Forum: Wissenschaft
DNA-Analyse: Mücken brachten Rom ins Wanken
Luca Bandioli/ Pigorini Museum

Ist das große Römische Reich wegen einer Epidemie untergegangen? Hinweise darauf fanden Forscher in den Zähnen von Toten.

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spon-facebook-10000085822 05.12.2016, 18:35
10. Die tropische Anopheles-Mücke

verseuchte seit 300 v. Chr. die ganze pontinische Ebene südlich von Rom. Malaria machte die Ebene weit über das eigentliche Sumpfgebiet hinaus unbewohnbar. Um das Jahr 1900 war die Ebene weitgehend entvölkert.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pontinische_Ebene

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cindy2009 05.12.2016, 18:38
11. @der weisse wal

"-----Vor der Begradigung des Rheins waren die Sümpfe des Rheintals bekanntlich auch schon ein Malaria-Hort.----"
Das war eine andere Art.

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ijf 05.12.2016, 18:39
12. #1+2 kommentieren völlig zu Recht!

Zitat von cindy2009
Aha, und auch damals wurde schon ein eventueller Nachweis mittels DNA -Analyse geführt ;-) Erst Artikel lesen, dann meckern.
Nicht alles auf unserer schönen Welt muss erst per DNA-Test bewiesen werden, um als wahr und anerkanntes Wissen zu gelten ;-) erst denken, dann lästern.

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ijf 05.12.2016, 18:42
13. Ganz genau...

Zitat von Das Pferd
OK, schneller.
Die archäologischen, anthropologischen Erkenntnisse waren sogar 50 JAHRE schneller!
Wie? Das meinten Sie nicht? Naja, so ist das mit den Pferden vor der Apotheke - werden auch mal missverstanden...

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postit2012 05.12.2016, 19:37
14. Das war wohl der Sargnagel.

Zitat von cato.
Krankheiten sind unangenehm, aber nur sehr selten eine wirkliche Bedrohung für einen Staat oder gar ein ganzes Imperium. Und auch wenn es ein ganzes Bündel an Problemen gab, so der wohl wichtigste Faktor eine unkontrollierte Masseneinwanderung: Das Ende der alten Ordnung http://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/untergang-des-roemischen-reichs-das-ende-der-alten-ordnung-14024912.html
Probleme gab es aber schon vorher: Das Römische Reich war bis auf wenige Friedensjahre permanent im Krieg, zwar überwiegend erfolgreich, aber gerade wegen des Erfolgs war es jahrhundertelang auf dem Weg des territorialen Wachstums, bis es sich tendenziell überdehnt hatte. Eigene Soldaten waren ihm (ganz wie Napoleon) auch langsam ausgegangen. Hilfsvölker sind zwar gerne eingesprungen (die militärische Ausbildung durch die Römer war wohl erstklassig, man denke nur an Arminius), machten den Apparat aber auch von sich abhängig. Letzten Endes ist das Römische Reich dann an seiner eigenen Expansion zugrundegegangen. Eine lang anhaltende Friedenszeit hat es nicht einrichten können; die Pax Augustana war zu schnell vorbei.

Die Ägypter hatten immer wieder jahrhundertelange Stabilität geschafft, die Chinesen bis auf ein paar Ausrutscher auch, bei den Römern war's nach etwa 1000 Jahren eben "schon" zu Ende. Bleibt zu ihrem Ruhm zu sagen, dass es noch viel kürzere 1000jährige Reiche gab...

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brotherandrew 05.12.2016, 19:52
15. Die ...

... Verbreitung von Malaria als ein beeinträchtigender Faktor ist das Eine. Die Behauptung sie sei mitverantwortlich für den Niedergang des Imperium Romanum gewesen, ist das Andere. Ersteres ist Fakt, Letzteres bloße Mutmaßung.

Man weiß ja, dass speziell in Süditalien Sümpfe trockengelegt wurden, um der Mückenplage Herr zu werden und wertvolles Ackerland u.a. zu gerieren. Zu jener Zeit waren die Mücken also eher ein Wachstumsfaktor.

Monokausale Ursachen für komplexe Veränderungen sind in der Regel äußerst selten. Speziell der Untergang Roms wurde doch schon sehr gründlich historisch erforscht und seine Gründe erweisen sich als vielschichtig.

Aber der Artikel würde wohl weniger Klicks generieren, wenn die Überschrift nur lautete:

DNA-Nachweise für Malaria im alten Rom gefunden

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cvk86 05.12.2016, 20:03
16. Clickbait Überschrift?

Die Überschrift legt die Vermutung nahe, eine oder mehrere Malaria Epidemien könnte(n) am Untergang des römischen Reiches mitschuldig sein. Der Artikel liefert für diese These keinerlei Argumente. Hätte man auch etwas weniger sensationslustig formulieren können.

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rumi.rumi 05.12.2016, 20:20
17.

Für die weitreichenden Schlußfolgerungen findet sich im Artikel und der zitierten Studie kein einziges Argument. Hätte Malaria Anteil am Untergang des Römischen Reiches gehabt, müsste sie zu dessen Ende vermehrt nachweisbar sein. Hier geht es aber um den Nachweis in Zähnen von zwei (!) Toten, die noch dazu im ersten und dritten Jahrhundert gelebt haben. Deshalb relativiert sich der Artikel auch selbst: "Eine neue Studie stützt zumindest die weite Verbreitung von Malaria." Warum dann erst so reißerisch?

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Jimmy75 05.12.2016, 20:29
18. Quizfrage

Wenn das Erbgut 2000 Jahre alt ist und Rom 400-476 untergegangen ist, in welchem Jahr leben wir dann jetzt? Wo ist denn hier der Zusammenhang??

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RenegadeOtis 05.12.2016, 21:22
19.

Zitat von cato.
Krankheiten sind unangenehm, aber nur sehr selten eine wirkliche Bedrohung für einen Staat oder gar ein ganzes Imperium. Und auch wenn es ein ganzes Bündel an Problemen gab, so der wohl wichtigste Faktor eine unkontrollierte Masseneinwanderung:
Was soll zum Höhepunkt des Römischen Reiches eigewandert sein? Chinesen? Indianer? Der Rest war fast vollständig römisch.

Aber vermutlich war das nur eine "Unangenehmheit" wie die Pestwellen des Mittelalters.

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