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Deutsche Aufsichtsbehörde: Offshore-Windparks fördern die Artenvielfalt
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Es ist ein einigermaßen verblüffendes Ergebnis: Nach einer Studie des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie können Windparks vor den deutschen Küsten durchaus ökologische Vorteile bringen. Die Daten stammen aus der Testanlage "Alpha Ventus".

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dr.u. 30.10.2013, 13:10
1. Refugium

Zitat von sysop
Es ist ein einigermaßen verblüffendes Ergebnis: Nach einer Studie des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie können Windparks vor den deutschen Küsten durchaus ökologische Vorteile bringen. Die Daten stammen aus der Testanlage "Alpha Ventus".
Wenn sich Fischbestände im Schutz von Windparks (kein Fangflotten-Verkehr) wieder erholen können, umso besser.
Interessant wäre, in wie weit ein Bewuchs der Fundamente diesen schadet oder nützt udn in wie weit durch veränderte Dämpfung vielleicht sogar der Betriebsschall der WKAs unter Wasser reduziert wird.

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hauptsache_dagegen 30.10.2013, 13:47
2.

Eines der wenigen Beispiele für gelungene Kulturlandschaften - zusammen mit Schiffswracks und Kalkmagerrasen.

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Markus Landgraf 30.10.2013, 17:00
3. Fliegen und Natur

Zitat von sysop
Es ist ein einigermaßen verblüffendes Ergebnis: Nach einer Studie des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie können Windparks vor den deutschen Küsten durchaus ökologische Vorteile bringen.
Toll! Das ist übrigens bei Flughäfen auch so. Nicht wenige Europäische Flughäfen haben innerhalb ihrer Absperrungen Naturschutzgebiete. Einfach klasse, wie sich die Natur entwickelt, wenn man ihr einfach ein bisschen Raum lässt und nicht alles mit Straßen zupflastert.

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candido 30.10.2013, 17:25
4. Brent Spar

Deswegen waren alle Aktionen gegen die Versenkung der Brent Spar (und die bekanntlich keine chemischen Rückstände enthielt) nachträglich kontraproduktiv. Nicht nur im Golf von Mexiko hatten Wissenschaftler schon festgestellt, dasss Wracks ideale Ökogebiete sind. Dies hielt natürlich die evangelische Kirche wie üblich damals nicht davon ab auf den popülistischen "wir sind dagegen" Zug aufzusteigen. Seitdem hat sie ein Mitglied weniger.

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fischfreund2 30.10.2013, 17:46
5. Frage der Maßstäbe

Die gleiche Zunahme der Artenvielfalt oder Biodiversität lässt sich messen, wenn man Shell erlauben würde, als künstliches Hartsubstrat ausgediente Bohrinseln ins Meer zu versenken. Das Meerestier kann den Unterschied zwischen Bohrinsel und Windanlagenfundament nicht wahrnehmen. Wenn man so offensichtlich die Sachverhalte mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet, dann verabschiedet man sich langsam aus dem Zeitalter der Aufklärung. Die allergrößte Artenvielfalt gibt es übrigens in Hagenbecks Tierpark.

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mischnik 30.10.2013, 17:59
6.

Die Brent Spar sollte in der Tiefsee versenkt werden, da gibt es keine Korallenriffe. Auch gab es kein unabhhängiges Gutachten, ob das Ding sauber war. Sollte ja auch in internationalen Gewässern verschwinden.

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axel.hag 31.10.2013, 08:12
7. Atomkraftwerke

foerderten am Kuehlwasserauslauf dasWachstum von Fischen - bei gleichzeitigem Einspeisen Von Strom in das Verbundnetz

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kilminster 31.10.2013, 13:17
8.

Zitat von fischfreund2
Die gleiche Zunahme der Artenvielfalt oder Biodiversität lässt sich messen, wenn man Shell erlauben würde, als künstliches Hartsubstrat ausgediente Bohrinseln ins Meer zu versenken. Das Meerestier kann den Unterschied zwischen Bohrinsel und Windanlagenfundament nicht wahrnehmen. Wenn man so offensichtlich die Sachverhalte mit unterschiedlichen Maßstäben bewertet, dann verabschiedet man sich langsam aus dem Zeitalter der Aufklärung. Die allergrößte Artenvielfalt gibt es übrigens in Hagenbecks Tierpark.
Man sollte eigentlich meinen, dass der Unterschied zwischen Fundamenten eines nicht verschmutzen Bauwerkes in einer Flachwasserzone und den Überbleibseln eines Ölterminals in 2.5 km Tiefe sich von selbst erschließt.

Zwar war die Brent Spar nicht mehr mit Öl gefüllt, aber trotzdem wären bei der vorgesehenen Versenkung mehrere Kilo PCB (giftig, Krebsauslösend) und zwischen 75 und 100 Tonnen Kohlenwasserstoffe (Öl, Schmiermittel usw) in der Tiefsee entsorgt worden.

Aber solange die Meerestiere den Unterschied nicht wahrnehmen ist es ja egal. Selbst wenn sie später mal mit all den angereicherten Nettigkeiten auf Ihrem Teller landen? ;-)

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peterpups5 01.11.2013, 16:58
9. beruhigend,

das die ersten Kommentare in die korrekte Richtung der Zukunft blicken. Bedenklich, dass Leute schon bei der Nennung eines kurzfristig positiven Effekt die möglichen Langzeitfolgen im geiste automatisch negiert werden. Wenn hinter diese "Ergebnissen" keine Lobby, steckt weiss ich auch nicht mehr was ich denken soll. (am besten garnichts, obv.) B-D

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