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Dreißigjähriger Krieg: Tausende Spuren der Schlacht bei Lützen entdeckt

Die Schlacht bei Lützen gilt als bedeutendstes*Gefecht des Dreißigjährigen Krieges. Jetzt haben Archäologen auf dem ehemaligen Kampfplatz*10.000 Relikte geborgen. Auch die verhängnisvolle Schwachstelle der schwedischen Truppen wurde entdeckt.

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M@ESW 15.04.2011, 15:28
1. _

Zitat von sysop
Auch die verhängnisvolle Schwachstelle der schwedischen Truppen wurde entdeckt.
Na Endlich! Dann direkt einmarschieren, jetzt kriegen wir sie ;)

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ixelloise 15.04.2011, 15:44
2. .

Zitat von sysop
... Eine Untersuchung des gesamten Schlachtfeldes im Rahmen des internationalen Forschungsprojekts von deutschen, schwedischen und britischen Archäologen werde nicht möglich sein, sagte Meller. Er rechnet damit, dass etwa die Hälfte bis zwei Drittel der Feldes untersucht werden könnten. Die restliche Fläche sei bebaut worden oder von Wäldern bedeckt.
Nachfolgende Generationen möchten ja auch noch was finden!

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albert schulz 15.04.2011, 15:47
3. Wahnsinn

Sofort alle hinfahren.

Habe ich mit jedem noch so kleinen Kaff aus dem "de bello gallico" gemacht und es hat sich echt gelohnt. Vermutlich werde ich ein zweiter Clausewitz. Natürlich nur, falls ich berichte. Das ist derzeit noch unklar. Aber wenn mir so langweilig wird wie Cäsar damals wäre es zumindest möglich. Man könnte natürlich auch erwägen, wieder mal den Spiegel zu abonnieren. der soll fast qso lawl

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metaller16 15.04.2011, 16:14
4. zzzz

Finde ich auch wahnsinnig interessant.

Erst das Gezeter um die blöde Himmelsscheibe, jetzt diese atemberaubenden Sensationsfunde.

Aber immerhin, man bewegt sich ja zeitmäßig auf die Gegenwart zu.

Natürlich nur falls nicht jemand die abgeschnittenen Fingernägel vom Neandertaler findet, die man ja auch schon so lange sucht.

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ms66 15.04.2011, 17:33
5. metalldetektoren

ob sich mit diesem Artikel das LDA-LSA einen wirklichen Gefallen tut?
Es sei hier nur darauf hingewiesen, dass in fast allen Bundesländern, das Sondengehen mit Metalldetektoren nicht erlaubt ist.
Falls hier jetzt also allzu viele gleich zu ihrem Elektronik-Höker ihres Vertrauens rennen und sich so'n Ding beschaffen ...
Lasst Euch durch die netten Bilder nicht dazu verführen: die Strafen können von Bundesland zu Bundesland recht schmerzhaft werden.

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sam clemens 15.04.2011, 19:41
6. Ketzer

Mal ne ketzerische Frage: Was war denn der Anlass für die Untersuchungen? Dcch nicht etwa eine Autobahntrasse, bei deren Anlage das Schlachtfeld großflächig durchschniiten und für spätere Untersuchungen unbrauchbar gemacht wird?

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albert schulz 15.04.2011, 20:16
7. gar nicht ketzerisch

Zitat von sam clemens
Mal ne ketzerische Frage: Was war denn der Anlass für die Untersuchungen? Dcch nicht etwa eine Autobahntrasse, bei deren Anlage das Schlachtfeld großflächig durchschniiten und für spätere Untersuchungen unbrauchbar gemacht wird?
Die wollten doch nur darauf aufmerksam machen, daß in der Tundra und Taiga östlich der Elbe irgendwann mal was kulturhistorisch ungeheuer Wesentliches abgelaufen ist, was für einen Historiker immer und stets das Abschlachten größerer Menschenmengen ist.

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Spinnosa 15.04.2011, 23:06
8. Sind wir heute wieder abgeklärt...

Zitat von albert schulz
Die wollten doch nur darauf aufmerksam machen, daß in der Tundra und Taiga östlich der Elbe irgendwann mal was kulturhistorisch ungeheuer Wesentliches abgelaufen ist, was für einen Historiker immer und stets das Abschlachten größerer Menschenmengen ist.
Ich bin schon länger dafür, Geschichte anstatt anhand von "großen Schlachten" lieber durch andere Zäsuren zu strukturieren, wissenschaftliche Erkenntnisse, Kunstwerke, Fortschritte bei den Menschenrechten etc.
In der Tundra östlich der Elbe haben sich da übrigens Lessing, Mendelssohn, Nicolai und Kant hervorgetan, auch Robert Koch soll sich über längere Strecken seines Lebens östlich der Elbe getummelt haben, wo ihm offensichtlich der wissenschaftliche Rahmen geboten wurde, in dem er Tuberkel und Milzbrand erforschen konnte - mithilfe des Zeiss-Mikroskops übrigens, das nur ganz knapp westlich der Elbe produziert wurde...
Trotzdem kann nicht bestritten werden, daß Kriege einen Einfluß auf die Geschichte hatten - und das gilt besonders für den 30-jährigen Krieg. Die daraus resultierende Kleinstaaterei in Deutschland, die für die nächsten 230 Jahre ein zusammenhängendes Staatswesen und damit noch länger hinaus eine vernünftige bürgerliche Identität verhinderte, ist m. E. ganz entscheidend für die nachfolgenden (Fehl-)Entwicklungen Deutschlands, die ihren Höhepunkt im Dritten Reich fanden.
Sie sehen also, um sich mal so richtig abgeklärt zu geben, muß man schon ein bißchen Ahnung haben...

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Spinnosa 15.04.2011, 23:15
9. Maikäfer flieg....

Zitat von Wahrheit2011
Das Schöne finde ich, dass es in der deutschen Geschichte doch noch möglich ist, jedenfalls fuer einen großen Teil, offen und wissenschaftlich zu suchen, zu forschen und ggf. die Geschichte neu zu schreiben. Ich freue mich, dass man Geschichte lebendig machen kann, die so lange vorbei ist. Über den 30-Jährigen weiß ich zuwenig, um inhaltlich mitreden zu können. Nur, dass er von 1618 bis 1648 dauerte. Also lese ich nun!
Lesen Sie! Lesen Sie den Simplizissimus von Grimmelshausen und "Das Treffen in Telgte" von Grass - und Pruniers "Africa's World War" über den gegenwärtigen Krieg im Kongo, das sehr schön zeigt, daß sich Geschichte tatsächlich wiederholt, zu anderen Zeiten, an anderen Orten, aber entgegen eines viel zitierten Salon-Bonmots zum ersten Mal als Tragödie und zum zweiten Mal auch als Tragödie.

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