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Deutlich weniger Smog: Das Wunder von Peking
DPA

Jeden Winter verschwand Peking im Smog - nun ist die Luft plötzlich deutlich sauberer. Das kompromisslose Durchgreifen der Kommunistischen Partei zeigt Wirkung.

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brasilpe 15.03.2018, 11:17
1. Oh, oh.

Ob das Durchgreifen wohl auch verhältnismäßig ist?

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sikasuu 15.03.2018, 11:50
2. Da könnte man/Frau sich vielleicht chinesische Verhältnisse...

... auch in DE wünschen?
.
Viele Einwohner in Stuttgart, Düsseldorf usw. werden das jetzt wohl wenigstens mal an denken.
.
Den Verursachern von Luftvergiftung rigoros den "Freiraum" beschneiden?
.
Gut das wir in einem gefestigten demokratischem Land leben. Da dauern solche Prozesse so lange, bis auch die letzte Luft-Schadstoffquelle in Frieden selbst ausgestorben ist:-(
.
Peking usw. waren und sind wohl auch heute noch wirkliche "Luftdrecklöcher". Blauer Himmel ist mMn. kein Indikator dafür. (Vergl. "bauer Himmel" über der Ruhr vor > 40 Jahren) wenn keine nachhaltige Umweltpolitik hinter solchen Gedanken steht, verlagert man das Problem nur in die Fläche, löst es aber nicht.
(Prinzip hohe Schornsteine, dann fällt der Wald& der Mensch ganz weit weg um:-()
.

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Europa! 15.03.2018, 12:09
3. Eine sehr gute Nachricht

Die Luftverschmutzung in China hat mich seit Jahren bedrückt, weil sie auch Wirkung auf das Weltklima hat. Die Schließung von Fabriken, besonders von solchen, die Kohle verbrennen, hat sicher dazu beigetragen. Wenn jetzt aufgrund der neuen amerikanischen Zölle auf Stahl und Aluminium die Überproduktion dieser energieaufwendigen Metalle endlich zurückgeht, kann die Luft in China - und vielleicht auch in Europa - noch besser werden.

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localpatriot 15.03.2018, 12:30
4. London hat es vorgemacht

Zitat von sikasuu
... auch in DE wünschen? . Viele Einwohner in Stuttgart, Düsseldorf usw. werden das jetzt wohl wenigstens mal an denken. . Den Verursachern von Luftvergiftung rigoros den "Freiraum" beschneiden? . Gut das wir in einem gefestigten demokratischem Land leben. Da dauern solche Prozesse so lange, bis auch die letzte Luft-Schadstoffquelle in Frieden selbst ausgestorben ist:-( . Peking usw. waren und sind wohl auch heute noch wirkliche "Luftdrecklöcher". Blauer Himmel ist mMn. kein Indikator dafür. (Vergl. "bauer Himmel" über der Ruhr vor > 40 Jahren) wenn keine nachhaltige Umweltpolitik hinter solchen Gedanken steht, verlagert man das Problem nur in die Fläche, löst es aber nicht. (Prinzip hohe Schornsteine, dann fällt der Wald& der Mensch ganz weit weg um:-() .
In den frühen 1950er Jahren war London vom Smog heimgesucht. Wer im Sommer durch das Ruhrgebiet radelte hatte schnell eine Nase voll Schwarzes im Taschentuch, und Stuttgart im Nebel im Herbst war auch nichts zum lachen.
Heute ist das alles gelöst und mit Ausnahme vom Feinstaub muss man sich keine Sorgen mehr machen.
London war besonders streng: keine Kohleheizung im Haus und weniger Luftverschmutzung aus den Kraftwerken. Und der Kfz Verkehr war ohnehin um einiges geringer als er heute ist.

China kann das bestimmt nachmachen und mit Umrüstung der Kohlekraftwerke auf Erdgas und saubere Autos und Fabriken wird da einiges bringen. Aber es braucht bestimmt Zeit.

Früher sagte man in deutschen Industriestädten: Wo die Schlote qualmen wird Geld verdient. Und ganz nebenher, die frühen Satellitenaufnahmen um 1970 konnten das Rheinwasser zwischen Mannheim und Mainz nicht als Wasser erkennen. Die Belastung war zu gross.

Ich bin sicher dass man in Spiegelarchiv einiges finden könnte.

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KommenTatort 15.03.2018, 12:54
5. zweischneidiges Schwert

Gut für die Bewohner des Nordens von China, wenn die Luftverschmutzung verringert wird. Im Winter hat das wirklich furchterregende Ausmaße angenommen...
Eine eher schlecht Nachricht für den Rest der Welt, denn die massiven Aerosoleinspeisungen der chinesischen Industrie (die Werkstatt der Welt) verhindern eine noch schnellere Erwärmung der Erde.
Wir (Menschheit) haben uns in ein tolles Dilemma hinein manövriert: Entweder wir vergiften uns mit den Aerosolen oder beschleunigter Klimawandel macht die Erde zunehmend weniger bewohnbar...
Nur massiver Entzug von CO2 aus der Atmosphäre könnte dieses Dilemma durchbrechen (weniger CO2-Einspeisung genügt hier nicht mehr). Das ist technologisch bisher kaum machbar aber selbst wenn es machbar wäre, würde man die erforderlichen gigantischen Investitionen kaum politisch durchsetzen können.
Mir tun unsere Kinder und Enkel leid...

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neanderspezi 15.03.2018, 13:03
6. Messwerte bleiben zu der guten Luft außen vor

Sieht zwar immer noch sehr trüb aus, siehe Bild 10 mit Hostessen vor der Halle des Volkes mit milchigem Hintergrund am 03. März 2018, aber der Vergleich durch Abbildungen "Vorher" beispielsweise 2017, zu "Nachher" 2018 gleiche Zeit, wird tunlichst vermieden und die Atemfilter vor dem Gesicht bleiben unten, da sie vermutlich auf Geheiß der Partei nicht mehr benutzt werden dürfen. So fällt es viel leichter dem staunenden Betrachter atemfreundliche Luft mittels Hopsasa fideralala zu erkennen zu geben, die Hostessen bringen ihr beglücktes Atmen gut rüber.

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Europa! 15.03.2018, 13:29
7. Interessanter Zusammenhang, vielen Dank

Zitat von KommenTatort
Gut für die Bewohner des Nordens von China, wenn die Luftverschmutzung verringert wird. Im Winter hat das wirklich furchterregende Ausmaße angenommen... Eine eher schlecht .......
Die negative Korrelation zwischen Aerosolen und Erderwärmung war mir so gar nicht bewusst.
Bei der Schließung von Fabriken und der (in China stark zunehmenden) Nutzung von Erdgas, Photovoltaik und Erneuerbaren Energien wird aber auch viel CO² eingespart. Bei der Elektromobilität sind die Chinesen ohnehin sehr viel weiter als wir - was aber auch damit zu tun hat, dass Autos (und E-Motorroller!) vor allem als Nahverkehrsmittel genutzt werden, während der Personenverkehr zwischen den Städten immer häufiger mit den extrem schnellen und komfortablen Hochgeschwindigkeitszügen bewältigt wird. Insgesamt ist der ökologische Fußabdruck eines Chinesen aber ohnehin (noch) viel bescheidener als der von Europäern und Amerikanern.

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c.PAF 15.03.2018, 14:55
8.

Zitat von sikasuu
Da könnte man/Frau sich vielleicht chinesische Verhältnisse... auch in DE wünschen? . Viele Einwohner in Stuttgart, Düsseldorf usw. werden das jetzt wohl wenigstens mal an denken. . Den Verursachern von Luftvergiftung rigoros den "Freiraum" beschneiden? . Gut das wir in einem gefestigten demokratischem Land leben. Da dauern solche Prozesse so lange, bis auch die letzte Luft-Schadstoffquelle in Frieden selbst ausgestorben ist:-(
Sie wollen doch nicht allen Ernstes die Luft in Peking mit Stuttgart und Düsseldorf vergleichen.

Selbst die aktuellen Luftverhälnisse in Peking sind noch weit von der Qualität in Stuttgart und Düsseldorf entfernt. Hätte Peking diese Luftqualität, würde ein großes Freudenfest gefeiert werden. Hoffentlich ohne Feuerwerk. Feinstaub. Sie wissen schon, oder?

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brandtner 15.03.2018, 19:41
9. Zweitakter?

Ich habe in Peking selbst 2011 nicht mehr als eine Handvoll 2-Takt-Fahrzeuge gesehen. Die allermeisten Roller, Dreiräder (Müllmänner) oder sogar Taxis waren und sind inzwischen elektrisch. China und vor allem Peking ist hier Europa Lichtjahre voraus. Wir haben den Anschluss schon vor Jahren verloren.

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