Forum: Wissenschaft
Ehec-Seuche: Acht Antworten auf die Verunsicherung

Die gefährlichen Ehec-Bakterien breiten sich weiter aus, Forscher haben die Infektionsquelle immer noch nicht gefunden. Was darf man jetzt überhaupt noch essen und wie gefährlich ist der Keim wirklich? Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Ehec-Seuche.

Seite 7 von 9
tengri_lethos 04.06.2011, 09:10
60. Ähm...

Zitat von horstma
Um das zu machen, braucht man entsprechende Ermittler und auch Befugnisse, Dokumente einzusehen und notfalls zu beschlagnahmen. Ein Robert-Koch-Institut wird nichts davon haben.
[ ] Ich weiß, dass das hier kein Film à la CSI o.ä. ist.
[ ] Ich weiß nicht, was bisher geschah, um die Sache aufzuklären.

(Mehrfachnennungen sind möglich)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mitches 04.06.2011, 09:57
61. Mögliche Ursache?

In einem Beitrag eines Wetterforums ( http://www.wetterforum.com/ehec-erre...403.html#p9740 ) habe ich einen Hinweis gelesen, welcher mir plausibel erscheint - Verbreitung des EHEC durch Staub. Denn das was in diesem Jahr so besonders im Norden ist, ist die Trockenheit seit Wochen. Gülle, die über die Grasfelder ausgetragen wurde, konnte Aufgrund des trockenen Bodens nicht versickern und trocknet oberflächlich - der Wind trägt dann zur Verbreitung bei. Jetzt müsste man halt wissen, ob EHEC überhaupt per Staub - also in trockener Form - verbreitet werden kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sikozu 04.06.2011, 10:11
62. 93% !!!

Zitat von uweuwersen
[...] Der Ehec-Erreger der dort vor kurzem bearbeitet wurde, hat die gleiche DNA Übereinstimmung, wie der jetzt untersuchte Ehec-Erreger! Exakt 93 Prozent der DNA des gefährlichen deutschen Ehec-Bakteriums stammen aus einem in der Zentralafrikanischen Republik beheimateten Darmbakterium, der sogenannte EAEC 55989. [...]
Wahnsinn! 93% ! Das passt ja wie die Faust aufs... äh...

Nein, eigentlich überhaupt nicht, wenn man bedenkt, dass Menschen und Schimpansen 99% ihrer Gene teilen... Beim Orang-Utan sinds übrigens 97%. (Link)

Ihre 93% sind dann wohl etwa die Übereinstimmung zwischen Mensch und Beutelratte ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jane do 04.06.2011, 10:12
63. Hauptsache billig

Ich hoffe ja bei jeder Seuche, dass endlich mal ein Umdenken auch beim Verbraucher stattfindet. Man kann nicht ewig niedrige Preise bei einem kostbaren Gut wie Lebensmittel verlangen aber gleichzeitig bitten, dass alles Bio und gesund ist.

0,50 Euro für ein Liter Milch. Klar her damit. Dafür könnt ihr den Rindern ruhig Gentechnik mit unters Futter mischen. Aber wenn dann so ein Darmvirus des Rindes mutiert, haben alle Angst. Landliebe einer der wenigen Produzenten, die ihre Milch mit null Gentechnik in Berührung kommen lassen wird achtlos im Regal stehen gelassen. Kostet ja auch 0,89 Euro.

Selbst der große Konzern der unseren Kindern die extra Portion Milch offeriert, weigert sich in seiner Produktion Milch zu nutzen, welche mit keinerlei Gentechnik in Berührung gekommen ist. Auf das die Kinder strahlen.
Genmais kein Problem. Fleischproduzenten nutzen Hormone um das Wachstum zu beschleunigen. Kein Problem.
Hauptsache billig.

In meiner Studienzeit konnte ich mir auch nicht viel leisten und hab auf Billigprodukte zurückgegriffen. Aber mir ist auch klar gewesen, dass gute Lebensmittel eben auch mal Geld kosten müssen.

Wer im billig Wahn immer mehr in die Natur eingreift muss damit rechnen, dass diese motiert und zurückschlägt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Leifur_Eiriksson 04.06.2011, 10:14
64. Escherichia coli

Zitat von mitches
In einem Beitrag eines Wetterforums ( ) habe ich einen Hinweis gelesen, welcher mir plausibel erscheint - Verbreitung des EHEC durch Staub. Denn das was in diesem Jahr so besonders im Norden ist, ist die Trockenheit seit Wochen. Gülle, die über die Grasfelder ausgetragen wurde, konnte Aufgrund des trockenen Bodens nicht versickern und trocknet oberflächlich - der Wind trägt dann zur Verbreitung bei. Jetzt müsste man halt wissen, ob EHEC überhaupt per Staub - also in trockener Form - verbreitet werden kann.
Das Übertragen per Staub ist eher unwahrscheinmich. E. coli ist gram-negativ, bildet also keine wetterbeständigen Dauerformen aus, die die Trockenheit überleben. Außerdem hätte EHEC in diesem Falle wesentlich mehr Opfer finden müssen, weil die Trockenheit ganz Mitteleuropa betrifft.
E. coli lebt in großen Mengen im warmen, feuchten leicht basischen Milieu, optimal bei 37°C. Es könnte in Gülle gewesen sein und Pflanzen könnten es im Wachstum aufgenommen haben. Diese Pflanzen wurden gegessen oder gefressen (von Tieren) und schon ist das Bakterium in der Nahrungskette. Das macht auch die Ermittlung der Quelle so schwer - es gibt unendlich viele Möglichkeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Snoozel 04.06.2011, 10:17
65. Ehec-Bürgertelefon

"Ehec-Bürgertelefon eingerichtet, das allerdings nur zu den üblichen Bürozeiten besetzt ist. Unter der Nummer 01805 - 99 66 01"

Eine 01805 Nummer ... *an den Kopf fass* ... diese Abzocker.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andr.e 04.06.2011, 10:41
66. .

Zitat von sigmaplus
Heißt "blutiger Durchfall" eigentlich rot oder eher schwarz ? Rot ist der Stuhl ja eher , wenn etwas am Darmausgang passiert (z.B. Hämorrhoiden) und dunkel bis schwarz wenn im Dick-/ DünnDarm selbst etwas vorgefallen ist... Also worauf soll man achten ?
Sicherheitshalber sollten Sie auf die Rottöne nicht so sehr achten, sondern schlicht die Devise befolgen: Blut im Stuhl ist schlecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andr.e 04.06.2011, 10:47
67. .

Zitat von lena65
Insbesondere sollte die Bevölkerung mit ihrem gesammelten Wissen und ihrer Intelligenz stärker eingebunden werden.
Könnte daran liegen, dass viele Kommentare ins Nebulöse abschweifen, so dieser hier zum Beispiel:

Zitat von lena65
Wieso die Informationen panisch zurückgehalten werden, ist mir auch ein Rätsel. Dass sie zurückgehalten werden, ist mehr als offensichtlich. Deshalb gehe ich mittlerweile davon aus, dass man bereits ein paar Antworten hat, die man aber aus ökonomischen Gründen nicht aussprechen will.
Mehr als offensichtlich also? Könnte auch schlicht daran liegen, dass der erste Informationsschuss einer der berühmten schnellen war.
Die ökonomische Komponente darf natürlich auch nicht fehlen.
Vielleicht merken Sie jetzt, warum es kein WIKI gibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Andr.e 04.06.2011, 10:49
68. .

Zitat von tengri_lethos
Ich kenne einige Mitarbeiter des RKI persönlich und weiß, wie deren Arbeitssituation derzeit ist. Dort wird kräftemäßig am Anschlag gearbeitet, quasi rund um die Uhr. Und dann kommen Idioten wie Sie und schreiben einen derartigen Mist. Man kann nur kotzen über so viel Ignoranz. :-(((
Danke für die Richtigstellung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mitches 04.06.2011, 11:01
69. Trockenheit eine Ursache?

Zitat von Leifur_Eiriksson
Das Übertragen per Staub ist eher unwahrscheinmich. E. coli ist gram-negativ, bildet also keine wetterbeständigen Dauerformen aus, die die Trockenheit überleben. Außerdem hätte EHEC in diesem Falle wesentlich mehr Opfer finden müssen, weil die Trockenheit ganz Mitteleuropa betrifft. E. coli lebt in großen Mengen im warmen, feuchten leicht basischen Milieu, optimal bei 37°C. Es könnte in Gülle gewesen sein und Pflanzen könnten es im Wachstum aufgenommen haben. Diese Pflanzen wurden gegessen oder gefressen (von Tieren) und schon ist das Bakterium in der Nahrungskette. Das macht auch die Ermittlung der Quelle so schwer - es gibt unendlich viele Möglichkeiten.
Danke für diese Ausführliche Darstellung!

Was die Trockenheit noch verursacht ist die Herabsenkung des Grundwasserspiegels - Ausgefahrene Gülle kommt über Umwegen ja auch in das Grundwasser. Evtl. fehlt nun die Verdünnung pro Liter Grundwasser.

Aber was weis ich - sind nur Überlegungen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 9