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Cannabis-Anbau für Schwerkranke: Legalize it!
DPA

Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.

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samuelabo 22.07.2014, 06:41
1. meine Güte

Die Nutzen von Cannabis sind riesig und die Risiken fast lächerlich.
Hauptsache Lobbyisten der Pharmaindustrie, die CDU und Mütter die irgendwelche RTL-Reportagen gesehen haben, verhindern dass den Kranken Leuten ihr Ganja gegeben wird und wir Kiffer kriminell bleiben.

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BeatDaddy 22.07.2014, 06:49
2. Warum

nur für Schwerkranke? Und warum kümmert sich "nur" ein Verwaltungsgericht darum? Gebt das Zeug jetzt endlich wieder komplett frei! Ein ordentliches Steuermodell, ab 18 und jeder darf sich zu Hause 5 Pflanzen auf einmal hinstellen, so wie in Holland auch...Und Mutti könnte das BIP komplett mit Zahlen aus legalen Geschäften errechnen...geschätzte 5-6 Millionen Connaisseure in Deutschland und die Regierung verpasst es, daraus ihren Nutzen zu ziehen...Alleine der Tourismus, der daraus entstehen würde, könnte die Finanzen Deutschlands in ungeahnte Höhen katapultieren....Bei geschätzten 50€/Woche p. P. sind das 250 Millionen € Umsatz die Woche deutschlandweit...Spanien lässt es zu, Holland, Amerika führt gerade ein Experiment dazu in zwei Staaten durch, die einzigen, die sich diesbezüglich überhaupt nicht bewegen, sind die Konservativen unserer Regierung...die sitzen mit Gläsern voll Alkohol und Kippen/Zigarren da und lassen diese Diskussion an ihrem Bierbauch abblitzen!

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kalanak 22.07.2014, 06:52
3. Dem Staat ...

Zitat von sysop
Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.
... sind die Menschen gleichgültig.

Das Problem beim Selbstanbau ist, dass eben jener Staat nicht mitverdienen kann. Alternativ, als Büttel der Pharmaindustrie, kann es natürlich auch sein, dass man dort keine Gewinnmargen schmälern möchte - wenn es auch nur um 300 Patienten geht.

Aber 600,-€ pro Monat für Cannabis zeigen deutlich, dass abgezockt wird, denn das Pflänzchen ist günstig und leicht zu kultivieren und verbraucht keinesfalls 600,- im Monat.

Daher sind Tabak und Alkohol ja auch erlaubt, denn da kann kräftig abkassiert werden.

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Newspeak 22.07.2014, 06:52
4. ...

Doch es geht hier nicht darum, den Konsum von Cannabis zu verharmlosen.

Nein, und deshalb seid ihr genauso beratungsresistent und nicht an objektiven Fakten interessiert, wie die Gegner von Cannabis.

Wo jedem Menschen mit ein bißchen Ahnung klar ist, in welchem Ausmaß das Verbot sowieso unterlaufen wird (gilt auch für andere Drogen), ohne daß die Gesellschaft zusammenbräche. Wie ist das denn bei euch Journalisten? Ok, Cannabis ist da vermutlich nicht die bevorzugte Droge...

Heuchler!

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Harry143 22.07.2014, 06:54
5. Legalisierung!

Ich persönlich habe in meiner Jugend zwischen 16 und 18 oder vielleicht 19 hin und wieder mal nen Joint geraucht und anschließend damit aufgehört. Der letzte ist mindestens 10 Jahre her. Ich habe also nicht das geringste persönliche Interesse daran ob Cannabis legal oder illegal ist. Auch in meinem Bekanntenkreis haben alle schon vor Jahren aufgehört. Ich kann daher ganz objektiv sagen, dass dieses Verbot einfach nur dumm ist und das es dafür nicht einen einzigen objektiven Grund gibt. Selbst wenn man die Meinung vertritt, dass Cannabis prinzipiell etwas schlechtes ist und der Schutz davor höhere Priorität hat als das Selbstbestimmungsrecht der einzelnen Personen kann man nicht für das Verbot sein. Denn wenn man so denkt, kann man trotzdem nur für dieses Verbot sein, wenn dadurch auch der Konsum der Droge verringert wird. Und das ist nachweislich nicht der Fall. Das bedeutet, dass der erwünschte Effekt des Verbotes ausbleibt während gleichzeitig die negativen Nebenwirkungen (Kosten der Drogenbekämpfung, ausbleibende Einnahmen durch fehlende Besteuerung, Steigende Gesundheitsschädigung durch Streckmittel, Geld für die kriminellen Drogenhändler usw..) voll zu Tage treten. Das gilt genau so für alle Drogen. Der Fall der hier im Artikel beschrieben wird ist natürlich so offensichtlich, dass jegliche Diskussion hier überflüssig ist.

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fucus-wakame 22.07.2014, 06:58
6. Ein Joint am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Ich bin Führungskraft in einem IT-Unternehmen.
Früher habe ich viele Dinge zu verbissen gesehen,
mit einem unangenehmen Ordnungszwang.

Seitdem ich Cannabis konsumiere, sehe ich viele Dinge unkomplizierter und entspannter.

Interessanterweise laufen die Projekte genau deswegen geradliniger und unterm Strich erfolgreicher (mit belastbaren Umsatzzahlen).

Deutschland muß wegkommen von dem Gedanken, dass Cannabis böse ist.

Alkohol ist viel schlimmer und zerstörerischer, doch da hält Gevatter Staat ja die Hand auf.

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MusMusculus 22.07.2014, 06:58
7. Überfällig

Eine Entscheidung für den Anbau für Schwerkranke ist überfällig. Ich habe einen Freund, dem Cannabis gegen seine Übelkeit hilft, unter der er aufgrund von schwerer Diabetes und einem Schlaganfall, dessen Folgen seine Verdauung beeinträchtigt, leidet. Da er in der Stadt wohnt, hilft ihm eine positive Entscheidung allerdings wenig. Wann wird endlich das hirnrissige Marijuanaverbot gekippt?

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ekel-alfred 22.07.2014, 06:58
8. Milchmädchenrechnung?

Zitat von sysop
Weil Cannabis aus der Apotheke zu teuer ist für kranke Menschen, die gesundheitlich bedingt nicht oder nur wenig arbeiten können. Selbst Cannabis anbauen wäre für die Patienten eine Alternative.
Halten wir mal fest: Betroffene Patienten können nicht oder kaum arbeiten. Sie werden also durch soziale Maßnahmen gestützt. So weit ok.

Cannabis ist aber eine Pflanze, die besonderen Aufwand beim Anbau in unseren Breitengraden erfordert. Da benötigt man zunächst Unmengen von Strom, um Licht und Temperatur in speziellen Klimaräumen zu erzeugen. Von der weiteren Verarbeitung bis zum Gebrauch will ich gar nicht reden.

Und das will ein Schwerkranker alles leisten? Wer übernimmt die Pflege der Pflanzen und vor allem die entstehenden Kosten? Wäre die Apotheke nicht doch die bessere Alternative?

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Zeitwesen 22.07.2014, 06:59
9. Pharmaindustrie

Zitat von sysop
Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.
Die deutsche Pharmaindustrie wäre da aber gar nicht glücklich wenn sie hier nicht mitverdienen könnte und die Pharmalobby ist nicht ohne Einfluß....um es mal so auszudrücken.

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