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Die letzten ihrer Art: Das Sperma-Erbe der Nördlichen Breitmaulnashörner
REUTERS

Mit Sudan starb das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Welt. Doch es gibt Hoffnung: Forschern ist es gelungen, den verbliebenen beiden Weibchen Eizellen zu entnehmen.

Das Pferd 23.08.2019, 16:44
1.

Gut so, wir müssen um jede Tierart kämpfen. Allerdings auch um weniger imposante.

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permissiveactionlink 23.08.2019, 16:47
2. "In the end,

we will conserve only what we love, we will love only what we understand, we will understand only what we are taught." (Bibi Dioum, Naturschützer aus Senegal). Für das nördliche Breitmaulnashorn ist es zu spät. Wir haben es rücksichtslos für ein paar Kilogramm angeblich potenzsteigerndes Keratin, als Aphrodisiakum für Asiaten, denen er dadurch angeblich strammer stand, in die Extinktion gejagt. Es wird nicht mehr wiederkommen, und unsere Kinder und Enkel werden diese wunderbaren Tiere der afrikanischen Fauna nie mehr bewundern und bestaunen können, auch nicht in Zoos. Sie sind endgültig weg, der Genpool wäre auch zu klein, um die Art am Leben erhalten zu können. Ich weiß schon, jetzt kommen wieder all die Kommentare, dass Tiere eben gut schmecken, der Landwirtschaft im Weg sind, und doch auch natürlicherweise aussterben. Aber ich selbst schäme mich dafür, was wir diesen Lebewesen antun. Und ich vermisse sie schon jetzt, genauso wie ich die Wandertaube, die Moas, den Harstadler, den tasmanischen Wolf, den Riesenalk und all die anderen wunderbaren Tier- und Pflanzenarten traurig vermisse, die unser Leben auf dieser blauen Murmel so wunderbar bereichern könnten. Man merkt leider immer erst wenn etwas unwiederbringlich verloren geht, wie sehr man daran gehangen hat !

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varlex 23.08.2019, 21:19
3. Ist es denn überhaupt sinnvoll...

...eine Art zu retten, deren Population nur noch 2 weibliche Tiere umfasst?

Selbst bei optimaler Mischung des Genpools wäre es ab der 2. Generation in irgendeinerweise Inzest. Die Reproduktion der Nashörner selbst ist auch sehr langsam.

Lasst diese Art aussterben und als weiteres Mahnmal stehen.

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mhwse 23.08.2019, 22:52
4. teures Hobby ..

unsere Kinder werden dann im Urlaub den Urwald aufforsten ..
(nichts gegen sinnvolle Beschäftigung - aber auch der Mars wäre ein interessantes Betätigungsfeld)
Man könnte statt dessen, endlich anfangen, zusammenhängende, den Planeten umspannende Bioreservate anzulegen.
Da muss halt dann die Autobahn unten durch oder oben drüber.
Arbeit für mindestens eine Generation ..

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mhwse 23.08.2019, 23:00
5. da geht schon noch was.

Zitat von varlex
...eine Art zu retten, deren Population nur noch 2 weibliche Tiere umfasst? Selbst bei optimaler Mischung des Genpools wäre es ab der 2. Generation in irgendeinerweise Inzest. Die Reproduktion der Nashörner selbst ist auch sehr langsam. Lasst diese Art aussterben und als weiteres Mahnmal stehen.
erstens gibt es noch Zellen anderer solcher Nashörner.
Zweitens kann man andere Genabschnitte aus Zellen anderer lebender Nashörner anderer Arten, ausschneiden.

z.B. die Bereiche die für Varietät des Immunsystems zuständig sind ..
Als Lehrstück ist dann sicher wichtig - aber übertragen auf Millionen bedrohter Arten unerschwinglich.

Die Abstammung der Nashörner ist identisch - die Unterschiede der DNA sind sequenziert.
(man kann heute sogar aufgrund der Gene den Zeitpunkt abschätzen, wann die Trennung der Arten stattfand ..)

Man könnte also die identischen nur leicht variierten Abschnitte einbringen um so die Inzucht zu verhindern.

Das bleibt aber dann eine lange und teure Aufgabe.

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The Independent 24.08.2019, 00:15
6.

Zitat von varlex
...eine Art zu retten, deren Population nur noch 2 weibliche Tiere umfasst? Selbst bei optimaler Mischung des Genpools wäre es ab der 2. Generation in irgendeinerweise Inzest. Die Reproduktion der Nashörner selbst ist auch sehr langsam. Lasst diese Art aussterben und als weiteres Mahnmal stehen.
Wenn es gelingt, aus den konservierten Zellen der (verstorbenen) nicht verwandten (männlichen) Nashörner Spermien zu züchten, dann basiert die nächste Generation natürlich zunächst nicht auf einer "inzestiösen Verbindung". Wird dann bei der folgenden Generation dann ebenfalls konserviertes männliches Erbgut so genutzt, dass männliches Erbgut dann nur über Kreuz verwendet wird, dann hätte man bereits ab der 3. oder 4. Generation eine so breite Ahnenkette, dass über die heranwachsenden neuen Muttertiere der nächsten Generationen (es gab ja immerhin 2 "Ur"-Muttertiere - Mutter und Tochter) dann (geschätzt) irgendwo ab der 5-7 Generation ein ausreichender Abstand zu den weiblichen Ur-Genen besteht.
Ein Genetikexperte hat das vermutlich bereits ausgetüftelt, sonst würde man sicher nicht solch einen Aufwand betreiben.
Das Projekt ist sicher eines, das über 30-40 Jahre (oder mehr) reichen wird. Wenn die technische Möglichkeit besteht, warum soll man es dann nicht versuchen?

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hw7370 24.08.2019, 04:19
7. Nicht bleibt wie es ist.

Seit bestehen der Erde sind Millionen von Tier- und Menschenarten ausgestorben. Doch der Mensch will einfach nicht akzeptieren, dass nichts,gar nichts auf ewig bewahrt werden kann.
Ueberall wo der Mensch eingreift, im guten wie im schlechten, will er Gott spielen. Und bislang hat sich nichts auf der Erde dadurch wirklich verbessert.

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siegfried_richard_albert 28.08.2019, 00:51
8. Krank im Kopf

Nicht die Nashörner wollen überleben, sondern irgendwelche Forscher wollen mit irgendwelchen Geldern Inzuchten erschaffen. Natürlich kann man traurig sein, wenn bestimmte Tiere aussterben, aber es muss Grenzen geben, künstliche Alternativen zu schaffen. Auf diese Schritte folgt irgendwann das Klonen der Menschen.

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