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Eisfreie Antarktis: Die Weltuntergangsprognose
TU Dresden/ AWI/ Lars Radig

Was geschähe, würde die Menschheit alle Vorräte an Kohle, Öl und Gas verbrennen? Simulationen zeigen: Das Antarktiseis würde komplett tauen, der Meeresspiegel um mehr als 50 Meter steigen. Eine sinnvolle Prognose?

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cindy2009 12.09.2015, 12:43
110. @helmut.alt

Aha, warum steigt aber die co2 Konzentration in der Luft? Oder sind das Messfehler?

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Beat Adler 12.09.2015, 12:48
111. Der Kohlenstoffumsatz der Pflanzen ist im Gleichgewicht.

Zitat von helmut.alt
Diese Untergangsprognosen sind nicht das Papier wert, auf dem sie geschrieben werden und verunsichern nur. Hat man in Betracht gezogen, dass das "böse" CO2 permanent aus der Atmosphäre entfernt wird? Nicht nur durch die Photosynthese, sondern durch die Meere und die Regenfälle, so dass es letztlich durch Reaktion mit Calciumionen im Meerwasser als schwerlösliches Calciumcarbonat am Meeresboden landet.
Der Kohlenstoffumsatz der Pflanzen ist im Gleichgewicht.

Das zusaetzliche CO2, durch das Verbrennen der fossilen Energietraeger durch den Menschen, sorgen fuer eine Stoerung des Gleichgewichtes; ebenso das weitere Abholzen. Der CO2 Gehalt der Athmosphaere nimmt zu, immer mehr, immer schneller, noch.

Waermere und weniger basische Meere nehmen weniger CO2 auf.

Ein CO2 Molekuel bleibt 200 Jahre lang in der Athmosphaere bestehen.

Die immer weniger effektiv werdenden CO2 Senken lassen den CO2 Gehalt der Athmosphaere heute um die 3 bis 4 ppm pro Jahr ansteigen. Der Durchschnittsanstieg im 20. Jhd. war 1 ppm pro Jahr. Eine tolle Hockeystick-Kurve;-)
mfG Beat

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Steffen Gerlach 12.09.2015, 13:05
112. Nein, kein Weltuntergang

Das ist also das Worst-Case-Szenario. Innerhalb von hundert Jahren ein Anstieg der Meere um jeweils 3 Meter, am Ende nach 10000 Jahren um 50 Meter insgesamt. Küstenstädte und einige Inseln versinken langsam im Meer. Wenn wir von Übertreibungen Abstand nehmen, dann ist das weder der Untergang des Planeten noch der Untergang des Lebens noch der Untergang der Menschheit. Es ist ein Szenario aus Beeinträchtigungen, Aufwänden und Schmerzen, verteilt über 10000 Jahre. Die Alternative ist der baldige Verzicht auf fossile Energieträger, ebenfalls ein Szenario aus Beeinträchtigungen, Aufwänden und Schmerzen. Energie müsste komplett auf andere Arten gewonnen werden, was mit derzeitiger Technik aufwändiger ist. Energie und alles, was damit hergestellt wird, würde teurer. Die Aufwände fielen auch nicht irgendwann in 100 oder 1000 Jahren an, sondern sofort, heute, in einer Zeit, in der immer noch Menschen hungern. Kurz: Es stehen sich Handlungsalternativen gegenüber, und es ist nüchtern abzuwägen, welche davon unter Bedenken aller Vor- und Nachteile die attraktivste ist. Es gibt hier nichts, das ganz offensichtlich um jeden Preis verhindert werden muss.

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rkinfo 12.09.2015, 13:20
113. Nicht Welt- sondern Menschheitsuntergang

Der Globus überlebt aber nicht teure Infrastruktur der Menschen und fruchtbare Siedlungen.
Bei +50m säuft das neuen Flüchtlingsheim in Hamburg ab - sollen die alle nach Bayern ?

Es wäre vernünftig die Verbrennung fossiler Energieträger zeitlich zu strecken. Können wir auf 1/5 bus 1/4 reduzieren klappen wohl die CO2 Auswaschungen der Meere und das Gas wird als Carbonat dauerhaft gebunden.
Ausserdem hätten wir dann noch 200 Jahre Öl, 400 Jahre Gas und bei uns noch die Steinkohle auf Jahrhunderte.
Danach - Scotty Beam Me Up !

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dritter_versuch 12.09.2015, 13:26
114. Was

Zitat von charliep2
Na gut, vielleicht wird es damit klarer: "In der Atmosphäre befand sich nach IPCC im Jahr 2007 eine Kohlenstoffmenge von 765 Gt. die jährlich um etwa 3 Gt wächst. Wichtigste Kohlenstoffverbindung ist das Kohlenstoffdioxid (CO2). Seine Konzentration beträgt 400 ml/m³ (entspricht ppmv)." (Quelle: Wikipedia)
Was wollen Sie uns damit sagen?
Kohlenstoff kann verschiedene chemische Verbindungen eingehen. Manche davon verursachen einen Treibhauseffekt, manche nicht.

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Klimagas 12.09.2015, 13:43
115. Eine geheimnisvolle Antwort

Zitat von dritter_versuch
Das wäre genial. Aber so blöd sind die Nationen mit Pumpspeicherwerken auch nicht. Die wissen auch das Tagstrom teuerer ist als Nachtstrom. Deshab sind dort die Verträge anders.
deren Sinn mir im Bezug auf meinen Beitrag verborgen bleibt.

RWE schickt seinen Strom nach Vianden und bezieht bei Bedarf von dort Strom, aus eigener Tasche in die eigene.

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gandhiforever 12.09.2015, 13:54
116. Normalbereich

Zitat von Gottloser
Man kann sie allerdings auch kritisch hinterfragen. Wenn man davon ausgeht, dass das gesamte Eis der Antarktis abschmiltzt, dann muss man in seine Modellrechnungen aber auch einbeziehen, dass sich der gesamte Kontinet wegen der verschwindenden Eisbelastung hebt., was sich wiederum senkend auf den Wasserspiegel der Südhalbkugel auswirkt. Die Folgen der Klimaerwärmung sind zu komplex, als dass man sie mit Horrorszenarien belegen sollte. Damit hilft man nur den Skeptikern. Wir wissen, dass die Temperaturen weltweit steigen, aber wir wissen nur wenig über die Ursachen. Drei Szenarien bieten sich uns an: 1. Erwärmung durch Treibhausgas 2. Erwärmung durch El Nino 3. Erwärmung in geologischen Zyklus der Erde. Bis vor ca. 10 000 Jahren hatten wir eine Eiszeit. Seitdem erwärmt sich die Erde wieder. Allerdings nicht kontinuierlich, sondern mit klimatischen Schwankungen. Zwischen 1350 und 1830 hatten wir eine kleine Eiszeit. Jetzt wird es mal wieder wärmer. Alles eigentlich im normalen Bereich.
Nun ja, Treibhausgas hat es auch schon frueher gegeben, vor allem bei riesigen Vulkanausbruechen.

Dennoch ist die heutige Situation keineswegs im Normalbereich anzusiedeln, denn menschenbedingtes Treibhausgas spielt erst in der juengsten Vergangenheit und Gegenwart eine Rolle, eine grosse Rolle und eine Rolle, die manche Menschen aus unerklaerlichen Gruenden verharmlosen wollen.

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slartibartfass2 12.09.2015, 13:56
117. Leider nein...

Seit 2014 ist liegt die Kohlendioxid-Konzentration auf der nördlichen Hemisphäre bei 400 ppm oder 0,04 %.

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litholas 12.09.2015, 14:06
118.

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ZITAT von Malshandir:
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"Lebe auf 96 meter Hoehe
Also sofern ich in 10.000 Jahren noch leben sollte, werde ich das mit in Ruhe anschauen und bin ja nicht betroffen, da ich auf knapp 100 Meter Hoehe wohne."

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ZITATENDE
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Ganz genau. Ausser Ihr Haus steht einem Ignoranten dabei im Weg seinen Spass zu haben.

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litholas 12.09.2015, 14:25
119.

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ZITAT von Steffen Gerlach:
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"...
Das ist also das Worst-Case-Szenario. Innerhalb von hundert Jahren ein Anstieg der Meere um jeweils 3 Meter, am Ende nach 10000 Jahren um 50 Meter insgesamt. Küstenstädte und einige Inseln versinken langsam im Meer. Wenn wir von Übertreibungen Abstand nehmen, dann ist das weder der Untergang des Planeten noch der Untergang des Lebens noch der Untergang der Menschheit. Es ist ein Szenario aus Beeinträchtigungen, Aufwänden und Schmerzen, verteilt über 10000 Jahre. Die Alternative ist der baldige Verzicht auf fossile Energieträger, ebenfalls ein Szenario aus Beeinträchtigungen, Aufwänden und Schmerzen. Energie müsste komplett auf andere Arten gewonnen werden, was mit derzeitiger Technik aufwändiger ist. Energie und alles, was damit hergestellt wird, würde teurer.
..."

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ZITATENDE
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Das ist so nicht richtig. Photovoltaikstrom aus neuen Anlagen ist billiger als Kernkraft, in etwa so teuer wie Strom aus Steinkohle, und Windkraft ist noch billiger. Und die Kosten für beides sinken, nach den Regeln des Lernfaktors, noch deutlich schneller als die für konventionelle Energiegewinnung.

Und eine Erwärmung um 12 Grad hätte noch deutlich schwerwiegendere Folgen als nur einen Anstieg des Meeresspiegels.

Im Moment bezahlt die Menschheit in etwa 20 Milliarden Euro Zusatzkosten gegenüber rein konventioneller Energiegewinnung jährlich für den Ausbau von Windkraft und Solarenergie - und dabei ist der grösste Teil der Zusatzkosten schon getätigt. Die Preise für Photovoltaikmodule sind in den letzten 6 Jahren auf ein Sechstel gesunken, von fast 4000 Euro pro kWp auf 600 Euro.

Und neben der CO2-Vermeidung hat vermiedener Atommüll und Kohleverbrennung noch zusätzliche positive Effekte, so dass wir inzwischen durch weiteren EE-Ausbau viel Geld sparen.

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