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Cannabis-Anbau für Schwerkranke: Legalize it!
DPA

Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.

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MusMusculus 22.07.2014, 10:25
130. Amsterdamer Preise

Zitat von derbadener
reiben sich bei 600.- ? im Monat die Hände. Man sollte den Anbau zulassen und nicht noch der pharma Industrie das Geld hinterher schmeißen.
Würde ich in Amsterdamer Coffeeshops für € 600 Cannabis kaufen (das wird dort versteuert!), könnte ich mehrere Monate lang von morgens bis abends stoned sein. Und hier soll das der Preis für eine Monatsration sein? Wer verdient sich denn daran dumm und dämlich? Vielleicht sollte es ja doch illegal bleiben, dann ist es wenigstens bezahlbar ;-)

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Till.Wollheim 22.07.2014, 10:26
131. Was soll diese CDU-HInterwäldler Politik

Sogar in manchen US-Staaten, vor allem aber in den Niederlanden ist Cannabisanbau erlaubt. Die Niederländer sind ein sehr pragmatisches, intelligentes Volk!! Warum müssen unsere Büttel immer meinen es besser zu wissen? Idioten sind es de fakto! Cannnabis könnte so vielen Menschen das Leben leichter machen und vor allem würde die Mafia trocken gelegt - die gesamte Begleitkriminalität würde wegfallen - damit würden mehr als genügend Kräfte frei, dafür zu sorgen, daß nur milde Cannabissorten für die Produktion verwendet würden!! Auch Patienten, die ohne Schmerzen sind, aber im Sterben liegen, würde ein Joint eine große Hilfe sein!! Till

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brazzo 22.07.2014, 10:26
132.

Zitat von cola79
In einem Land, in dem gerade die Tabakzigarette verboten wird, kann es keine Cannabislegaliesierung geben. Den Gedankensprung dürften auch Hanfsüchtler gerade noch so hinbekommen... Es ist zudem auch Unsinn, von einer harmlosen Droge zu reden. Hauptauslöser für chronische Psychosen, geraucht massiv karzinogen, geschluckt ebenso. An den Fakten gibts nichts zu rütteln. Und wer argumentiert, dass Alkohol ja auch erlaubt sei, der sollte sich tunlichst in Behandlung begeben, denn diese Argumentationsschiene gereicht selbst Grundschulkindern allenfalls zur Peinlichkeit, aber ernstnehmen kann man es nicht. Die Freigabe hat in Holland total versagt, und Jamaica ist ja nun auch nicht gerade das, wonach man als Nation streben wollte. Es gibt es nicht, das gute Hanf. Totalverbot und hohe Haftstrafen für Konsumenten, das ist der Weg, der gegangen werden muss!
Haben Sie auch irgendwelche Belege, daß die Freigabe in Holland total versagt hat?

Und wieso wenden sich denn dann immer mehr Länder vom "war on drugs" ab?

Der ist es nämlich, welcher versagt hat. Und das schon immer und auf der ganzen Linie.

Und gäbe es nicht immer noch so viele Menschen wie Sie, welche nun wirklich überhaupt keine Ahnung haben, dann wäre das Ganze auch schon lange erledigt.

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Jim Power 22.07.2014, 10:27
133.

Zitat von onetwothreetwo
3. Dass Cannabis psychische Störungen hervorruft ist nur teilweise richtig. Eine solche Krankheit hat sich vorher schon entwickelt und "schlummern" sozusagen in einem. Die kann durch den Konsum ausgelöst werden. Der Auslöser kann aber alles sein, wie z.B. unser lieber Alkohol oder andere Medikamente. Bedeutet Marihuana lässt keine Schizophrenie oder ähnliches entstehen. Also, informieren Anstatt irgendwelchen Blödsinn zu verbreiten. Jeder muss einsehen, dass das Verbot sinnlos ist. Legalisiert es endlich! Und gut ist die Sache!
Bei den ersten Punkten bin ich bei ihnen, aber was sie hier schreiben ist grober Unfug...
Eine Substanzinduzierte Psychose ist mittlerweile eindeutig auf primäre Ursachen direkt zurückzuführen wie beispielsweise Cannabis-Konsum.
Zusätzlich kann Cannabis auch als Katalysator fungieren um Vorerkrankungen psychischer Natur zu aktivieren oder abgeklungene Psychosen erneut hervorrufen.

Also bitte RICHTIG informieren Anstatt irgendwelchen Blödsinn zu verbreiten.

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GSYBE 22.07.2014, 10:31
134. Hier kommt Bolle

Zitat von hhismanic
Einer war besonders schlau: Einer Zahl für Alkoholtote stellte er stolz wie Bolle eine Null für Cannabiskonsumenten gegenüber. Tote mag's nicht geben, aber dass THC Psychosen auslösen kann, dürfte bekannt sein.
Interessant, dass Sie in Ihrem Beitrag Scheinheiligkeit anprangern.

Tatsächlich findet man in der einschlägigen Presse (z.B. Welt/Springer) den Hinweis auf `mögliche ´ Psychosen; selbst Sie schreiben von einem `kann´.

Belastbare Zahlen oder Fallbeispiele lassen sich nicht finden; weder durch intensives Durchforsten des Netzes noch im eigenen Bekanntenkreis. Auch bei mir kann ich keine Psychose feststellen; um ganz sicher zu gehen, habe ich meine Frau (Abstinenzlerin) gefragt: auch negativ.

Und selbst wenn Sie 10, 100 oder 387 Fälle beibringen würden: was wären die gegen 213.000 Tote durch Alkohlol- und Tabakkonsum?

Ich möchte sogar soweit gehen und behaupten, dass sich diese Zahl durch eine Legalizierung reduzieren liesse, da der Eine oder Andere auf Cannabis umsteigt und seinen Alkohol- und/oder Nikotinkonsum herunterschraubt oder ganz einstellt. Ich kenne nicht wenige, die bekifft null Bock auf Nikotin oder Alkohol haben.

Soviel zu Ihrer Scheinheiligkeit.

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bill_dauterive 22.07.2014, 10:31
135.

Zitat von Basiscreme
Ich bin dafür, dass Cannabis kontrolliert in Apotheken abgegeben wird. Damit kann der Konsument vor der Illegalität des Erwerbs geschützt werden.
Nein kann er nicht. Niemand kauft 5 Gramm Gras fuer 60 Euro. Da gehe ich lieber auf die Strasse und kaufe bessere Qualitaet fuer die haelfte.

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Zeckenzange 22.07.2014, 10:32
136. Das Verbot von Cannabis ist alleine

der Pharma- und Militärindustie geschuldet. Den Pharmariesen würden die Felle davon schwimmen. Es darf in ihren Augen nicht möglich sein, dass Menschen über ihre Gesundheit selbst entscheiden, egal ob es für die Schmerztherapie oder für den Rausch ist.
Es wird endlich Zeit, dass Cannabis komplett legalisiert wird. Bei einer Legalisierung wird der illegale Handel trocken gelegt, was widerrum dem militärisch-industriellen Komplex nicht so gefallen würde. Somit würden den Waffenhändler künftig die Gelder flöten gehen, was der Kauf von Waffen erheblich einschränken würde. Ergo, wird mit Militärgeldern Stimmung gegen das Kraut gemacht. Somit macht sich das Bundesministerium für Gesundheit zum Erfüllungsgehilfen des militärisch-industriellen Komplexes.
Weiter Vorteil einer Legalisierung, der durch die rigorose Verfolgung von Kiffern angestiegen Mißbrauch durch Methamphetamienen u.a. wird wieder eingedämmt. Auch der normale Kiffer würde davon profitieren, da er aus der Illegalität herauskommen würde und dadurch reineres Cannabis erhält, was widerrum der Gesundheit zu Gute kommt.
Nachweislich ist bis zum heutigen Tage kein Mensch durch Cannabis gestorben. Sämtliche Negativstudien wurden von Gegnern bezahlt, befürworter benötigen keine Studien.
Erst unser vollentwickeltes Gehirn besitzt spezielle Rezeptoren an die, die Cannabinoide andocken können., fehlen diese Rezeptoren kommt es zu keinem Rausch. Also ein völlig natürlicher Vorgang und von der Natur vorgegebener Mechanismus für eine "gefährliche" Pflanze. (Ist es etwa die "Blume des Lebens", die Geometrie sieht sehr danach aus ;-) )
Es wird Zeit für ehrliche Politik....

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crazy.diamond 22.07.2014, 10:33
137.

600 Euro im Monat??? Wird das Cannabis über einen Pharmakonzern vertrieben oder wie kommen solche Mondpreise zustande? Für wirklich gutes Haschisch zahlt man auf dem Schwarzmarkt maximal 10 Euro pro Gramm, für Cannabis weniger. Mehr als 1 Gramm pro Tag konsumieren wohl eher nur schwere Dauerkiffer. Wenn die Differenz im Steuersäckel landet schön und gut (auch wenn dann die Alkoholsteuer ebenfalls auf einen ähnlichen Satz erhöht wird) - wenn die Gewinne privaten Firmen zugute kommen sollte dieses Preismodell überdacht werden!

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arghh 22.07.2014, 10:33
138.

Zitat von hhismanic
Für Schmerzkranke zum Eigenbedarf, natürlich. Einer hier schreibt, die Diskussion sei an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten. Da hat her vollkommen recht. Die Befürworter der Freigabe von Gras sollten wenigstens so ehrlich sein zuzugeben, dass ihnen Schmerzkranke völlig schnuppe sind und dass es ihnen nur um ihren eigenen Rausch geht. Scheinheilig auch der Staat. Er sollte so konsequent sein, nicht nur Cannabis zu verbieten, sondern auch Alkohol. Nun bin ich aber kein Fantast und weiß, dass sich beides nicht durchsetzen lässt. Wir werden die Freigabe von Cannabis früher oder später bekommen. Grund, Hurra zu schreien, ist das nicht. Cannabis ist mitnichten die harmlose Droge, wie sie hier von den meisten dargestellt wird. Einer war besonders schlau: Einer Zahl für Alkoholtote stellte er stolz wie Bolle eine Null für Cannabiskonsumenten gegenüber. Tote mag's nicht geben, aber dass THC Psychosen auslösen kann, dürfte bekannt sein. Kiffer halten sich für etwas Besonderes. Tatsächlich legen sie genau das kleinkarierte Spießbürgerverhalten an den Tag, dass sie so verachten. Sie wollen sich einfach nur zudröhnen und der Realität entfliehen.
Ich Kiffe nicht. Bin aber für eine Legalisierung. Cannabis hat unerwünschte Nebenwirkungen. Keine Frage, da bin ich bei Ihnen. Aber eine Substanz zu verbieten, deren Nebenwirkungen so gering ist - bei der es selbst den härtesten Gegnern nicht gelungen ist eine lethale Dosis zu finden, ist absurd.

Das aber tausende durch das Verbot kriminalisiert werden. 49% der verfolgten Drogendelikte in Deutschland konsumbezogene Delikte sind - opferlose Delikte ist einfach nur beschämend!



Aktuelle Untersuchungen hinterfragen die Kausalität von Cannabis und Psychosen.

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rainbow5412 22.07.2014, 10:35
139. legalize

Zitat von sysop
Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.
Ich kann nur hoffen das das Gericht endlich zu Gunsten der Schmerzkranken entscheidet. Die konservativen PolitikerInnen sind ideologisch auf einem Irrweg. Weltweite Studien seit Jahrzehnten haben gezeigt das Cannabis, selbst in Israel, die bessere Medizin(Ergänzend)ist für viele Betroffene. Die Patienten, überall wo es medizinisch eingesetzt wurde, sagten sie hätten endlich ihr Lebensgefühl zurück. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen die Klassische Medizin hat auch ihre Grenzen, und man sollte endlich Cannabis(kostenlos) als Ergänzung hinzunehmen . Gerade viele Schmerzpatienten haben die Erfahrung gemacht wenn Medizin an ihre Grenzen stößt.

Viele fühlen sich, wenn sie sich Cannabis illegal besorgen immer wie ein Schwerverbrecher. Diese ideologischen Schranken müssen endlich fallen. Nicht zu vergessen, wenn sie es frei geben sollte dies von den Kassen finanziert werden, weil sich nicht jeder anpflanzen kann. In Apotheken genauso wie Morphium.

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