Forum: Wissenschaft
Debatte über Mensch-Tier-Wesen: Bleibt bei den Fakten
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Ein japanischer Forscher will Mischwesen aus Mensch und Tier erzeugen, in Deutschland regt sich Kritik: Von "Frankenstein" ist die Rede, von einem "ethischen Megaverstoß". Das sind gefährliche Fehleinschätzungen.

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gossenphilosoph 02.08.2019, 04:49
20. Bei den Fakten bleiben ....

Fakt ist das jeder menschliche Eingriff in biologische Abläufe erstmal zu einer Krise geführt haben.
Fakt ist, nachdem ein Tabu gebrochen wurde haben Menschen alle Möglichkeiten "ausgetestet" .
Fakt ist das Mischwesen keinerlei rechtlichen Status haben - somit kann manmit Ihnen machen was man will.
Allein diese drei Fakten, lassen nichts gutes vermuten. Und die Realität, die von Menschen geschaffen wird, wird jede Vermutung übertreffen. Ich kann diese "Beschwichtigung" nicht ganz nachvollziehen. Nicht das ich die Forschung im allgemeinen für falsch halte, jedoch der 4. Fakt lässt mich ein Verbot fordern. 4. Fakt: Der hypokratische Eid hat einen Dr. Mengele nicht verhindern können.
Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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steppenwolf81 02.08.2019, 05:17
21. Ethik der Bedenkenträger?

Ich bin sehr den Wissenschaften zugewandt, doch ebenso einer vernünftigen Ethik, die bestimmt nicht reaktionär ist. Fakt ist, der vorgehaltene "Bedarf" an Spenderorganen, um dessen Erfüllung sich diese Forschung bezieht, ist gesteuert. Noch vor einigen Jahrzehnten gab es ihn gar nicht, heute explodiert er. Worin die Grenze dessen liegt, was alles transplantiert werden kann, entscheidet auch nur der technische Fortschritt. Was Sinn macht, ob es Sinn macht, das bleibt auf der Strecke. Wir setzen uns tatsächlich über Schranken hinweg, einen derartigen Organ-Fehlgeburtsklumpen von einem Tier austragen zu lassen? Wo bleibt die Ethik das Tier betreffend? Konsequent wäre, dass Menschen sich um sich kümmern und das an sich vornehmen! Und wir tun dies zur gleichen Zeit, da es unheilbar Kranken in Deutschland (und anderswo) nicht erlaubt ist bzw unmöglich gemacht wird, selbstentschieden ihr Leid arztgestützt medikamentös beenden zu können, wenn sie das Leben aufgeben möchten, zum Beispiel wegen eines Organversagens? Das so gezüchtete Organ einzupflanzen soll Patienten aber zugemutet werden? Selbst schuld wenn er leiden will, er hätte ja die Wahl gehabt? Wird dieser Widerspruch nicht als anmaßend begriffen und ethisch verwerflich betrachtet, dann sind wir weiter auf bestem Weg, den Patienten weiter zur Mensch-Maschine zu degradieren, und das Tier zum beliebigen Gewebeklumpen. Das hat nichts mit einer nur theologisch betrachteten Verschiebung einer Mensch-Tier-Grenze zu tun, wie der Artikel es hinstellen will.

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spon_4_me 02.08.2019, 05:54
22. Gegen Windmühlen

Respekt. Wichtige Kolumne. Ich fürchte nur, es ist vergebens. Man muss recht viel über Naturwissenschaft wissen, um überhaupt zu verstehen, worum es bei dem Thema geht. Es haben aber viele Bio in der 9. Klasse abgewählt und seitdem sich nicht mehr damit beschäftigt. Man müsste die reflexhafte Geschwätzigkeit der Politiker und Neigung, Nachrichten auf klickbare Soundbites zu reduzieren, stärker hinterfragen. Man bräuchte mehr Wissenschaftsjournalisten, die ihren Job verstehen. Mir scheint das in den Redaktionen eine immer rarere Gattung zu werden. Ich hoffe, wenigstens Frau Merlot bleibt uns und ihrer Linie erhalten.

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ausserhalbinlaender 02.08.2019, 06:10
23.

BeitragDas ist aber auch nichts Anderes als seichte Stimmungsmache. An gültigen Argumenten haben Sie, Frau Merlot, gar nichts Neues beigesteuert.
Ich empöre mich über Biologen, die neue Organismen erschaffen, deren einziger Daseinsgrund zu sein scheint, kaputte Organe von Menschen durch ihre gesunden Organe zu ersetzen. Wegwerflebewesen! Scheusslich, dee Gedanke! Ein kurzes Leben, damit ein anderes Lebewesen weiter atmen kann.

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NoBrainNoPain 02.08.2019, 06:42
24. interessant, wenn ich solche Versuche ablehne

gehöre ich also zur Gruppe der Impfgegner oder ähnlichen Idioten, oder bin zu dämlich das Für und Wieder richtig abzuwägen. Vielleicht finde ich es einfach nur widerlich, Lebewesen, die sich nicht wehren können, in einen neuem Umfang zu missbrauchen um die Grenzen unserer natürlichen Existenz weiter auszudehnen. Die Idee, man hätte ein Recht auf ein möglichst langes Leben, scheint sich immer mehr zu etablieren.

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herjemine 02.08.2019, 07:01
25. Immer das Gleiche

Ein Prozent Sachfremder Wissenschaftler zweifeln den menschgemachten Klimawandel an: Politiker und Wirtschaft wollen daraufhin nichts überstürzen.
Ein Prozent fehlerhafter Studien zu eZigaretten, die WHO und die Pharmaindustrie sorgen für Limitierungen und Verbote derselben.
Also den Homo Sapiens finde ich ich bei den Entscheidungsträgern eher nicht vor...

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Sol.Aris 02.08.2019, 07:11
26. Danke für diesen Kommentar!

Endlich wieder ein sachlicher Beitrag zur Thematik. Das Motto 'Fakten statt Meinungen - Argumentation statt hysterischer Schnappatmung" ist viel zu selten geworden im öffentlichen Diskurs. Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung, dass wir als Gesellschaft die Errungenschaften der Aufklärung nicht gänzlich wieder verlieren. Danke für diesen Kommentar!

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trulala 02.08.2019, 07:34
27. Freibrief der Wissenschaft?

Nein, Wissenschaftler müssen endlich verstehen, dass sie gegenüber der Gesellschaft verantwortlich sind. Bewegen sie sich im Graubereich, dann müssen sie nicht nur Forschungsgelder (meistens öffentliche!) beantragen, sondern vorneweg auch gesellschaftliche Zustimmung erfragen.
In diesem Sinne sind die Forscher eben die Ursache der aktuellen Diskussion und es wird nicht besser sich der zu entziehen oder der Öffentlichkeit vorzuwerfen, dass sie sich doch besser zu informieren habe.

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laubfr0sch 02.08.2019, 07:36
28. wirklich schlimm wird es evtl. erst noch

Über die ethischen Hintergründe kann man reden, ich bin etwas unentschlossen wie ich diese Mensch/Tierersatzteilzucht finde. Aber ich könnte mir vorstellen, dass das noch erst der Anfang einer Entwicklung ist. Was wäre denn technisch besser als menschliche Ersatzorgane in Tieren zu züchten? Das wäre es dieses halt in Menschen zu machen... nun kann man die Spender nicht nach Bedarf umbringen, also sorgen wir doch dafür, dass sie keine Menschen sind. Was macht einen Menschen aus? Das Bewusstsein. Züchten wir uns also auf genetischem Wege einen Brutmenschen mit so kleinem Großhirn, dass er kein Bewusstsein entwickelt, quasi auf Tierlevel verbleibt.

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Hans-Dampf 02.08.2019, 07:39
29.

Wissenschaftlicher Erkenntnis gewinn wäre ja prima - auch in solch einem Fall. Ich finde leider nirgends eine Angabe, ob das Vorhaben ein peer-review-Verfahren durchlaufen hat oder ob es eine Ethikkommission gab, die sich mit solch einem Vorhaben beschäftigt hat.

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