Forum: Wissenschaft
Cannabis-Anbau für Schwerkranke: Legalize it!
DPA

Das Verwaltungsgericht Köln entscheidet heute, ob Schmerzkranke für den Eigenbedarf Cannabis anbauen dürfen - zu therapeutischen Zwecken. Da kann es eigentlich nur eine Meinung geben. Doch die deutsche Bürokratie macht die Sache unnötig kompliziert.

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unimatrix 22.07.2014, 07:02
10. optimal optional

So lange die Alkoholregale im Supermarkt laenger als die Kuehler fuer Lebensmittel sind, ist die ganze Diskussion an Scheinheiligkeit nicht mehr zu ueberbieten! Die Hanf-Prohibition ist und bleibt laecherlich. Gerade in solchen Faellen hier.

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Benjowi 22.07.2014, 07:03
11. Unbegreifliche Verbohrtheit!

Die Haltung der deutschen Bürokraten, die letztlich auf ideologische Verbohrtheit innerhalb der CDU/CSU zurückgeht, ist für mich eine Ungeheuerlichkeit. Ich bin weiß Gott massiv gegen Drogen eingestellt, aber mit dieser Linie, die dort verteten wird, Schwerstkranken die Linderung ihrer Schmerzen letztlich zu versagen, ist einfach ein Unding. Sowas grenzt an Folter und darf einfach nicht bestehen bleiben. Mit den Werten von angeblich christlichen Parteien scheint es dabei nicht allzu weit her zu sein!

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homerjay81 22.07.2014, 07:06
12. irrationale Cannabis-Feindlichkeit

in Deutschland herrscht in weiten Teilen der Gesellschaft leider immer noch eine irrationale Cannabis-Feindlichkeit, die ihres gleichen sucht. Vor allem in der Politik und in der Verwaltung. So viele Jahre CDU-Herrschafft haben hier leider ihre Spuren hinterlassen. Deshalb befürchte ich auch ein schrecklich irrationales Urteil, ähnlich wie in dem Fall wo einem jungen Mann die charakterliche Eignung abgesprochen wurde ein Fahrzeug zu führen, weil er 'Mischkonsum' ( Cannabis und Alkohol ) betrieben hat ( er ist danach nicht Auto gefahren, wohlgemerkt ).

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d.enkmalwieder 22.07.2014, 07:07
13. Ideologie schlägt Vernunft....

mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen....

Oder doch?
Ist das Gesundheitsministerium vielleicht zu sehr besetzt mit Interessenvertretern? Sehen diese die Felle ihrer Klientel davon schwimmen wenn Kranke ihre hilfreiche Medizin fast umsonst produzieren können?

Es ist schon ein Witz... schwer süchtig machende Medikamente (Opitate/Benzodiazepine) können von jedem Feld-Wald und Wiesenarzt fast wie Drops verschrieben werden. Die im Vergleich total harmlose Pflanze Hanf wird behandelt wie das personifizierte "Böse"
"Das Schutzinteresse der Bevölkerung" ist höher gewichtet als das Leid von Kranken...
Das finde ich total witzig... wer Hanf rauchen (oder sich sonst etwas "reinpfeiffen") will wird an jedem Schulhof versorgt... die Werbung für das tödliche Zellgift Alkohol wird nicht reglementiert... an jedem Kiosk in jedem Laden ist der "Killer" erhältlich- der Bürger ist doch vernünftig und man muss ihm doch zutrauen selbstverantwortlich mit seinem Leben und Körper umzugehen...
Man muss hier attestieren das hier mit zweierlei Maß gemessen wird- darauf eine Halbe! Prost....

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Motorkopf 22.07.2014, 07:09
14. "Schutzinteresse der Bevölkerung"

Zitat von sysop
Der Anbau von Cannabis in der Privatwohnung eines Schwerkranken müsse zurückstehen gegenüber dem Schutzinteresse der Bevölkerung, heißt es schroff. Die Antrag eines Schmerzpatienten verliert sich in Verweisen auf mangelnde Schlösser, Kippwinkeln eines Badezimmerfensters und einem nicht auszuschließenden Zugriff Dritter auf die besonderen Blüten.
Bei diesem Argument müssten Alkohol, Koffein, Tabak, ... sofort verboten und vernichtet werden, fast alle Banken geschlossen und nicht wenige Staatsbeamte entlassen werden! Weltfremde regieren unseren Staat. Aber wen kümmert mittlerweile der "Rechtsstaat", wenn man allein die letzten 2 Jahre Revue passieren lässt?!

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GSYBE 22.07.2014, 07:16
15. Cannabis...gefährliche Einsteigerdroge

Das ist sowas von krank, menschlich engstirnig und wissenschaftlich kaum nachvollziehbar zu begründen.

Allein ein kurzes `googeln´ nach Toten in Deutschland durch Alkohol- und Tabakkonsum brachte die Zahl von 213.000, der gleiche Vorgang - nur nach Cannabis - brachte die Zahl 0.

Ich z. B. habe in den zurückliegenden fast 40 Jahren meines Erwachsenenlebens Menschen kennengelernt, die regelmässig trinken und/oder rauchen; viele von denen sind schwer krank oder tot.

Diejenigen die kiffen erfreuen sich - dem Alter entsprechend - angemessener Gesundheit. Da selbst im - angeblich doch so prüden - Amerika das Umdenken stattgefunden hat, kann man über das bornierte und spiessige Schland nur den Kopf schütterln.

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derbadener 22.07.2014, 07:17
16. die Dealer

reiben sich bei 600.- ? im Monat die Hände. Man sollte den Anbau zulassen und nicht noch der pharma Industrie das Geld hinterher schmeißen.

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heineborel 22.07.2014, 07:17
17. no title

"Der Anbau von Cannabis in der Privatwohnung eines Schwerkranken müsse zurückstehen gegenüber dem Schutzinteresse der Bevölkerung."
Das Schutzinteresse der Bevölkerung vor dem Anbau von Cannabis in den eigenen vier Wänden? Man müsste drüber lachen wenn es nicht so traurig wäre...

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geht bestimmt 22.07.2014, 07:22
18.

ich sehe das Problem eher darin, dass jene kranken sehen werden wie teuer das Gras auf der Straße ist und da sie ja anscheinend alle nicht viel geld haben, ist der Anreiz groß teile des ambaus zu verkaufen. wie sollte man das denn kontrollieren? aber interessant, dass der "differenzierte" Artikel auf solche bedenken gar nicht erst eingeht

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tyskie 22.07.2014, 07:22
19.

Es ist wirklich überfällig, die Drogenpolitik nicht mehr wie zu Zeiten des Kaisers zu gestalten, sondern im Geist des 21. Jhd. Aber Politik und Fortschritt ist ja bekanntlich ein Widerspruch in sich.

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