht keine direkte Nahrungskonkurrenz (wie z.B zwischen Löwen und Hyänen). Evtl. töten sie sogar aus Spaß, aus reiner "Mordlust". Die Natur ist halt nicht so, wie wir sie gerne hätten.

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tkosi 16.02.2015, 13:57
7. ...und wenn der Fisch Knapp wird

Fressen Kegelrobben auch mal einen kleinen Menschen..wetten?...eine Ausgewachsene Kegelrobbe dürfte den gleichen Impact haben wie ein Bullenhai...und die Schwimmen auch mal die Elbe hoch...huah.
Die Neueste Pro7-Produktion: "Die weisse Kegelrobbe" treibt ihr blutiges Unwesen in der Doverelbe...Während der hamburger Oberbürgermeister die Vorgänge herunterspielt und kein Geld für einen Prädatorbiologen ausgeben will, da er es für den Bau eines Opernhauses ausgeben will, versucht eine einzelne mutige exquisitaussehende Geschäftsfrau von den freien (Juchuu...Frei) Demokraten, das schlimmste zu verhindert. Behindert von dümmlich grünen Gutmenschen. die einfach nicht akzeptieren wollen das eine Robbe tödlich sein kann, komt sie einen Komplott auf die Spur....Politiker der Linken haben die Robbe mit alten stinkigen Fisch die Elbe hochgelockt... Mit einen kurzen Gastauftritt eines AfD-Politikers als Informant (Kriminell aber Ehrenhaft dargestellt). Schlußscene nach dem Showdown. Die Protagonistin sitzt in eine Decke Gehüllt, nur ihre wohlgeformten Beine schauen raus, und kriegt einen Kaffee gereicht von den Oppositionsvorsitzenden (CDU) beide können es nicht Fassen und schwören es in der Zukunft besser zu machen. Hach zu schade das die Darsteller jetzt doch die 5% Hürde geschafft haben und keine Zeit mehr haben...ich hätte ja nicht gedacht das Aussehen alleine reicht..aber gut darstellen kann sie schon...evt. könnte man in so einer Produktion mal auch ein wenig Ausschnitt zeigen?...aber das ist wohl OT. Zurück zur Robbe: 3 Meter Lang 300kg Schwer, Maul größer als Bernhardiner...ist das größte und Gefährlichte Raubtier in Deutschland...viel Spas beim Badeurlaub!, Dam dam dam dam dam dam damdam

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bluebill 16.02.2015, 15:32
8. Sie fressen was sie kriegen.

Da der Mensch den Robben ihre Hauptnahrung - Fisch - systematisch wegfrisst und ausrottet, gehen diese eben auf andere Beute los. Gäbe es genug Fisch, würden sie die energieaufwändige und gefährliche Jagd auf große Beutetiere eher nicht anwenden. Und klar, es kann schon sein, daß sie dann auch mal ein schwimmendes Kind erwischen. Genauso wie auch andere Meeres-Beutegreifer sich früher oder später auf lecker Menschenfleisch besinnen könnten.

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minsch 17.02.2015, 04:31
9.

"Auch dieses Verhalten können sie sich bislang nicht so recht erklären."

Ja, ja, wo kommen wir dahin, wenn Tiere ein ähnliches Verhalten wie Menschen an den Tag legen, wo sie doch als natürlich und ursprünglich gelten, nachdem das Pendel umgeschwungen ist, vorher sah man sie als Lebewesen 2. Klasse. Fragt mal jemanden, der gerne mit seiner Hündin oder anderen Tieren Sex hat, dann wisst ihr, warum das auch einige Tiere gut finden. Ich kann mich noch gut an den Dackel des Hausmeisters eines Jugendheimes erinnern, wenn man bei dem nicht aufgepasst hat, hatte man hinterher die Hosenbeine voll Hundesperma, der war einfach nur dauergeil und nahm alles, was sich bewegte. Vielleicht sollte man einfach einmal aufhören, Tiere zu mystifizieren, egal, ob im guten oder im bösen, sondern sie einmal genau als das nehmen, was sie sind: Lebewesen, die, wenn sie mehr Grips als Armeisen haben, die eher wie ein Roboter funktionieren, sind durchaus genauso flexibel oder unflexibel wie Menschen, wenn es um ihr Verhalten geht, und zum Sex braucht man weder Mathematik noch Literatur und Gespräche sind dabei eher störend, sondern nur genug Hormone im Blut. Das reicht völlig aus, und wer bei seinen Artgenossinnen nicht landen kann, egal, ob es zu viele starke Haremswächter gibt oder die Damen einen nicht mögen, der hat die Option, anderweitig tätig zu werden, bspw. indem er Tiere von einer anderen Art sexuell zwangsbeglückt, und mangels tierischem Gesetzgeber und tierischer Polizei bleibt das bei Tieren sogar straflos, es sei denn, das Opfer ist größer und stärker.

Ich frage mich sowieso, wieso immer so viele meinen, bei Tieren gäbe es bestimmte Verhaltensweisen nicht, die man beim Menschen vorfindet? Wenn nicht die besonderen Fähigkeiten des Menschen, die über das hinausgehen, was Tiere überhaupt können, eine Rolle spielen, also praktisch ganz seltene Fälle, können die das genauso wie Menschen und machen dies auch, anders ausgedrückt, außer Blasphemie, Tiere haben Religion noch nicht erfunden, arbeiten die auch das Strafgesetzbuch systematisch durch, selbst zum Betrug sind manche Tiere fähig, und wer je mit Betrügern häufiger zu tun hatte, weiß, dass erfolgreiche Betrüger ganz schön raffiniert und intelligent sind, sein müssen. Klar, man kann niemanden erschießen, wenn man keinen Schusswaffen hat, man kann niemanden erwürgen, wenn man kein Körperteil besitzt, mit dem das möglich ist, ein Meerschweinchen als Betrüger geht mangels genügend Gehirnschmalz auch in die Hose, aber statt den nicht vorhandenen Händen kann man wie die Würgeschlangen ja auch gleich den ganzen Körper benutzen, wenn er entsprechend gebaut ist,

... und wenn man Nahrungsopportunist ist, nimmt man das, was am einfachsten zu bekommen ist, und dabei ist es völlig egal, ob es eine eng verwandte Art ist oder nicht: In Afrika essen Menschen auch Schimpansen und die sind auch eine eng verwandte Art, warum sollten Kegelrobben da moralischer sein? Und das Ende des Kannibalismus beim Menschen ist ja auch noch nicht so lange her und wurde durch Gewalt, staatliche Gewalt, erzwungen, sonst würden in einigen Teilen der Welt heute noch Menschen als jagdbares Wild gelten.

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