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Chemie-Nobelpreis geht an DNA-Forscher Lindahl, Modrich und Sancar
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willibaldus 07.10.2015, 16:34
20. Einerseits ist das amerikanische

Zitat von kuac
Staatliche US Amerikanische Schulen sind die schlechtesten der Welt? Wo haben Sie das her? Info für Sie: Das amerikanische Schulsystem sieht keine „vertikale Differenzierung“ vor, das heißt unterschiedlich begabte Kinder werden zu keinem Zeitpunkt auf unterschiedliche Schulformen – wie Gymnasium, Realschule oder Hauptschule – aufgeteilt, sondern besuchen die für ihr Alter vorgesehene Schulstufe gemeinsam. Kinder mit speziellem Betreuungsbedarf (special needs children, z. B. Kinder mit geistiger Behinderung) besuchen allgemeine Schulen und werden dort entweder integrativ in normalen Klassenverbänden oder in Kleingruppen gefördert. Unterrichtet werden sie von speziell qualifizierten Fachlehrern; in integrativen Klassen arbeiten diese Seite an Seite mit den Klassenlehrern. Hochbegabte Kinder haben die Möglichkeit, einzelne Klassenstufen zu überspringen. In finanziell gut ausgestatteten Schulbezirken können Hochbegabte auch an besonderen Programmen (educational enrichment) teilnehmen. In Schulbezirken mit entsprechendem Budget bieten die Schulen Kindern, die dies benötigen, auch Leseförderung, Sprachtherapie und englische Sprachförderung (English for Speakers of Other Languages, kurz ESOL). Von der Grundschule an werden die Klassenverbände jedes Jahr vollständig aufgelöst und neu zusammengesetzt. Auch die Klassenlehrer sind auf einzelne Jahrgangsstufen spezialisiert und wechseln meist jedes Jahr. Während die Neubildung der Klassenverbände in der Grundschulzeit vor allem darauf abzielt, Gruppenstrukturen mit günstigem Lernklima zu schaffen (z. B. Verhinderung von Cliquenbildung), geht es später, d. h. an der Middle School, vor allem darum, homogene Gruppen aus gleich begabten Kindern zu erzeugen. In den höheren Klassenstufen, also an den Junior Highschools und Highschools, gibt es keine Klassenverbände mehr. Ähnlich wie in der Gymnasialen Oberstufe in Deutschland belegen die Schüler hier Kurse, die gelegentlich sogar Klassenstufen-übergreifend durchgeführt werden. An die Stelle von Klassenlehrern treten an den Junior Highschools und Highschools Ansprechlehrer. Amerikanische Schulen sind – von der Grundschule an – Ganztagsschulen, an denen der Unterricht aller Schüler morgens zum selben Zeitpunkt beginnt und nachmittags auch zum selben Zeitpunkt endet. Darum betreiben alle Schulen auch Kantinen, in denen die Schüler zu Mittag essen. Aus Wiki.
Schulsystem identitätsstiftend, besonders über den Sport, wesentlich mehr als bei uns, allerdings ist die allgemeine Qualität nicht besonders. nach meinem Wissensstand haben die USA 50 der Besten Hochschulen der Welt (auch wegen privater Fördermittel) aber auch 500 der schlechtesten. Der durchschnittliche Bachelor aus den USA ist etwa mit einem Facharbeiter zu vergleichen mit etwas mehr Theorielastigkeit.

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willibaldus 07.10.2015, 16:38
21. Einerseits ist das amerikanische

Schulsystem identitätsstiftend, besonders über den Sport, wesentlich mehr als bei uns, allerdings ist die allgemeine Qualität nicht besonders. nach meinem Wissensstand haben die USA 50 der Besten Hochschulen der Welt (auch wegen privater Fördermittel) aber auch 500 der schlechtesten. Der durchschnittliche Bachelor aus den USA ist etwa mit einem Facharbeiter zu vergleichen mit etwas mehr Theorielastigkeit.

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brucewillisdoesit 07.10.2015, 16:42
22. ach nee

Typisch deutsche (unberechtigte) Arroganz. Die durchschnittlichen Pro-Kopf (Schüler) Ausgaben liegen in den USA ca. doppelt so hoch, wie in D, welches ungefähr im OECD-Mittel liegt. Mehr Geld macht natürlich noch kein gutes Schulsystem, aber es hilft ungemein.
Was das System selbst betrifft: es ist dem deutschen Gymnasium in einigen Eigenschaften durchaus ähnlich: man KANN dort exzellent lernen, wenn man möchte (und die Lehrkraft gut ist). Wenn nicht, kann man aber auch ohne viel Aufwand problemlos durchkommen und der Lerneffekt ist dann eben gering. So ist das bei Bildung eben, man kann den Erfolg in einem demokratischen Staat halt nicht gewaltsam erzwingen.
Man mag an dem Schulsystem einiges kritisieren (vollkommen zurecht), im Grundsatz ist es allerdings sehr modern. Das gute US Unis immer wieder Spitzenforscher hervorbringen (und diese nicht ausschließlich aus dem Ausland rekrutieren) hat auch damit zu tun, das die High Schools wie gesagt durchaus hervorragend Wissen und Denkstrukturen vermitteln können, wenn man gewillt ist dieses aufzunehmen. Ist wie hier auch. Deutsche Gymnasien vermögen (oder zumindest vermochten) absolut exzellent Wissen zu vermitten. Sofern man dem nicht unbedingt gegenüber aufgeschlossen ist, kommt man aber auch ohne viel Arbeit oder nerviges Lernen auch so durch. Genau wie in den USA.

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brucewillisdoesit 07.10.2015, 17:03
23.

Zitat von willibaldus
Schulsystem identitätsstiftend, besonders über den Sport, wesentlich mehr als bei uns, allerdings ist die allgemeine Qualität nicht besonders. nach meinem Wissensstand haben die USA 50 der Besten Hochschulen der Welt (auch wegen privater Fördermittel) aber auch 500 der schlechtesten. Der durchschnittliche Bachelor aus den USA ist etwa mit einem Facharbeiter zu vergleichen mit etwas mehr Theorielastigkeit.
Es ging hier zwar um das Schul- und nicht das Universitätssystem, aber die üblichen Community Colleges sind in der Tat nicht mit einer deutschen Uni (oder FH) zu vergleichen, während die, sagen wir Top 10 der US Unis (MIT, Harvard,Penn etc) mit deutschen Unis mit Eliteanspruch (LMU, TUM, RWTH, Heidelberg etc.) zumindest im Forschungsbereich locker den Boden wischen.
Im Durchschnitt sind deutsche Unis imho ausgeprochen solide, keine besonders guten, aber auch kaum besonders schlechte. Alle sind fähig das zu vermittelnde Studiumswissen (bei dem es sich ausschließlich um Basics fernab der Forschung handelt) problemlos zu vermitteln und dürften im Durchschnitt qualitativ über der durchschnittlichen US-Uni liegen. Dafür sitzen dort allerdings Studenten auch nicht auf dem Fußboden ;-)
Oder um es anders zu sagen, das Sigma der Verteilung des Qualitätsniveaus von US-Unis ist einfach deutlich höher, als bei deutschen. Mit allen Nach-, aber auch Vorteilen.
Ach ja, ein Bachelor, selbst wenn er von einem obsuren College kommt, ist immer noch ein akademischer Titel und hat somit einen gewissen Anspruch.

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kuac 07.10.2015, 17:08
24.

Zitat von willibaldus
Schulsystem identitätsstiftend, besonders über den Sport, wesentlich mehr als bei uns, allerdings ist die allgemeine Qualität nicht besonders. nach meinem Wissensstand haben die USA 50 der Besten Hochschulen der Welt (auch wegen privater Fördermittel) aber auch 500 der schlechtesten. Der durchschnittliche Bachelor aus den USA ist etwa mit einem Facharbeiter zu vergleichen mit etwas mehr Theorielastigkeit.
Ja das stimmt. Wenn sie die 50 besten Unis der Welt haben, dann haben sie damit auch genügend innovative Kraft um den Rest mitzuziehen.
Alleine das Etat der Harvard Universität ist größer als alle Deutsche Max-Planck-Institute zusammengenommen.

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U. Haleksy 07.10.2015, 17:58
25. Kleine Wortschatzauffrischung

Auch wenn die ausgezeichneten Wissenschaftler nicht aus Deutschland kommen, darf man in einem deutschen Nachrichtenportal ruhig von DNS-Forschern sprechen, statt von DNA-Forschern.

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brucewillisdoesit 07.10.2015, 20:23
26.

Zitat von U. Haleksy
Auch wenn die ausgezeichneten Wissenschaftler nicht aus Deutschland kommen, darf man in einem deutschen Nachrichtenportal ruhig von DNS-Forschern sprechen, statt von DNA-Forschern.
NIEMAND der jünger als 83 ist sagt ernsthaft DNS .... ähnlich wie niemand (der noch halbwegs bei Trost ist) von Keller-speicher anstatt "stack" redet. Forschung ist international, nationale Abgrenzungen aus Prinzip sind da eher hinderlich bis dämlich.
Aber wenn wir schon mal dabei sind, warum benutzen sie eigentlich das fremdländische Wort Portal ? Ein Deutscher User (entschuldigung für das unanständige Wort) darf auf einer deutsche seite auch gerne das deutsche Wort Pforte benutzen.
Liest sich doch viel schöner, flüssiger, kürzer, eleganter und verständlicher, wenn ein deutscher Benutzer auf einer deutsche Nachrichtenpforte Nachrichten in deutsch per post versendet, anstatt das ein User auf einem Portal postet, oder ?

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kuac 07.10.2015, 21:08
27.

Zitat von brucewillisdoesit
NIEMAND der jünger als 83 ist sagt ernsthaft DNS .... ähnlich wie niemand (der noch halbwegs bei Trost ist) von Keller-speicher anstatt "stack" redet. Forschung ist international, nationale Abgrenzungen aus Prinzip sind da eher hinderlich bis dämlich. Aber wenn wir schon mal dabei sind, warum benutzen sie eigentlich das fremdländische Wort Portal ? Ein Deutscher User (entschuldigung für das unanständige Wort) darf auf einer deutsche seite auch gerne das deutsche Wort Pforte benutzen. Liest sich doch viel schöner, flüssiger, kürzer, eleganter und verständlicher, wenn ein deutscher Benutzer auf einer deutsche Nachrichtenpforte Nachrichten in deutsch per post versendet, anstatt das ein User auf einem Portal postet, oder ?
Ich frage mich auch, wie man "SPIEGEL ONLINE FORUM" ins Deutsche übersetzen sollte?

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querulant_99 07.10.2015, 21:41
28.

Zitat von kuac
Ich frage mich auch, wie man "SPIEGEL ONLINE FORUM" ins Deutsche übersetzen sollte?
Wie wär's mit
“Weltweiter Spiegel-Debattierclub“?

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emmerot 07.10.2015, 22:45
29. zur Grafik

Zur Grafik: Wie kann man vor 1901 Wartezeiten angeben? Den Nobelpreis gibt es erst seit 1901; er also im 19. Jahrhundert darauf gewartet hätte, hätte sein seherisches Talent lieber in der Lotterie versuchen sollen. Und wenn man edenkt, welche Forschungen im ausgehenden 19., beginnenden 20. Jahrhundert erfolgten und mit welchem Erfolg, dann ist verständlich, dass der Berg an Neuheiten erst einmal abgetragen werden muss. Erst recht, wenn sich viele Entdeckungen durch jahrelange Beobachtung (a.k.a. Technikfolgenabschätzung) zunächst beweisen müssen. Es würde niemandem etwas bringen, wenn ein Nobelpreis wieder aberkannt würde wegen vorschnellem Handeln. Die Begrenzung auf 3 Preisträger pro Jahr tut ein Übriges.

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