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Elektroautos: Stau im Stromnetz
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Mehr Klimaschutz, keine Stickoxide: Auf der E-Mobilität ruhen die Hoffnungen für eine Verkehrswende. Doch das Stromnetz ist auf Millionen E-Autos vielerorts nicht vorbereitet. Forscher arbeiten an Lösungen.

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durchsichtig 10.02.2019, 19:11
110. Man könnte

verzweifeln angesichts der Halsstarrigkeit der E-Auto Durchboxer. Einige Probleme sind schwer oder garnicht lösbar. Mieter in Städten haben keine Ladestationen, Spitzenzeiten beim laden überfordern das Netz, lächerliche Reichweiten im Winter, Akkus sind Umweltsäue sowohl bei der Herstellung und bei der Entsorgung. Etc., etc...
Wasserstoff ist die einfache Lösung. Man hört nichts davon.

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det42 10.02.2019, 19:13
111.

Zitat von bluebill
So sehr Experten und Lobbyisten auch diskutieren, preisen und schönreden - das Konzept des Batterie-Fahrzeugs, sie aus dem Stromnetz gespeist wird, ist weder ökologisch sinnvoll noch alltagstauglich für Verbraucher. Wir wurden jahrelang darauf konditioniert, jedes bißchen Stromverbrauch einzusparen. Wir sitzen in Lichtinseln in ansonsten finsteren Räumen, krabbeln nachts nach dem Fernsehen oder Film in die Ecke, um alle Geräte vollständig abzuschalten, wir laufen lieber in schmuddeligen Sachen herum als einmal zu oft heiß zu waschen. Und kaufen uns alle paar Jahre neue Küchengeräte, die noch weniger Strom brauchen als die Vorgänger. Mit der Folge, dass Strom immer noch teurer wird, weil die Herstellerkonzerne ja ihre Dividendenziele erreichen wollen. Und jetzt sollen wir plötzlich wieder umdenken und unser Auto mit Strom betanken. Was kriegen wir dafür? Ein Fahrzeug, das rund doppelt soviel kostet wie rin Benziner oder Diesel. Stark eingeschränkte Reichweiten. Ewiglange Auftankzeiten, die womöglich noch durch "intelligente" Systeme verlängert werden, ja zeitweise kann das Fahrzeug sogar wieder entladen werden. Es steht also nur eingeschränkt zur Verfügung. Damit ist aber der größte Vorteil individueller Fortbewegung verschwunden. Wenn ich ein Fahrzeug nur zu exakt planbaren Zeiten benutze und auf exakt planbaren Strecken, kann ich auch heute schon eine andere Lösung finden. ÖPNV, wo es ihn noch gibt, Fahrgemeinschaften, Carsharing. Alles weit kostengünstiger als E-Mobilität.
ich fürchte, Sie haben die Energiewende nicht verstanden. Die basiert auf Strom, alles was aus der Erde gebuddelt werden muss, soll Geschichte werden. Das wiederum bedeutet, dass wir absolut gesehen mehr Strom benötigen, wir verbrauchen somit allerdings bei weitem weniger Energie... klingt widersprüchlich ? ist es aber nicht. Die Wirkungsgrade sind im Elektrischen einfach unschlagbar besser... entscheidend ist, dass es sich um REGENERATIVEN STROM handeln muss. Natürlich sollten wir mit dem Strom immernoch sparsam umgehen, aber genau das geschieht ja mit dem Elektroauto, da nur ein viertel des Energieeinsatzes gegenüber den Verbrennern notwendig ist. Genau das geschieht mit einer Wärmepumpe, die sehr viel effizienter und nachhaltiger Wärme erzeugen kann.

Und Sie übertreiben maßlos... Sie können sich immernoch sehr individuell fortbewegen, wenn Sie das möchten. Evtl. wird es schwierig, wenn Sie täglich 400km fahren müssten, ansonsten aber bringen E-Mobile keine Einschränkungen mehr für den "Normalfahrer". In einem haben Sie allerdings recht. Die Nutzung von ÖPNV sollte und wird vermutlich billiger sein, als individuelle 2 Tonnen für jede Person mitzuführen. Ich bin dafür, alles andere ist nun wirklich nicht mehr zeitgemäß und verantwortungslos.

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saddi 10.02.2019, 19:14
112. Erinnerung an Atomkraft

Atomkraft war auch mal die Zukunft. Sie ist gepuscht worden, obwohl man wusste, dass es keine Lösung für die Endlagerung gibt. Dann müssen vom Steuerzahler, also uns, wieder Milliarden für den Abbau gezahlt werden, nachdem man Milliarden für Forschung und Aufbau gezahlt hat.
Jetzt kommt der Kohleausstieg für Milliarden und der Ausstieg aus den bewährten und immer sauberer werdenden Verbrennungsmotoren.
Die E-Autos werden gepuscht ohne zu wissen wie und woher der Strom kommen soll. Vielleicht kann man die Autos ja im Norden laden und dann den Strom in den Süden fahren, lol.
Es werden wieder für Forschung und Infrastruktur Milliarden ausgegeben und wichtige Industrien geschwächt oder zerstört.
Solche politischen Entscheidungen bekommen wohl nur die Deutschen hin!

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bluebill 10.02.2019, 19:16
113. Nix ist vorbereitet

Für die Massenausbreitung von elektrisch betriebenem Individualverkehr ist einfach keine Infrastruktur da. Aufladestationen gibt es bei ländlichen Eigenheimbewohnern oder vereinzelt auf öffentlichem Gelände. Aber was ist mit den Bewohnern von großen Mehrparteienhäusern in Städten? Die haben meist nicht mal einen eigenen Parkplatz. Die zweieinhalb öffentlichen Ladesäulen eine Straße weiter sind natürlich keine echte, verlässliche Auflademöglichkeit, wenn sie für Tausende von Autos reichen müssen. Und bei der Arbeit gibt es auch in großen, modernen Firmen ein paar große Wiesen oder Schotterplätze als Parkplatz für die Angestellten. Wenn überhaupt. Wer wird sich denn ein teures Gefährt anschaffen, das er nur mit viel Glück betanken und in Betrieb nehmen kann? Womit er nur wenige Kilometer weit kommt? Man muss schließlich jeden Tag zur Arbeit, und mit Optimismus und positivem Denken allein kommt man da nicht hin. Und nicht jeder mag täglich 30 km mit dem Fahrrad fahren oder gar zu Fuß gehen. Der öffentliche Nahverkehr wurde kaputtgespart und stellt vielerorts keine Alternative dar. - Die Infrastruktur müsste schon zuerst ausgebaut sein. Dann könnte es vielleicht auch aufwärts gehen mit dem E-Auto. Sofern man das denn will. Das hat nichts mit deutscher Überängstlichkeit zu tun. Sondern mit der täglichen, banalen Realität.

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Flari 10.02.2019, 19:16
114.

Zitat von det42
Ich denke, das wird geschehen. Bleibt man bei einem Ladeanteil zwischen 30 und 70%, degradiert der Akku quasi nicht. Es gibt schon Mobilhersteller, die eine bidirektionale Nutzung ausdrücklich erlauben und in ihre Garantie einbeziehen.
Richtig, während alle etablierten PKW-Hersteller bisher 160.000km und mehr in 8 Jahren Garantie u.a. auf eine Degeneration von weniger als auf 70% bis 75% geben, aber eine bidirektionale Ladung untersagen, bietet Sono-Motors für den Sion das bidirektionale Laden an, gibt dafür aber lediglich eine Garantie von 100.000km und ZWEI Jahre auf den Akku!

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oldman2016 10.02.2019, 19:17
115. Ladestationen in Tiefgaraten von Eigentümergemeinschaften

Ich denn eigentlich schon die unsinnige Vorschrift im Wohungseigentumsgesezt geändert, wonach die Installation einer Ladevorrichtung für ein E-Auto auf dem Stellplatz einer Gemeinschaftstiefgarage als bauliche Veränderung eingestuft wird, die der Zustimmer von 100 Prozent dre Eigentümer erfordert.
Wenn nicht. sollte man die Vorantworlichen auf den Mond schießen. Ich würde auch freiwillig melden, diesen Pollitkern stundenland in den Hintern zu treten.

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det42 10.02.2019, 19:19
116.

Zitat von mantrid
Eine Autobahntankstelle hat ca. 20 Zapfsäulen. Eine Befüllung (ohne Bezahlvorgang) dauert ca. eine Minute. Mit Rangieren und Bezahlen sollen es mal 5 Minuten sein. Es könnte also pro Stunde 240 Kfz abgefertigt werden. Fahren die künftig alle elektrisch und der Ladevorgang auf 80% bei einer Ladekapazität von 41 kW (z.B. Renault Zoe) dauert an der Schnellladestation mit 22 kW 1 Stunde 40 Minuten, dann müssten um die gleiche Menge Kfz abzufertigen, 400 Ladesäulen vorhanden sein, die dann 8,8 MW Leistung beanspruchen.
Ihre Berechnung hat einen Harken.... über 90 % laden ihr Auto an der simplen Steckdose. Die meisten werden vermutlich eine Ladesäule extrem selten sehen... vielleicht mal im Urlaub, um alle 2 Stunden für 20 Minuten nachzuladen... verabschieden Sie sich bitte von der Verbrennerdenke. Klassische Tankstellen wird es nicht mehr geben...

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DietrichHorstmann 10.02.2019, 19:19
117. Auch mit Wasserstoff getriebene Autos sind E-Mobile

sie stellen den Strom nur nicht über Batterien her. Das scheinen Einige hier nicht zu wissen. Japan setzt auf die Brennstoffzelle . Es werden also nebeneinander weltweit unterschiedliche Systeme nebeneinander bestehen. Wir haben die freie Auswahl. Und bezahlen in jedem Fall mehr einzeln und kollektiv über steuerfinanzierte Investitionen in die Infrastruktur. Schafft private Profite und Arbeitsplätze. Wie immer schon.

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anna_nass 10.02.2019, 19:20
118. Eine Bitte an Spiegel online

Bitte leide Redaktion sperrt ganz schnell die Kommentar-Funktion zu diesem Artikel.
Über die schlecht recherchierte Qualität des Artikels will ich ja gar nichts sagen. Vielleicht hättet ihr einfach mal einen kompetenten Fachmann bei einem Energierversorgungsunternehmen fragen sollen, der sich damit wirklich auskennt. - Aber gut.
Was aber (wie leider üblich) total unterirdisch ist, ist das Niveau der vermeintlichen Experten, die hier ihre Kommentare ablassen. Ist das wirklich die Zielgruppe von Spon? Dann muss ich hier wohl falsch/ fehl am Platz sein.
- Ja, das E-Auto hat keine Zukunft. Aber dieses "Internet" wird sich auch nicht durchsetzen. Und überhaupt weiß doch jeder, dass die Erde eine Scheibe ist.
- Wasserstoff als Energielieferant für Autos? Leute, mit welcher Energie wird denn Wasserstoff erzeugt? Hoffentlich nicht mit Strom, denn dann würden ja bei der Erzeugung dieses Gases die Stromnetze zusammenbrechen. Und mit welchen Verlusten rechnet ihr denn von der Erzeugung des H2 bis zumAntrieb des Wasserstoff-Autos?
- Blackouts? Die haben wir doch schon heute jedesmal, wenn in der Straße einer den Fön einschaltet. Aber glücklicherweise werden Föns und E-Herde schön über den ganzen Tag und die Nacht verteilt eingeschaltet, während die E-Autos alle gleichzeitig punkt 12 Uhr Mittags mit 22kW das Netz belasten.
- Wo laden? Ja, das ist echt ein Problem. Denn wenn wir für jedes Auto neben dem Parkplatz noch einen zusätzlichen Ladeplatz brauchen, dann wird der Verkehrsraum echt knapp. - Und für die Spon-Kommentatoren, die die Ironie nicht verstehen: Ein E-Auto kann man fast überall laden, wo es eh rumsteht. Ganz gemütlich mit der Leistung,die das Netz zu liefern gerade im Stande ist.

Die wirklichen Probleme von E-Autos sind doch ganz andere:
- Die Deutschen können keine Batterie, sondern wollen noch möglichst lange die alte Technik verkaufen. Am antiken Verbrennungsmotor hängen in D nun mal viel zu viele Arbeitsplätze: In der Motorentwicklung, er Fertigung, der Wartung, den Tankstellennetzen, den Raffinerien,....
und auch in der Werbung

Hilfe, das E-Auto kommt. Wir werden alle sterben! - oder zumindest von der Erde fallen, die in den Augen der Deutschen Autofahrer wohl immer noch eine Scheibe ist.

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Yves Martin 10.02.2019, 19:20
119.

Zitat von spon-facebook-1579284963
Die meiner Meinung nach beste Technologie besteht im tanken des Batterielektrolyten. Es gibt die Firma nanoFlowcell die dies schon unter Alltagsbedingungen getestet hat. Der große Vorteil des Elektrolyten ist dass man keine Hochdrucktanks mit -150°C gekühltem Wasserstoff braucht und auch keine Lithiumbatterien. Tankstellen könnten mit minimalem finanziellen Aufwand umgerüstet werden. Tankzeiten sind identisch mit heutigen Benzin/Diesel Tankzeiten. Ich hoffe dass dieses Konzept es schafft nach vorne zu kommen. Link: https://emagazine.nanoflowcell.com/de/design/quant-48volt-herbsttest/
O weh - die Physikamateure bei SPON mal wieder. Als Kunden so leicht zu gewinnen wie bei den Hütchenspielern in der Fussgängerzone.

Diese Nano-Flowcell-kiste ist vorhersehbar ein gigantisches Betrugsunternehmen, um halbgebildeten Leuten wie Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Denn dass das System wirklich funktioniert, hat bis heute noch niemand bewiesen... Aber sein "Erfinder" Nunzio La Vecchia hatte schon wegen anderer fragwürdiger Aktivitäten Kontakt mit der Justiz...

Aber egal, ob bei Religion oder E-Mobilität: Wo Menschen lieber sektenartig irgendwelchen Unsinn glauben als wirklich wissen wollen, haben auch falsche Propheten leichtes Spiel...

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