Forum: Wissenschaft
Dokumente aus Dachau: Nazis wollten Stechmücken als Waffe einsetzen
DPA

Am Ende des Zweiten Weltkriegs suchten die Nazis offenbar nach Bio-Waffen. Das zeigen Protokolle aus dem Konzentrationslager in Dachau. Die Wahl fiel auf infizierte Stechmücken.

Seite 1 von 4
reever_de 13.02.2014, 17:56
1. Nicht nur Studien ...

Die kaiserliche japanische Armee forschte im Zweiten Weltkrieg intensiv in Sachen biologische Kriegführung gegen die Alliiierten und hatte wenig Scheu diese auch einzusetzten; siehe dazu die Geschichte der "Einheit 731" bei Wikipedia: Entwicklung vom Pest- und Typhusbakterien, Milzbrandbakterien und deren geziele Anwendung und Freisetzung, Versuche an chinesischen Zivilisten und Kriegsgefangenen. Der pure Horror; bis heute geleugnet, wenig bekannt und kaum aufgearbeitet durch die japanische Gesellschaft. Und, genauso natürlich, keine Form der Wiedergutmachung in Form von Entschuldigung oder Zahlung an Hinterbliebene. Schlimm und traurig.

Beitrag melden
n01 13.02.2014, 18:33
2. Kampfmücken als Wunderwaffe?

Naja, ob die Stechmücken eine Freund -Feind erkennung hatten? Wohl eher nicht. Was die Nazis sich so alles ausgedacht haben, schon irre. Gut, das sie weg sind.

Beitrag melden
Zaunsfeld 13.02.2014, 18:48
3.

Zitat von DieButter
bullshit ... Kann man natürlich neu diskutieren, wäre da nicht die dumme Tatsache, daß Plasmodien auf bestimmte Temperaturverhältnisse angewiesen sind. Aber sollte die Wehrmacht jemals bis zum 20. Breitengrad vordringen, könnte man natürlich darüber nachdenken Anopheles-Bomben abzuwerfen, die dort dann theoretisch Malaria verbreiten könnten.
bullshit ...
Die Mücken können hauptsächlich wegen des Winters nicht in unseren Breitengraden existieren.
Aber sie von Frühling bis Herbst über feindlichem Gebiet abzuwerfen, damit sie die gegnerischen Truppen oder Zivilbevölkerung infizieren können, wäre kein Problem. Abgesehen davon müssen sie nicht lange überleben ... nur so lange, bis sie jemanden infiziert haben. Und das geht recht schnell in warmen, feuchten Sommern, wenn die Mücken "ausgehungert" sind.

Beitrag melden
TICKundTOOF 13.02.2014, 19:34
4. Zecken

Gibt ja auch die Geschichten, dass u.a. Zecken eingesetzt wurden um den Russen ihr Land zu "verbrennen", also um aus der Luft Tiere zu verseuchen damit der Russe nichts mehr Essen kann nachdem am Boden die Soldaten Brunnen und Felder vergifteten. Inwieweit das stimmt weiß ich nicht.
Was allerdings feststeht, ist, dass die Amis deutsche Forscher und Labore dann gleich mit in die USA genommen haben, u.a. auf eine schöne Insel nahe des Städtchens Lyme. Ein paar Jahrzehnte später entdeckte man in Lyme eine Schlafkrankheit, was sich dann als Lyme Disease herausstellte oder eben einfach gesagt die (Lyme-) Borreliose.
Die Borreliose ist mittlerweile mi Neuinfektionen schlimmer als Krebs laut Krankenkassenuntersuchungen. Weit über 700000 Borreliose Erkrankungen pro Jahr stehen 350000 Krebsneuerkrankungen gegenüber in Deutschland.
Medien (und leider auch Ärzte) haben kaum Ahnung darüber. Auf SPON gibt es zu Krebs über 25000 Treffer, zu Borreliose keine 500 obwohl die Krankheit gemessen an den Zahlen "doppelt" so häufig neu auftritt. Behandlung von Krebs ist komplett durchstrukturiert und teilweise sehr erfolgsversprechend. Borreliose wird meist nicht korrekt diagnostiziert, nach eigenem Leidensweg hockt ein Großteil davon vermutlich in psychiatrischen Kliniken und wird fehlbehandelt. Bis zur Diagnose dauert es teilweise 2-3 Jahre. Behandelt wird schulmedizinisch oftmals nach 10 Jahre alten Richtlinien, die womöglich nicht wissenschaftlich zustande kamen. Kassenpatienten bekommen die umfangreichen Bluttests nicht bezahlt, lediglich mittlerweile nachweislich oftmals falsch-negative Antikörpertests.
Meine Zeit bis zur Diagnose dauerte fast ein Jahr, nach den ersten zwei Wochen wurde ich als Psychosomat abgestempelt.
Wo wir wieder bei den Nazis wären, die eben auch mit Borrelien experimentiert haben sollen. So schrecklich wie die Krankheit ist würde mich es nicht wundern, wenn die Nazis uns damit was "hinterlassen" haben. Obwohl als Überschrift hier "Zecken" steht, so übertragen Stechmücken auch Borrelien. In manchen Gebieten in den USA statistisch sogar jede 5. Mücke.

Beitrag melden
loki21 13.02.2014, 19:40
5. Das hat mit den "Nazis" gar nichts zu tun!

Zitat von n01
Naja, ob die Stechmücken eine Freund -Feind erkennung hatten? Wohl eher nicht. Was die Nazis sich so alles ausgedacht haben, schon irre. Gut, das sie weg sind.
Alle führenden Staaten zu der Zeit forschten an verschiedenen biologischen Kampfstoffen. Eingesetzt wurden nur welche von den Japanern gegen Chinesen. Die B-Waffen waren zu der Zeit eine neue und zuvor noch nie getestete Waffe (abgesehen von altertümlichen Einsätzen). Das Problem, welches sich dabei stellte; Wie verbreite ich die Erreger ohne sie dabei zu zerstören?. Eine Explosion scheidet daher aus. Ein Ausbringen wie bei C-Waffen ging auch nicht, da hier keine chem. Reaktionen ablaufen. Man versuchte es daher in den 30ern mit dem Ausbringen mittels Sprühflugzeugen (so setzten auch die Japaner ihre B-Waffen ein). Dies war aber wenig erfolgreich. Es ist also in diesem Fall mit den Mücken nicht die Frage gewesen, welchen Krankheitserreger setze ich ein, sondern vielmehr, wie kann ich einen Krankheitsereger effektiv unter die Zielgruppe bringen. Und mit perfide hat das auch nichts zu tun. Das ist einfach der Mensch. So ist er halt.

Beitrag melden
appenzella 13.02.2014, 20:07
6. optional

Es existiert eine Geschichte von einem deutschen Bakteriologen, der sich so lange mit Spirochäten befaßte, bis diese sich zu den heute sattsam bekannten Borrelien verändert hatten. Diese sollten über der Ukraine abgeworfen werden und die dortige Landwirtschaft schädigen.
Später soll dieser Nazi-Genosse dann in den USA in der Nähe des Städtchens Lyme ein bakteriologisches Labor geleitet haben.
Lyme, klingelts?
Die Lyme-Borreliose wird durch Stechmücken und andere sog. Vektoren wie z.B. Zecken verbreitet, wobei die Ausbreitung durch Mücken um ein Vielfaches effizienter ist. Zecken können nun mal nicht fliegen.

Beitrag melden
DieButter 13.02.2014, 21:01
7. bullshit²

Zitat von Zaunsfeld
bullshit ... Die Mücken können hauptsächlich wegen des Winters nicht in unseren Breitengraden existieren. Aber sie von Frühling bis Herbst über feindlichem Gebiet abzuwerfen, damit sie die gegnerischen Truppen oder Zivilbevölkerung infizieren können, wäre kein Problem. Abgesehen davon müssen sie nicht lange überleben ... nur so lange, bis sie jemanden infiziert haben. Und das geht recht schnell in warmen, feuchten Sommern, wenn die Mücken "ausgehungert" sind.
Wenn man keine Ahnung hat....
Es geht nicht um die Mücken - diese sind bloß Vektoren. Was aber nicht funktioniert, vor allem nicht bei den damals bestehenden Frontverläufen, ist die für die (in den Mücken) lebenden Parasiten notwendige Temperatur, um ihren Reifungsprozeß durchmachen zu können. Nicht die Mücke, sondern der Plasmodien-Parasit verursacht die Malaria!

Beitrag melden
decebalus911 13.02.2014, 21:52
8. Plasmodium vivax

Zitat von DieButter
Nicht die Mücke, sondern der Plasmodien-Parasit verursacht die Malaria!
Und den gab es z. B. bis Anfang des 20. Jahrhundert auch in Deutschland.

Außerdem gab es Malaria in den letzten Jahrhunderten im deutschen Rheingebiet oder z. B. auf dem Balkan. Beides liegt deutlich über dem 20. Breitengrad (Ihr erster Post) und immerhin müssen die damals auch strenge Winter überstanden haben...

Beitrag melden
decebalus911 13.02.2014, 21:58
9. Plasmodium vivax

Zitat von DieButter
Was aber nicht funktioniert, vor allem nicht bei den damals bestehenden Frontverläufen, ist die für die (in den Mücken) lebenden Parasiten notwendige Temperatur, um ihren Reifungsprozeß durchmachen zu können. Nicht die Mücke, sondern der Plasmodien-Parasit verursacht die Malaria!
Und den gab es z. B. bis Anfang des 20. Jahrhundert auch in Deutschland.

Außerdem gab es Malaria in den letzten Jahrhunderten im deutschen Rheingebiet, im norddeutschen Marschland oder z. B. auf dem Balkan. Beides liegt deutlich über dem 20. Breitengrad (Ihr erster Post) und immerhin müssen die damals auch strenge Winter überstanden haben...

Beitrag melden
Seite 1 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!