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Deutscher Wetterdienst: So heiß und trocken war es von April bis Juli noch nie
Deutscher Wetterdienst

Dieser Sommer ist nicht nur ungewöhnlich warm, sondern vor allem extrem trocken. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1881 wurde ein so großes Niederschlagsdefizit gemessen.

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Das Pferd 03.08.2018, 20:17
60.

Zitat von Oberleerer
Ich bin davon ausgegangen, daß überm Atlantik viel mehr Wasser verdunstet und somit im Sommer hier immerzu Regenwolken am Himmel hängen. Wie kann das sein, daß es nun wochenlang nicht regnet? Wo regnen sich die Wolken ab? Sind die so schwer, daß sie es nichtmal bis Deutschland schaffen?
Anderswo.

Ja, wenn es wärmer wird und mehr Bewegung in der Atmosphäre ist, verdunstet auch mehr. Etwas mehr Wasser kann die wärmere Luft ja aufnehmen, aber Sie haben recht, es fällt halt etwa genauso viel runter wie aufsteigt.

Die Wolken halten sich aber nicht an einen Flugplan. Und wir hatten in den letzten 4 Monaten halt wenig Westwetterlagen, sondern haben, bis auf die letzten paar Tage, knochentrockene kontinentale Luft bekommen. Es hat schon geregnet, aber halt nicht hier.

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libertarian2012 03.08.2018, 20:18
61.

Wenn man diesen Trend seit den 80er als solchen nimmt, ist die naheliegende Erklaerung nicht langfristiger Klimawandel (der ist eben langfristig und man wird sehen, wie sich das in den kommenenden Jahrhunderten auswirkt), sondern die De-Industrialisierung Mitteleuropas, inklusive Schwefelfiltern, Katalysatoren, etc etc.
Zumal das Wetter (!) ja in den naechsten Jahren auch wieder anders sein kann und den Trend verflachen oder umkehren koennte. Um das zu bewerten, muesste man aber Wissenschaft betreiben, ein Grundverstaendnis fuer Statistik mitbringen und solche etwas ueberdrehten Grafiken da richtig deuten koennen. Das ist derzeit aber nicht en vogue, vermute ich, nachdem ich heute morgen im Radio wieder gelernt habe, dass an der Hitze in Deutschland die geplanten Gesetzeskorrekturen von Trumps EPA schuld sind. Naheliegend.

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Das dazu 03.08.2018, 20:26
62. Verstehe ich nicht

Zitat von bammbamm
Wie die Zukunft aussieht lässt sich für Europa eher schwer voraussagen, sollte der Golfstrom weiter abschwächen und keine warmes Wasser mehr nach Norden schaufeln wird es hier sogar wieder kühler.
Dafür gibt es doch die ganzen Klimamodelle?
Und nun schreiben Sie, das lässt sich schwer vorrausagen?
Kann ich nicht nachvollziehen.
Es ist eben so, das mit Wahrscheinlichkeiten gearbeitet wird.
DIe Wahrscheinlichkeit, mit dem Auto tödlich zu verunglücken, steigt mit der Anzahl der Autos und gefahrenen Kilometern.
Die Zahl der Todesopfer sinkt aber seit langem und jeder fährt Auto.
Was wir brauchen ist Gewissheit und die kann uns keiner geben.
Aber Gewiss sind auch drei Rekordjahre hintereinander kein Beweis.
Nur ein Anzeichen. Eben Wahrscheinlich.
Trotzdem sollten wir etwas tun. EIn weiter so ist nicht angebracht.

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HeisseLuft 03.08.2018, 20:29
63. .

Zitat von Oberleerer
Weiß nicht. Der Meeresspiegel stieg wohl oft nicht so wie erwartet, bzw. regional unterschidlich. Mein Bauchgefühl sagt mir, die Erdkugel ist flüssiges Gestein, überzogen von einer Haut, die etwa 1/1000 der Strecke bis zum Mittelpunkt ausmacht. Wenn die 2/3 Ozean schwerer werden, dann sinkt der Meeresboden und das eine Drittel Festland hebt sich. Das könnte erklären, warum ein paar kleine Inseln im Pazifik mit nach unten gerissen werden. Ich verstehe ohnehin nicht ganz, wie ein Korallenriff über die Wasseroberfläche herauswachsen kann, wenn die Korallen doch nur unter Wasser leben können.
Denkfehler: die Ozeankrusten sind schwerer als die Kontinalkrusten, korrekt. Nur ist das bereits seit ein paar Milliarden Jahren so. Die sind längst im hydrostatischen Gleichgewicht. Wenn sie ein Holzstück ins Wasser legen taucht es seiner Dichte entsprechend ein. Und es ragt nicht einige Zeit später höher aus dem Wasser, während der Wasserspiegel gesunken ist...

Ansonsten kann regional selbstverständlich die Erdkruste auch aufsteigen ober absinken. Im Falle eine Gebirgsbildung können sich dann auch ehemalige Korrallenriffe in rund 3.000 m Höhe befinden, wie in den Dolomiten.

Derzeit steigt der Meerespiegel durchaus wie erwartet. Das lässt sich über Satellitenmessungen feststellen.

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franke08 03.08.2018, 20:32
64. Warmer und trockener Sommer- na und?

Der letzte Sommer war nass und kühl, kaum ist mal ein Sommer warm und trocken, da melden sich die Panikmacher und verbreiten Endzeitstimmung. Üblicherweise schafft es der Wetterbericht nicht, das Wetter für die nä. Woche sicher vorherzusagen, geschweige denn wie der nä. Winter und die nä. Sommer werden.
Sicher erleben wir eine globale Erwärmung, doch welchen Anteil der Mensch daran hat, ist mehr oder weniger eine Religionsfrage, da ist durchaus nichts bewiesen. Außerdem bedeuten milde Winter weniger CO2 Austoss durch Heizungen, kann man also auch was positives dran finden.

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palla-manfred 03.08.2018, 20:35
65. Nächtlicher Bodenfrost im Osten Russlands - einfach globaler gucken

- kann Jedermann/frau auf "EarthWindMap" - mache ich seit 5 Jahren - im April 2018 fiel mir bei den beiden oberen HöhenStrömungen (17 und 27 KM) eine RichtungsÄnderung auf (Ost nach West) mit zunehmender Intensität bis heute - sonst brachen diese im SommerHalbJahr in sich zusammen - JET-Stream (10,5 KM) hat sich entsprechend "verlangsamt" - Hoch- und TiefDruckGebiete, die sonst wandern (West nach Ost) bleiben über den beiden Ozeanen und nördlichen und asiatischen Bereichen liegen - quasi STILL-Stand in der WetterKüche - habe es bereits mehrfach "unter meinen Posts und Namen" kundgetan ;-)

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kuestenvogel 03.08.2018, 20:41
66. Konträr zu El Niño

Zitat von beeblebrockx
das ist alarmismus, nichts weiter. hiess es nicht, dass es mit dem klimawandel immer wärmer UND feuchter wird ? für die trockenheit ist eindeutig die aktuelle wetterlage verantwortlich und nicht eine veränderung des klimas, das bestätigt jeder meteorologe, wieso wird das hier nicht differenziert ? wieso gibt es keine fundierten berichte mehr auf spon ? lieber wird panik verbreitet; das ist die gleiche methode mit der trump arbeitet, herzlichen glückwunsch.
werden Sie selbst, je nachdem, wo Sie leben, die Fakten in den nächsten zwei Jahren erleben. Ich hoffe, Sie haben keine Familie, denen Sie Ihre Wörter von heute erklären müssen, erst recht in zwei Jahrzehnten... Konnte "man/konnten Sie" nicht wissen, die aktuelle Weltlage war eben so...

Dass man aktiv jetzt nichts mehr tun kann, da der Zug abgefahren ist, ist eine Sache, die Verleugnung der Realität eine andere. Wurde bereits weiter gedacht als ein Jahrzehnt?

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knuty 03.08.2018, 20:48
67.

Zitat von sotraluz
... bekanntlich am Ende einer Zwischeneiszeit. Da ist es ganz normal, dass die Temperaturen steigen. Und dieser Sommer gibt die Antwort auf Rudi Carells Fragen "Wann wird es endlich wieder Sommer?": 2018!
Am Ende einer Zwischeneiszeit müsste die Temperatur eigentlich sinken.
Zwischeneiszeiten sind nämlich die Warmzeiten zwischen zwei Kaltzeiten. Und es geht genau genommen seit rund 8.000 Jahren ganz langsam auf die nächste Kaltzeit zu. Stattdessen wird es immer wärmer und zwar etwa 100 mal zu schnell.
Geht die Temperatursteigerung mit der gleichen Geschwindigkeit weiter, wird es nicht 4° C kälter bis zur nächsten Kaltzeit, sondern etwa 40° C wärmer.

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richey_edwards 03.08.2018, 20:57
68. Nun ja, die Klimaforschung...

die erklären mittlerweile auch kalte Winter als Folge der Klimaerwärmung. Viel/wenig Niederschlag, Heiss/Kalt - jedes Wettert ist in der Klimaforschung eine Folge der globalen Erwärmung. Ganz nebenbei ist der Trend in D für eine globale Aussage völlig ungeeignet.

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Das Pferd 03.08.2018, 21:00
69.

Die Antarktis ist schon recht groß, das mit Ihren 2000 Jahren könnte eine realistische Größenordnung sein. Das sind 100 Generation. In den letzen 200 Jahren, also 10 Generationen, hat sich die Menschheit versechsfacht. Über so lange Zeiten die derzeitigen absoluten Einwohnerzahlen als statisch anzunehmen ist nicht zielführend.
Flüchtlinge gibt es jetzt schon. Nicht der Klimawandel die Lebensmittelproduktion erheblich verringert, das passiert langsam und kommt natürlich hinzu. Sondern ein rasantes Bevölkerungswachstum, Afrika hat sich in den letzten 200 Jahren eben sehr viel stärker vermehrt als Europa, mehr als verzehnfacht. Das erzeugt Migrationsdruck.
Falsch ist, daß solche Wanderungen das Ende der Menschheit bedeuten. Es verdrängt halt eine Gruppe die andere, diesmal könnten wir dran sein.

Ihr Zelebrieren des Untergangs ist leider in der Konsequenz ähnlich schädlich wie das alberne "das Klima hat sich schon immer gewandelt, deshalb können die Mensch es nicht ändern" von Leuten, die Facebookinfos und seriöse Wissenschaft auf eine Stufe stellen und sich das angenehmere raus suchen.

Natürlich müssen wir uns mit den Folgen abfinden. Aber es ist schon ein erheblicher Unterschied, ob wir die Anpassungsleistung für, sagen wir, 3 grad in 5 oder 10 Generationen leisten müssen.

Also trotzdem keinen SUV kaufen ;-)

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