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Deutsche Klimaziele in Gefahr: Fünf Millionen Tonnen Treibhausgase mehr
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Deutschland will bis 2020 seinen CO2-Ausstoß deutlich senken. Doch im ersten Halbjahr 2017 sind sie sogar wieder gestiegen. Das zeigen neue Emissionszahlen, die dem SPIEGEL vorliegen.

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spiritof81 04.08.2017, 18:17
1. Physik lässt sich nicht austricksen

Jeder, der über ein gesundes Mindestmaß an naturwissenschaftlichem Sachverstand verfügt, war klar, dass die Emissionsziele unrealistisch sind.

Denn wer quasi emissionsfreie Kernkraftwerke abstellt, welche, was Zuverlässigkeit in der Strombereitstellung betrifft, nur durch CO2 ausstoßende Kraftwerke substituiert werden können, muss damit leben, dass die Emissionen trotz Milliardensubventionen via EEG sowie Effizienzmaßnahmen nicht signifikant sinken.

Dass Deutschland überhaupt seinen Ausstoß bis 2016 um ca. 27 % senken konnte, ist vorrangig mit der Stillegung bzw. Modernisierung CO2-intensiver Betriebe auf dem Gebiet der einstigen DDR sowie dem Abwandern solcher Betriebe nach Fernost zu erklären.

Das Problem wurde also nicht gelöst, sondern verlagert.

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Palmstroem 04.08.2017, 18:54
2. Treibhausgase werden weiter steigen

Wenn nun ein Atomkraftwerk nach dem anderen stillgelegt wird, werden die Treibhausgase weiter steigen.
Denn die Erneuerbaren produzieren zwar an manchen Tagen riesige, überflüssige Strommengen, aber in den Zeiten der Dunkelflaute manche Wochen fast nichts. Dafür bleiben nun nur noch Kohlekraftwerke als Reserve.

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womo88 04.08.2017, 18:58
3. Selber Schuld!

Irgendwie sind wir alle doch selbst dran Schuld. 1979 fuhr ich ein Auto mit 64 PS, für damalige Verhältnisse ein schnelles Auto, ein kleiner Flitzer. Wer fährt heute noch mit 64 PS durch die Gegend? Der R 5 TS war damals aufgrund seiner mächtigen 64 PS als Zweitwagen kaum verkäuflich. Da fuhr man 40 PS. Inzwischen haben Autos eine Entwicklung durchgemacht, immer mehr PS bei gesenktem Verbrauch pro PS, aber im Endeffekt verbrauchen sie mit mehr PS das Gleiche wie damals. Der absolute Spritverbrauch sinkt nicht.
Man versuche heute mal ein Auto mit 64 PS zu kaufen. So ein kleiner Ford mit 900 ccm und 3 Zylindern rollt mit 100 PS daher.
Früher hatte der Golf GTI so um die 100 PS. Heute hat der 220 PS. Dumme Frage: 64 PS reichten damals für 150 km/h. Das reichte damals und würde auch heute reichen. Wozu brauche ich 220 PS im Alltag? Weniger PS = weniger Spritverbrauch = bessere Umweltbilanz!
(Das schreibt einer, der mal mit 460 PS durch die Gegend fuhr und zwei V8 in der Garage stehen hatte bis er spät merkte, dass man die nicht braucht. Seit einigen Jahren weiß ich das.)

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brutus972 04.08.2017, 19:00
4. Überall sagen: "Ich mache mit!" - Dann tut sich nichts mehr...

Das ist doch Merkels Prinzip. Merkels 1 Mio. Elektro-Autos. Versprochen & nichts getan dafür. Klimavertrag in Paris unterzeichnet und Wind- & Sonnenenergie, zusammen mit der SPD zugunsten der Kohle aus-gebremst! 2050 soll es "Null-Emissionen" im Verkehr geben. Gerade der Dieselgipfel hat doch gezeigt, wie e läuft! Wenn es 2050 Null-Emissionen" im Verkehr geben soll, dann verbieten wir Verbrennungsmotoren 2049. Weil wir das dann nicht einhalten können, gibt es dann eine Laufzeitvelängerung von 30 Jahren! Die Exporte gehen dann vom Hoch-See-Hafen im Harz aus!

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NahGha09 04.08.2017, 19:01
5. Wasch' mich, aber mach' nicht nass!

Zitat von spiritof81
Jeder, der über ein gesundes Mindestmaß an naturwissenschaftlichem Sachverstand verfügt, war klar, dass die Emissionsziele unrealistisch sind. Denn wer quasi emissionsfreie Kernkraftwerke abstellt, welche, was Zuverlässigkeit in der Strombereitstellung betrifft, nur durch CO2 ausstoßende Kraftwerke substituiert werden können, muss damit leben, dass die Emissionen trotz Milliardensubventionen via EEG sowie Effizienzmaßnahmen nicht signifikant sinken. Dass Deutschland überhaupt seinen Ausstoß bis 2016 um ca. 27 % senken konnte, ist vorrangig mit der Stillegung bzw. Modernisierung CO2-intensiver Betriebe auf dem Gebiet der einstigen DDR sowie dem Abwandern solcher Betriebe nach Fernost zu erklären. Das Problem wurde also nicht gelöst, sondern verlagert.
So ist es leider. Die Sache mit den Windrädern, Solarzellen etc. wird nicht in dem Maße funktionieren, wie viele Träumer das gerne hätten. Wenn wir unseren Energierkonsum nicht drastisch herunterfahren (und es sieht nicht danach aus), müssen wir uns wohl oder übel für einen Tod entscheiden: Das heißt, entweder Kernkraftwerke mit all ihren Risiken und Langzeitfolgen oder die Verstromung fossiler Brennstoffe mit all dem Scahdstoffausstoß und den eventuellen Folgen für das Klima.

Unsere westliche Gesellschaft und unser ganzer Lebenswandel hängen von der individuellen Mobilität und dem Warentransport ab. Ich sehe nicht, dass sich das in absehbarer Zukunft ändern wird, es sei denn das Öl geht uns wirklich aus. Ohne den Einsatz von Öl zur Düngemittelherstellung hätten wir in Europa Versorgungsengpässe mit Lebensmitteln, Medikamenten und all den schönen anderen Dingen, die man aus Öl herstellt. Ich bin der Meinung, dass Öl viel zu wertvoll ist, um es einfach nur zu verbrennen. Sei es im Auto oder zum Heizen. In diesen Bereichen könnte man sicherlich (in naher Zukunft) Strom als Alternative einsetzen. Aber nur, wenn wir mit dieser unsäglichen Energiewende Schluss machen.

Herr Fleischhaue hat nämlich völlig Recht mit seiner provokanten Aussage Verarmt, dafür aber ökologisch vorbildlich.

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knuty 04.08.2017, 19:02
6.

Zitat von spiritof81
Jeder, der über ein gesundes Mindestmaß an naturwissenschaftlichem Sachverstand verfügt, war klar, dass die Emissionsziele unrealistisch sind. Denn wer quasi emissionsfreie Kernkraftwerke abstellt, welche, was Zuverlässigkeit in der Strombereitstellung betrifft, nur durch CO2 ausstoßende Kraftwerke substituiert werden können, muss damit leben, dass die Emissionen trotz Milliardensubventionen via EEG sowie Effizienzmaßnahmen nicht signifikant sinken. Dass Deutschland überhaupt seinen Ausstoß bis 2016 um ca. 27 % senken konnte, ist vorrangig mit der Stillegung bzw. Modernisierung CO2-intensiver Betriebe auf dem Gebiet der einstigen DDR sowie dem Abwandern solcher Betriebe nach Fernost zu erklären. Das Problem wurde also nicht gelöst, sondern verlagert.
Welche Naturgesetze sprechen denn gegen die Senkung von CO2-Emissionen?

Die CO2-Emissionen bei der Stromproduktion sind ja gesunken, trotz der Abschaltung von Atomkernkraftwerken, aber eben nicht die CO2-Emissionen des Vekehrs, die eben angestiegen sind.

Hätte man die alten, ineffektiven Braunkohle-Kraftwerke nicht durch modernere, effektivere Braunkohle-Kraftwerke ersetzen sollen?

DDR-Betriebe sind nach Fernost ausgewandert? Wo steht denn das Werk, dass Trabants und Wartburgs produziert?

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JaguarCat 04.08.2017, 19:06
7. Zu viele Kostenlos-Zuteilungen

Zu viele CO2-Zertifikate werden kostenlos zugeteilt. Entsprechend hat die Industrie derzeit überhaupt kein Interesse, ihre Emissionen zu senken. Im Verkehr steigen die Emissionen, weil der Kraftstoffpreis deutlich gefallen ist. Die Gegenmaßnahme hier wäre eine Erhöhung der Mineralölsteuern. Und im Wohnungsbereich muss man halt endlich die energetischen Sanierungen in Angriff nehmen - natürlich mit vernünftigen Dämmstoffen, nicht mit brennbarem Styropor.

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brutus972 04.08.2017, 19:15
8. Deutschland ist Exportweltmeister für Kohle-Strom

Zitat von spiritof81
Jeder, der über ein gesundes Mindestmaß an naturwissenschaftlichem Sachverstand verfügt, war klar, dass die Emissionsziele unrealistisch sind. Denn wer quasi emissionsfreie Kernkraftwerke abstellt, welche, was Zuverlässigkeit in der Strombereitstellung betrifft, nur durch CO2 ausstoßende Kraftwerke substituiert werden können, muss damit leben, dass die Emissionen trotz Milliardensubventionen via EEG sowie Effizienzmaßnahmen nicht signifikant sinken. Dass Deutschland überhaupt seinen Ausstoß bis 2016 um ca. 27 % senken konnte, ist vorrangig mit der Stillegung bzw. Modernisierung CO2-intensiver Betriebe auf dem Gebiet der einstigen DDR sowie dem Abwandern solcher Betriebe nach Fernost zu erklären. Das Problem wurde also nicht gelöst, sondern verlagert.
Man sollte das mal nicht so ideologisch sehen! Siehe: http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/deutschland-schafft-stromexport-rekord-trotz-atomausstieg-a-866226.html . Frankreich hat gelacht, als bei uns der Atomausstieg verkündet wurde. Da man nicht alle Eier in einen Korb legen soll, musste 1/3 der Automeiler in Frankreich, wegen "Betrügerischer Materialherstellung" abgeschaltet werden. Nun rate mal, woher der Strom für Frankreich kam? Aus Deutschland Wind-, Solar- & Kohlekraftwerken, wo schon etliche Atommeiler abgeschaltet waren. Ich bin oft in Frankreich und muss im Winter hören, um welche Uhrzeit, die die Waschmaschine, wegen Stromknappheit anschalten sollen....
Info: Frankreich hat fast zu 80% auf Atomstrom gesetzt.

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neoleo99 04.08.2017, 19:18
9. Held der Einsparung

Wer wäre in unserer Gesellschaft der Held der CO2 - Einsparung ? Na, mal kurz überlegt. Eigentlich ist es nicht der Topperformer, mit 2 SUVs, Eigenheim im Grünen, und Arbeitsplatz in 50 km Entfernung, 1 (oder mehr) Fernreise im Jahr, Mitglied in einer konservativen Partei (gerne CSU). Nein, der ist es sicher nicht. Aber er wird als das Nonplusultra des persönlichen Erfolgs überall hervorgehoben. Aber da gibt es ja das grasse Gegenteil: H4-Empfänger, kein Auto, Mini- Job zu dem man nicht pendeln muss, keine Fernreisen (zumindest nicht regelmässig über die Jahre), kein Eigenheim ( wenn ja, dann sicher kein Luxusbau). Diese Person erfüllt die CO2-Ziele locker, aber solange wir den Protz-Deutschen über den grünen Klee loben, solange wird das mit der CO2-Einsparung nicht funktionieren !

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