Forum: Wissenschaft
Dürremonitor: Hier sind Deutschlands Böden am trockensten
Jan Woitas / dpa-Zentralbild / dpa

Nach dem bundesweiten Extremjahr 2018 ist Deutschland in diesem Jahr bei der Trockenheit zweigeteilt. Computermodelle zeigen, welche Probleme der Landwirtschaft vor allem im Norden und Osten drohen.

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cabona 25.06.2019, 22:07
70.

Zitat von xc20
Ist ihnen bewusst in welchen Dimensionen sich entsprechende Vorrichtungen und Anlagen bewegen müssten? Versuchen sie doch einmal so etwas gegen Bürokratie, Umweltaktivisten und Bürgerinitiativen durchzusetzen. Oder meine sie etwa einfache Beregnungen die sich aus Grundwasser speisen und die aufgrund der Entfernungen zu den Feldern mittels Dieselgeneratoren betrieben werden müssen?
Natürlich geht das schon wenn man will. Nicht dass das keinen erheblichen Gegenwind hatte amAnfang. Die Grünen gab es damals noch nicht.
https://www.whr-infiltration.de/aufgaben/beregnung/

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descartes 25.06.2019, 22:11
71.

Zitat von nici_d
Einen großen Nicknamen haben Sie sich da gegeben, dem Sie allerdings nicht gerecht werden. Sie widersprechen sich selbst. Erst schreiben Sie, der menschliche Einfluss sei nachweislich und im nächsten Satz folgt dann, dass Ihnen keine andere Einflussgröße, außer der menschlichen einfalle, und daher soll wohl das obige nachweislich stimmen. Lösungsansätze sind gefragt, da haben Sie wohl keine.
Sie halten es also nicht für nachweisbar, dass in den letzten 150 Jahren der Energie- und Rohstoffbedarf drastisch gestiegen ist, dass Abgasemissionen drastisch gestiegen sind, dass Waldflächen weltweit dezimiert wurden, die Ozonschicht fast zerstört wurde, die Meere zugemüllt wurden ...
Und ja, in der Wissenschaft wird mit Thesen und Hypothesen gearbeitet. Halten Sie das für etwas Ungewöhnliches? Die oben aufgeführte, dass keine andere Einflussgrösse signifikant verändert wurde, ausser der menschlichen, die eine derartige Abweichung von den Modellen erklären könnte, ist allgemeiner Konsens und wurde bisher nicht widerlegt, was umgekehrt ihre andauernde Gültigkeit bestätigt.
Wo genau wollen Sie also einen Widerspruch entdeckt haben?

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xc20 25.06.2019, 22:23
72. Antike als Vergleich

Zitat von cabona
Natürlich geht das schon wenn man will. Nicht dass das keinen erheblichen Gegenwind hatte amAnfang. Die Grünen gab es damals noch nicht. https://www.whr-infiltration.de/aufgaben/beregnung/
Das ein entsprechendes System zumindest regional aufzubauen ist, habe ich nicht bezweifelt. Nur wies der Kommentator vor mir eben auf die Antike etc. hin, was ua. Bewässerungskanäle, Speicherseen uä. benötigen würde. Daher mein Einwand.
Zudem bleibt es dennoch nicht sinnvoll eine Infrastruktur aufzubauen und zu erhalten, die alle 10 Jahre kostendeckend eingesetzt werden kann, was ja besonders im Getreideanbau der Fall wäre.

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Dr.Gnaa 25.06.2019, 22:51
73. Das verstehen die Menschen nicht

Gehen Sie in den Schönbuch. Ein grosse Waldgebiet in der Nähe von Stuttgart und Böblingen. Achten Sie dort auf die Bäche und Quellen im Wald.

Die Schüttung der Quellen hat in den vergangenen drei Jahren dramtisch abgenommen. Auch wenn es in den vergangenen Wochen mehrfach intensiv geregent hat, der Boden ist sehr hart und trocken, das Regenwasser läuft sehr schnell ab, bevor es die Grindwasserspeicher erreicht. Die Bäche sind eher Rinsale. An den Dicken der Baumrindenzuwächse der letzten 20 Jahre sollte sich die Veränderung lablesen assen. Das Klima, nicht das Wetter, verändert sich dramatisch. Die Winter sind in den vergangenen Jahren so trocken gewesen. dass die Grundwasserspeicher nicht mehr aussreichend aufgefüllt werden. Und das ist z.B. eines der Probleme.

Ich gebe uns noch max. 15 Jahre. Dann ist Schluss mit Lustig.

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Teddi 26.06.2019, 08:03
74. Es wird lächerlich

eenberliner schreibt: Es ist zum Kotzen, und jammert darüber, dass es keiner wahr haben will. Stimmt doch gar nicht. Man gibt es ja zu, nur keiner weiß, was tun. Man erwartet, dass jemand mit Superhändchen den Vorgang stopped und alles ist gut. Nur der mit der Superhand, der muss noch geboren werden. Statt Gejammer sollte man sich erstens anpassen, und nicht bei Hitze drei Lagen Kleidung tragen, und als Bauer schleunigst für künstliche Bewässerung und Prduktveränderung sorgen. Dies ganze Geheule ist doch lächerlich.

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Goldwin 26.06.2019, 09:55
75.

Zitat von MatthiasPetersbach
tja, früher war Landwirtschaft die Kunst, bei vorhandenem Klima DAS anzubauen, was unter diesen Umständen gedeiht. Heute ist es die Kunst, das zu produzieren, was gerade am Markt am besten zu verkaufen ist. Und Wann. Also gibts bei uns hier wasserintensiven und bodenauslaugenden Maisanbau auf Plastikfolie und Spargel unter Plastikfolie. Und andere Extreme mehr. Also verlieren wir ständig an fruchtbarem Boden und der, der übrigbleibt, taugt nur noch als Pflanzenhalter - die Pflanzen werden vom Dünger ernährt, dessen Überreste uns das Trinkwasser versaut. So gesehen ist ein Salatkopf nicht weniger naturzerstörend als ein Schnitzel. Leider. es ginge - und geht - auch anders. Beides.
Ich gehe davon aus, dass Sie aus ihrem Bauchgefühl heraus schreiben. Wir verlieren zwar in der Tat jede Menge fruchtbaren Boden, aber das hat überwiegend keine landwirtschaftlichen Gründe. Jeden Tag(!) werden in Deutschland 80 ha landwirtschaftliche Fläche für bebaut. 292.000.000 m² jedes Jahr.

Auch stellt sich gerade was den Wasserverbrauch angeht die Sache durchaus anders dar als oftmals von Medien etc. geschildert. Der Wasserverbrauch je Einheit produzierter Ware ist im intensiven Anbau deutlich geringer als im Biolandbau.

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qoderrat 26.06.2019, 12:20
76.

Zitat von k70-ingo
Wenn wir hier Trinkwasser sparen, hilft das Afrika und Australien herzlich wenig. Und je mehr wir hier Wasser sparen, umso häufiger muß der Wasserversorger die Abwasserkanäle durchspülen - mit Trinkwasser.
Das Wasser im Kinderplanschbecken und die Rasensprengung helfen Ihnen bei der Problematik der Abwasserkanäle überhaupt nicht weiter, das ist tatsächlich Verschwendung.

Ich hab mich mal mit einem der Arbeiter unterhalten, die diese Spülungen vornehmen, und die sagen dass es mehrere Problemfelder gibt, wassersparend Duschen mit Perlbrause (Wanne verbraucht mehr Wasser und gibt beim Ablassen einen ordentlichen Schwung auf einmal ab) und Sparspülungen in den Toiletten, aber auch die immer sparsameren Wasch- und Spülmaschinen.

Und selbstverständlich ist das kein Trinkwasser was zum Spülen verwendet wird, zumindest bei uns, die holen das Wasser vom Versorger unbehandelt, und sparen witzigerweise selbst mit dem Wasser, das wird mit Hochdruck durch ein Düsensystem an einem langen Schlauch punktgenau an den Problemstellen eingesetzt, die haben sogar ein Kamerasystem dran und sehen genau wo sie reinigen müssen.

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thequickeningishappening 26.06.2019, 13:44
77. Klimawandel und Extrem Wetter in direktem Zusammenhang

Nennt sich "Chaos Theorie". Das ganze System ist aus Dem Lot. Und wenn Der Boden knochentrocken ist dann bringt Ein Starkregen keine Abhilfe sondern Desaster! Kurz gefasst: es gibt zunehmend mehr Ausraster ( kalt, heiß, trocken, Flut ).

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Havel Pavel 26.06.2019, 21:04
78.

Zitat von as@hbx.de
Meine Mutter (Gartenbau-Ing.) erzählte mir, dass ihr Bodenkunde-Prof. bereits in den Fünfzigern erklärte, Brandenburg würde innerhalb von 100 Jahren versteppen. Als Begründung nannte er die Bodenbeschaffenheit in Verbindung mit jahrhundertelanger Trockenlegung. Sollte jetzt kein Beitrag zu Klimawandel-Leugnung sein, sondern zeigen, dass viele Probleme menschgemacht sind.
Natürlich ist von Scharlataren vieles falsch gemacht worden, zwar ohne Absicht weil sie es nicht besser wussten aber die warnenden Eperten sogar noch verspotteten. So wurden Flussbegradigungen, Trockenlegung von Auen und Sumpfgebieten, Verrohrungen kleiner Bäche, die sogenannten Flutbereinigungen, denen viele Busch- Hecken- und Baumflächen zu Opfer fiele, usw. im gossen Stil vollzogen. Als man später die dadurch ausgelösten Folgen einsehen musste wurde versucht die Fehler wieder rückgängig zu machen, was natürlich nur in sehr engen Grenzen möglich ist. Eingriffe in die Natur haben immer Veränderungen zur Folge, es ist keineswegs nur der Anstieg der CO2 Konzentration allein was die Klimaveränderungen verursacht und das wissen alle ernstzunehmenden Wissenschaftler und einge von ihnen tragen dies auch öffentlich vor. Die Politik ist es die gefordert ist hier wirksame Massnahmen durchzusetzen um eine Änderung herbeizuführen und es nicht nur bei Lippenbekenntnissen oder Scheinlösungen zu belassen.

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descartes 27.06.2019, 10:57
79.

Zitat von Havel Pavel
[...] Eingriffe in die Natur haben immer Veränderungen zur Folge, es ist keineswegs nur der Anstieg der CO2 Konzentration allein was die Klimaveränderungen verursacht und das wissen alle ernstzunehmenden Wissenschaftler und einge von ihnen tragen dies auch öffentlich vor. Die Politik ist es die gefordert ist hier wirksame Massnahmen durchzusetzen um eine Änderung herbeizuführen und es nicht nur bei Lippenbekenntnissen oder Scheinlösungen zu belassen.
Ein wahrer Satz, leider viel zu selten ausgesprochen
Im Gegenteil, heutzutage scheint "CO2 neutral" das einzige Synonym für umweltfreundlich zu sein, alles andere schädigende wird damit gerechtfertigt, oder unter den Tisch fallen gelassen.

Man schauen sich nur mal an, wie wir in Mittel- und Südamerika neue Wüsten entstehen lassen, nur um dem E-Mobilitätswahn auf die Sprünge zu helfen. Die bereits entstandenen Schäden sind nicht mehr rückgängig zu machen und dabei haben wir geschätzt noch nicht einmal 5% des Individualverkehrs elektrifiziert. Man will sich gar nicht vorstellen, wie es dort aussieht, wenn die verkehrspolitischen Ziele einiger Wirtschaftsbosse und Politiker tatsächlich auch nur annähernd erreicht werden.

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