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Effizienter Stromspeicher: Tesla-Gründer plant Super-Batterie für Selbstversorger
AP

Was wird sie kosten, wie wird sie aussehen? Nur wenig Konkretes ist bekannt über die Super-Batterie von Tesla-Gründer Elon Musk. Er verspricht aber Großes: Jeder soll Solarstrom daheim speichern und auf autonome Versorgung umstellen können.

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berndscherdel 23.04.2015, 23:36
80. Kuriose Reichweitenberechnung

Zitat von bill_dauterive
Das stimmt nicht. Tesla gibt eine maximale Reichweite unter besten Bedingungen mit ~90km/h von ~500km an. Von Akku voll bis Akku leer. Sie fahren aber maximal mit 80-85% auf die Autobahn rauf. Und bei spätestens 20% müssen Sie an die "Tankstelle" denken. Sie haben also effektiv nur 60% Akkukapazität zur Verfügung. Und damit kommen Sie eben maximal 150km bei 130-160 reisegeschwindigkeit. Weiss ich aus Erfahrung. Und bei einer saftigen Beschleunigung (am Berg von 70 auf 170 weil von hinten ein schnelles Auto kommt und man vorher stark bremsen musste z.B.) fehlen manchmal auf einen Rutsch 3-5% im Akku. (Nicht immer; zugegebenermassen.)
So, so: Nur weil sie so weit von der Autobahn wohnen (und diese Strecke nicht mitrechnen - warum nur?) und bei 20% schon ans tanken DENKEN, glauben sie die 150 km berechnen zu können.
Und warum ich von 70 auf 170 beschleunigen muss verstehe ich nicht ganz. Sollte ich wirklich nur 70 fahren, dann weil eben nicht mehr erlaubt ist. Ich muss dann aber wegen eines Dränglers nicht so beschleunigen, sondern fahre entweder rechts oder ignoriere ihn nicht einmal ...

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berndscherdel 23.04.2015, 23:47
81. Batterien für zu Hause

Wenn ich mir vorstelle, dass ich vor 2 Jahren einen (damals schon 3 Jahre alten) 20 kWh Akku in einem E-Auto durch die Gegend gefahren habe, der angeblich damals ca. 12.000 Euro kostete und mir gleichzeitig eine Weltfirma einen 6 kWh Akku für zu Hause für 18.000 Euro verkaufen wollte, dann kommen mir heute noch die Tränen.

Heute sollte ein Akku max. die Hälfte kosten (also 40 kWh für ca. 8000 Euro). Und Anforderungen hinsichtlich Gewicht, Größe, Temperaturschwankungen, Vibrationen und Ladeverhalten sind im Haus sicherlich wesentlich einfacher umzusetzen.
So eine Größe langt aber, um selbst im Winter mal 2-3 Tage ohne Sonne auszukommen.
Das reicht jetzt nicht für eine komplette Insellösung, aber 80% Selbstnutzung sollte man damit hinbekommen.
Und 8000 Euro ist der Strompreis für ca 6-7 Jahre für eine Familie - da amortisiert sich manches im Haus langsamer.
Also ich kann mir das gut vorstellen und werde mich Ende April überraschen lassen.

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goghvin 23.04.2015, 00:07
82. ein Link

Zitat von Benjowi
Und um das gerade zu rücken-auch bei sehr forcierter Fahrweise, die nicht wirklich sinnvoll ist, kommt man locker über 300 km weit-ansonsten tatsächlich zwischen 400 und 500 km. Und damit sind die Tesla-Angaben jedenfalls wirklichkeitsnäher, als die geschönten Verbrauchsangaben der Verbrenner-Fraktion!
so so - mal ein Link:

http://www.auto-motor-und-sport.de/news/tesla-s-im-nachtest-258-km-reichweite-bei-120-km-h-und-13-grad-8612751.html

bei konstant 120km/h, 13°C und Regen 258km Reichweite
... was z.B. einem 'normalen' Tag im Frühling oder Herbst entspricht.

Dazu kommt die Frage, wie es mit der Kapazität nach einigen Jahren aussieht - in den Garantiebedingungen von Tesla steht steht bzgl. der 8Jahres/200Tsd.-km-Garantie: Der Energie- oder Leistungsverlust der Batterie über die Zeit oder aufgrund oder infolge der Batterienutzung ist durch diese Batterie-Garantie NICHT gedeckt
d.h. nur ein Totalausfall ist dadurch abgedeckt.

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horstovic 23.04.2015, 06:13
83. wenn die so selten anfangen zu brennen..

wie die in den Autos, dann braucht man ja eine neue Brandschutz.

Wahrscheinlich greifen am 30.04. allerdings nur seine Optionen und mit den dem Anstieg der Aktie, kann er mal gerade hunderte Millionen mehr Prämie kassieren. Dann kann man ja immer noch eine Batterie für 2020 ankündigen.

Der ganze Markt folgt irgendwie keinem Sinn mehr

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fgeiger 23.04.2015, 06:17
84.

Zitat von bill_dauterive
Die Verbrauchsangabe meines Alltagsautos liegt bei 9,5liter im Mix. Das kommt auch gut hin. Damit komme ich fast tausend kilometer auf der Autobahn. Zugegebenermassen nicht ganz so flott beschleunigend wie der Tesla. Mit 100kW aber ausreichend.
Ich kann Sie beruhigen: wenn Sie entsprechend beschleunigen kommen Sie auch mit einem Tesla bei weitem nicht mit umgerechnet 9,5L Kraftstoff klar......

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fgeiger 23.04.2015, 06:35
85.

Zitat von Benjowi
Das ist leider so totaler Unsinn -wie ich aus eigener Erfahrung weiß- dass man annehmen muss, hier sei ein Troll der rückständigen deutschen Industrie unterwegs. Die haben nämlich allen Grund, alles was sich in Richtung E-Mobilität bewegt, systematisch zu verzögern, weil sie wieder einmal den richtigen Einstiegszeitpunkt verpennt haben und nun am Rudern sind, um nicht komplett den Anschluss zu verlieren!
Stimmt, DAS ist totaler Unsinn! Den Automobilherstellern - und das gilt nicht nur für die ach so rückständige deutsche Industrie - kann es doch völlig egal ein, welche Art des Antriebs in ihren Produkten steckt, solange sie sie gewinnbringend verkaufen können?!

Derjenige, der zuerst ein e-Mobil mit auf ein Minimum reduzierte Nachteile bezüglich der Energiespeichrung zu einem konkurrenzfähigen Preis auf den Markt bringt hat doch schlicht und ergreifend gewonnen. Und ich spreche da nicht von einer 100k-Luxuslimousine, deren Hersteller seit bestehen vermutlich nicht ein einiges Mal schwarze Zahlen geschrieben hat und nur deshalb überleben kann, weil dessen Besitzer durch den Verkauf eines Inetrnet-Bezahldienstes mehrfacher Milliardär geworden ist.

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wexelweler 23.04.2015, 06:36
86. Vermutlich

... wirds dann schnell bei uns aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen verboten oder es werden Steine in den Weg gelegt, weil's die Pfründe der Stromerzeuger schmälert.
Beispiele: Netzabgabe wie beim Fernsehen, man braucht's nicht aber zahlen darf man trotzdem, eine schöne Importsteuer, eine Quadratmetersteuer für Solaranlagen (steigend) etc. Da ist die Politik ja kreativ.

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wexelweler 23.04.2015, 06:47
87. Typisch Deutsche Autofahrer Idiotie

"Wenn ich 150-180 km schnell und ein paar mal bremsen und beschleunigen ...." In der Schweiz fährt man entspannt 120, mit Tempomat, die Reichweite schnellt im Vergleich förmlich in die Höhe. Das kann man auch auf DE-Autobahnen. Glaubt's mir. Macht auf 1000 km einen Ladezyklus weniger. Aber deutsche Bolidenfahrer sind eben unbelehrbar.

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wexelweler 23.04.2015, 07:26
88. Innovation

Zitat von schwaebischehausfrau
...Tesla macht auch 12 Jahre nach seiner Gründung noch keinen Cent Profit mit seinen Elektro-Autos, verbrennt stattdessen fast jedes Quartal ca. 100 Mio. US-Dollar Kapital - und das trotz gigantischer Subventionen.
VW verdient am Bugatti Veyron auch nichts, bzw, der Otto-Normalverbraucher finanziert das Spielzeug für Superreiche mit. Tesla kann im Moment noch keine Stückzahlen herstellen, aber mit jedem Modell geht die Stückzahl hoch, die Preise werden erschwinglicher und Musk kann sich das auch noch längere Zeit aus seiner Privatschatulle leisten, auch ohne Subventionen.
Die deutschen Subventionsbezüger, z.B. Kohle bringen ja nicht wirklich Innovation sondern betonieren den Status Quo. Ist das sinnvoll?
Man sollte ihn unterstützen und sich nicht über seine Verluste echauffieren, solange man nicht selbst davon betroffen ist.

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spon-facebook-1259763302 23.04.2015, 08:10
89.

Zitat von schwaebischehausfrau
es ist keine große Kunst, ein cooles + sexy Elektroauto zu bauen, solange man mit jedem verkauften Auto ein paar tausend Dollar Verlust einzufahren bereit ist. Das kann BMW, Audi oder Daimler auch - nur haben die es in der Vergangenheit nicht gemacht, weil sie lieber ein paar tausend Dollar an jedem verkauften Auto verdienen. Sobald diese Hersteller (die es sich mit ihren Milliarden-Gewinnen sogar leisten könnten, ein Elektro-Auto zu verschenken, um einen Wettbewerber loszuwerden) ebenfalls in diesen Markt eintreten und bereit sind, ihre E-Autos massiv intern zu subventionieren, ist Tesla mausetot. Tesla ist nur in den Ländern (California, Norwegen, Dänemark) erfolgreich , in denen der Staat E-Autos noch mit massiven Subventionen stützt und durch attraktive Vorteile (wie die Nutzung von Bus-/Pendler-Spuren, freien Parkplätzen und Gratis-Aufladung). Diese Vorteile stehen dort jetzt schon auf der Kippe: Weil immer mehr Kritiker monieren, dass Käufer von 100.000-Euro-Autos staatliche Subventionen erhalten und die Bus-/Pendlerspuren natürlich schnell kollabieren ,je mehr Elektro-Autos diesen Vorteil nutzen dürfen. Die Technologie von Tesla ist alles andere als revolutionär. Einen 500-Kilo-Batteriesatz aus Notebook-Akkus zu verbauen ist sicher nicht die Zukunft. Bisher sind Tesla Autos wie alle E-Autos aufgrund der Reichweiten-Problem Luxus-Gadgets für Top-Verdiener, die sich einen Zweit- oder Drittwagen leisten können. Wie cool und sexy ein Elektro-Auto aussieht, wenn man es für 35.000 Dollar anbieten will (und dann evtl. sogar ohne Subventions-Vorteile) wird sich noch zeigen müssen. Wie schnell einer primär auf öffentlichen Subventionen aufgebauten Branche die Luft ausgehen kann, hat man in Deutschland bei den ganzen Solarenergie-Firmen schon gesehen
Tesla hat mit dem Model S eine Marge von rund 25%. Mit dem einzelnen Wagen wird kein Verlust eingefahren. Das Geld wird für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Und das ist auch gut so. Denn Ende des Jahres kommt zum S das X. Zumal Tesla als einziger verstanden hat, dass eine Ladeinfrastruktur den Unterschied ausmacht. Und somit das Supercharger Netz Woche für Woche weiter ausbaut.
Übrigens sind es eben nicht "Notebook-Akkus", nur weil der Formfaktor 18650 ist. Da steckt ein bisschen mehr Technik drin, z.B. aktives Heizen und Kühlen. Und deshalb hält der Akku auch deutlich mehr Zyklen aus, als der in Ihrem Notebook.
Übrigens gehen mir Busspuren sonst wo vorbei. Da braucht keiner drauf rumzureiten.
Noch kurz zur Zweit-/Drittwagen-Mär: Wir haben das Model S als Erstwagen, und einen Smart ED als Zweitwagen. Funktioniert ganz hervorragend. Inklusive diverser Langstrecken. Und Topverdiener sind wir sicher nicht, aber wir können rechnen was unsere alten Verbrenner an Unterhaltskosten verursacht hatten, die wir jetzt nicht mehr haben. Von der Fahrqualität fange ich jetzt gar nicht erst an, nur so viel: Nie wieder Verbrenner.

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