Forum: Wissenschaft
Drohende Klimakatastrophe: Vor dem Absturz
Orbon Alija/ Getty Images

Wir sind in einem Flugzeug über dem Atlantik, und der Tank hat ein Leck. Notlanden? Oder Augen zu und durch? Vor genau dieser Frage steht die Klimapolitik.

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k.klotz 10.06.2019, 09:40
250. Netter Artikel

Fairerweise hätte man aber auch noch ergänzen müssen, dass sich Politik und Gesellschaft vor 10 Jahren entschieden haben, u.a. Flugzeuge mit Atomantrieb nicht weiter zu bauen bzw. in deren technische Weiterentwicklung zu investieren. Es war damals schon klar, dass die Konsequenz für die Zukunft damit lautet - "nicht mehr fliegen" oder auf "Kosten des Klimas zu fliegen".

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KR-Spiegel 10.06.2019, 09:45
251. Treibhauseffekt +35°C oder +36°C statt wie früher +33°C

Die Agenda 2050 zum weitgehenden Ausstieg aus fossilen CO2 macht Sinn, wobei Europa / USA bald nur noch ein kleines Rädchen der Verursacher sein werden. Indien wird wohl 2035-40 soviel fossiles CO2 wie ganz EU28 freisetzen und der Rest der Welt bald USA+EU28+Indien+China dabei überholen.
Vor 10 Jahren wollten Forscher bis 2025 10% Öko-/Biokerosin in den Flugzeugen sehen, wobei nur Schweden sich noch an diese Pläne hält. Die EU will die Biogasbusse, wie in Augsburg, von der Straße werfen und bei E10 ist Stillstand ohne Ende. In Bourdeaux rollen seit Jahren ED95 Ethanoldiesel problemlos im Liniendienst, was Ökofanatiker der EU auch torpedieren wollen. Hingegen erlebt Berlin mit seinen Elektrobussen gerade ein wirtschaftliches Deasaster, da zu teuer und nur halbtags nutzbar.
Wir werden erst dann CO2 mindern könnten, wenn die Bürger die Ökofanatiker durch Techniker in den Ämtern und Parlamenten ersetzen. Mit obigen Deppen fahren wir den CO2-Karren nur noch tiefer in den Schlamm.

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vnv_muc 10.06.2019, 09:48
252. Ödipus

Die Menschheit ist leider wie Ödipus: so sehr wir auch versuchen, unserem Schicksal zu entgehen, laufen wir doch hinein. Solange nicht über Konzepte geredet wird, die Anzahl der Menschen zu begrenzen, sind wir verloren.

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Maulverbot 10.06.2019, 09:48
253. Anton Hofreiter...

und Katharina Schulze sind auch Bord und erkennen das Problem sofort. Die Pappbecher sind schuld erkärt er der Katharina Schulze, die genüsslich ein Eis aus einer Plastikschüssel isst.

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oliver_st 10.06.2019, 09:48
254. Dochdoch

Zitat von j.c78.
Egal was wir in Deutschland tun, es wird die ?limaveränderung nicht aufhalten. Wenn die USA und China nicht mitziehen- was sie nicht tun - ist der deutsche, sogar der europäische Beitrag schlichtweg wertlos. Friday für future in China? Ich kann da nichts sehen...
In China streikt 1! Mädchen. Wollen wir hoffen dass sie nicht alsbald verhaftet wird

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PlainCitizen 10.06.2019, 09:49
255. Der Zapfen für das Leck heisst Kernkraft

Mit Kernkraft wird CO2 zuverlässig, zügig und zuverlässig reduziert, und erst noch zu tiefen Kosten.

Solar mit 10% Vollaststunden ist viel zu teuer, wenn der Aufwand für kontinuierliche und lastfolgefähige Lieferung noch eingerechnet wird. Entweder braucht das Backup für bis 90% der Zeit, und der ist fossil. Oder Speicher, und dann wird das System eine Energiesenke, braucht hum Bau mehr Energie als man je heausbekommt. So kommt man nicht ans Ziel.

AKW sind auf die Dauer mehrfach günstiger als Erneuerbare, sind in 10 Jahren aufgestellt, liefern zuverlässig, reduzieren CO2, brauchen keinen fossilen Backup, sind am sichersten von allen Energieproduktionen, und das Abfallproblem ist gelöst (Brenner).

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intercooler61 10.06.2019, 09:51
256. Die gewählte Metapher "Luftnotlage"

... ist leider schief, eine Homomorphie mit dem Klimawandel bezüglich verfügbarer Handlungsoptionen und deren Folgen nur bei sehr oberflächlicher Betrachtung konstruierbar:

Im Falle der Ausweichlandung kann man sicher ausschließen, den Rest des geretteten Lebens auf Grönland fristen zu müssen, womöglich bei ungewisser Nahrungs- und Energieversorgung. Eben deshalb ist die Befragung der Paxen eine herbeiphantasierte Fiktion.

Nach wenigen Zeilen wird allerdings ein Motiv dieses schrägen Gleichnisses erkennbar: Die Reproduktion eigener Klischees und Stereotype anhand der Fluggäste mit dem Ziel, politische Gegner verächtlich zu machen und Hass gegen sie zu schüren - unter johlendem Beifall eines gleichgesinnten Publikums; siehe Forum.

Und das im Ressort "Wissenschaft" unter dem Label "Der Rationalist". Zur Frage des Artikels, an wen ich mich halten würde: Beim Thema "Klimaschutz" sicherlich eher an Naturwissenschaftler und Ökonomen als an einen Kognitionspsychologen.

Ein solcher Artikel wird dem Ernst der Lage und der Tragweite fälliger Entscheidungen nicht gerecht. Er dient auch nicht der Aufklärung, da man so niemanden überzeugt, der es nicht schon vorher ist. Er ist vielmehr Ausdruck der Selbstvergewisserung eines 30%-Milieus, das sich als schweigende Mehrheit geriert - heute in den Foren wie weiland auf den Straßen.

Dass Journalisten im öffentlichen Ansehen bisweilen noch hinter Politikern rangieren, ist bitter für all diejenigen, die (auch beim SPIEGEL!) hervorragende Arbeit leisten. Schuld daran sind aber eher nicht die Politiker.

Vorliegende Hetzschrift eines Hochschullehrers in öffentlicher Trägerschaft wirft allerdings auch Fragen an das zuständige Ministerium auf - wie der Zufall so will, übrigens grün geführt (Fegebank).

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ophelvetia 10.06.2019, 09:52
257. Nonsense

Zwischen Grönland und NY gibt es jede Menge Landebahnen.

Was ich damit sagen will: Wir sind in keiner Weise in der beschriebenen Notlage.

Der Klimawandel ist bisher ein Phänomen das den Menschen Nachteile und Vorteile bringt. In Sibirien etwa kann man in einigen Gebieten heute Landwirtschaft betreiben, die bisher im Permafrost lagen. Der Permafrost ist ca. 500 km nach Norden gewandert. Das ist eine Folge des Klimawandels. Nun wird man evtl. sagen dass das ein kleiner positiver Effekt ist, dem grosse negative Effekte gegenüber stehen. Aber es ist ja nur ein Beispiel, und es gibt viele weitere Beispiele dieser positiven Effekte. Diese werden aber totgeschwiegen, da sie nicht in das dominierende Meinungsschema passen. Jeder Hinweis, der die Dramatisierung der Lage relativiert, wird weggebügelt. Man wird dann sofort verdächtigt, zum Trump-Lager zu gehören, und den Klimawandel zu leugnen.

Nun könnte man sagen: Es gehört zur journalistischen Aufgabe, die Dinge pointiert darzustellen. Ok, in Ordnung. Aber es ist auch wichtig, dass die Menschen nicht hysterisch werden, denn das nützt niemand etwas. Im Bild gesprochen: Eine vermeintliche Notlage im Flugzeug mit den Passagieren zu besprechen, ist ein beruflicher Nogo, ein schwerer professioneller Fehler. Wer einen solchen Fehler begeht, hat jede Autorität verloren, und wird zu Recht seine Pilotenlizenz einbüssen. Und im Journalistenberuf gibt es auch gewisse Grenzen, die hier masslos überschritten wurden.

Daher die Überschrift: Nonsense. Es gibt diese Notlage nicht.

Es gibt eine Erhöhung des CO2 von 280 ppm (parts per million) auf 400 ppm im Lauf der letzten 200 Jahre. CO2 ist ungiftig, schadet also niemand, keinem Tier und keiner Pflanze. Es gibt den Treibhauseffekt, und tatsächlich erwärmt sich die Atmosphäre um bisher ca. 1 Grad. Und es gibt den Nachweis, dass der erhöhte CO2 Anteil zum Treibhauseffekt beiträgt, wie auch Wasserdampf und Methan und andere Gase oder Aerosole es tun.

Um diesen Treibhauseffekt (TE) geht es, und wir sollten mal diskutieren wie wir den TE eindämmen. Hierfür gibt es hunderte (sic!) verschiedene Strategien, wovon CO2 Vermeidung nur eine ist.

All das kann man wissenschaftlich betreiben, und das wird ja auch getan. Daraus leiten sich dann gewisse Forderungen ab, die CO2 Steuer ist eine davon. Aber diese Diskussion ist dann im politischen Raum, und flugs geht es nicht mehr um CO2 Vermeidung, sondern um alle möglichen Dinge, die mit dem Geld finanziert werden sollen. Dabei ist die CO2 Abgabe nur dann voll wirksam, wenn das Geld zu 100% zur Reduktion des CO2 verwendet wird. Als z.B. Fluggast möchte ich den CO2 Ausstoss kompensieren, den ich verursache. Wenn wir mit dem Geld Sozialprogramme finanzieren, dann wird sich der CO2 Ausstoss sogar noch erhöhen.

Bitte also an die Journalisten: Keep calm an carry on. Mit Hysterie erreicht man nichts, im Gegenteil, die Menschen stumpfen ab und sagen: Wir können eh nichts machen.

Und an meine lieben Mitmenschen: Schaut mal raus in diese wunderschöne Natur, und geniesst einfach die Seen, Wälder und Felder wie wir haben. Tut etwas dafür dass sie erhalten bleibt. Denn wir können etwas tun. Yes we can.

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euro-paradies 10.06.2019, 09:53
258. @ Hr. Stöcker: Weshalb schreiben Sie nicht, dass ein

Passagier der Economy--Class vorschlägt zwischen vollbesetzter Economy-Class und Business-Class abstimmen zu lassen, welche Class das Flugzeug aus Gewichtsgründen verlassen muss? Jaja, das ist nicht so schön Relotius.

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spon_4_me 10.06.2019, 09:53
259. @ heinzmueller213 (# 229):

Der Pentagon (kein zu Hysterie neigender, übermässig grüner Verein) hält die Veränderung des Klimas für die größte geopolitische Bedrohung der Zukunft, und zwar wegen der massiven Bevölkerungsverdrängung aus küstennahen Gebieten (ca. 70% der Menschheit, so glaube ich das im Kopf zu haben, leben an oder nahe dem Meer), dem damit verbundenen Anstieg von Konflikten, sozialer Not, Migration, Verteilungskämpfen und Vernichtung noch intakter Ökosysteme. Sie persönlich werden - wie viele (ironischerweise) in der westlichen Welt - möglicherweise ein Gewinner des Klimawandels sein: Wärmere Sommer, neue landwirtschaftliche Produkte, weniger Energie- und Heizkosten etc. Im Zweifel bauen wir halt höhere Deiche, geben die Halligen auf und entschädigen die paar Wochenendhausbesitzer auf Langeoog. Die Folgen der Entwicklung werden uns vor allem indirekt betreffen. Wer die Flüchtlingssituation 2015 so wie ich erlebte, nämlich dass sie die Gesellschaft an ihre Belastungsgrenze brachte, dem wird sie in zwanzig Jahren verglichen mit dem Druck, der dann an unseren Grenzen herrscht wie ein etwas stressiger, aber doch gerade noch gelungener Kindergeburtstag vorkommen.

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