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Deutschlands Doppelmoral: Klimaschutz predigen, Kohlemeiler fördern
DPA

Die Bundesregierung gibt sich gern als Antreiber in Sachen Klimaschutz. Dabei verfehlt sie ihre eigenen Ziele: Viele Maßnahmen zur CO2-Minderung greifen nicht - und ausländische Kohlemeiler werden mit deutschem Steuergeld gefördert.

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knuty 15.12.2015, 12:19
140.

Zitat von christian-h
Kein Problem, Fehler macht jeder :).
Danke. So soll es sein. :)

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Freedom of Seech 15.12.2015, 13:56
141. @karl-felix

In Paris wurde nicht vereinbart, dass EE flächendeckend andere Kraftwerk Typen ersetzt - so wird das nur in Deutschland (in den Medien) und von der deutschen Umweltministerin dargestellt. Die Fakten: Nach Paris soll CO2 Ausstoß begrenzt werden, ganz gleich wie das erreicht wird, ob nun durch EE, moderne Kohle- und Kernkraftwerke u.a. oder einem Mix. Außer Deutschland versuchen fast alle Länder den CO2 Ausstoß mit einem Mix der Kraftwerkstypen zu erreichen - was vernünftig ist. Die 100% Verfechter von EE sind Träumer und Ideologen.

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volker.rachui 15.12.2015, 14:00
142. Nun mal echte Zahlen!

Plan und Realität – Erneuerbare Energien

Erneuerbare 2014: Primärenergieverbrauch (vorläufige Angaben)
Sonne und Wind = 2,8%
Quelle:https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/energiestatistiken-grafiken
EE insgesamt: 11,3%
Wind: 1,6%
Biomasse: 5,8%
Wasserkraft: 0,5%
Biokraftstoff: 0,8%
Solar: 0,2%
Fotovoltaik: 1,0%
Deponie/Abfälle: 1,0%
sonst:...

Kohle,Erdgas und Öl : 80%
Kernenergie : 8,1%
sonst. 0,6%

Das heißt: Sonne und Wind lieferten insgesamt nur 2,8% der verbrauchten Energie in Deutschland. Die installierte Leistung von ca. 25% täuscht über die tatsächlichen Verhältnisse, da , grob gesagt, der Wind nicht immer weht und die Sonne nachts nicht scheint. Ein Kohle-,Gas- oder Kernkraftwerk liefert unabhängig von natürlichen Gegebenheiten und ist derzeit unverzichtbar.
Kohle,Gas und Erdöl als Dreck zu bezeichnen, ist geradezu selbstzerstörerisch und erinnert so manchen an die Greenpeace-Kampagne von 1995 gegen Shell-Oil und deren geplante Versenkung der Brent Spar (Öl-Zwischenlager NW von Irland). Mit falschen Anschuldigungen und spektakulären, medienwirksamen Aktionen schaffte es damals Greenpeace (NGO, privater Verein!) den Konzern zum Einlenken zu bringen, nachdem auch Politiker und sogar Kirchenvertreter ins gleiche Horn der Umweltretter geblasen hatten. Die Behauptung, dass Shell mit dem Stahl-Koloss leichtfertig 5.500 Tonnen Schweröl versenken wollte, entfaltete mit der öffentlichen Empörung das Seine. Ein Boykott-Aufruf für Shell-Tankstellen gab dem Ganzen einen Eindruck von der so genannten „Macht des Konsumenten“.
Eine nachträgliche Untersuchung stellte klar, dass es sich nur um
70 bis 100 t Restöl handelte, wie Shell angegeben hatte, und die Versenkung weniger umweltschädlich bis unbedenklich gewesen wäre. Trotzdem ging Greenpeace aus diesem Kampf als Sieger hervor und wird bis heute dafür bewundert. An eine erfolgte Entschuldigung erinnert sich niemand mehr.
Die langwierige Verschrottung der Brent Spar erfolgte in einem norwegischen Fjord und kostete seinerzeit 70 Millionen DM.

Und wie sieht das heute aus? Wer wird heute an den Pranger gestellt, und mit welchen Argumenten?
Wie recht hatte doch Einstein, nach der Unendlichkeit von Universum und Dummheit befragt, dass er sich bei Ersterem nicht ganz sicher sei.

Dekarbonisierung der Wirtschaft = Energiepolitischer Veganismus

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knuty 15.12.2015, 15:05
143.

Zitat von volker.rachui
Plan und Realität – Erneuerbare Energien Erneuerbare 2014: Primärenergieverbrauch (vorläufige Angaben) Sonne und Wind = 2,8% Quelle:https://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/energiestatistiken-grafiken EE insgesamt: 11,3% Wind: 1,6% Biomasse: 5,8% Wasserkraft: 0,5% Biokraftstoff: 0,8% Solar: 0,2% Fotovoltaik: 1,0% Deponie/Abfälle: 1,0% sonst:... Kohle,Erdgas und Öl : 80% Kernenergie : 8,1% sonst. 0,6% Das heißt: Sonne und Wind lieferten insgesamt nur 2,8% der verbrauchten Energie in Deutschland.
Und ohne die 2,8% von Sonne und Wind wäre der Primärenergieverbrauch etwa 1.100 Petajoule höher, weil diese Energie dann von fossilen Kraftwerken mit einem schlechteren Wirkungsgrad erzeugt werden müsste.

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karl-felix 15.12.2015, 15:22
144. Das

Zitat von Freedom of Seech
In Paris wurde nicht vereinbart, dass EE flächendeckend andere Kraftwerk Typen ersetzt - so wird das nur in Deutschland (in den Medien) und von der deutschen Umweltministerin dargestellt. Die Fakten: Nach Paris soll CO2 Ausstoß begrenzt werden, ganz gleich wie das erreicht wird, ob nun durch EE, moderne Kohle- und Kernkraftwerke u.a. oder einem Mix. Außer Deutschland versuchen fast alle Länder den CO2 Ausstoß mit einem Mix der Kraftwerkstypen zu erreichen - was vernünftig ist. Die 100% Verfechter von EE sind Träumer und Ideologen.
ist in Deutschland genauso. Der einzige Unterschied zu einigen Nachbarländern besteht darin , dass wir unabhängig von der Energiewende im Jahre 2000 den Ausstieg aus der Atomtechnologie vereinbart und beschlossen haben und den bis 2022 vollziehen .


Die Frage ist halt nur, wie schnell sich die Betreiber aufgrund des Kostendruckes sich von den fossilen Kraftwerken trennen werden . Im Kohlebereich scheint mir das geklärt, Import-Steinkohle ist deutlich zu teuer und der letzte Braunkohletagebau ist erschlossen . Die Betreiber wissen nur noch nicht, wie sie jetzt die alten Meiler loswerden die jetzt anfangen richtig Geld zu kosten.
Nicht umsonst spaltet sich RWE auf und nimmt, als einer der grössten Windkraftwerksbetreiber dieser Welt , seine Netze mit .

Hier die Zahlen , mit denen RWE,Eon und Co heute rechnen:
www.dw.de/peter-ökokraftwerke-jetzt-konkurrenzfähig/a-17166446

Und danach handelt es sich nicht um Träumer sondern um Rechner. Der Print-Spiegel kolportierte z.B. Solarstromkosten auf dem Kontinent in absehbarer Zeit von 2-4 Cent/kWh .

Die Reaktion Eons: " Solarenergie ist eine Schlüsseltechnologie in E.ONs Strategie.Unser Fokus liegt hierbei auf Photovoltaik.Wir arbeiten daran, unser Solargeschäft zur gleichen Reife zu bringen wie unser Windgeschäft. Ausserdem wollen wir bis 2015 die Erzeugungskosten von Strom aus PV um 35 % reduzieren."

Grosse Fonds wie der norwegische Pension oder die Allianz investieren nicht mehr in Kohle. Unrentabel, zu teuer.

Es wird in Deutschland keinen Investor mehr geben , der Geld in ein KKW steckt, weder Stein-noch Braunkkw.. Niemand wird gegen politische Rahmenbedingungen an investieren ohne gigantische Risikoaufschläge auf den Zins.

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christian-h 15.12.2015, 15:45
145. Angaben

Zitat von karl-felix
1)Die Frage ist halt nur, wie schnell sich die Betreiber aufgrund des Kostendruckes sich von den fossilen Kraftwerken trennen werden. 2)Im Kohlebereich scheint mir das geklärt, Import-Steinkohle ist deutlich zu teuer und der letzte Braunkohletagebau ist erschlossen. 3)Der Print-Spiegel kolportierte z.B. Solarstromkosten auf dem Kontinent in absehbarer Zeit von 2-4 Cent/kWh 4)Ausserdem wollen wir bis 2015 die Erzeugungskosten von Strom aus PV um 35 % reduzieren." 5)Es wird in Deutschland keinen Investor mehr geben , der Geld in ein KKW steckt, weder Stein-noch Braunkkw..
1) Die Frage ist eher, ob die BNetzA die Erlaubnis erteilt, diese Kraftwerke vom Netz zu nehmen.
Sie wissen schon, wegen der Systemrelevanz.

2) Wo ist die Importsteinkohle teuer? Der Preis ist auf den Stand von 2007 gefallen.

Nicht der Kohlepreis ist zu teuer, der Verkaufspreis von Strom ist zu niedrig. Im übrigen ist das für alle Kraftwerksarten so.

3)Papier ist geduldig. Der Print Spiegel kolportierte auch mal vor langer Zeit, das wir aufgrund des günstigen Kernkraftstromes keine Stromzähler mehr bräuchten.

4) Das Jahr 2015 ist ja balde rum, hat es EON geschafft die Stromerzeugungskosten um 35% zu reduzieren?

5) Richtig, allerdings dann nicht verwundert die Augen reiben, wenn mangels ausreichend gesicherter Leistung der Strom nur noch zugeteilt wird.
Nicht umsonst muss man jetzt schon für die Winterreserve ausländische Altkraftwerke hinzunehmen, obwohl jede Menge PV Leistung im Süden Deutschlands installiert ist.

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bammy 15.12.2015, 15:51
146.

Zitat von knuty
Hätte man die denn so wie im niederrheinischen Revier weiterlaufen lassen sollen und nicht durch modernere KW ersetzen? Oder soll man die 50 - 60 Jahre alten Braunkohle-KW am Rhein, die immer noch laufen, auch aus der CO2-Bilanz rausrechnen?
Die Frage ist, ob die Technik auch 50-60 Jahre alt ist. Ich denke nicht. Da wurden mit Sicherheit Rauchgasentschwefelungsanlagen und allerlei Filter eingebaut, die in den letzten 50-60 Jahren auf den Markt kamen. Wahrscheinlich auch neue Kessel und eine neue Steuerung (Warte).

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Promethium 15.12.2015, 16:01
147.

Zitat von volker.rachui
Das heißt: Sonne und Wind lieferten insgesamt nur 2,8% der verbrauchten Energie in Deutschland.
Das ist ja das was die EE-Jünger nicht verstehen. Die betrachten immer den Anteil des erzeugten Stroms ganz unabhängig davon ob der überhaupt gebraucht wird.

Man staunt nicht schlecht wenn man liest das der in Norwegen verbrauchte Strom zu 20-30% aus Kernenergie stammt obwohl die kein einziges AKW haben und mit Wasserkraft gesegnet sind.
Selbst bei der Wasserkraft gibt es Engpässe wenn das Wasser als Schnee vom Himmel fällt und liegen bleibt statt zu fließen.

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also123 15.12.2015, 16:01
148. Bloss mit dem KLEINEN Unterschied

Zitat von knuty
Und ohne die 2,8% von Sonne und Wind wäre der Primärenergieverbrauch etwa 1.100 Petajoule höher, weil diese Energie dann von fossilen Kraftwerken mit einem schlechteren Wirkungsgrad erzeugt werden müsste.
dass wir für die 2,8 % über 100 Mrd geblecht haben und dass das noch ( mindestens ) 10 Jahre weitergeht.
Aber Deutschland ist ein reiches Land-->wir schaffen das!

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also123 15.12.2015, 16:07
149. Es wird in D auch bald keinen mehr

Zitat von karl-felix
Es wird in Deutschland keinen Investor mehr geben , der Geld in ein KKW steckt, weder Stein-noch Braunkkw.. Niemand wird gegen politische Rahmenbedingungen an investieren ohne gigantische Risikoaufschläge auf den Zins.
geben, der Geld in PV steckt , oder wie deuten Sie die dramatisch gefallenen PV-Neuinstallationen.Und das mit dem Biogas ist eh am oberen Ende ( das sehen selbst die grünen Weltverbesserer ein).
Da halt ich mehr von den sinnvollen Aussagen eines Herrn Sinn : in 10 Jahren wird die "Energiewende", die ja noch nicht einmal eine "Stromwende" darstellt ( siehe 2,6% bei über 100 Mrd Einsatz)
in sich zusammenbrechen.Punkt.

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