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Dürremonitor: Hier sind Deutschlands Böden am trockensten
Jan Woitas / dpa-Zentralbild / dpa

Nach dem bundesweiten Extremjahr 2018 ist Deutschland in diesem Jahr bei der Trockenheit zweigeteilt. Computermodelle zeigen, welche Probleme der Landwirtschaft vor allem im Norden und Osten drohen.

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Iltis95beta 25.06.2019, 19:14
60. Permanenter Regen?

@fluxus: ich weiß natürlich nicht, wo sie wohnen. Hier im Nordosten hat es in den letzten 6 Wochen nur eine Nacht durchgeregnet, und das Ergebnis war trotz größerer Dachfläche eine nur 1/3 volle Regentonne. Ansonsten gab es maximal mal eine Stunde, meist nur 10 min Gedröppel, und auch das in 6 Wochen nicht häufiger als vllt 4-5 mal. Das reicht nicht, um den Boden ordentlich zu durchfeuchten.

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Oberleerer 25.06.2019, 19:17
61.

Zitat von Gluehweintrinker
Zu viele Menschen empfinden sich heute als "urban" und verwechseln das mit "von der Natur entkoppelt"
Ich habe jetzt nicht all die Klischees zitiert.

Die meisten Leute leben nunmal in der Stadt, weil sie sich das Land nicht leisten können. Und gerade auf dem Land braucht jeder Haushalt drei Autos.

Der größte Verursacher von Umweltschäden ist in Deutschland immer noch die Industrie, Kohle, Öl, Stahl. Der Flugverkehr und die Schifffahrt ist ein weltweites Phänomen. Die machen ihre eigenen Gesetze. Aber solange überall konservativ gewählt wird, ändert sich nichts.

Hinzu kommt die Verkehrsplanung über Wasserstraßen und Kanäle. Mir kann keiner erzählen, so ein Schubverband sei besser als ein paar Waggons auf der Schiene.
Dafür haben wir ausgebaggerte Flüsse, die das Wasser ruckzuck ins Meer leiten.

Und auch die Landwirtschaft ist zu großen Teilen selber schuld. Die Felder bis zum Rand genutzt, keine Hecke, kein Baum, kein Strauch wirft noch Schatten. Wälder, die noch viel Wasser speichern sind auch den Monokulturen gewichen, Torfe und Moore trockengelegt.

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thor.z1367 25.06.2019, 19:32
62. Gerade im Osten sitzen die Klimaverleugner und AfD

Das ist doch dir Ironie, dass gerade im Osten die Klimaverleugner Hand in Hand gehen mit der AfD .Und alles in Frage stellen, leider kann Mann diese Klimaverzehrungen noch im Osten lassen.Aber durch Leugnen und Ignoranz wird es nicht besser oder geht weg wie ein schlechter Traum.

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descartes 25.06.2019, 19:34
63.

Zitat von Karla Winterstein
Ihr Beitrag ist für mich interessant, vor allen Dingen deshalb, weil ich vor einigen Jahren (es ist zwischen 5 und 10 Jahre her) gelesen habe, dass in Bezug auf Deutschland das sich wandelnde Klima zu einer kleinen, aber wirkungsvollen, Veränderung der Hauptwindrichtung führt. Ist Ihnen davon etwas bekannt und haben Sie vielleicht sogar Titel oder Link verfügbar?
Ich erlaube mir mal, mich kurz einzumischen. Ganz stark vereinfacht:
Durch die Verringerung der Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd verlangsamt sich der Jetstream zum einen und ändert zum anderen dadurch auch teilweise seine gewohnte Richtung. Die Folgen sind relativ offensichtlich: Der Regen kommt nicht mehr dort runter, wo wir es gewohnt sind und wo er gebraucht wird, sondern weiter westlich, teilweise sogar über den Meeren. Ich habe sogar irgendwo schon gelesen, dass sich auf einzelnen Strecken bereits ein erhöhter Treibstoffverbrauch bei Flugzeugen bemerkbar macht, ob sich das allerdings verifizieren lässt ...

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hartwig2 25.06.2019, 19:44
64.

Zitat von helro56
WAS bildet es sich ein, an großen globalen Stellschrauben drehen zu können ?? seit Millionen von Jahren haben sich auch OHNE unser zutun die klimatischen Verhältnisse ratikal geändert auch ohne Autos und Flugzeuge ! das CO2 Fieber vieler Umweltträumer ist NICHTS, aber auch gar NICHTS was irgendetwas ändert ! Auch die steuerliche Abzocke von seiten des Staates wegen wird NICHTS ändern !
Das war alles früher, nun war es der Mensch.
Das die Sahara erst vor 8000 Jahren entstanden ist, und es ein schönes Binnenmeer war, die Muschelbänke unter dem Sand zeugen noch davon, Und sich zur gleichen Zeit die Gletscher der Eiszeit in den Alpen zurückzogen, waren bestimmt auch die Römer Schuld.

Das Niveau ist so gesunken, das selbst Foristen hier nicht zu blöde sind , über Grillfreunde zu mosern, aber ein Tofu Gericht aus China sich mit dem Elektroherd bereiten. Lecker Glyphosat Soja mit dem Kohlekraftwerk aufgewärmt, mit Schweröl transportiert.
Umweltträumer sind das nicht, man kann so schön über „ die Anderen“ meckern, mit dem Finger drauf zeigen, sich „ als was Besseres fühlen“ .

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Little_Nemo 25.06.2019, 19:53
65. Das kann Cervantes nicht gewollt haben

Zitat von nici_d
Ob der Klimawandel menschgemacht ist oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Allein, bei Annahme der menschlichen Ursache, sich vorzustellen, was es bedeuten würde, fast 8.000 Millionen Menschen zum Umdenken und noch viel wichtiger zum anders Handeln zu bewegen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sinnvoller erscheint mir, zu akzeptieren, dass sich das Klima und damit das Wetter ändert, was es ja immer schon getan hat - und da ist es mir lieber, dass es derzeit wärmer statt kälter wird - und statt dagegen anzukämpfen wie Don Quixote gegen die Windmühlen lieber Maßnahmen zum Umgang damit zu erarbeiten. Bestes Beispiel aus den letzten 10 Jahren ist Israel. letzte Woche habe ich erst ein paar kg Frühkartoffeln aus Israel, eines der trockensten Länder der Erde, gekauft. Hatte ich vor meinem Israel-Besuch immer vermieden, heute weiß ich: https://de.globalvoices.org/2016/10/06/israel-eines-der-trockensten-lander-der-welt-hat-nun-wasser-im-uberfluss/ Ob unsere deutschen Alarmisten dazu in der Lage wären?
Mit Bewässerung allein werden Sie das Problem aber nicht lösen können. Bei hohen Temperaturen - Temperaturen, die im Bereich der Körpertemperatur des Menschen oder gar darüber liegen - sind Menschen nur eingeschränkt leistungsfähig und irgendwann auf Dauer gar nicht mehr lebensfähig. Dann müssten wir vielleicht anfangen in Höhlen oder am Meeresgrund zu leben. Über letzteres wird übrigens in Inselstaaten, die gerade im Pazifik versinken, tatsächlich bereits nachgedacht, wie ich kürzlich einer TV-Doku entnommen habe. Da gibt es bereits Pläne für Unterwasserstädte hinter Glas. Man wird wohl auch nicht alle Äcker überdachen können um das durch Meerwasserentsalzungsanlagen aufwändig gewonnene Wasser daran zu hindern gleich wieder zu verdunsten.

Zudem wäre natürlich mal interessant, wie denn der ökologische Fingerabdruck dieser Meerwasserentsalzungsanlagen aussieht. Ich weiß nichts darüber. Vielleicht unbedenklich. Aber Energie werden sie wohl brauchen.

Davon abgesehen ist ein Ende des Steigens der globalen Temperaturen nicht absehbar. Irgendwann wird es für alle zu heiß um leben zu können. Die jetzt schon trockensten Länder wie Israel werden dagegen auch mit ihren Entsalzungsanlagen irgendwann nicht mehr ankommen. Nennen Sie mich ruhig "Don Quixote", aber den Kopf in den immer heißer werdenden Sand zu stecken ist auch nicht sehr schlau.

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descartes 25.06.2019, 19:56
66.

Zitat von nici_d
Ob der Klimawandel menschgemacht ist oder nicht, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Allein, bei Annahme der menschlichen Ursache, sich vorzustellen, was es bedeuten würde, fast 8.000 Millionen Menschen zum Umdenken und noch viel wichtiger zum anders Handeln zu bewegen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sinnvoller erscheint mir, zu akzeptieren, dass sich das Klima und damit das Wetter ändert, was es ja immer schon getan hat - und da ist es mir lieber, dass es derzeit wärmer statt kälter wird - und statt dagegen anzukämpfen wie Don Quixote gegen die Windmühlen lieber Maßnahmen zum Umgang damit zu erarbeiten. Bestes Beispiel aus den letzten 10 Jahren ist Israel. letzte Woche habe ich erst ein paar kg Frühkartoffeln aus Israel, eines der trockensten Länder der Erde, gekauft. Hatte ich vor meinem Israel-Besuch immer vermieden, heute weiß ich: https://de.globalvoices.org/2016/10/06/israel-eines-der-trockensten-lander-der-welt-hat-nun-wasser-im-uberfluss/ Ob unsere deutschen Alarmisten dazu in der Lage wären?
Schon allein Ihr erster Satz zeigt, wie wenig Sie sich mit dem Thema beschäftigen. Der Klimawandel war, ist und wird nie ausschliesslich menschengemacht sein. Allerdings ist der menschliche Einfluss auf eben diesen Wandel in den letzten 150 Jahren nachweislich so gross geworden, dass sich genau dieses Klima immer schneller ändert und zwar derart, dass bewährte Rechenmodelle, die die Klimaänderungen der letzten Jahrhunderttausende relativ genau belegen konnten, plötzlich nicht mehr zutreffen. Anders gesagt, es gibt keine Einflussgrösse, ausser der menschlichen, die diese Anomalien erklären könnte.
Es würde übrigens schon einen erfolgversprechenden Anfang bedeuten, wenn die Industriestaaten umdenken würden, denn wenn alle 8Mrd Menschen ähnlich verschwenderisch leben würden, wie die Bevölkerung in den Indurstrienationen, bedürfte es dreier Erden, um die benötigten Rohstoffe bereit zu stellen.
Ach und Sie vergleichen ernsthaft 2 Länder miteinander, von denen eines lediglich 1/10 der Bevlökerung beheimatet und ca. nur 1/20 der Grundfläche misst? Von Resteuropa mal ganz zu schweigen ...

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damianschnelle 25.06.2019, 20:15
67. @fluxus08

Der Regen der letzten Wochen hat nicht mal annähernd ausgereicht um die Defizite auszugleichen. Bei uns in der Region ist es Knochentrocken und mir graut schon wieder vor der Getreideernte, da werden wieder einmal einige Felder in Flammen stehen.

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Karla Winterstein 25.06.2019, 20:17
68. Dokument zu diesem Thema gefunden

Zitat von descartes
Ich erlaube mir mal, mich kurz einzumischen. Ganz stark vereinfacht: Durch die Verringerung der Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd verlangsamt sich der Jetstream zum einen und ändert zum anderen dadurch auch teilweise seine gewohnte Richtung. Die Folgen sind relativ offensichtlich: Der Regen kommt nicht mehr dort runter, wo wir es gewohnt sind und wo er gebraucht wird, sondern weiter westlich, teilweise sogar über den Meeren. Ich habe sogar irgendwo schon gelesen, dass sich auf einzelnen Strecken bereits ein erhöhter Treibstoffverbrauch bei Flugzeugen bemerkbar macht, ob sich das allerdings verifizieren lässt ...
Ich habe eben einfach mal Ihre Hinweise genommen und gesucht. Dabei bin ich auf ein Dokument gestossen (Klimabericht 2012) in dem im Abschnitt "Wetterlagen ändern sich mit dem Klimawandel" auch dieses Thema angesprochen wird (https://www.dwd.de/DE/leistungen/klimastatusbericht/publikationen/ksb2012_pdf/ksb2012_wetterlagen.pdf?__blob=publicationFile&v=1 ).

Vielleicht finden sich ja noch mehr Unterlagen zu diesem sehr interessanten Thema, welches uns wohl deutlich betrifft.

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nici_d 25.06.2019, 21:11
69. Sie widersprechen sich selbst

Zitat von descartes
Schon allein Ihr erster Satz zeigt, wie wenig Sie sich mit dem Thema beschäftigen. Der Klimawandel war, ist und wird nie ausschliesslich menschengemacht sein. Allerdings ist der menschliche Einfluss auf eben diesen Wandel in den letzten 150 Jahren nachweislich so gross geworden, dass sich genau dieses Klima immer schneller ändert und zwar derart, dass bewährte Rechenmodelle, die die Klimaänderungen der letzten Jahrhunderttausende relativ genau belegen konnten, plötzlich nicht mehr zutreffen. Anders gesagt, es gibt keine Einflussgrösse, ausser der menschlichen, die diese Anomalien erklären könnte. Es würde übrigens schon einen erfolgversprechenden Anfang bedeuten, wenn die Industriestaaten umdenken würden, denn wenn alle 8Mrd Menschen ähnlich verschwenderisch leben würden, wie die Bevölkerung in den Indurstrienationen, bedürfte es dreier Erden, um die benötigten Rohstoffe bereit zu stellen. Ach und Sie vergleichen ernsthaft 2 Länder miteinander, von denen eines lediglich 1/10 der Bevlökerung beheimatet und ca. nur 1/20 der Grundfläche misst? Von Resteuropa mal ganz zu schweigen ...
Einen großen Nicknamen haben Sie sich da gegeben, dem Sie allerdings nicht gerecht werden. Sie widersprechen sich selbst. Erst schreiben Sie, der menschliche Einfluss sei nachweislich und im nächsten Satz folgt dann, dass Ihnen keine andere Einflussgröße, außer der menschlichen einfalle, und daher soll wohl das obige nachweislich stimmen. Lösungsansätze sind gefragt, da haben Sie wohl keine.

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