Forum: Wissenschaft
"Crew Dragon" zur ISS: Nasa erlaubt Testflug der neuen SpaceX-Raumkapsel
SpaceX/ AP

Zunächst soll bloß eine Puppe mit der neuen SpaceX-Raumkapsel auf die Internationale Raumstation gelangen. Doch das Unternehmen des Milliardärs Elon Musk plant bereits bemannte Missionen - noch in diesem Jahr.

Seite 2 von 2
saftfrucht 24.02.2019, 01:06
10.

Zitat von noch_ein_forenposter
SpaceX ist deshalb so billig, weil die Raketen massiv von der US-Regierung subventioniert werden. Das ist Wettbewerbsverzerrung, aber wohl nicht zu ändern.
SpaceX ist deshalb so billig, weil es eine überlegene Technologie anbietet. Aus diesem Grund kauft auch die US-Regierung Starts dort - mit neuen Raketen, keinen schonmal geflogenen. Deshalb zahlt die US-Regierung mehr pro Start als andere Kunden. Aber immernoch deutlich weniger als für einen technologisch mittelalterlichen Ariane-Start, und das sagt schon alles was man dazu wissen muss. Das Ariane-Programm ist eine einzige Peinlichkeit für Europa.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fantastic 24.02.2019, 01:48
11.

Man weiß es nicht genau, aber das scheint ja mal ein lukratives Unternehmen von Musk zu sein. Aber in Marketing war er schon immer gut...aber nicht so gut wie Sir Richard Branson.
Ist mir aber egal, ich brauche weder einen Elektro-SUV, noch einen Flug zum Mars.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
murksdoc 24.02.2019, 06:32
12. Frage

Aus der Flugzeit der israelischen Sonde (48 Tage) und der Entfernung zum Mond (383 393 km) ergibt sich eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 341,4 km/h. Fahren die mit dem Auto da hin (Vorsichtshalber: auf dieser Strecke gibt es noch KEIN Tempolimit!)?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herkurius 24.02.2019, 09:57
13.

Zitat von murksdoc
Aus der Flugzeit der israelischen Sonde (48 Tage) und der Entfernung zum Mond (383 393 km) ergibt sich eine durchschnittliche Reisegeschwindigkeit von 341,4 km/h. Fahren die mit dem Auto da hin (Vorsichtshalber: auf dieser Strecke gibt es noch KEIN Tempolimit!)?
Die Israeli haben zwar ihren eigenen Weltraumbahnhof in Palmachim, von der aus die Israel Space Agency (ISA) ihre Satelliten seit 1988 startet. Ihre Militärsatelliten heissen Ofeq 1 bis 11 und werden mit der dreistufigen Shavit-Rakete in die Umlaufbahn gebracht, die aus der Jericho II entwickelt ist. Die Jericho III soll am 2.11.2011 ebenfalls dort ihren ersten erfolgreichen Teststart absolviert haben.
Aber die Beresheet ist ein privates Projekt und wurde bei SpaceX als Beiladung zu einem Satelliten der US-Luftwaffe und dem indonesischen Kommunikationssatelliten namens "Nusantara Satu" in eine Umlaufbahn von ca. 60.000 Kilometer Höhe geschossen, der mit 4100 Kilogramm allein ca. achtmal so schwer wie die Mondsonde ist. Damit war der Beförderungsvertrag erfüllt und den Rest des Fluges zum 384.000km entfernten Mond muss die Beeresheet aus eigener Kraft bewältigen, d.h. auf drei elliptischen Umkreisungen jeweils mehr Schwung holen, um das Schwerefeld der Erde zu überwinden. Merke: motivierte und findige Privatleute können mit vergleichsweise winzigen Mitteln (es wird von Kosten von 87 Mio Euro gesprochen) einen Flug zum Mond buchen ... und eine gewaltige Wirkung in der Presse erzielen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 24.02.2019, 16:29
14.

Zitat von herkurius
... Merke: motivierte und findige Privatleute können mit vergleichsweise winzigen Mitteln (es wird von Kosten von 87 Mio Euro gesprochen) einen Flug zum Mond buchen ... und eine gewaltige Wirkung in der Presse erzielen.
Danke für Ihre Erläuterung der Flugbahn. Weil Sie aber auf die Presse verweisen: Ich denke, die Herrschaften hätten mehr davon erreichen können, wenn sie mit den 87 Mio. EUR das Leben der Bewohner des Gaza-Streifens verbessert hätten. Ich bin eigentlich sehr für die forschende Raumfahrt, aber ob hier die Relation noch stimmt ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hansa_vor 25.02.2019, 00:37
15.

Zitat von quark2@mailinator.com
Danke für Ihre Erläuterung der Flugbahn. Weil Sie aber auf die Presse verweisen: Ich denke, die Herrschaften hätten mehr davon erreichen können, wenn sie mit den 87 Mio. EUR das Leben der Bewohner des Gaza-Streifens verbessert hätten. Ich bin eigentlich sehr für die forschende Raumfahrt, aber ob hier die Relation noch stimmt ?
Warum?
Wie viele Milliarden haben wir in den failed Kontinent Afrika gesteckt?

Was hat es genutzt und wem?

Lass diese failed States ihren Kinderkram selber aufdröseln, die Zukunft liegt in der Raumfahrt und Forschung.

Ob klein Fritz in Kleinkleckersdorf oder wer auch immer im Gazastreifen meint er sei wichtig für unsere Spezies, ist ein IDIOT!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwerpunkt 25.02.2019, 08:44
16.

Zitat von quark2@mailinator.com
Danke für Ihre Erläuterung der Flugbahn. Weil Sie aber auf die Presse verweisen: Ich denke, die Herrschaften hätten mehr davon erreichen können, wenn sie mit den 87 Mio. EUR das Leben der Bewohner des Gaza-Streifens verbessert hätten. Ich bin eigentlich sehr für die forschende Raumfahrt, aber ob hier die Relation noch stimmt ?
84 Millionen EUR sind vergleichsweise ein Witz um ein Objekt zum Mond zu bringen, zumal noch privat aufgebracht.
84 Millionen in den Gaza-Streifen gepumpt wäre ebenfalls ein Witz, allerdings anders herum: das Geld wäre sowohl ein Tropfen auf den heißen Stein und zum anderen völlig für die Katz. Der Gaza-Streifen (bzw. Palästina) benötigt gesellschaftlichen und politischen Wandel. Dann kommt das Geld von ganz alleine. JETZT dort in irgend einer Art und Weise zu investieren, da wäre es sinnvoller das Geld zu verbrennen (dann hätte man zumindest noch die Heizwirkung).

Bei der Mission auf einen wirtschaftlichen Return of Invest zu hoffen, ist vergebliche Mühe, auch wenn genau mit so einer Erwartung häufig befrachtet werden um dann das Ergebnis der Betrachtung als Argument gegen Raumfahrt (oder allgemein Grundlagenforschung) zu verwenden.
Meist kommt so eine Betrachtung erstaunlich oft genau aus der Richtung, welche sonst unser Wirtschaftssystem prinzipiell kritisch betrachtet.

Der Return of Invest wird nicht ein wirtschaftlicher sein, sondern zB bei so einer Mission die Faszination, welche dies auf Menschen bewirken kann, welche sich ggf. dann intensiver für wissenschaftliche und philosophische Dingen interessiert. Also genau damit, was uns allgemein weiter bringt. Und wenn es nur ein einziger Mensch ist, der von Neugier "infiziert" wird.
Dadurch dass das Geld privat aufgebracht wurde, braucht sich niemand darüber aufregen. Vor allem dann nicht, wenn man nicht gleichzeitig, einen Teil des eigenen Geldes anstatt für Kino, Fußball und Urlaub ausgibt, der Nachbarsfamilie spendet, welche eventuell von Hartz IV leben muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 2