Forum: Wissenschaft
Digitale Zukunft: Was Roboter mit Rasierklingen zu tun haben
DPA

Es gab diese Woche eine vielbeachtete Nachricht über Rasierklingen, und eine andere, die fast unbemerkt blieb. Beide haben miteinander zu tun - für unsere Zukunft aber ist vor allem die zweite wichtig.

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unbekanntgeblieben 24.07.2017, 13:34
50. Die Idee ist sogar sehr gut

Zitat von kurtzac
die Spracherkennung wird nicht gebraucht, wenn dahinter nicht Produkte und Dienstleistungen stehen. Und die hat Mozilla eben nicht. Schöner Ansatz, aber damit gehört das noch lange nicht 'uns'. Wir werden weiterhin getriebene sein, wir werden weiter manipuliert werden - nicht von Erdogan oder Putin, sondern von Amazon, Alphabet und Facebook. Wenn Sie dieses Buch kaufen, gefällt ihnen das hier bestimmt auch, wenn sie diesen Freund haben, dann passen diese hier....ist erst der primitive Anfang.
Wenn Morzilla aber kostenlosen und funktionierenden Sprachassistenten anbietet, werden sich Konzerne vlt. überlegen, ob sie diesen benutzen oder selbst einen entwickeln.

Tun sie ersteres, sind bei einer Open-Source-Lösung über die API-Funktionen nachvollziehbar, welche Daten gesammelt wurden und welche nicht (ich sehe Facebook und Google nicht kritisch weil sie Daten sammeln, sondern weil gerade unseren Pappenheimern nicht klar ist in welchem Umfang sie das tun und wie diese verarbeitet werden). Da reicht dann auch ein Aktivist anstatt von der breiten Masse mal ein technisches Grundverständnis zu erwarten (was bei Sätzen wie "Ich habe ja nichts zu verbergen" ziemlich hoffnungslos sein dürfte -_-).

Tun sie letzteres, weiss man a) sie haben was zu verbergen und b) bindet das dafür Ressourcen und schafft neue Wettbewerbsbedingungen. Ich habe nichts gegen Google und Facebook aber es führt kein Weg daran vorbei deren Monopol zu brechen, will man kein orwell'sches Szenario haben.

Es ist tatsächlich ein Fortschritt, damit wieder was 'uns' gehört. Es ist nur so bedauerlich, dass unserer Politiker so völlig ahnungslos sind, wenn Maas, Mizere, Merkel, .... eigentlich so ziemlich alle sich mal zu solchen Themen äußern, bekomme ich das Gruseln, was für dermaßen inkompetente Leute an den kritischen Stellen sitzen. Und frage mich wer eigentlich deren Texte so schreibt ...

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pritt 24.07.2017, 13:48
51. Das ist der Weg

die zentralen Funktionen des Web (welche das auch immer sein mögen) müssen offen sein. Das beschriebene Projekt ist genau der richtige Weg. Als Entwickler kann ich dann ein Audio File abgeben und erwarte eine XML zurück...der Rest ist dann meine Sache. REQUEST: noice noice noice RESPONSE:truefalse ... ==> Aktion wurde vom User bestätigt -> Run Programm skynet

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ronvalentini 24.07.2017, 13:49
52.

Zitat von theroadtoutopia
Wenn ich mir ansehe, wie viele Menschen blind ihrem Navi folgend an Punkten landen, wo sie bestimmt nicht hinwollen. Hätten sie einen Blick auf die echte Umgebung geworfen, wären sie beispielsweise nicht im Hafenbecken gelandet oder hätten von ihrem LKW aus das Schild "Sackgasse" gesehen. Dann die Smartphones. Hier in Karlsruhe und Umgebung gibt es ziemlich regelmässig Leute, überwiegend jüngere, die mit Blick auf ihr Smartphone gerichtet gegen fahrende Strassenbahnen laufen. Apropos Strassenbahnen - In den Bahnen haben die Mehrzahl der Jüngeren ihre Blicke ausschliesslich auf ihr Smartphone gerichtet und beschäftigen ihre Daumen praktisch ununterbrochen. Das geschieht selbst dann, wenn mehrere offensichtlich zusammengehörende Personen nebeneinander sitzen. Ich halte das schon für richtungsweisende Ansätze...
Ihr Beitrag trifft den Nagel auf den Kopf. Da ich meinem Navi im Auto nie so recht traue, liess ich parallel den Google Navigator auf dem Telefon laufen. Der Navi navigierte mich in eine Sackgasse welche als Abstellplatz fuer LKWs benutzt wurde, waehrend das schlaue Telefon uns ueber eine fuer den oeffentlichen Verkehr gesperrten Privatstrasse lotsen wollte. Ach wie waren wir froh, einen Einheimischen zu finden welcher uns den Weg erklaerte.

Ausserdem wuerde mich mal interessieren, wie den KI unsinnige "Informationen" von Spassvoegeln rausfiltert?

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UlrichLamprecht 24.07.2017, 14:08
53. Überforderung

Zitat von unbekanntgeblieben
Wenn Morzilla aber kostenlosen und funktionierenden Sprachassistenten anbietet, werden sich Konzerne vlt. überlegen, ob sie diesen benutzen oder selbst einen entwickeln. Tun sie ersteres, sind bei einer Open-Source-Lösung über die API-Funktionen nachvollziehbar, welche Daten gesammelt wurden und welche nicht (ich sehe Facebook und Google nicht kritisch weil sie Daten sammeln, sondern weil gerade unseren Pappenheimern nicht klar ist in welchem Umfang sie das tun und wie diese verarbeitet werden). Da reicht dann auch ein Aktivist anstatt von der breiten Masse mal ein technisches Grundverständnis zu erwarten (was bei Sätzen wie "Ich habe ja nichts zu verbergen" ziemlich hoffnungslos sein dürfte -_-). Tun sie letzteres, weiss man a) sie haben was zu verbergen und b) bindet das dafür Ressourcen und schafft neue Wettbewerbsbedingungen. Ich habe nichts gegen Google und Facebook aber es führt kein Weg daran vorbei deren Monopol zu brechen, will man kein orwell'sches Szenario haben. Es ist tatsächlich ein Fortschritt, damit wieder was 'uns' gehört. Es ist nur so bedauerlich, dass unserer Politiker so völlig ahnungslos sind, wenn Maas, Mizere, Merkel, .... eigentlich so ziemlich alle sich mal zu solchen Themen äußern, bekomme ich das Gruseln, was für dermaßen inkompetente Leute an den kritischen Stellen sitzen. Und frage mich wer eigentlich deren Texte so schreibt ...
Digitale Prozesse beschleunigen die Kommunikation und erleichtern Datenerfassung und -verarbeitung. Leider wird dieser Prozess bis jetzt eher weniger von Kenntnissen begleitet und darum handeln Politiker allegorisch als handelte es sich um eine andere Form der Postkutsche. "Uns gehören" ist möglich wird aber dadurch immer schwieriger dass es immer unmöglicher wird, der Komplexität moderner Software zu folgen bzw. solche selbst zu bauen. Ich wäre schon froh wenn Software annähernd verstanden werden würde.

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noerglerfritz 24.07.2017, 15:18
54. Wo ist die Analogie, Herr Stöcker?

Danke für das Zensieren meines ersten Beitrags. Meinungs- und Pressefreieheit fordern und dann selbst nicht mit Kritik umgehen können. Und dann wundert ihr euch über Leute, die euch "Lügenpresse" schimpfen?

Ich hatte in meinem Beitrag darauf aufmerksam gemacht, dass die von Herrn Stöcker "gefundene" Analogie keine ist. Wo bitteschön ist denn bei den KI-Systemen das Gilette-Geschäftsmodell zu erkennen? Welches ist das billige Produkt und welches das günstige Zubehör? Wie ein anderer Forist bereits schrieb: Was mag der Autor wohl geraucht haben?

Warum das kaum einem anderen hier im Forum aufgefallen ist, ist mir schleierhaft. Zudem hat der Artikel natürlich nicht das Geringste mit Wissenschaft zu tun, was uns jedoch die Sparte suggerieren möchte, in die er gesteckt wurde.

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chrima 24.07.2017, 15:21
55.

Zitat von Spiegelleserin57
Ein. Klares Nein! Ich brauche Cortana nicht und kann mir meine Wünsche selbst erfüllen. Es ist sehr lästig wenn sie zwischendurch ständig Angebote macht die ich nicht nutzen will! Nur wer sehr bequem ist wird in gewisser Weise auf sie herein fallen. Man muss nicht alles was angeboten wird auch annehmen. Die Industrie kalkuliert mit der Bequemlichkeit der Nutzer! [...] Der Kunde hat immer noch die Möglichkeit zu entscheiden. Bequemlichkeit hat eben ihren Preis und daran kann die Wirtschaft durchaus auch verdienen ebenso wie an Luxusguetern. Das sichert auch unsere Arbeitsplätze.
So, der Kunde kann also selbst entscheiden und soll also nicht so bequem sein?

Dann frage ich mich warum sich bei Ihnen Cortana ab und zu meldet wo Sie doch meinen nicht mit zu machen.
Dass Cortana sich meldet und Ihnen Tipps gibt, bedeutet nämlich, dass Sie mitmachen und fleißig dabei sind die KI hinter Cortana mit Daten zu füttern.
Wahrscheinlich aus Unwissenheit, vielleicht aber auch aus Bequemlichkeit. Denn eigentlich ist es gar nicht so schwer Cortana das Mithören und -lesen abzugewöhnen, wenn man den schon zu bequem ist ein nicht ausspionierendes Betriebssystem zu nutzen.
Aber natürlich ist das neue Gold viel zu verlockend als das ein Konzern wie MS so einfach darauf verzichten würde.
Spätestens während einem der halbjährlichen Upgrades von Windows 10 (zu denen MS den Kunden nach einiger Zeit zwingt, die erste Version von Win10 wird schon nicht mehr mit Sicherheitsupdates versorgt) besteht die Gefahr, dass MS die Sicherheitseinstellungen des Kunden wieder nach seinen Vorstellungen einrichtet und z.B. Cortana reaktiviert, wenn es vorher vom Kunden ausgeschaltet wurde.
Dann heißt es all die (inzwischen vielleicht in neuen Menüs versteckten) Einstellungen zur Deaktivierung von Cortana wieder vorzunehmen oder aber sich mit den lästigen Vorschlägen von Cortana inklusive der Nach-Hause-Telefoniererei abzufinden und mit zu spielen. Weil es bequemer ist.

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chrima 24.07.2017, 15:48
56.

Zitat von max_schwalbe
Das sehe ich ganz genauso. Apps sind im Prinzip ziemlicher Unsinn, der sich vermutlich nur deshalb verbreiten konnte, weil das Nutzen eines Webbrowsers in Kombination mit kleinen Touch-Screens gewisse Schwierigkeiten bereitet. Die Funktionalität eines Browsers aber werden sie nie ersetzen können. Und wenn man das Problem der Mini-Displays technisch irgendwann überwindet (google glass, oder faltbare Displays), werden Apps vermutlich und hoffentlich wieder verschwinden.
Was die Sinnhaftigkeit von Apps angeht, so gebe ich Ihnen Recht.
Es ist geradezu absurd für was für einen Quatsch Apps mit hohem Aufwand "entwickelt" werden, nur um den einfachen Gebrauch eines Browsers zu vermeiden. Bestes Beispiel Wetter-Apps. Aber eine App kann halt viel mehr Informationen sammeln als noch so komplex aufgebaute Web-Site...

Was die Zukunft angeht, so muss ich Ihnen leider widersprechen. Die Apps sind nun da und werden uns auch weiterhin erhalten bleiben.
Allein die vielen Apps für Smart-Uhren werden nie verschwinden.
Dann gibt es noch viele reale Produkte (Rennbahnen, Multicopter, Gartenroboter, Hifi-Geräte,...) für die es nur noch Apps zur Steuerung gibt.
Auch wenn ich selbst solche Produkte aus Prinzip nicht kaufe, allein schon weil unklar ist, ob mein nächstes Smartphone die technischen Anforderungen all dieser Apps erfüllt, so ist dieser Trend wohl unumkehrbar.
Denn diese Apps liefern dem Hersteller der zu steuernden Geräte beliebig viele Informationen. Und darauf werden sie nicht verzichten.

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chrima 24.07.2017, 16:07
57.

Zitat von Darwins Affe
Schon erstaunlich, dass das System Nordkorea, Kuba, Venezuela etc. immer noch Anhänger findet --- komischerweise allerdings nur in Ländern, denen der böse Kapitalismus einen ganz ordentlichen Wohlstand bescherte.
Schon erstaunlich, dass die McCarthy-Ideologie noch heute Anhänger findet für die hinter jeder Idee die Kommunisten stehen.

Der Forist auf den Sie antworten fordert die Trennung von Staat und Wirtschaft.
Das ist so ziemlich das Gegenteil von dem was in den von Ihnen aufgezählten Staaten passiert. Dort wird jedes relevante Wirtschaftsunternehmen verstaatlicht.

So ein Fehler wäre einer KI wohl nicht unterlaufen. Hat vielleicht doch ihre Vorteile diese Künstliche Intelligenz...

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chrima 24.07.2017, 16:34
58.

Zitat von querdenker1964
....hätte mich auch gewundert, wenn hier nicht wieder einmal die "Vorteile" staatlicher Kommandowirtschaft gepriesen werden würde... das hat ja super funktioniert - vielleicht aber waren Sie ja noch zu jung, um die Schlangen vor den Geschäften in der "DDR" noch aus eigener Anschauung erlebt zu haben - lassen Sie es sich gesagt sein - es klappt nicht.....was dabei herauskommt, ist Mangelwirtschaft.
Was hat die TRENNUNG von Staat und Wirtschaft mit einer "staatlichen Kommandowirtschaft" zu tun?

Man muss schon ganz schön verquert denken, um solch einen Widerspruch zu produzieren.

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aschie 24.07.2017, 17:45
59. Sprachassistenten

Diese Sprachassistenten seh ich auch sehr kritisch.Die nehmen uns ständig entscheidungen ab.Für uns Menschen bedeutet sich Entscheiden Selbstreflexion und freier Wille.Ja diese Dinger machen uns zu willenlosen Konsumzombies.Könne wir das Verhindern?

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