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Deutscher Max-Planck-Forscher: Warum dieser Biologe nichts gegen genveränderte Pflanz
DPA

Genveränderte Pflanzen machen vielen Verbrauchern Angst. Eine ganz andere Position vertritt der Forscher Detlef Weigel. Er sagt: "Bio" kann die Welt nicht retten, und Europa wird bald in großem Stil Gentechnikpflanzen anbauen.

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tomatosoup 12.05.2018, 15:54
70. Die „Grünen“ - Finsterstes Mittelalter

Die „Grünen“ fördern nur ihre Politreligion. Sie handeln ähnlich wie religiöse Fundamentalisten, indem Sie zuerst Angst verbreiten und dann Hoffnung machen und die Erlösung versprechen. Es scheint, als würde ihre unwissenschaftliche Esoterik als Waffe gegen die Vernunft eingesetzt. Die genveränderten Pflanzen sind nützlich und notwendig, damit auch in Zukunft noch genügend Lebensmittel für die ständig wachsende Menschheit produziert werden können. Es bleibt dem Hochmut einer egomanen und selbstverliebten „Grünen“-Kaste vorbehalten, darüber die Nase zu rümpfen oder Tiraden vom Stapel zu lassen. Irgendwann reicht es mal, irgendwann ist das ganze „grüne“ Getue am Ende, und dieses „Irgendwann“ ist jetzt. Weigel hat die Unlogik der „Grünen“ zu recht schonungslos kritisiert, und man reibt sich verwundert die Augen, dass SPIEGEL online seine Stimme nicht unterdrückt.

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melnibone 12.05.2018, 15:55
71. Der Mann ...

sieht die Zukunft klar und deutlich.
Habe noch ein Radiointerview im Gedächtnis: dass wenn wir alles Bio plus Nachhaltige Anbau- und Viehwirtschaft wirklich den optimalen Bedingungen anpassen würden ... zusätzlich jetzt schon die halbe Fläche Afrikas nur für Uns mitbelegen müssten.
Also Anbau mit Weitsicht für die Tier- und Pflanzenwelt drumherum.
Tierhaltung mit Auslauf für die Viecher.
Wir halten die Bio-Schwindeleien für unsere gesellschaftliche Entlastung.
Staatlich geförderte Bürgergewissensberuhigung.
Und die Weltbevölkerung nimmt zugleich stetig zu.
Aber so ist das mit den Erkenntnissen von Oben. Da ist teilweise wenig Wahrheit dabei.

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permissiveactionlink 12.05.2018, 16:00
72. #43, alpstein

Die Veränderungen während der Meiose haben nichts, aber auch gar nichts mit Mutationen zu tun. Es handelt sich vielmehr um Rekombination bereits im Organismus vorhandenen mütterlichen und väterlichen genetischen Materials (Mitochondrien und Y-Chromosom ausgenommen). Züchtung funktioniert sogar ganz ohne Mutationen, indem bestimmte bereits vorhandene Merkmalskombinationen in der Meiose zufällig entstehen und gezielt ausgewählt werden. Ganz so weit kann es mit Ihrem angeblichen Fachwissen also nicht her sein. Ein Biologe und speziell Molekulargenetiker hätte so etwas nicht geschrieben, und ein studierter Landwirt sicher auch nicht. Wahrscheinlich sind Sie ein ganz normaler Lohnschreiber der Agroindustrie, also nicht wirklich ernst zu nehmen ! Jeder Abiturient mit Leistungskurs Biologie weiß diesbezüglich mehr als Sie.

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Lord Menial 12.05.2018, 16:12
73.

Zitat von bernd0963
besteht ein gewaltiger Unterschied in genetischen Veränderungen in der Natur oder vom Menschen herbeigeführt ! Veränderungen die in der Natur entstehen haben eine Sinn oder Vorteil zur bestehenden Art.
In dieser Aussage offenbart sich das Kernproblem: ein krasses Missverständnis der Abläufe in der Natur.
Veränderungen in der Natur sind, das ist zweifelsfrei bewiesen, völlig zufällig. Nackter Zufall ist das Gegenteil von "Sinn". Der "Sinn" entsteht in der Folge durch die Auslese (Selektion), einem wesentlichen Vorgang der Evolution.
99% aller Veränderungen in der Natur sind nicht sinnvoll oder zum Vorteil der Art. Sie gehen deshalb in der Selektion unter (werden "ausgemerzt"!).
Gentechnische Eingriffe bei Nutzpflanzen haben einen Sinn, zum Beispiel der Steigerung des Nährwertes, der Entfernung ungenießbarer Inhaltsstoffe etc.

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permissiveactionlink 12.05.2018, 16:16
74. #55, alpstein

Sie schon wieder ! Was schreiben Sie denn da für wirres Zeugs ? Die durchschnittliche Überlebensdauer einer Organismenart liegt geschätzt bei ca. 4 Millionen Jahren. Die industrielle Landwirtschaft senkt in erschreckendem Tempo innerhalb von Jahrzehnten die Artenvielfalt in Mitteleuropa, aber auch anderswo auf der Welt. Selbst wenn 99 Prozent aller Arten in ca. 550 Millionen Jahren ausgestorben sind, was sagt das schon ? Gar nichts ! Außer vielleicht, das jede noch rezente Art davon genetisches Material früherer, ausgestorbener Arten enthält, das u n e r s e t z l i c h ist. Der Verlust der Artenvielfalt hat in erster Linie die industrielle Landwirtschaft und die Überfischung der Weltmeere zu verantworten. Die Gentechnik wird noch weiter zur Verödung der landwirtschaftlichen Flächen und zur genetischen Verarmung der gegen Schadorganismen höchst anfälligen Monokulturen führen. Aber das interesssiert Sie ja nicht, denn Sie vertreten hier ja nicht die Vernunft, sondern den hemmungslosen Reibach, den Sie dann noch hinter einer angeblichen Sorge um hungernde Menschen verstecken. Auch Gentechnik macht nur jene satt, die sich die Produkte leisten können. Und gerade Patentierung wird diese Agrarprodukte unerschwinglich machen. Ihr Lobbyismus macht also niemanden satt, im Gegenteil !

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Lord Menial 12.05.2018, 16:17
75.

Zitat von kumi-ori
Wenn ich ein Stück Schweinefleisch esse, das nicht asu gentechnisch veränderter Produktion stammt, dann heißt das, dass bei der Zeugung des Ferkels Schweinegene vom Mutterschwein und Schweinegene vom Vaterschwein sich im Ferkelschwein zusammengefunden haben, und nicht Gene von Bacillus thuringiensis. .....Entscheidend ist für mich, dass der Genpool natürlichen Ursprungs ist.
Damit die Spermien von Vater Schwein zur Eizelle von Mutterschwein kommen, brauchen Sie Energie. Die kommt aus Mitochondrien. Mitochondrien sind "domestizierte" Bakterien!°
Das Erbgut von Mutter und von Vater Schwein enthält Bakterienerbgut!
Und der Genpool der Hausschweinerassen ist seit Jahrtausenden vom Menschen "gelenkt" und sicher nicht "natürlichen Ursprungs".

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quercusuevus 12.05.2018, 16:19
76.

Zitat von quark2@mailinator.com
Das Getreide, das alle Jungs 2% kleiner/dümmer bleiben läßt ... Hmmm, schwierig.
Bei einigen Beiträgen hier könnte man durchaus zur Erkenntnis kommen, dass dieses Getreide in Deutschland bereits angebaut wird ...
Was der Artikel übrigens unterschlägt: auch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist der Auffassung, dass es sich bei Pflanzen, die mittels Genome Editing in einzelnen Nukleotiden verändert wurden und bei denen keine Fremd-DNA eingebracht wurde, nicht um GVO im Sinne des Gentechnikgesetzes handelt:

https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/06_Gentechnik/Stellungnahme_rechtliche_Einordnung_neue_Zuechtung stechniken.pdf?__blob=publicationFile&v=11

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timstax 12.05.2018, 16:22
77. Hoffentlich unabhängig

„Es wurde Zeit, dass bei der Diskussion" Anwendung von Gentechnik ja oder nein" ein kompetenter Wissenschaftler zu Worte kommt und die Problematik kühl und sachlich bewertet“, schreibt augu1941.
Leider sind hier viele Forscher unterwegs, die in der einen oder anderen Weise mit der Biotec-Industrie verbandelt sind. Wenn sich jemand derart ins Zeug legt kommt bei mir einer gewisser Argwohn auf, dass es sich womöglich nicht um eine wirklich unabhängige Stimme handelt.

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Lord Menial 12.05.2018, 16:24
78.

Zitat von chalchiuhtlicue
Bei der Züchtung werden nur natürlich vorkommende Eigenschaften in dem gezüchteten Tier/Pflanze vereint. Bei der Veränderung von Genen werden Gene von komplett fremden Arten (z.B. Tomate in Kartoffel) eingeführt und somit völlig neue Arten geschaffen oder sogar künstliche Gene, ....
Das ist in mehrfacher Hinsicht falsch:
1) Bei der konventionellen Pflanzenzüchtung kommen mutagene Agenzien wie UV-Strahlung, EMS u.a.m. zum Einsatz! Dadurch entstehen regellose Mutationen im Erbgut!!
2) Bei der Gentechnik wird nicht notwendigerweise Erbgut einer anderen Art eingesetzt!
Zum Beispiel wurde bei der berühmten "FlavrSavr"-Tomatensorte nur ein Gen abgeschaltet. Wo soll da das Problem sein.
Übrigens gehören Tomate und Kartoffel zur selben Gattung von Pflanzen. Wo ist das Problem.
Was ist, wenn man das unveränderte (!) Erbgut von Tomate und Kartoffel durch Protoplastenfusion zusammenbringt (Ergebnis: Tomoffel:
https://www.ndr.de/ratgeber/garten/nutzpflanzen/Tomoffel-Kartoffeln-und-Tomaten-veredeln,kartoffeltomate100.html
Problem?
Und "neue" Gene entstehen andauernd: hast du gewußt, daß das adaptive Immunsystem des Menschen genau darauf beruht? Jawohl: in deinen weißen Blutkörperchen werden durch zufälliges Zusammenfügen von Genmodulen neue Gene erschaffen!

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gerd0210 12.05.2018, 16:25
79.

Zitat von bernd0963
besteht ein gewaltiger Unterschied in genetischen Veränderungen in der Natur oder vom Menschen herbeigeführt ! Veränderungen die in der Natur entstehen haben eine Sinn oder Vorteil zur bestehenden Art. Dahinter stehen vielfältige und oft sehr komplexe Vorgänge in der Natur - die der Mensch nicht mal Ansatzweise erforscht hat. Der Mensch bastelt sich Dinge zusammen die ihm gerade in den Kram passen - Gentechniker betrachte ich eher als kleine Kinder die in der Garage Vaters Kettensäge gefunden haben und den Knopf zum Starten - was genau passier ..... davon haben die keinen blassen Schimmer.
Das ist richtig. Ein Züchter kreuzt, um ein neues Produkt zu erhalten, dass sich fortan selber fortpflanzen kann.

Man kann auch durch lange Inzesstreihen, Eigenschaften herausarbeiten, die dann nach Kreuzung anderer Inzesstreihen die gewünschten Eigenschaften hervorbringen.

Leider bleiben solche Eigenschaften aber nicht für die Nachkommen erhalten.

Darüber hinaus können heute Gensequenzen aufgetrennt und mit ganz anderen Sequenzen wieder gefüllt werden. Das hat mit Züchtung überhaupt nichts mehr zu tun.

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