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Chronobiologie: Blinder Höhlenfisch hat 47-Stunden-Tag

Unsere innere Uhr folgt den Gesetzmäßigkeiten der Natur. Dabei spielt Licht eine besonders wichtige Rolle. Ein blinder Höhlenfisch verblüfft Chronobiologen: Auch er folgt einem*bestimmten Zeitrhythmus und*kommt ganz ohne optische Reize aus - dafür braucht er aber regelmäßig Futter.

Crom 13.09.2011, 16:23
1. ...

Würde ich nur schlafen und essen, hätte ich wahrscheinlich einen 32 - 36 Stundenrhythmus.

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haemoride 13.09.2011, 16:24
2. 47 Stunden

Zitat von sysop
Unsere innere Uhr folgt den Gesetzmäßigkeiten der Natur. Dabei spielt Licht eine besonders wichtige Rolle. Ein blinder Höhlenfisch verblüfft Chronobiologen: Auch er folgt einem*bestimmten Zeitrhythmus und*kommt ganz ohne optische Reize aus - dafür braucht er aber regelmäßig Futter.
Dieser Zeitrhythmus wird wohl bald in Berlin für die arbeitende Bevölkerung beschlossen werden !

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earl grey 13.09.2011, 16:41
3. naja

Zitat von haemoride
Dieser Zeitrhythmus wird wohl bald in Berlin für die arbeitende Bevölkerung beschlossen werden !
Naja, die nicht arbeitende Bevölkerung hat ihn ja schon...

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Polemiker 13.09.2011, 18:54
4. Heute mal keinen Titel

Kaum zu glauben, dass der Fisch seit Millionen von Jahren vor sich hinkarpft und es scheinbar noch gar nicht wusste.

Gut, dass wir darueber gesprochen haben .. denke, er wird sich jetzt den Tag etwas anders und vielleicht gar effektiver einteilen .. wo kaemen wir denn sonst hin wenn das jeder machen wuerde.

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uklakow 13.09.2011, 20:49
5. Wo kommen die 47 Stunden her?

Vielleicht habe ich ja etwas nicht mitbekommen, wenn die Fische nach welcher Genmanipulation auch immer einen 47h Zyklus haben, wo kommt der her? Wenn es nichts mit der Erddrehung, also Tag und Nacht, nichts mit dem Mond zu tun hat mit was den dann?
Da sich weder der Tag/Nacht Zyklus noch eine Überlagerung mit dem Mond für mich erkennbar ist, was ist es den dann?
Was anderes wie z.B. eine Resonanz Erdtag mit Jupitertag passt eher auch nicht und andere Astronomische Zeiten von unserem Sonnensystem sehe ich auch nicht. Also woher kommen die 47h?
Vielleicht nimmt der Fisch ja etwas war von dem wir bis jetzt keine Ahnung haben?

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Kuppelbauer 14.09.2011, 07:31
6. Bizarr

Dieser Artikel ist doch völlig wirr: Ein seit Jahrmillionen blinder Höhlenfisch wird einem Tag-Nacht-Wechsel ausgesetzt, und - oh Wunder - er er schert sich keinen Deut drum. Danach wird ein Rhythmus durch regelmäßiges Füttern aufgezwungen und - voila - das klappt!

So weit so gut.

Doch jetzt wird's bizarr: Es werden nämlich dem Höhlenkarpfen auf gentechnische Weise Lichtrezeptoren untergejubelt, und er "folgt nicht mehr dem 24-Sunden-Rhythmus der Sonne", sondern einem 47-Stunden-Zyklus. War er denn vorher dem Sonnenstand gefolgt? Eben nicht! Und wieso sollte er plötzlich die Möglichkeit nutzen, diesem zu folgen? Das wäre so so ähnlich, als würde man einem Menschen einen Greifschwanz geben und von ihm zu erwarten, er würde diesen gleich mit voller Meisterschaft nutzen (ohne die nötige Infrastruktur in Gehirn und übrigem Körper)...

Also entweder haben da die Forscher ein mehr als verqueres Experiment hingelegt, oder aber die Beschreibung spottet jeder Beschreibung!

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joachim_m. 14.09.2011, 10:25
7. Der 47-Std-Tag

Zitat von uklakow
Vielleicht habe ich ja etwas nicht mitbekommen, wenn die Fische nach welcher Genmanipulation auch immer einen 47h Zyklus haben, wo kommt der her? Wenn es nichts mit der Erddrehung, also Tag und Nacht, nichts mit dem Mond zu tun hat ....
Unsere innere Uhr richtet sich auch nicht genau nach dem 24-Std-Rythmus. Man hat experimentell Menschen in dunkle Räume eingeschlossen - wobei ich mit dunkel meine, dass kein Tageslicht hineinkommt, Strom und künstliches Licht, dass sie selbst an- und ausschalten konnten, gab es schon. Zudem hat man ihnen alle Uhren abgenommen. Und dann durften sie dort wohnen. Ich weiß es aus der Erinnerung nicht mehr genau, aber ich meine, dass sich ein 25-26 Std.-Rhythmus eingestellt hat. Der "Tag" der Versuchspersonen war also etwas länger als ein normaler Erdentag. Anders ist es bei Menschen, die "normal" Leben, also Tag und Nacht haben. Hier wird die innere Uhr jeden Tag nachjustiert, so dass sie dann einen 24-Std-Rhytmus haben. Diese Nachjustierung fehlte eben bei denen, die kein Tageslicht wahrnehmen konnten.

Vielleicht ist es bei den Fischen genauso, nur da sie irgendwann in den letzten 2 Mio Jahren ihre Augen verloren haben, was in jedem Fall schon sehr lange her ist, haben diese wohl den Tag immer mehr verlängert, so dass irgendwann ein 47-Std-Tag herauskam. Für sie ist ja der 24-Std-Rythmus ohne jede praktische Bedeutung, weil sie ständig im dunklen Leben, sich zwischen Tag (hell) und Nachts (dunkel) nichts ändert, weil es immer "Nacht" ist. Wer weiß, wenn die Menschen eines Tages beschließen, nur noch unterirdisch zu leben, vielleicht gehen dann unsere Nachkommen in einer Millionen Jahren zur gleichen Zeit wie diese Fische ins Bett. Allerdings sehen dies Nachkommen auch nicht mehr, ob der/die Angetraute schön oder hässlich ist (Dann kommt es wirklich nur noch auf die vielbeschworenen inneren Werte an.)

Jedenfalls halte ich es für ausgeschlossen, dass irgendwelche Himmelskörper eine Rolle für den Rhythmus spielen und das die Fische etwas wahrnehmen, von dem wir keine Ahnung haben, gut, ein verschwindend kleine Wahrscheinlichkeit besteht zumindest theoretisch für die Richtigkeit dieser Hypothese, aber ich würde diese Wahrscheinlichkeit allenfalls mit 0,x % ansetzen. Die Begrenzung dürfte wohl eher dadurch zustande kommen, dass alle Wirbeltiere irgendwann schlafen müssen, Schlafentzug ist für alle auf Dauer schädlich. Die Fische werden den Tag gedehnt haben, bis die Grenze erreicht war, deren Überschreitung negativ ist. Natürlich waren es die Fische nicht selber, sondern die Evolution, aber ich denke, dass versteht sich von selbst.

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Incognito 14.09.2011, 10:28
8. Also ich hätte schwören können, dass dieser blinde Fisch

gar keinen Tag hat sondern immer nur rund um die Uhr faul vor sich hindöst und denkt "sobald es Tag (hell) wird, räum' ich auf...."

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MaxMatthias 14.09.2011, 11:20
9. Erklärungsbedürftig

Ich habe den Artikel so verstanden, dass der Höhlenfisch erst auf einen 24h Tag dregekt wurde, dann genetisch manipuliert, erst dann war der 47h Rythmus erreicht.
Was also wollen die Forscher auf natürliche Vorgänge übertragen?
Würden die Fische in Höhlen einem 47h Tag folgen wäre das eine echte Beobachtung. Welchen Tag/Nacht Rythmus der Höhlenfisch jedoch folgt wird nicht einmal erwähnt.
Mir fehlt nach diesem reisserischen Titel der Sinn des Beitrags.

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