Forum: Wissenschaft
Cern: Forscher finden neuen Spur im Antimaterie-Rätsel
REUTERS

Warum ist unsere Welt beinahe vollständig von Materie dominiert? Kleine Unterschiede zwischen normalen Teilchen und ihren Cousins aus Antimaterie könnten bei der Erklärung helfen. Nun wurde eine neue Asymmetrie entdeckt - doch das Rätsel bleibt bestehen.

Seite 4 von 4
auxbuerger 26.04.2013, 11:57
30.

Zitat von Spiegeluniversum
Man wird dabei aber mehr Energie verbrauchen, als man gewinnt, da es so wenig Antimaterie gibt.
Mein Gedanke war nur die Platzersparnis. Antimaterieenergie ist so dichtgepackt, dass es sich bei Raketen oder Raumschiffen lohnen würde, Antimaterie mit hohem Verlust zu produzieren. Das Ganze dauert nur mit heutigen Mitteln mehrere Millionen Jahre, bis man genug für nen Raumflug hat, ganz abgesehen davon, den entsprechenden Antrieb erst mal zu erfinden.

Mit Rot/GRün wird das aber eh nichts werden, mit denen paddeln wir eher zum Mond

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hermes75 28.04.2013, 17:24
31.

Zitat von auxbuerger
Will man Antimaterie selber erzeugen, so muß man nicht die exakt selbe Energie investieren, sondern viel mehr. Energieerzeugung (bzw. besser Energieumwandlung) ist immer mit Verlust verbunden. Könnte sich aber tortzdem rechnen. Denn bei einer Rakete wird der meiste Platz für den Treibstoff gebraucht. Die Nutzlast ist entsprechend gering. Antimaterie, wenn man sie denn produzieren würde, würde vernachlässigbar wenig Platz benötigen und damit die Nutzlast erheblich erhöhen.
Nein, so einfach ist das nicht. Sobald man über interstellare Raumflüge nachdenkt kommt man zu (im wahrsten Sinne) astronomischen Energiebedarfen. Um die Distanzen auch nur zu den nächsten Sternen in realistischer Zeit zu überwinden benötigt man eine Geschwindigkeit die zumindest 1/10 Lichtgeschwindigkeit beträgt.
Dafür ist extrem viel Energie erforderlich.

Außerdem ist da das Problem der Lagerung von Antimaterie. Antimaterie müsste nahe dem Temperaturnullpunkt im Hochvakuum in ein Magnetfeld eingeschlossen werden, da jeder Kontakt mit normaler Materie zur gegenseitigen Auslöschung führt. Ein Raumschiff welches Antimaterie mit sich führt wäre in etwa so sicher wie ein Auto, dass mit einer Ladung Nitroglycerin über eine Kopfsteinpflaster-Straße fährt.

Zitat von
PS: Meine Frage: Man zerstrahlt ja immer Materie UND Antimaterie. Also z.B. von jedem 1g, macht zusammen 2g, die in Energie umgewandelt werden. Ich muß doch aber nur die 1g Antimaterie erzeugen, 1g Materie wird einem ja quasi in der Umwelt gestellt. Ist es dann vielleicht nicht doch lohnenswert, die 1g Anitmaterie herzustellen. Wenn z.B. die Produktion von 1g Antimaterie doppelt so viel Energie kostet, wie in 1g Antimaterie drinsteckt, ist doch egal. Am Ende zerstrahlt man 2g, so dass es ein Nullsummenspiel bleibt.
Nein. Bei heutigen Methoden zur Herstellung von Antimaterie erhält man bei 100 Reaktionen vielleicht ein Anti-Teilchen. Der Energieaufwand zur Herstellung von Antimaterie liegt bei mehr als dem 100-fachen des Energieequivalents der hergestellten Antimaterie.
Das läßt sich leider auch nicht durch Beschluss von schwarz-gelb ändern.

Am besten überlassen Sie Materie / Antimaterie-Antriebe Cpt. Kirk.
Das ist Science-Fiction.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 4 von 4