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Deutscher Wetterdienst: So heiß und trocken war es von April bis Juli noch nie
Deutscher Wetterdienst

Dieser Sommer ist nicht nur ungewöhnlich warm, sondern vor allem extrem trocken. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 wurde ein so großes Niederschlagsdefizit gemessen.

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Hermes75 05.08.2018, 12:23
140.

Zitat von spiegelklammer
sollte man mal erwähnen, dass es dafür in Island seit Anfang Mai nur 7 Tage ohne Regen bei Temperaturen um die 12 - 15°C gab.
Kann man erwähnen, ist aber nicht relevant, da auf Island nur eine halbe Million Menschen lebt in Europa aber eine halbe Millarde.
Regnerisches und kühles Wetter in Island bringt auch keine Menschen um - +47°C in Spanien hingegen schon - von den gewaltigen wirtschaftlichen Schäden durch die Trockenheit mal abgesehen.
Und wenn wir schon dabei sind: Australien erlebt gerade die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten, ebenso Korea.

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Das Pferd 05.08.2018, 12:57
141.

Zitat von spiegelklammer
sollte man mal erwähnen, dass es dafür in Island seit Anfang Mai nur 7 Tage ohne Regen bei Temperaturen um die 12 - 15°C gab.
ja, natürlich. Es ist dieses Jahr in vielen Gegenden wärmer und sehr trocken. Wärner bedeutet, besonders über dem Meeer, stärkere Verdunstung. Irgendwo muß der Regen ja fallen. Nur über dem Nordatlantik nützt er den Bauern wenig.

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MonsterKrabbe 05.08.2018, 14:18
142. Quintessenz

Zitat von permissiveactionlink
In meinem Beitrag wollte ich mit meinem Hinweis auf die Solarkonstante nur zum Ausdruck bringen, dass die auf die Erdhalbkugel auftreffende Sonnenenergie in ihrer Leistung konstant ist und eben n i c h t schwankt, wie von Klimawandelleugnern bisweilen behauptet. Bei der Globalstrahlung sind Parameter wie geographische Breite, Jahreszeit und lokale Bewölkung wesentlich. Natürlich gelangt n i c h t auf jeden Quadratmeter der Erdoberfläche in 24 Stunden eine konstante Sonnenenergie. Man kann aber die Gesamtstrahlungsleistung bestimmen, die die Erdhalbkugel erreicht. Und genau diese konstante Leistung muss auch komplett wieder in den Weltraum abgestrahlt werden, damit die Erde nicht früher oder später weiß glüht. Diese Abstrahlung funktioniert aber nur dann bei zunehmendem Strahlungswiderstand (CO2) vollständig, wenn die Temperatur der unteren Atmosphäre ansteigt. Die Temperatur steigt also so lange weiter an, bis ein Strahlungsgleichgewicht erreicht ist. Da immer mehr CO2 hinzukommt, erhöht sich folglich die Atmosphärentemperatur laufend, um die eingestrahlte Energie wieder loswerden zu können. Das ist der Klimawandel, und er lässt sich wie schon häufig von mir im Forum als Analogie vorgetragen, an einem Haus demonstrieren, das einmal unisoliert, und dann isoliert energetisch betrachtet wird. Im isolierten Haus wird bei derselben Wärmeleistung und Außentemperatur der Innenraum wärmer, weil erst bei dem höheren Temperaturgradienten die Wärme in gleicher Leistung über die Isolierung abfließen kann, die innen im Ofen erzeugt wird (oder in Form von Mikrowellen von außen zugeführt werden, die innen in Wärme verwandelt werden. Man kann auch alternativ Strom von außen zuführen).
Die lokale Außen-Temperatur in 2 m Höhe stellt sich ein als Folge mehrerer Wärme- und Kühlquellen. Das ist die Absorption solarer Einstrahlung durch den Boden, Absorption der langwelligen Einstrahlung der Atmosphäre, Winde (Horizontal- und Vertikal-) und Verdunstung. Ich hoffe, ich habe keine Quelle vergessen). Um die momentanen hohen Temperaturen zu bewerten muss man alle Prozesse diskutieren, nicht nur den zunehmenden Strahlungswiderstand durch CO2. Vielleicht kommen Sie auch noch auf die Idee, dass die momentane Hitzewelle durch die momentane hohe CO2-Konzentration in der Atmosphäre verursacht wird. (Sie hat in Deutschland im August ihr jahreszeitliches Maximum.)

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MonsterKrabbe 05.08.2018, 14:32
143. Wärmere Arktis?

Zitat von knuty
In diesem Jahr schon. Es war und ist in der Arktis teilweise wärmer als am Mittelmeer.
@124 Knuty

Das ist für die vergangenen 3 bis 4 Monate, die hier diskutiert werden, nicht richtig. Siehe z.B.

http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php

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gucky2009 06.08.2018, 11:40
144.

Zitat von MonsterKrabbe
@124 Knuty Das ist für die vergangenen 3 bis 4 Monate, die hier diskutiert werden, nicht richtig. Siehe z.B. http://ocean.dmi.dk/arctic/meant80n.uk.php
Doch, das ist Wahr.
Nordnorwegen gehört zu der arktischen Region und da war es "verdammt heiß" für die Gegend

https://www.spektrum.de/news/rekordverdaechtige-hitze-und-duerre-am-nordkap/1579536

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emil.sulzberger 06.08.2018, 22:16
145. endlich mal wieder ein Sommer, der den Namen verdient

Ich seh's positiv, denn ich bin Optimist. Leute, lasst euch nicht kirre machen. CO2-Ausstoss verringern aber gleichzeitig Urwälder abholzen? Das kann doch gar nicht funktionieren. Das einzige, das gegen den (potenziellen) Klimawandel (andropogen oder natürlich) helfen kann, ist meiner Meinung nach eine Art gigantisches Rollo draussen im All zwischen Sonne und Erde. Wird es uns zu warm machen wir es zu, wird es zu kalt machen wir es auf. Wenn wir auf den Mars fliegen wollen, werden wird das ja wohl auch hin kriegen. Alles andere ist doch unrealistisch; wir sehen doch wie es läuft. Und man muss dazu auch nicht mit hunderten kleineren und grösseren Gauner-Regierungschefs aus unzuverlässigen Staaten verhandeln und ihnen Geld in den Rachen schieben, das dann eh ganz wo anders landet (in soweit hat Donald Trump schon recht, wenn er da aussteigt).

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franke08 09.08.2018, 18:50
146. Es wird vermutlich wärmer- na und?

In der Geschichte der Erde waren die Pole in 70 % der Zeit eisfrei. Vor 1000 Jahren lag die Temperatur in Europa 1,5 Grad höher als heute. Zur Zeit des römischen Imperiums vor 2000 Jahren sogar ca 2 Grad höher. Ab dem 14 Jhd. würde es kälter, die Wilinger mussten Grönland als Ackerland aufgeben wegen Vereisung.
Im übrigen lag der CO2 Gehalt der Atmosphäre schon mal bei 6000ppm, ohne dass es nennenswert wärmer war. Heute haben wir 390ppm und einen gesicherten Zusammenhang zwischen CO2 Konzentration und Temperatur gibt es nicht.
Wir befinden uns am Ende einer Kaltzeit, die im 14 Jhd. begann, daher wird es wärmer. Ob der Mensch hieran einen nennenswerten Anteil hat, ist nicht bewiesen, man behauptet es lediglich. Die Grundlage dafür bilden verschiedene Klimamodelle, die aber zu unterschiedlichen Ergebnissen führen und auch nicht mit der Entwicklung des Klimas der letzten 500 Jahre übereinstimmen. Klima ist ein chaotisches System, prinzipiell daher nicht berechenbar.
Definitionsgemäß ist Klima= Wetter über einen sehr langen Zeitraum. Wer also Klimaprognosen für die nä. 100 Jahre erstellen will, sollte sich wenigstens hinsichtlich des Wetters für die nä. Woche sicher sein. Kann jeder selbst entscheiden, ob das so ist.

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mtroeller 10.08.2018, 15:03
147. Ich bin leider kein Freizeit-Physiker, sondern Freizeit-Soziologe...

Zitat von Oberleerer
Weiß nicht. Der Meeresspiegel stieg wohl oft nicht so wie erwartet, bzw. regional unterschidlich. Mein Bauchgefühl sagt mir, die Erdkugel ist flüssiges Gestein, überzogen von einer Haut, die etwa 1/1000 der Strecke bis zum Mittelpunkt ......
... deshalb ist Ihr Beitrag natürlich logischer, da physikalisch logisch erklärt. Was passiert aber nun mit den tektonischen Platten unterhalb des Wassers? Fügen diese sich dem zusätzlichen Druck und werden nun fester und bewegen sich weniger, oder hat dieses zur Folge, daß nun Tsunamis durch stärkere Erdbeben nun auch in Europa möglich sind?

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