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Chaos am AKW Fukushima: Shinzo Abe bittet erstmals internationale Experten um Hilfe
AFP

"Mein Land braucht Ihr Wissen und Ihre Expertise." Japans Premierminister Shinzo Abe hat erstmals andere Staaten um Hilfe bei der Bewältigung der chaotischen Zustände auf dem AKW Fukushima gebeten. Ob die Lage dort unter Kontrolle ist, ließ er offen.

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Medianet 06.10.2013, 13:52
1. Eispanzer

Clever oder ?

Nur was ist, wenn das kontaminierte Wasser dann nicht mehr ablaufen kann? Entsteht dann ein See auf dem Gelände ?

Eventuell sollte man einfach das gesamte Gelände weiträumig in einen Stausee mit dichtem Untergrund verwandeln...dann braucht man nur noch jedes Jahr die Mauer um 5 Meter zu erhöhen...

8 % für die Grünen..so schnell vergessen wir hier in Deutschland..armseelig

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raumbefeuchter 06.10.2013, 13:52
2. Das Spielzeug wegnehmen

Hilfe sollte gewährt werden, denn es ist ein globales Problem. Dennoch..das Kind sollte das Atomspielzeug niemals wieder in die Hände bekommen und auch versprechen es nie wieder nutzen zu wollen. Fakt ist, die meisten Länder der Welt wären mit dieser Situation auch überfordert. Abe scheint richtig unter Druck, wenn er öffentlich um Hilfe bietet.

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Euronymus 06.10.2013, 13:57
3. Vereisung

Hmm...also in drei Reaktoren ist es zur Kernschmelze gekommen, extrem heisse, außer Kontrolle geratene Brennstäbe wabern in den undichten, kaputten Gebäuderuinen...ist es da nicht ein wenig schwierig mit dem Vereisen des Bodens? Zumal das Konzept ja bislang ein rein theoretisches ist,es gibt die Idee dazu, realisiert worden ist das noch nie irgendwo auf der Welt. Schwierig. Da ist gar nichts "im Griff" oder "kontrolliert", und es lässt sich eben auch nicht "beherrschen".

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rigos 06.10.2013, 14:06
4. Die Schuldigkeit der Wissenschaft

Es ist bedauerlich, dass ein ganzes Volk die Überheblichkeit der Wissenschaft nun tragen muss. Der Westen war einfach nicht imstande aus den Fehlern von Tschernobyl zu lernen. Die Überheblichkeit fordert nun jetzt ihren Tribut. Es soll etwas ungeschehen gemacht werden, was nicht mehr rückgängig zu machen ist.

Es war von Anfang an klar, dass das Kühlwasser niemals auf Dauer gelagert oder aufbereitet werden kann. Jeder Wissenschaftler und Ingenieur der etwas anderes behauptet ist ein Lügner.

Es geht nicht darum Schuldige zu suchen, sondern es geht darum, dass die Wissenschaft endlich ihren Fehler in Bezug auf Atomenergie eingesteht. Atomenergie ist und war ein Verbrechen an der Menschheit und der Natur.

Japan ist verstrahlter als man es sich öffentlich eingestehen will. Die offiziellen Werte sind falsch, um Panik in der Bevölkerung zu vermeiden und um die Weltbevölkerung zu beruhigen.

Ich klage alle vor ihrem inneren Gericht an, welche Atomenergie für ungefährlich hielten oder noch halten und forderte sie auf, kritischer gegenüber jeder wissenschaftlichen Behauptungen zu sein. Das ist die Pflicht eines jeden Menschen.

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promondo 06.10.2013, 14:10
5. Höchste Zeit...

...dass Japan internationale Fachleute beauftragt. Dass Tepco über so lange Zeit die Leitung für Fukushima weiter allein überlassen wurde ist ein Drama - der japanische Stolz ebenso. Lieber verstrahlt, als das 'Gesicht zu verlieren'. Sorry, da hört mein Verständnis für das Gebahren anderer Kulturen auf.

Ein Glück, dass Abe sich nun durchgerungen hat. Endlich!

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cbaurtx 06.10.2013, 14:42
6. Komplexe Realitaet

Zitat von Medianet
Clever oder ? Nur was ist, wenn das kontaminierte Wasser dann nicht mehr ablaufen kann? Entsteht dann ein See auf dem Gelände ? Eventuell sollte man einfach das gesamte Gelände weiträumig in einen Stausee mit dichtem Untergrund verwandeln...dann braucht man nur noch jedes Jahr die Mauer um 5 Meter zu erhöhen... 8 % für die Grünen..so schnell vergessen wir hier in Deutschland..armseelig
Ein erheblicher Teil des radioaktiv belasteten Wassers ist Grundwasser das in die AKW Ruine eindringt und sich dort mit dem anderen Wasser vermischt. Der Eispanzer soll diesen Prozess unterbinden und dadurch die Menge des neu anfallenden radioaktiv verseuchten Wassers reduzieren.

Kein Mensch kennt die Loesung zum Umgang mit Atomruinen und Altlasten. Die Gruenen verweigern sich mit dieser Problematik zu beschaeftigen und haben das einfach an die naechste Regierung weitergegeben (Moratorium zur Endlagerung der Rot-Gruenen Regierung).
Wir koennen weiterhin den Kopf in den Sand stecken und vorgeben dass die Endlagerung die Loesung fuer den Atommuell ist und (wie die Gruenen) weiterhin die Forschung und Entwicklung neuer Technologien (z. B. Transmutation) zur Loesung der Atommuellfrage blockieren.

Die Gruenen sind auf 8% gefallen weil ihre Politik nicht liefert was sie verspricht. Wo wurden etwa in Baden Wuerttemberg signifikante Erfolge fuer den Umweltschutz erreicht? Auch besitzt Baden Wuerttemberg die Mehrheit von EnBW die immer noch zwei AKW betreiben und ich kenne keine Plaene mit hoechster Prioritaet Alternativen auszubauen damit
diese AKW vorzeitig vom Netz gehen koennen.

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toskana2 06.10.2013, 14:43
7. nicht nachvollziehbar

Zitat von sysop
"Mein Land braucht Ihr Wissen und Ihre Expertise." Japans Premierminister Shinzo Abe hat erstmals andere Staaten um Hilfe bei der Bewältigung der chaotischen Zustände auf dem AKW Fukushima gebeten. Ob die Lage dort unter Kontrolle ist, ließ er offen.
Man stelle sich vor,
Japan wäre unser direkter Nachbarn!
Dann hätten wir aber heftige Einschlafprobleme bekommen.

Japan ist aber weit
- denkt man! -
und andere Nachbarn bekommen die Probleme.

Zum Schluß aber bekommen auch wir die Probleme
auf Umwegen auf unserem Teller serviert.
Etwa durch die Verseuchung des Pazifiks,
die die Fischbestände direkt betrifft.

So die Sache betrachtet ist es kaum nachvollziehbar,
dass Japan nicht von Anfang an
Fremdhilfe annahm.
Geht es doch dabei um das Schicksal von Millionen von Menschen und nicht nur von dem der jap. Bevölkerung.

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georg_lm 06.10.2013, 14:47
8.

Zitat von Euronymus
Hmm...also in drei Reaktoren ist es zur Kernschmelze gekommen, extrem heisse, außer Kontrolle geratene Brennstäbe wabern in den undichten, kaputten Gebäuderuinen
Da die Kühlung mit Wasser bei Umgebungsdruck stattfindet, kann es überall
dort, wo Wasser im Gebäude ist, nicht heißer als 100°C sein.

Zitat von Euronymus
...ist es da nicht ein wenig schwierig mit dem Vereisen des Bodens?
Nein. Zumindest nicht wegen der Reste der Reaktorkerne. Es wäre im
Gegenteil sogar gut, wenn die Wärme des radioaktiven Inventars bis zu
den Kühlrohren reichen würde (was leider nicht der Fall ist). Denn dann
könnte man zumindest einen Teil der Zerfallswärme über einen geschlossenen
Kühlmittelkreislauf abführen.
Dann bräuchte man entsprechend weniger Wasser, das anschließend in Tanks
gelagert werden muß.

Zitat von Euronymus
Zumal das Konzept ja bislang ein rein theoretisches ist,es gibt die Idee dazu, realisiert worden ist das noch nie irgendwo auf der Welt.
Bodenvereisung wird in Deutschland regelmäßig angewendet, um Baugruben
bei hohem Grundwasserstand abzudichten. Das funktioniert überall dort gut,
wo es keine Felsen im Untergrund gibt, die das Einbringen der Kühlrohre verhindern. Wie die Verhältnisse in Fukushima sind, weis ich aber nicht.

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ralphofffm1 06.10.2013, 14:53
9. merkwürdig

wo sind denunsere geschätzten Mitforisten, die Verfechter der Atomindustrie geblieben? Die haben doch sonst so gute Ideeen, ah..wahrscheinlich alle auf dem Weg nach Japan

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