Forum: Wissenschaft
Chronische Depression: Wie man aus dem Dauertief rauskommt

Für viele Menschen bedeutet das Leben*nur noch Qual -*sie leiden unter chronischen Depressionen, oft seit frühester Kindheit. Selbst Medikamente*helfen kaum. Drei Forscher*schlagen jetzt eine neue Methode vor: Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Mitmenschen.

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HappyLuckyStrike 16.10.2011, 14:33
1. Leider wird hier nur der unwillkürlich Deprimierte

abgehandelt (dem man gleichzeitig ähnliche Symptome
wie Psychopathen oder Autisten unterstellt - interessant, wenn man an die Menschen denkt, die schließlich wahllos
Leute abballern :
Vielleicht wollten sie nur aus der Depression heraus ?
Ein Protest scheint ja selten ohne Gewalt
überhaupt ernstgenommen zu werden.
Na kommt ran, Ihr rechteckigen Schubladendefiniteure,
widersprecht mir !

Aber was ist mit dem, der, geistig gerade ausgereift,
rein intellektuell das Leben als komplett bescheuert-sinnlos erkennt (was es ist), die Irren von sprechenden
Schlangen, allmächtigen Primaten und Nächstenliebe
schwallern hört, waöhrend sie das Messe unter der
Soutane verbergen ?

Der sich dann jahrelang mit Sexualität und pseudokreativer
Konstruktivität ablenkt (TV ist für solche Leute zu easy)
und dem auch das dann leider irgendwann zu langweilig wird ?

Der Mensch lebt heute zu lang und hat zu wenige ECHTE
Probleme, die sich konstruktiv lösen lassen, somit
ist Depression nicht immer eine Krankheit, sondern
eine ganz natürliche Reaktion - anerkennen wir doch mal
die natürlichen Einschränkungen unserer Gattung,
wir sind nicht für den American Way of Life
"vom lieben Gott geschaffen" worden.

Der Altersweise freilich kichert auch hier :
Er weiß ja, daß alles hoffnungslos ist,
aber doch deshalb noch in keiner Weise ernst.
Sinnlos ? Na wunderbar ! Da lach´ich doch, ich kann
mich über Religiöse z. B. in aller Form beömmeln.

Wir mussen alle sterben, es gibt keine "Leben nach dem..." ?
Erfrischend, ah - endlich mal durchschlafen. Goil !
Diese Erkenntnis kann Berge versetzten - und etwas Sonne
von Tag zu Tag... achso, Ihr wohnt ja da oben im Norden,
shit aber auch ;)

Es gibt überall genug "Grund" für Depressionen,
vor allem bei Leuten, die nicht ums Überleben kämpfen,
(die haben keine Zeit für sowas).
Definitionsgemäß haben wir als also bei der hier
beschriebenen Art der Depression mit einer Vorstufe
zur Soziopathie zu tun, und die ist ja bekanntlich strafbar.

Lustige "Wissenschaft", die Psychologe - da ist noch Platz
für Sektengründer.

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R.hoch2 16.10.2011, 14:45
2. soll

Zitat von HappyLuckyStrike
abgehandelt (dem man gleichzeitig ähnliche Symptome wie Psychopathen oder Autisten unterstellt - interessant, wenn man an die Menschen denkt, die schließlich wahllos Leute abballern : Vielleicht wollten sie nur aus der Depression heraus ? Ein Protest scheint ja selten ohne Gewalt überhaupt ernstgenommen zu werden. Na kommt ran, Ihr rechteckigen Schubladendefiniteure, widersprecht mir ! Aber was ist mit dem, der, geistig gerade ausgereift, rein intellektuell das Leben als komplett bescheuert-sinnlos erkennt (was es ist), die Irren von sprechenden Schlangen, allmächtigen Primaten und Nächstenliebe schwallern hört, waöhrend sie das Messe unter der Soutane verbergen ? Der sich dann jahrelang mit Sexualität und pseudokreativer Konstruktivität ablenkt (TV ist für solche Leute zu easy) und dem auch das dann leider irgendwann zu langweilig wird ? Der Mensch lebt heute zu lang und hat zu wenige ECHTE Probleme, die sich konstruktiv lösen lassen, somit ist Depression nicht immer eine Krankheit, sondern eine ganz natürliche Reaktion - anerkennen wir doch mal die natürlichen Einschränkungen unserer Gattung, wir sind nicht für den American Way of Life "vom lieben Gott geschaffen" worden. Der Altersweise freilich kichert auch hier : Er weiß ja, daß alles hoffnungslos ist, aber doch deshalb noch in keiner Weise ernst. Sinnlos ? Na wunderbar ! Da lach´ich doch, ich kann mich über Religiöse z. B. in aller Form beömmeln. Wir mussen alle sterben, es gibt keine "Leben nach dem..." ? Erfrischend, ah - endlich mal durchschlafen. Goil ! Diese Erkenntnis kann Berge versetzten - und etwas Sonne von Tag zu Tag... achso, Ihr wohnt ja da oben im Norden, shit aber auch ;) Es gibt überall genug "Grund" für Depressionen, vor allem bei Leuten, die nicht ums Überleben kämpfen, (die haben keine Zeit für sowas). Definitionsgemäß haben wir als also bei der hier beschriebenen Art der Depression mit einer Vorstufe zur Soziopathie zu tun, und die ist ja bekanntlich strafbar. Lustige "Wissenschaft", die Psychologe - da ist noch Platz für Sektengründer.
das heißen, wenn man keine zeit hat, ist auch kein raum für depressionen? hmm

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furiousfunkfanatic 16.10.2011, 14:55
3. guter Artikel

Der beste Artikel, den ich jemals zum Thema Depressionen gelesen habe. Die Gründe für eine Depression, ihre Auswirkungen und wie man sie aktuell am besten behandelt, werden hervorragend zusammengefasst. Gut auch die fundierten Hinweise auf die üblichen Fallstricke und dass Verhaltenstherapie bzw. Pharmazeutika eben doch nicht immer helfen.


@HappyLuckyStrike
Da hat wohl wieder jemand Angst vor dem Unbewussten? Depression ist eine der schlimmsten Krankheiten, die es gibt und verläuft oft tödlich (seit Jahrzehnten immer unter den Top 3 der Todesursachen in Deutschland - Suizid). Mit deinen Bemerkungen verspottest du das Leid vieler Menschen. Lies dir mal den Artikel noch mal gut durch, da wird ja ausführlich beschrieben, dass es ein eindeutiges Krankheitsbild gibt und die Menschen nicht einfach ein bisschen traurig sind.

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nilsi91 16.10.2011, 14:58
4. Satzruine?

Zitat von
Eine besondere Form der behandelt diese hartnäckigen Verstimmungen: das Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP)
was zur Hölle?
Ich weiß, heutige medienwelt hat nen harten rythmus, aber einmal gründlich gegenlesen muss schon drin sein, wenn man sich als einigermaßen seriöses Medium versteht, oder nicht?
derartig schlampige Sätze legen immer die Vermutung nahe, dass man sich auch um den Inhalt des Artikels keine große Mühe gemacht hat

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Hubert Rudnick 16.10.2011, 15:02
5.

Zitat von HappyLuckyStrike
abgehandelt (dem man gleichzeitig ähnliche Symptome wie Psychopathen oder Autisten unterstellt - interessant, wenn man an die Menschen denkt, die schließlich wahllos Leute abballern : Vielleicht wollten sie nur aus der Depression heraus ? Ein Protest scheint ja selten ohne Gewalt überhaupt ernstgenommen zu werden. Na kommt ran, Ihr rechteckigen Schubladendefiniteure, widersprecht mir ! Aber was ist mit dem, der, geistig gerade ausgereift, rein intellektuell das Leben als komplett bescheuert-sinnlos erkennt (was es ist), die Irren von sprechenden Schlangen, allmächtigen Primaten und Nächstenliebe schwallern hört, waöhrend sie das Messe unter der Soutane verbergen ? Der sich dann jahrelang mit Sexualität und pseudokreativer Konstruktivität ablenkt (TV ist für solche Leute zu easy) und dem auch das dann leider irgendwann zu langweilig wird ? Der Mensch lebt heute zu lang und hat zu wenige ECHTE Probleme, die sich konstruktiv lösen lassen, somit ist Depression nicht immer eine Krankheit, sondern eine ganz natürliche Reaktion - anerkennen wir doch mal die natürlichen Einschränkungen unserer Gattung, wir sind nicht für den American Way of Life "vom lieben Gott geschaffen" worden. Der Altersweise freilich kichert auch hier : Er weiß ja, daß alles hoffnungslos ist, aber doch deshalb noch in keiner Weise ernst. Sinnlos ? Na wunderbar ! Da lach´ich doch, ich kann mich über Religiöse z. B. in aller Form beömmeln. Wir mussen alle sterben, es gibt keine "Leben nach dem..." ? Erfrischend, ah - endlich mal durchschlafen. Goil ! Diese Erkenntnis kann Berge versetzten - und etwas Sonne von Tag zu Tag... achso, Ihr wohnt ja da oben im Norden, shit aber auch ;) Es gibt überall genug "Grund" für Depressionen, vor allem bei Leuten, die nicht ums Überleben kämpfen, (die haben keine Zeit für sowas). Definitionsgemäß haben wir als also bei der hier beschriebenen Art der Depression mit einer Vorstufe zur Soziopathie zu tun, und die ist ja bekanntlich strafbar. Lustige "Wissenschaft", die Psychologe - da ist noch Platz für Sektengründer.
Es tut mir leid ihnen sagen zu müssen, sie haben vom Leben und all seinen Umständen einfach keine Ahnung, sie können sich nur über alles lustig machen, aber das tun eben nur Leute, die die Welt und das Leben nicht ernst annehmen wollen.
HR

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Screenname 16.10.2011, 15:14
6. Unterscheidung

Zuerstmal finde ich es gut, dass Spiegel Online einen Artikel über chronische Depression auf die "Titelseite" stellt. Ich sehe auch, dass dieser Artikel nicht von Spiegel-Autoren, sondern von Experten verfasst wurde, aber es fehlt meiner Meinung nach ein wichtiger Punkt.

Die chronische Depression bzw. Dysthymie (dysthymia) unterscheidet sich stark von der therapieresistenten Depression (treatment-resistant depression). Eine Dysthymie ist, wie der Text korrekt sagt, eine lang andauernde und manchmal sogar schon von der Kindheit an anwesende Stimmungsstörung. Diese ist aber im Normalfall eine mittelmäßig stark ausgeprägte Depression. Gerade das macht die Behandlung, und vor allem die Diagnose, vielleicht so schwierig: Patienten kennen nichts anderes, und die Krankheit ist meist nicht so schwer, dass der Patient komplett unfähig ist, seinen Alltag zu bewältigen. Damit will ich die Dysthymie nicht verharmlosen: jede Form der Depression geht mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität einher, und wenn ich mich recht erinnere litt auch Robert Enke unter einer Dysthymie.

Die therapieresistente Depression hingegen ist eine Form der Depression, die bei Patienten auch oft früh beginnt (vor dem 20. Lebensjahr), aber einen teils sehr schweren Verlauf nimmt. Manche Patienten bleiben tagelang im Bett, weil sie nicht die Energie haben aufzustehen. Gewöhnliche Medikamente haben meist keinen oder nur einen sehr begrenzten Effekt, und Psychotherapie (auch CBASP) ist mit einem Menschen mit schwerer Depression praktisch unmöglich.

Psychiater müssen m.M.n. diese Form der Depression besser erkennen und behandeln. Die ersten entdeckten Antidepressiva, die sogenannten MAO-Hemmer (bspw. Tranylcypromin, in Deutschland erhältlich als Jatrosom), zeigen manchmal erstaunliche Wirkung bei diesen Patienten. Viele Ärzte verschreiben diese Medikamente jedoch nicht mehr, da die Therapie mit MAO-Hemmern nicht unkompliziert ist. Im Vergleich zu einer unbehandelten, schweren Depression sind die Risiken dieser Medikamentengruppe bei korrektem Gebrauch jedoch vernachlässigbar. Andere, modernere Medikamente sind zur Zeit in Entwicklung, und es ist bewiesen, dass Depressionen weit komplexer sind als nur Störungen der drei Neurotransmitter Serotonin/Noradrenalin/Dopamin. In der Praxis fehlt dieses Wissen leider oft, und Patienten die nicht auf normale Medikamente ansprechen erhalten oft keine zufriedenstellende Behandlung.

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Forumkommentatorin 16.10.2011, 15:15
7. Ein

sehr interessanter Artikel und absolut plausibel für mich.

Ich habe mich viel mit den Erkenntnissen zum Thema Despressionen befasst.
Meine Meinung dazu ist, jede Depression ist Resultat einer Frustration.
Also eine Reaktion des Betroffenen darauf, seine Bedürfnisse nicht im benötigten Ausmaß selber befriedigen zu können.
Manche Menschen haben Glück und werden von anderen Menschen Zeit ihres Lebens unterstützt. Nicht jeder kann die benötigte Unterstützung aber immer im ausreichenden Maße bekommen.

Besonders bei depressiven Menschen fällt auf, dass sie viel Energie darauf verwenden, andere Menschen für sich zu gewinnen um die benötigte Hilfe zu bekommen.

Bleibt der Erfolg dauerhaft aus, kommt es zu Depressionen.

Was der Mensch für sich persönlich als benötigtes Ausmaß definiert, ist meiner Meinung nach auch in der Charakterbildung der Kindheit zu finden.
Manche Kinder (späteren Erwachsenen) haben zu früh Misserfolgs- und Entbehrungserlebnisse und tragen quasi ihr ganzes Leben lang offene Wunden mit sich herum.
Auch überbehütete und verwöhnte Kinder, haben zu wenig Erfolgserlebnisse verbuchen können, ihre Bedürfnisse mit eigener Kraft zu erfüllen.
Für ein Kind gehört dazu, seine Elten aktiv für sich interessieren und einnehmen zu können.

Und dann kann man mit anderen Menschen weiter in Kontakt treten. Aber die erste gelungene Erfahrung mit den Eltern ist wichtig.

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Stauss 16.10.2011, 15:29
8. Das ist richtig

Mitmenschen und deren Verhalten spielen eine entscheidende Rolle bei Depressionen.

Man kann ja selbst als fröhliche Mensch mit der Zeit Depressionen bekommen, wenn man das übliche Verhalten von diesen unkultivierten Mitteleuropäern erlebt und merkt, zu was für einem Haufen man gehört.

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dick_&_durstig 16.10.2011, 15:40
9. Was noch helfen könnte

Zitat von sysop
Für viele Menschen bedeutet das Leben*nur noch Qual -*sie leiden unter chronischen Depressionen, oft seit frühester Kindheit. Selbst Medikamente*helfen kaum. Drei Forscher*schlagen jetzt eine neue Methode vor: Eine entscheidende Rolle spielen dabei die Mitmenschen.
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Oder eine Parzelle mieten und einen Garten anlegen.

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