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Daten zu versiegelten Flächen: Zubetoniertes Deutschland
Oliver Berg / dpa

Forscher haben die Bebauung in Deutschland analysiert und herausgefunden: Das nächste Gebäude ist im Schnitt nie weiter weg als 1,5 Kilometer. Ausnahmen gibt es noch am ehesten dort, wo scharf geschossen wird.

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max-mustermann 27.08.2019, 19:42
1.

Nach dem ja nach wie vor immer mehr Menschen in die Städte drängen um sich dort bei Lärm und schlechter Luft in kleine teure Wohnungen zu quetschen wird sich das Problem langfristig entspannen, zumindest auf dem Land.

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salomon17 27.08.2019, 19:42
2. Passt die Überschrift?

Flächenversiegelung wäre tatsächlich mal ein wichtiges Thema. Im Artikel geht es aber um Abstände zwische Gebäuden.

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Wolfgang H. 27.08.2019, 19:52
3. Liegt am deutschen Baurecht....

aus dem vorletzten Jahrhundert. Das soll Splittersiedlung verhindern. Hat aber auch viele Nachteile, z.B. extrem hohe Grundstückspreise. Das Baurecht müsste geändert werden. Mit Auflagen müsste auch Bauen im Außenbereich erlaubt werden. ( z.B Erschließung auf eigene Kosten, Energie-Autarke Eigenversorgung) -hätte den Vorteil, dass viel Geld in die Wirtschaft fließen würde. Ist nicht gewollt von den derzeitigen Regierungsparteien.

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ventoux72 27.08.2019, 20:01
4. Unglaubwürdig

Es geht hier um einen durchschnittlichen Gebäudeabstand. Bei 350000qkm und 20000000 Wohngebäuden hat jedes Wohngebäude im Schnitt eine Fläche von 0.0175qkm. Demnach beträgt der mittlere Abstand eher 130m, also weniger als 1/10 der angegebenen Zahl. Wo steckt jetzt nun der Rechenfehler??

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Stäffelesrutscher 27.08.2019, 20:05
5.

Zitat von salomon17
Flächenversiegelung wäre tatsächlich mal ein wichtiges Thema. Im Artikel geht es aber um Abstände zwische Gebäuden.
Auch das hier ist semantischer Unfug:
»Das nächste Gebäude ist im Schnitt nie weiter weg als 1,5 Kilometer.«
Nicht »im Schnitt«, sondern mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent.
Und der Spruch »Wohnen in Deutschland: So nah ist das nächste Haus« ist ebenfalls nicht Gegenstand des Artikels. Weder »wohnen« noch »Haus«.

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Humanfaktor 27.08.2019, 20:08
6. Binsenweisheiten und sinnlose statistische Aussagen

Bereits als ich zur Schule ging, war es Lehrinhalt, dass Deutschland zu den am dichtesten besiedelten Ländern der Welt gehört. Damals war das Deutschland von heute noch geteilt und hieß BRD und DDR, wobei ein Blick auf die Landkarte leicht erkennbar auswies, dass es in der BRD etwas enger zuging, als in der DDR.
Statistische Mittel als Gesamtbetrachtung herzunehmen, ist statistischer Unfug und zeugt eher von statistischer Inkompetenz, als von Sachkenntnissen. Das lernt man im Rahmen jedes Studiums, das einen Statistikschein zur Grundlage des Abschlusses macht.
Was also sagt uns eine Aussage wie diese: "Forscher haben die Bebauung in Deutschland analysiert und herausgefunden: Das nächste Gebäude ist im Schnitt nie weiter weg als 1,5 Kilometer."
"Im Schnitt". Sag das etwas über die tatsächlich Dichte der Besiedlung aus? Warum wohl werden Besiedlungsdichten seit jeher in Einwohner je Quadratmeter ausgedrückt, und nicht in Gebäudeabständen über die gesamte Fläche gemittelt? Sagte letzteres etwas etwas über die dichter besiedelten Flächen aus? Sagte der Gebäudeabstand im Mittel über alles etwas über die sehr dünn besiedelten Flächen aus? Über welche Flächen sagt diese Aussage denn überhaupt etwas aus?
Ein statistisches Mittel lässt nur eine wirklich verlässlich zutreffende Aussage zu.: dass etwa 99,999% aller Stichproben von diesem statistischen Mittel abweichen werden. Das kennzeichnet das Wesen des Statistischen Mittels.
Welchen tatsächlichen Erkenntniswert hat also die Aussage: "Forscher haben [...] herausgefunden: Das nächste Gebäude ist im Schnitt nie weiter weg als 1,5 Kilometer."? In jeder Ansiedlung jeder beliebigen Größe ist diese Aussage falsch.

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k70-ingo 27.08.2019, 20:08
7.

Zitat von salomon17
Flächenversiegelung wäre tatsächlich mal ein wichtiges Thema. Im Artikel geht es aber um Abstände zwische Gebäuden.
Nein, die Überschrift paßt nicht, sie ist grob irreführend.

Aber sie generiert Clicks.

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Gluehweintrinker 27.08.2019, 20:33
8. Die Übernutzung des Planeten ist selbstzerstörerisch

Egal welche Parameter man zur Rate zieht: es sieht nicht gut aus aufgrund unserer unbändigen Gier nach Mehr. Es muss mehr Fleisch sein, mehr Besitz, größere Häuser, größere Autos, mehr Sport- und Spielflächen -ein Wald ist für Kinder ja längst nicht mehr gut genug, denn es könnte ja ein Ast abbrechen. Wie brachte es ein Kabarettist auf den Punkt? "Unsere Kinderspielplätze müssen mit Tartan ausgelegt sein, damit die fetten Kinder keine Krater reißen, wenn sie von der Wippe kippen". Wie wahr.

Das bisschen Rest-Grün in sterilen Vorstadtsiedlungen muss dann noch durch "Steingärten" ersetzt werden. Die Bezeichnung "Garten" ist eine Beleidigung für jeden Gärtner. Steinwüsten machen eben "viel weniger Arbeit". Hey, wenn Euch das Eigenheim im "Grünen" dann doch zu arbeitsintensiv ist, wieso begnügt Ihr Euch nicht mit einer Stadtwohnung und lasst die Gartenpflege durch die Hausverwaltung erledigen. Ach so: "Mein Kind soll nicht in der Großstadt aufwachsen". Verstehe. Aber Ihr fahrt hinein und heraus, mit zwei PKW und wenn die Kinder groß sind, mit vieren, um unsere Luft zu verpesten.

Satte 70% aller eisfreien Landfläche dient der menschlichen Nutzung. Das ist höchst ungesund für einen Planeten, der kaum mehr Räume besitzt, um seine Ökosysteme jenseits des Menschen am Leben zu halten. Die bei weitem größte Mehrheit aller Landwirbeltiere sind von der Biomasse her Nutzvieh, ebenfalls ungesund. Wir haben den Druck massiv erhöht, auf Land und Meer und Luft. Und wir wundern uns, wenn Mutter Natur zurück schlägt in Form dramatischer Hitzewellen, Dürren und Stürme? Mögen all die Warnzeichen massiv und zahlreich über uns hereinbrechen, auf dass wir noch zur Vernunft kommen, bevor es endgültig zu spät ist. Ich fürchte allerdings, dass wir uns aus dem kosmischen Genpool kicken, lange bevor wir überhaupt daran denken können, zu einem Exoplaneten zu reisen.

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pluuto 27.08.2019, 21:15
9. 83 Millionen

In unserer Gegend ist es das Isartal zwischen Landshut und der Isar- Mündung, im Volksmund "Aluminium- Valley" genannt: Jedes Jahr entstehen neue Logistikhallen und Gewerbegebiete, wo vor 20 Jahren nur das "Moos" war mit ein paar Dörfern und Bauernhöfe. Es ist so traurig.

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